Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis. IV
Problemste llung V
1. Stellenwert der Bewertung der Lieferleistung im
Lieferantenmanagement 1
1.1 Ausgangssituation als Notwendigkeit zur Systematisierung 1
1.2 Funktion der Lieferantenbewertung im Unternehmen 2
2. Schrittweise Gestaltung einer laufenden Bewertung der Lieferleistung 3
2.1 Umfang einer Bewertung 3
2.2 Wesentliche Anforderungen an das Lieferantencontrolling 4
2.2.1 Bestimmung des Geltungsbereichs aus Gründen der
Wirtschaftlichkeit. 4
2.2.3 Differenzierung anhand ausgewählter Kriterien und Gewichtung 5
2.2.2 Kontinuität als zentrales Element. 7
2.2.4 Objektivität, Reliabilität und Validität 7
2.3 Implementierung und Organisation. 8
2.4 Auswertung und Ziele 10
3. Realisierung der Lieferantenbeurteilung mit SAP R/3 12
3.1 Möglichkeiten der unternehmensindividuellen Parametrisierung des
Moduls „Lieferantenbeurteilung“ 12
3.1.1 Kriterien. 12
3.1.2 Gewichtung 13
3.1.3 Bewertung und Beurteilung anhand unterschiedlicher
Ermittlungsmethoden 13
3.2 Kritik und Wertung der Methoden im Hinblick auf die Elemente
Kontinuit ät, Differenzierung, Objektivität. 14
3.3 Die automatische Ermittlungsmethode als Mittel zur
differenzierten , laufenden Bewertung 16
III
3.3.1 Vorgehensweise bei den Kriterien Preis und Lieferung 16
3.3.2 Vorgehensweise beim Kriterium Qualität 17
3.3.3 Berechnung der Gesamtnote 18
3.4 Auswertung der Ergebnisse 20
4. Fazit 21
Literaturverzeichnis 23
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 - Lieferantenportfolio. 5
Abb. 2 - Beschaffungsrisiko - ABC - Portfolio 5
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 - Beispiel zur Bewertung der Lieferleistung 9
Tab. 2 - Darstellung der nicht einwandfreien Lieferungen. 10
Tab. 3 - Darstellung der Berechnung der Gesamtnote 10
Tab. 4 - Hauptkriterien und Teilkriterien der automatischen
Ermittlungsmethode. 16
Tab. 5 - Hauptkriterien mit ihren Gewichtungsanteilen 19
IV
Problemstellung
Ein effektives Lieferantenmanagement zu betreiben, zählt zu den wichtigsten Aufgaben eines Unternehmens. Die Kooperation zwischen dem versorgenden und dem liefernden Unternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da neue Rahmenbedingungen wie der Trend zur Verringerung der Fertigungstiefe, moderne Zulieferungstechniken und Produkt- und Qualitätsfortschritt auf einem globalen Markt zu verzeichnen sind und so den Wettbewerb verschärfen 1 . Ziel eines wettbewerbsfähigen Unternehmens ist es, einen hohen Qualitätsstandard zu erreichen und diesen auch zu ha lten, um langfristig Kunden zufrieden zu stellen 2 . Dies ist nur mit Lieferanten möglich, die sich in erster Linie durch Termin-, Mengen- und auszeichnen 3 . Qualitätszuverlässigkeit Nach einer sorgfältigen
Lieferantenauswahl, sollte deshalb darauf geachtet werden, auch langfristig eine kontinuierliche Bewertung der Lieferleistung vorzunehmen, um eine optimale Versorgungssicherheit zu gewähren, Qualitätszuverlässigkeit zu erhalten, Schwachstellen und abnehmende Anstrengungen der Lieferanten transparent zu machen und auf diese Weise Fehlmengen- und Fehlerkosten so gering wie möglich halten zu können 4 . Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, wie man eine differenzierte, laufende Bewertung der Lieferleistung im Sinne des Lieferantencontrollings gestalten kann und w elche Überlegungen dabei zu machen sind. Im Besonderen ist zu klären, welche Anforderungen eine solche Bewertung stellt, nach welchen Kriterien, welche Lieferungen, von wem beurteilt werden und dabei nicht außer Acht zu lassen, was der Zweck ist, den das beliefernde Unternehmen mit den gewonnen Informationen erreichen will. Die Schwierigkeit besteht darin, die Bewertung objektiv zu gestalten, Vergleichbarkeit zu gewähren und gleichzeitig darauf zu achten, dass die Kosten für die Durchführung der Bewertung nicht den daraus abgeleiteten Nutzen überkompensieren. Nach der Behandlung dieser grundlegenden Fragestellungen, die bei der Gestaltung einer
1 vgl. Thaler K.: Supply Chain Management, Köln 1999, S.11
2 vgl. Melzer-Ridinger, Materialwirtschaft und Einkauf, München 1994 S. 60
3 vgl. Hartmann H.: Materialwirtschaft, Gernsbach 2002, S. 479 ff.
