Innovationserfolgsrechnung Seite I
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS ...........................................................................................................I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS II NA
SYMBOLVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS............................................................................................... III
1 EINLEITUNG 1
1.1 EINFÜHRUNG IN DAS THEMA 1
1.2 AUFBAU DER SEMINARARBEIT 1
2 PROBLEMSTELLUNGEN BEI DER ERFOLGSERMITTLUNG VON
INNOVATIONEN 3
2.1 BEGRIFFSDEFINITIONEN UND ABGRENZUNGEN 3
2.2 EINFLUßFAKTOREN AUF INNOVATIONSPROZESSE 7
2.3 MERKMALE ERFOLGREICHER INNOVATIONEN 10
2.4 ERFOLGSMESSUNG UND BEURTEILUNG 13
3 FORMEN DER INNOVATIONSERFOLGSRECHNUNG..........................................16
3.1 GRUNDSÄTZLICHES 16
3.2 LEBENSZYKLUSORIENTIERTER ANSATZ 17
3.3 PROJEKTMANAGEMENTORIENTIERTER ANSATZ 22
3.4 MAKE-OR-BUY-ENTSCHEIDUNGEN 27
4 ZUSAMMENFASSSUNG UND AUSBLICK 30
LITERATURVERZEICHNIS 32
Innovationserfolgsrechnung Seite II
Abkürzungsverzeichnis
FuE Forschung und Entwicklung
MAUT Multi Attributive Utility Theorie
PSP Projektstrukturplan
Symbolverzeichnis
g j Gewicht des Kriteriums j
i Indexvariable
j Indexvariable
u ij Einzelnutzen des Kriteriums j der Alternative i
U Gesamtnutzen
U i Gesamtnutzen der Alternative i
Innovationserfolgsrechnung Seite III
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: PHASEN DES INNOVATIONSPROZESSES 5
ABBILDUNG 2: ABGRENZUNG VON TECHNOLOGIE- FUE- UND INNOVATIONSMANAGEMENT 6
ABBILDUNG 3: KOSTENFESTLEGUNG GEGENÜBER KOSTENANFALL 10
ABBILDUNG 4: KRITISCHE ERFOLGSFAKTOREN VON INNOVATIONEN 12
ABBILDUNG 5: BARRIEREN UND VORTEILE EINER INNOVATIONSERFOLGSRECHNUNG 17
ABBILDUNG 6: GESTALT DES KONTOS VOR PROJEKTBEGINN 20
ABBILDUNG 7: GESTALT DES KONTOS BEI WIRTSCHAFTLICHEM PROJEKTABSCHLUß 22
ABBILDUNG 8: RISIKEN IM ENTWICKLUNGSPROZEß 25
ABBILDUNG 9: ÜBERSICHT ÜBER DIE PHASENGLIEDERUNG DER PROZEßBEGLEITENDEN
ERFOLGSEVALUIERUNG 26
ABBILDUNG 10: FAMILIARITY-MATRIX 28
Innovationserfolgsrechnung Seite 1
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
Im Zeitalter der Globalisierung tritt der Wettbewerb, insbesondere der Wettbewerb auf dem internationalen Markt, immer mehr in den Vordergrund. Der Konkurrenzkampf zwischen den Unternehmen hat sich zugespitzt. Im Betrachtungsmittelpunkt stehen die Zielgrößen Zeit, Kosten und Qualität, die auch als „magisches Dreieck“ bezeichnet werden. Der Grad der Zielerreichung steht für Erfolg und Mißerfolg auf den Märkten sowie für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Ein fundamentaler Baustein der langfristigen Existenzsicherung ist die Forschung und Entwicklung. Die Produkte aus den Forschungs- und Entwicklungsprozessen öffnen neue Märkte, sichern Marktanteile, binden Kunden und sind der Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Durch den verstärkten Wettbewerb ist auch der Druck auf die Effektivität und die Effizienz des Forschungs- und Entwicklungsprozesses gewachsen. Die Steuerung dieses Prozesses wird durch verschiedene Managementsysteme sichergestellt. Auch die Transparenz der Kostensituation erlangt mehr Bedeutung, so daß auch Controllingsysteme in den Forschungs- und Entwicklungsprozeß Einzug erhalten. Die begriffliche Erweiterung des Neuproduktentwicklungsprozesses um den Innovationsprozeß strukturiert die Abläufe besser und ermöglicht einen ganzheitlichen Ansatz bei dem Management von Innovationen.
