Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Ökumenisches Lernen 2
2.1 Definitorisches 2
2.1.1 Kleine Ökumene Große Ökumene 2
2.1.2 Ökumene lernen Ökumenisches Lernen 2
2.2 Drei Motive zum Verständnis von Ökumene 4
2.3 Vier didaktische Grundprinzipien des ökumenischen Lernens 5
3. Interreligiöses Lernen 6
3.1 Definition 6
3.2 Geschichte des interreligiösen Lernens 6
3.3 Ziele interreligiösen Lernens 9
3.4 Unterrichtsvorschläge zum interreligiösen Lernen 10
4. Schluss 13
1. Einleitung
Das Thema meines Referats und dessen Ausarbeitung lautet: „Ökumenisches Lernen“ und „Interreligiöses Lernen“. Bei beiden handelt es sich um sehr komplexe Themen, so dass ich mich sowohl beim Referat, als auch bei dessen Ausarbeitung auf Wesentliches beschränken muss.
Zunächst sollte die Frage nach den verschiedenen Definitionen des Begriffs „Ökumene“ geklärt werden, um mit dem richtigen Begriffverständnis in die Thematik einsteigen zu können. Nach genauer Beleuchtung des Unterschieds zwischen „Ökumene lernen“ und „Ökumenisches Lernen“, kam ich auf die „drei Motive des Verständnisses von Ökumene“ 1 zu sprechen. Danach listete ich die vier „didaktischen Grundprinzipien ökumenischen Lernens“ 2 als Gesamtcharakterisierung auf, um so die wichtigsten Merkmale ökumenischen Lernens zu benennen.
Nach einer kurzen Stellungnahme des Plenums zum Verständnis von interreligiösem Lernen, begann ich, wie schon beim vorherigen Thema, mit einer kurzen Definition. Danach fuhr ich mit einem Kurzvortrag über die Geschichte interreligiösen Lernens fort. Als letzten theoretischen Teil stellte ich die Ziele und Voraussetzungen vor, danach ging ich zu Unterrichtsvorschlägen über, um auch auf die praktische Umsetzung dieses Themas einzugehen. Im Folgenden stelle ich nun die konkreten Inhalte, unter Berücksichtigung des Verlaufs der Seminarsitzung, dar.
1 Blasberg-Kuhnke, Martina: Den Welthorizont erlernen. Ökumenisches Lernen als Praxis des Christseins, in: Glaube und Lernen 10 (1995), 65.
(Zit. als Blasberg-Kuhnke 1995) 2 Schlüter, Richard: Ökumenisches Lernen - pädagogische und theologische Aspekte einer neuen religionspädagogischen Konzeption, in: Religionspädagogische Beiträge 40 (1997), 32. (Zit. als Schlüter 1997)
1
2. Ökumenisches Lernen
2.1 Definitorisches
2.1.1 Kleine Ökumene - Große Ökumene
Ich stieg in die Thematik ein, indem ich die Frage nach dem Unterschied zur Diskussion stellte. Direkt zu Beginn wurde bereits die richtige Definition gefunden, so dass ich nur noch zur Verdeutlichung eine Folie auf den Overhead-Projektor legte, um den Unterschied visuell darzustellen. Anhand der Folie wiederholte ich kurz die Kernaussagen:
Der Unterschied zwischen den Begriffen „Kleine Ökumene“ und „Große Ökumene“ ist der, dass bei dem Streben nach Einheit jeweils andere Schwerpunkte gesetzt werden, so betrifft es bei der „Kleinen Ökumene“ alle christlichen Kirchen, wie die katholische, protestantische, orthodoxe etc.. Wird dagegen die Einheit der „Großen Ökumene“ gefordert, so sind damit alle Religionen der Welt gemeint. Es kommen zu allen christlichen Kirchen der Islam, der Buddhismus u.s.w. noch hinzu.
2.1.2 Ökumene lernen - Ökumenisches Lernen
Um das Verstehen dieses Unterschieds zu vereinfachen, legte ich eine Folie auf, die in tabellarischer Form Kriterien von „Ökumene lernen“ und „ökumenischen Lernen“ zeigte.