4 vgl. Melzer-Ridinger, Materialwirtschaft u. Einkauf: Qualitätsmanagement, München, 1995, S. 108
V
Lieferantenbeurteilung zu beachten sind, soll dargestellt werden, wie in SAP R/3 eine laufende Bewertung der Lieferleistung mit Hilfe des Moduls Lieferantenbeurteilung realisiert werden kann. Dabei soll in erster Linie die Möglichkeit der unternehmensindividuellen Parametrisierung des Programms dargestellt werden, wobei SAP den heutigen, komplexen, branchen- und unternehmensindividuellen Rahmenbedingungen und Anforderungen gerecht wird und trotzdem die Vorteile der Standardisierung bietet. Unter drei möglichen Methoden zur Ermittlung der Kennzahlen für die Bewertung, die SAP in dem Modul anbietet, wird diejenige herausgearbeitet, die sich auf Grund eines hohen Automatisierungsgrades am meisten für die laufende Bewertung der Lieferleistung eignet. Zum Abschluss soll verdeutlicht werden, wie das Programm mit der Auswertung der Kennzahlen umgeht und welche Möglichkeiten es hierfür gibt.
VI
Gestaltung einer differenzierten, laufenden Bewertung der Lieferleistung und ihre Abbildung in SAP R/3
1. Stellenwert der Bewertung der Lieferleistung im
Lieferantenmanagement
1.1 Ausgangssituation als Notwendigkeit zur Systematisierung
Für ein Unternehmen, das unter den heutigen, neuen Bedingungen auf dem Beschaffungsmarkt erfolgreich und wettbewerbsfähig bleiben will, ist es unerlässlich, ein effektives Lieferantenmanagement zu betreiben. Lieferantenbewertung ist kein neuer Begriff 5 . Schon immer war es das Ziel eines Unternehmens, nicht nur kostenoptimale, qualitätszuverlässige Versorgungsquellen zu erschließen, sondern diese auch auf Dauer leistungsfähig zu halten, was man mit Hilfe einer laufenden Bewertung der Lieferleistung erreichen kann 6 . Allerdings erschwert eine zunehmende Komplexität, wie eine Vielzahl an Lieferanten, die sich an unterschiedlichen Standorten befinden, unterschiedliche Geschäftsbereiche mit unterschiedlichem Material beliefern und daher unterschiedliche Anforderungen erfüllen müssen, die Entwicklung eines
unternehmensübergreifenden, einheitlichen Lieferantenbewertungssystems 7 . Deshalb erfolgt eine solche Bewertung in vielen Unternehmen oft unsystematisch und subjektiv, was zur Folge hat, dass die nötige Transparenz ausbleibt und keine oder nur unzureichende Ergebnisse abgeleitet werden können 8 . Durch diese Umstände entsteht folglich der Eindruck, eine Lieferantenbewertung führe nur zu zusätzlichem Aufwand 9 .
5 vgl. Harting, D.: Lieferanten-Wertanalyse, Stuttgart 1994, S.63
6 vgl. Melzer-Ridinger,R.: Materialwirtschaft u. Einkauf: Qualitätsmanagement, München 1995, S.108
7 vgl. Hildebrandt, H./Koppelmann U.: Beziehungsmanagement mit Lieferanten, Stuttgart 2000, S.91
8 vgl. Harting, D.: Lieferanten-Wertanalyse, S.63
9 vgl. Hildebrandt, H. et. al.: Beziehungsmanagement mit Lieferanten, S.111
1
Gestaltung einer differenzierten, laufenden Bewertung der Lieferleistung und ihre Abbildung in SAP R/3
1.2 Funktion der Lieferantenbewertung im Unternehmen
Ein Bewertungssystem im Sinne des Lieferantencontrollings zielt darauf ab, die Lieferanten in regelmäßigen Abständen zu beobachten, ihre Leistungsfähigkeit zu bewerten, Veränderungen transparent und somit vergleichbar zu früheren Perioden und zu anderen Lieferanten zu machen 10 . Intern kann dies Auswahlentscheidungen bei Wiederholungskäufen und Verhandlungen unterstützen 11 . Die laufende Bewertung ermöglicht, die besten Lieferanten zu fokussieren, konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu vereinbaren und auch deren Umsetzung zu kontrollieren. Somit kann eine intensivere Beziehung zu den besten Lieferanten erreicht werden, was wiederum den Grad der Versorgungssicherheit erhöht,
Qualitätszuverlässigkeit verspricht und eine Optimierung der Gesamtkosten ermöglicht 12 . Extern verschafft die laufende Bewertung demnach den Anreiz für den Lieferanten, Verbesserungen anzustreben 13 . Darüber hinaus ist sie Voraussetzung für die Erlangung eines Zertifikats nach ISO 9001, das von einer neutralen Institution ausgestellt wird und die Existenz, Wirksamkeit und Anwendung eines Qualitätsmanagement-Systems nachweist, was wiederum das Image des Unternehmens bei nachgelagerten Abnehmern verbessert 14 . Eine Lieferantenbeurteilung stellt demnach keinen zusätzlichen Aufwand dar. Systematisiert, objektiv und integriert mit Absicht zur Erreichung bestimmter Verbesserungsmaßnahmen ist sie ein Mittel zur Effizienzsteigerung in der gesamten Wertschöpfungskette 15 .