Das Innovationscontrolling als Managementunterstüzungsfunktion hilft bei der prozessualen Koppelung der einzelnen Tätigkeiten der Neuproduktentwicklung von der Ideengenerierung bis hin zur Markteinführung. Zur Überwachung der Effektivität und Effizienz des Gesamtprozesses steht dem Innovationscontrolling mit der Innovationserfolgsrechnung ein Instrument zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben während des Innovationsprozesses zur Verfügung. Die Problemstellungen bei der Erfolgsmessung von Innovationen sowie die von situativen Einflüssen abhängige Gestaltung der Innovationserfolgsrechnung sind Gegenstand dieser Seminararbeit.
1.2 Aufbau der Seminararbeit
Das Ziel dieser Arbeit ist es, ausgehend vom Innovationsprozeß und der Innovation an sich, die Rahmenbedingungen und Problemstellungen im Kontext eines Konzeptes zur Erfolgsermittlung zu erarbeiten. Im nächsten Schritt werden anhand der zuvor hergeleiteten Einflußgrößen zwei Konzepte zur Gestaltung einer Innovationserfolgsrechnung vorgestellt.
Dazu werden im zweiten Kapitel die Grundlagen zu diesem Themenkomplex dargestellt. Insbesondere wird der Innovationsprozeß eingeführt, der zum zentralen Betrachtungsobjekt im weiteren Verlauf der Seminararbeit wird. Desweiteren folgen Erläuterungen zu den wichtigsten Einflußgrößen, die auf den Innovationsprozeß einwirken sowie zu empirisch
Innovationserfolgsrechnung Seite 2
ermittelten Erfolgsdeterminanten des Innovationsprozesses. Das zweite Kapitel schließt mit einer generellen Betrachtung von Fragestellungen zur Erfolgsbeurteilung.
Im dritten Kapitel wird die Integration einer Innovationserfolgsrechnung problematisiert sowie die innerbetrieblichen Barrieren, die bei der Einführung einer derartigen Rechnung zu überwinden sind. Im Anschluß wird sich mit einem lebenszyklusorientiertem Ansatz beschäftigt, der besonders für besser strukturierte Innovationsprojekte geeignet ist. Dieses Verfahren kann in das interne Rechnungswesen integriert werden. Die Kontoführung lehnt sich an die Phasen des Innovationsprozesses an.
Der zweite Ansatz, der in dieser Arbeit Berücksichtigung findet, ist bei sehr schlecht strukturierten Projekten anzuwenden. Dementsprechend orientiert sich die Vorgehensweise auch an die Methoden des Projektmanagements, das im Bereich der Forschung- und Entwicklung sehr verbreitet ist.
Der letzte Abschnitt des dritten Kapitels stellt zwei Ansätze zur Fundierung von Make-or- Buy-Entscheidungen, die innerhalb des Innovationsprojektes auftreten können, dar.
Die Seminararbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem kurzen Ausblick auf kommende Fragestellungen.
Innovationserfolgsrechnung Seite 3
2 Problemstellungen bei der Erfolgsermittlung von Innovationen
2.1 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
Für die Betrachtung von Möglichkeiten einer Innovationserfolgsrechnung ist es notwendig, zuvor einige Definitionen vorzunehmen. Die zentralen Begriffe, deren Erläuterung Gegenstand dieses Abschnittes ist, sind im einzelnen:
• Innovation,
• Innovationsmanagement und
• Innovationscontrolling.
Desweiteren wird der Innovationsprozeß vom Forschungs- und Entwicklungsprozeß (FuE) abgegrenzt, um die wichtigsten Unterschiede zwischen einer Innovation und den Ergebnissen von FuE hervorzuheben.
Mit einer Innovation wird immer etwas beschrieben, was in irgendeiner Form als „neu“ angesehen werden kann. Nach Hauschildt lassen sich vier Dimensionen angeben, die die Neuartigkeit einer Innovation in ihren verschiedenen Ausprägungen darlegen:
• Inhaltliche Dimension:
Die inhaltliche Dimension umfaßt zum einen das Neue des Objektes an sich. Zum anderen wird der Grad der Neuigkeit in bezug auf schon vorhandene Objekte betrachtet. Was alles als Objekt angesehen werden kann, wird an späterer Stelle dieses Abschnittes beschrieben
• Subjektive Dimension:
Mit der subjektiven Dimension wird zum Ausdruck gebracht, für wen sich etwas als neu darstellt. Als Beispiel können Nationalstaaten, Branchen oder einzelne Unternehmen genannt werden.