Das Ziel von „Ökumene lernen“ ist „[...] die Wiederherstellung der Einheit der Kirche [..]“ 3 , d.h., dass ein besseres Verhältnis der christlichen Kirchen angstrebt wird. Um dies erreichen zu können stehen in erster Linie Themen und Probleme zur Debatte, die die Kirchen betreffen, da diese Organisationen stets im Vordergrund bleiben. Dieses bessere Verhältnis soll nun aber nicht zur Folge haben, dass eine christliche Einheitsreligion entsteht, im Gegenteil: „[...] die eigene konfessionelle Identität [sei] zu sichern und zu wahren [..]“ 4 . Außerdem dürfen nie die Grundstrukturen der am Prozess beteiligten Kirchen hinterfragt oder kritisiert werden. 5 Diese Forderung ist eine von vielen, die im Ökumenischen Direktorium vom Papst festgelegt worden sind. Desweiteren fallen die „zahlreichen Imperative“, und „die
3 Schlüter 1997, 26f..
4 Schlüter 1997, 27.
5 vgl. Schlüter 1997, 26f..
2
detaillierte Aufzählungen von Sachverhalten, die in diesem Lernprozeß nicht zur Disposition stehen dürfen“ auf, es wird also klar, dass ein festgelegtes Ziel, ohne Um- oder Abwege erreicht werden soll 6 . Wichtig ist noch, dass Ökumene lernen im katholischen Raum noch immer bestimmend ist. 7
Das ökumenische Lernen setzt im Gegensatz zum Ökumene lernen, die Einheit der Menschheit in den Vordergrund, es sollen „Einstellungen und Verhaltensweisen [gelernt werden], die zur Einheit von Kirche und Menschheit beitragen.“ 8 Der Begriff „Ökumene“ wird also wieder in seiner alten, ursprünglichen Bedeutung verwendet: die „ganze bewohnte Erde“ 9 . Dies wiederum deutet daraufhin, dass auch wieder an die alten Grundaufgaben der Kirche erinnert werden soll. So stehen beim Lernprozess des ökumenischen Lernens der Dialog und der Konflikt an erster Stelle. Deshalb müssen pädagogische Aktionen der Kirche neu ausgerichtet werden, um Ziele, wie Toleranz, Sensibilität u.ä. zu e rreichen. Im Mittelpunkt dieser Aktionen stehen Beziehungen, um direkt aus der Praxis lernen zu können, da sich Eigenschaften, wie oben genannt, schlecht in der Theorie aneignen lassen. Als Beispiele lassen sich Gruppen nennen, die über die eigene Gemeinde hinaus, konfessionsübergreifend, aktiv sind, wie Eine-Welt-Gruppen, Frauen-Gruppen, Friedens- Gruppen u.s.w. 10 . Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass die Gemeinden bei diesem Lernprozess ernst g enommen werden, da erst durch das Lernen der Menschheit eine Veränderung auf übergeordneter Ebene der Kirche folgen kann. 11 Durch die Erfahrungen, die auf der Ebene der Gemeinde gemacht werden, kann das ökumenische Lernen seine, nach W. Simpfendörfer, Bestimmung erreichen: „[..] das Einleben in den komplexen und widersprüchlichen Zusammenhang der Einen Welt“ 12
2.2 Drei Motive des Verständnisses von Ökumene
Dieses Kapitel habe ich aus Zeitmangel in meinem Referat kurzfristig gestrichen, ich möchte es nun dennoch, der Vollständigkeit halber, in meine Ausarbeitung mit aufnehmen.
6 Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Direktorium zur Ausführung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus (Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 110) Bonn 1993, Nr. 55ff.; 72ff.; 82ff.; 161ff.; 172ff. u.ö. (Zit. in Schlüter 1997, 27.).
7 vgl. Schlüter 1997, 26.
8 Schlüter 1997, 28.
9 Schlüter 1997, 28.
10 Blasberg-Kuhnke 1995, 60f..
11 vgl. Blasberg-Kuhnke 1995, 60f.; Schlüter 1997, 27.
12 Simpfendörfer, W.: Sich einleben in den größeren Haushalt der bewohnten Erde - ökumenisches und ökologisches Lernen , in: Dauber, H. / ders. (Hrsg.): Eigener Haushalt und bewohnter Erdkreis. Ökologisches und ökumenisches Lernen in der „Einen Welt“, Wuppertal 1981, 64-93; 67. (Zit. in Schlüter 1997, 27.)
3
Quote paper:
Katja Janßen, 1999, Ökumenisches Lernen - Interreligiöses Lernen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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