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Kultur-Workshop - Die kulturellen Unterschiede

Title: Kultur-Workshop - Die kulturellen Unterschiede

Lesson Plan , 2001 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Erich Gamsjäger (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Anhand zweier Begriffspaare (Tafel) sollen die Tn im Plenum beurteilen, ob und warum das Bezeichnete eine Ausprägung von Kultur ist bzw. nicht ist: Regenwald (Natur) - Bannwald (Kultur), Nahrungssuche (angeboren) - Restaurant (kulturell geformt, erlernt)

Anhand folgender Begriffspaare sollen sich die Tn Differenzierungsmöglichkeiten des Kulturbegriffs erarbeiten. Dazu sollen sie sich in Gruppen zu ca. 6 Personen aufteilen, wobei jede Gruppe 16 Karten mit den jeweiligen Begriffen und einen Bogen Packpapier bekommt. Anschließend besteht die Aufgabe darin, frei assoziierend die Begriffe in Paare zu ordnen. Danach sollen die Gruppen erklären, warum sie die jeweilige Paarbildung vorgenommen haben. Erläuterungen anhand übergeordneter Kategorien gibt zuletzt die Gl. Mona Lisa (Kunst, Kultur) - „Smiley“ (Kultur) [materielle Kulturausprägungen], Musikantenstadl (Volkskultur) - Salzburger Festspiele (Hochkultur) [immaterielle Kulturausprägungen], Montgomery Burns (Unternehmerkultur) - Homer Simpson (Arbeiterkultur) [Klasse], Wiener Philharmoniker (Männerkultur) - Frauencafé im ArbeiterInnenbegegnungszentrum (Frauenkultur, Arbeiterinnen) [Geschlecht], Raver (Jugendkultur) - Seniorenbund (Seniorenkultur) [Alter], Jungschar (Jugend, katholisch) - „Bibelforscher“ (Zeugen Jehovas) [Religion], Bierzelt (Landkultur) -Theater (Stadtkultur) [Region], „österreichische“ Kultur - „ausländische“ Kultur [ethnische Zugehörigkeit]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A) Kulturen

a1) „Kulturquiz“

a2) Definition im engeren Sinn

B) Multi-, Inter-, Transkulturalismus

C) Das „Fremde“ – Verstehensarten

Arbeitsblatt 1

Arbeitsblatt 2

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit strukturiert einen Workshop, der darauf abzielt, Teilnehmern ein fundiertes Verständnis der Begriffe Kultur, Multikulturalismus, Interkulturalismus und Transkulturalismus zu vermitteln und das eigene Verhältnis zum „Fremden“ kritisch zu reflektieren.

  • Grundlagen des Kulturbegriffs und dessen Differenzierung
  • Abgrenzung von Multi-, Inter- und Transkulturalismus als Gesellschaftsformen
  • Analyse von Kommunikationsmustern in kulturellen Kontexten
  • Psychologische und soziale Hintergründe der Wahrnehmung des „Fremden“
  • Reflexion von Xenophobie und Strategien des Fremdverstehens

Auszug aus dem Buch

Definition im engeren Sinn:

Als Überleitung zur eigentlichen Definition soll von der Gl der Begriff „Alltagskultur“ thematisiert werden, der mit der „Cultural-Studies-Definition“ (siehe Arbeitsblatt 1) gemeint ist. Eine Kurzdefinition von Kultur könnte in diesem Sinne wie folgt lauten: „Kultur umfaßt die Leitvorstellungen, Lebensformen und durch Aktivität geformten Lebensbedingungen einer Gruppe“ (Albrecht 1997, S. 119f).

Diese Definition besteht aus den 3 zentralen Bereichen in denen sich Kultur zeigt, nämlich im Denken, Verhalten und schöpferischen Produkten von Denken und Verhalten. Methodisch ist es aufgrund der Abstraktheit des Begriffs hilfreich, eine umfangreichere Definition von Kultur in Sinneinheiten zerlegt für Jugendliche zu übersetzen und zu referieren, um sie anschließend beispielhaft anhand deren Lebenswelt (Schulklasse, Jugendkulturen, etc.) erarbeiten zu lassen:

Denkformen (zB. Werte, Bedeutungen, Überzeugungen, Symbole,...)

+ Verhaltensformen (zB. Gewohnheiten, Routineverhalten, Gebrauch der Objekte,...)

+ geformte Lebensbedingungen (zB. Institutionen, gesell. Beziehungen, Gesetze, Sitten,...)