• Prozessuale Dimension:
Im Rahmen der prozessualen Dimension wird der Anfang und das Ende der Neuerung bestimmt. Die einzelnen Phasen, die sich abgrenzen lassen, werden im Zusammenhang mit der Beschreibung des Innovationsprozesses benannt.
• Normative Dimension:
Beim normativen Ansatz wird versucht, eine Relation zwischen der geplanten Neuheit und dem sich einstellendem Erfolg für eine Definition von Innovationen zu Grunde zu legen. Dies ist insofern als fraglich anzusehen, als daß es im voraus nicht möglich ist, den Erfolg oder gar das Zielsystem des späteren Verwenders des neuen Objektes zu bestimmen. 1 Die einzelnen Probleme im Umfeld von Innovationen werden im Abschnitt
2.2 angesprochen.
Neben der Definition des Innovationsbegriffes anhand der Neuheit eines Objektes eignen sich auch die Merkmale Risiko und Komplexität zur näheren Differenzierung. Jedoch zeigen diese beiden Merkmale vielmehr die Probleme auf, die den Rahmen einer Erfolgsrechnung restringieren, so daß an dieser Stelle auf Abschnitt 2.2 verwiesen werden muß.
Innovationserfolgsrechnung Seite 4
Desweiteren lassen sich Innovationen nach Objekten gliedern, auf die sich die „Neuheit“ bezieht. Es kann sich sowohl um neuartige Produkte als auch z.B. um neue Vertriebswege handeln. Im allgemeinen werden
• Produktinnovationen und
• Prozeßinnovationen
unterschieden. Dabei dienen Produktinnovationen der Befriedung von Bedürfnissen am Markt. Sie wirken auf die Effektivität ein und sind demzufolge dem externen Zielsystem zu zuordnen. Im Gegensatz dazu müssen Prozeßinnovationen betriebsintern durchgesetzt werden. Sie dienen der Effizienzsteigerung der Produktion und unterliegen folglich auch internen Zielen. 2 Weitere Bereiche, auf die der Innovationsbegriff ausgedehnt werden kann, sind z.B. Finanz-, Sozial- oder Organisationsinnovationen. 3
Nachdem der Begriff der Innovation durch verschiedene Merkmale und Umschreibungen erläutert wurde, soll die Definition durch die Gegenüberstellung des Innovations- mit dem FuE-Prozeß präzisiert werden. Die Phasen des Innovationsprozesses sind Abbildung 1 zu entnehmen. 4
Der Prozeß wird durch die Strategiefindung angestoßen. Mit Hilfe von Technologie- Portfolios, Stärken-Schwächen-Analysen und Umweltprognosen formuliert das Innovationsmanagement die Innovationsstrategie. Zu beachten bleibt, daß diese auf die Unternehmensstrategie abgestimmt wird.
Ist die Strategie festgelegt, werden im nächsten Schritt mit Hilfe von Kreativtechniken Ideen gesammelt. Die Bewertung und die Auswahl erfolgen in zwei Stufen. In der Grobauswahl werden Ideen ausgesondert, die nicht mit der Strategie konform sind. Methoden sind z.B. Checklisten. In der Feinauswahl bedient man sich nutzwertanalytischer Verfahren sowie Wirtschaftlichkeitsrechnungen, sofern diese anwendbar sind. 5
Sind Ideen generiert worden, so werden diese im Rahmen eines Projektes in der Phase FuE weiter untersucht und ausgestaltet sowie in der Phase Erfindung in eine in Merkmalen und Ausprägungen definierte Alternative überführt.
Die nächste Phase umfaßt die interne oder externe Durchsetzung des Projektes. Dabei sind die Fertigung und bei externen Projekten die Markteinführung vorzubereiten sowie etwaige Investitionen zu tätigen.
Die sich anschließende Markteinführung stellt den Abschluß des Innovationsprozesses dar und bildet den Anfang für die Marktphase.
2
Vgl. Schramm, A. (2000), S. 5.
3 Vgl. Hauschildt, J. (1997), S. 6.
4 Vgl. Brockhoff, K. (1999), S. 35 ff., Hauschildt, J. (1997), S. 19 ff. sowie Schramm, A. (2000), S. 6 ff. 5 Für eine Beschreibung der Nutzwertanalyse sowie artverwandter Verfahren sei auf Schneeweiß, C. (1991) verwiesen. Verfahren der Wirtschaftlichkeitsrechnung finden sich in Zangemeister, C. (1991).
Arbeit zitieren:
Ingo Peper, 2002, Innovationserfolgsrechnung, München, GRIN Verlag GmbH
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