10 vgl. Hartmann, H./Pahl, H./Spohrer, H.: Lieferantenbewertung - aber wie ?, Gernsbach 1992, S.17
11 vgl. Melzer-Ridinger: Materialwirtschaft und Einkauf: Qualitätsmanagement S. 86
12 vgl. Hildebrandt, H. et al.: Beziehungsmanagement mit Lieferanten, S.112 f.
13 vgl. Melzer-Ridinger: Materialwirtschaft und Einkauf: Qualitätsmanagement, S. 86
14 vgl. Melzer-Ridinger: Materialwirtschaft und Einkauf: Qualitätsmanagement, S.28 ff.
15 vgl. Hildebrandt, H.: Beziehungsmanagement mit Lieferanten, S.112 f.
2
Gestaltung einer differenzierten, laufenden Bewertung der Lieferleistung und ihre Abbildung in SAP R/3
2. Schrittweise Gestaltung einer laufenden Bewertung der
Lieferleistung
2.1 Umfang einer Bewertung
Bei der Gestaltung einer systematischen Bewertung der Lieferleistung stellt sich die grundlegende Frage, was genau bewertet werden soll und von wem. Zu unterscheiden sind zunächst quantifizierbare Kriterien, die die realisierte Leistungsfähigkeit aufzeigen, sowie nicht quantifizierbare Kriterien, wie z.B. Innovationsbereitschaft, die das Potenzial der Leistungsfähigkeit eines Lieferanten widerspiegeln 16 . Die quantifizierbaren Kriterien Qualitäts-, Termin- und Mengenzuverlässigkeit sind messbar und daher auch leicht in einem EDV-System zu realisieren. Unter dem Begriff Bewertung der Lieferleistung v ersteht man demnach eine Messung der Erreichung bestimmter Kriterien, die Indikatoren für die Zuverlässigkeit des Lieferanten sind und somit den Grad der Versorgungssicherheit des Unternehmens beeinflussen. Bei der Gestaltung einer Bewertung im Sinne des Lieferantencontrollings sollten diese Kriterien fokussiert werden, da sie auf Grund ihrer Messbarkeit die Objektivität der Beurteilung erhöhen 17 .
In kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es immer noch die Rolle des Einkaufs, die Lieferanten zu beur teilen, in größeren Unternehmen geht der Trend zu einer arbeitsteiligen Form der Lieferantenbeurteilung, sofern keine Automatisierung vorhanden ist 18 . So bewertet die Logistik Termin- und Mengenzuverlässigkeit, die Qualitätssicherung die Qualitätszuverlässigkeit und je nach Bedarf können noch weitere Abteilungen an der Bewertung teilnehmen 19 . Bei einem solchen cross-funktionalen Bewerten kann die Lieferleistung aus ganz verschiedenen Perspektiven betrachtet werden, da die verschiedenen Teams, die bewerten, über dementsprechende Fachleute
16 vgl. Wagner, S.: Lieferantenmanagement, München 2002, S.202
17 vgl. Hartmann, H. et al.: Lieferantenbewertung - aber wie ?, S.28
18 vgl. Hartmann, H. et al.: Lieferantenbewertung - aber wie ?, S.28
19 vgl. Wagner, S. : Lieferantenmanagement, S.77
3
Arbeit zitieren:
Melanie Matuszyk, 2003, Gestaltung einer differenzierten, laufenden Bewertung der Lieferleistung und ihre Abbildung in SAP R/3, München, GRIN Verlag GmbH
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