= Lebensstil einer Gruppe

„Kultur ist die Art der Formung der Beziehungen einer Gruppe aber auch die Art, wie diese Formen wahrgenommen, verstanden und interpretiert werden.“

Die genannten Beispiele sind teils bewußt (zB. Sitten), teils unbewußt (zB. Routineverhalten) wirksam. Das Unbewußte kann jedoch im interkulturellen Kontakt ( Interkulturalität) als einem Akt der Selbsterkenntnis erschlossen werden.

Die Kenntnis von bewußten und unbewußten Elementen eines geteilten Lebensstils bedeutet eine Orientierungshilfe für richtiges Verstehen und angemessenes Verhalten in einer Gruppe. Die Kulturdefinition verweist darauf, daß Kultur in einem Wechselspiel zwischen objektiven Gegebenheiten und subjektiver Wahrnehmung stattfindet, d.h. Kultur entwickelt sich auch im Kopf. Dort werden die Handlungsmuster festgelegt, die nach außen vollzogen werden und so Kultur vermitteln und zwar reproduzierend u./o. verändernd.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Kulturen: Dieses Kapitel führt in den Kulturbegriff ein, nutzt ein „Kulturquiz“ zur Differenzierung und erarbeitet eine Definition von Kultur als Lebensstil einer Gruppe.

B) Multi-, Inter-, Transkulturalismus: Hier werden drei Konzepte zur Beschreibung des Zusammenlebens verschiedener Kulturen vorgestellt und anhand grafischer Modelle sowie der „4-Ecken-Methode“ diskutiert.

C) Das „Fremde“ – Verstehensarten: Das abschließende Kapitel behandelt die Wahrnehmung des „Fremden“, analysiert Ursachen für Xenophobie und unterscheidet drei Arten des Fremdverstehens.

Arbeitsblatt 1: Dieses Kapitel liefert theoretische Erläuterungen zum Kulturbegriff und vertieft die Definition nach Larcher.

Arbeitsblatt 2: Dieses Kapitel visualisiert durch grafische Modelle die Unterschiede zwischen Multikulturalität, Interkulturalität und Transkulturalität.

Schlüsselwörter

Kultur, Multikulturalismus, Interkulturalismus, Transkulturalismus, Alltagskultur, Fremdheit, Xenophobie, Identität, Lebensstil, Fremdverstehen, Ethnozentrismus, soziale Gruppen, Kommunikation, Integration, Assimilation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine strukturierte Anleitung für einen Workshop, der Teilnehmern hilft, zentrale Begriffe wie Kultur und die Formen des Zusammenlebens verschiedener Kulturen zu definieren und zu differenzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Kulturbegriff, die Unterscheidung zwischen Multi-, Inter- und Transkulturalismus sowie die psychologischen und sozialen Aspekte der Begegnung mit dem Fremden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Teilnehmer dazu zu befähigen, zentrale Begriffe des kulturellen Miteinanders fachgerecht zu definieren, voneinander zu unterscheiden und ihr eigenes Verhalten sowie Ängste gegenüber dem Fremden zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt methodische Ansätze der Gruppenarbeit, wie die „4-Ecken-Methode“, grafische Modellierungen zur Verdeutlichung gesellschaftlicher Strukturen sowie Ansätze zur Selbstreflexion und Diskussion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Erarbeitung des Kulturbegriffs, die theoretische und praktische Analyse von Kulturmodellen und die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Fremdheit inklusive xenophober Tendenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kultur, Identität, Interkulturalität, Transkulturalität, Fremdverstehen und Xenophobie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die „Polykultur“ im Kontext der Interkulturalität?

Polykultur beschreibt einen bei wiederholtem Kontakt entstehenden gemeinsamen Fundus an Verstehens- und Ausdrucksweisen, der als Filter für die interkulturelle Kommunikation fungiert.

Warum wird im Workshop eine Selbstreflexion zum Thema Xenophobie angeregt?

Die Selbstreflexion soll dazu dienen, den persönlichen Umgang mit Fremdheit zu hinterfragen und die theoretischen Hintergründe von Fremdenangst in einem geschützten Rahmen zu verstehen, ohne die Teilnehmer zur Offenlegung privater Ängste zu zwingen.

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Details

Title
Kultur-Workshop - Die kulturellen Unterschiede
College
University of Salzburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1
Author
Erich Gamsjäger (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V24067
ISBN (eBook)
9783638270359
Language
German
Tags
Kultur-Workshop Unterschiede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erich Gamsjäger (Author), 2001, Kultur-Workshop - Die kulturellen Unterschiede, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24067
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