Geographisches Institut der RWTH Aachen Robert Mihelli Kultur und Entwicklung in Lateinamerika: Bolivien 1950-1980 2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 4
2. Der Andenstaat Bolivien. 5
2.1 Die Bevölkerungskonzentration in den Anden. 6
3. Der Straßenbau als Anfang des Kolonisationsprozeßes. 7
4. Die Bodenreform und die Kolonisationssyteme 8
4.1 Die spontane Kolonisation. 9
4.2 Die dirigierte Kolonisation. 10
4.3 Die semidirigierten Kolonien 11
5. Die Bewertung der Kolonisationssysteme 12
6. Die Herkunftsgebiete der Kolonisten. 13
7. Die Neusiedlungsgebiete. 14
8. Die Agrarkolonisation in den letzten Dekaden 15
9. Exkurs: Der Anbau der Koka. 18
9.1 Die traditionellen Anbaugebiete. 18
9.2 Das Drogenland Bolivien 19
9.3 Die Alternativen. 20
10. Zusammenfassung. 21
Literatur. 23
Anhang 26
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Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Die Republik Bolivien. 6
Abbildung 2: Die ersten Asphaltstraßen Boliviens und die Bahn. 7
Abbildung 3: Die Größe der Kolonien im Raum Caranavi. 10
Abbildung 4: Das Organogram der dirigierten Zone Alto Beni II (Juli 1967) 11
Abbildung 5: Die Zuckerrohrproduktion in den Kolonien Aroma und Cuatro Ojitos. 12
Tabelle 1: Die maximalen Betriebsgrößen. 9
Tabelle 2: Siedlungsentwicklung 1964-1966 im Gebiet des Alto Beni 13
Tabelle 3: Die Weinbaukolonie in Tarija, 1994 17
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Südostasien und Zentralafrika angewandt wurde. Um eine Agrarkolonisation erfolgreich 3 . durchzuführen müssen bestimmte Punkte berücksichtigt werden
Zunächst sollte man eine gründliche Untersuchung des Naturpotentials der Kolonisationsgebiete durchführen, um zu erkennen, ob diese Gebiete überhaupt langfristig landwirtschaftlich nutzbar sind. Die Flächennutzungsmethoden und Wirtschaftsformen sollten sich auch an die naturgegebenen Nutzungsspielräume anpassen. Des weiteren müsste man die Siedler sorgfältig auswählen und intensiv beraten, da für die meisten der neue Raum nicht ihrem ursprünglichen Herkunftsgebiet gleicht. Die regionale Infrastruktur sollte genau geplant sein und die Kreditrückzahlung an die finanziellen Möglichkeiten der Siedler angepasst werden. Wünschenswert wäre sowohl eine Gewährleistung einer exakten Vermessung und Eigentumssicherung von Kolonistenbetrieben als auch der Schutz der Rechte der Ureinwohner. Ob und wie diese Ansätze in Bolivien berücksichtigt wurden, versucht diese Arbeit zu zeigen. Wegen einer sehr beschränkten Quellenlage sowie mangels aktueller Daten und Untersuchungen bis zum heutigen Zeitpunkt, muss sich diese Betrachtung auf den Zeitraum zwischen den Jahren 1950 und 1980 konzentrieren, um die Anfänge und Schwierigkeiten aufzuzeigen.
2. Der Andenstaat Bolivien
Die Republik Bolivien ist ein Andenland, berührt weiträumig im nordöstlichen Teil Brasilien, im Süden Paraguay sowie Argentinien und grenzt im Westen an Chile und Peru. Mit einer 2 und 8,5 Mio Einwohnern, also 7,8 E/km 2 , ist es ein Fläche von fast 1,1 Mio km
4 . Die Zuwachsraten für die Gesamteinwohnerzahl von 2,2% jährlich dünnbesiedeltes Land 5 , und die Bevölkerungszahlen weisen auch sind in den letzten 20 Jahren konstant geblieben
6. Die Land-Stadt Migration ist heute noch einen hohen Anteil von Landbewohnern (68%) auf relativ niedrig; Gründe dafür sind wahrscheinlich die noch nicht gut ausgebauten Verkehrsnetze, das geringe Arbeitsplatzangebot in den Städten und die Bevölkerungsstruktur mit hohen Anteil an indigener Bevölkerung; 55% der heutigen Bevölkerung sind indigener
3 . Meistens entstanden dabei erhebliche ökologische Schäden sowie auch wirtschaftliche Probleme was dazu führt dass eine
Notwendigkeit nach einer Agrarkolonisation oft in Frage gestellt wird. Vgl. Spielmann, Hans O: Agrargeographie in
Stichwörtern, a.a.O., S. 136.
4
. Vgl. U.S. Library of Congress: Facts & Figures: Bolivia, 2002, online im Internet,
[zugegriffen am 19.03. 2004].
5 . Vergleich der Daten aus 1976 und 1996. Vgl. INE, 1978/79: Resultados del Censo Nacional de Población y Vivienda, 1976
(Vol. 1-9); für 1996: Bolivia Online: Home, online im Internet,
6 . Vgl. Bolivia Online: a.a.O..
Arbeit zitieren:
Robert Mihelli, Verena Kettenhofen, 2004, Bolivien 1950-1980: Die Agrarkolonisation der Hochlandindianer, München, GRIN Verlag GmbH
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