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Flexible Arbeit, flexible Menschen? Vom Nutzen und Schaden einer Modernisierungsstrategie

Title: Flexible Arbeit, flexible Menschen? Vom Nutzen und Schaden einer Modernisierungsstrategie

Term Paper , 2002 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Doreen Schmidt (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Flexible Arbeit, flexible Menschen?!

Warum spricht jeder von Flexibilität? Was bedeutet sie, die Flexibilität? In fast jeder Stellenanzeige wird diese von den Unternehmen gefordert. Welche Ursachen, welche Veränderungen in der Wirtschaft, in den Privathaushalten und in den Erwartungen gibt es, die Flexibilität von Arbeit und von Menschen so wichtig machen?

Das sind die Kernfragen, die diese Arbeit beantworten soll. Um sich diesem Thema langsam zu nähern, beschäftigt sich der erste Abschnitt mit dem Begriff der Flexibilität. Es wird hier aufgezeigt, dass sich neue Arbeitszeitstrukturen und Arbeitsmodellstrukturen entwickelt haben, die Chancen bieten, aber auch Schäden und Nachteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber verursachen. Um die negativen Folgen der veränderten Arbeitszeitstrukturen einzudämmen, wird zum Ende dieser Arbeit aufgeführt, welche Voraussetzungen von der staatliche Politik, von den Gewerkschaften, den Betriebsräten und den Unternehmen geschaffen werden müssen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Flexibilität

3. Veränderungen am Arbeitsmarkt

3.1 Motive der Unternehmer für Änderung von Arbeitszeitstrukturen und Modernisierungsstrategien

3.2 Motive der Arbeitnehmer für neue Arbeitszeitstrukturen und Flexibleres Arbeiten

3.2.1 Selbst-Steuerung und Selbst-Überwachung

4. Vom Nutzen und Schaden einer Modernisierungsstrategie

4.1 Welcher Nutzen und für wem?

4.1.1 Unternehmen

4.1.2 Arbeitnehmer

4.2 Nachteile für Unternehmer und Schäden für Arbeitnehmer

4.2.1 Unternehmer

4.2.2 Arbeitnehmer

5. Fazit: Erfolgsbedingungen für die Modernisierungsstrategien

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen flexibler Arbeitszeitmodelle und Modernisierungsstrategien auf Unternehmen und Arbeitnehmer. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Veränderungen Chancen zur Effizienzsteigerung und persönlichen Entfaltung bieten oder zu Belastungen durch Leistungsdruck und Entgrenzung führen.

  • Analyse der Flexibilitätsbegriffe in der Arbeitssoziologie.
  • Untersuchung der Motive von Unternehmen und Arbeitnehmern für flexible Arbeitsmodelle.
  • Betrachtung von Nutzen und Risiken bei der Einführung neuer Arbeitsstrukturen.
  • Diskussion von Voraussetzungen für eine gelungene Modernisierung unter Einbeziehung von Politik und Sozialpartnern.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Selbst-Steuerung und Selbst-Überwachung

In vielen Branchen geht der Weg weg vom Taylorismus. Was bedeutet, dass die Trennung von Führungs- und Ausführungsfunktionen größtenteils aufgehoben wird. Es wird „aktive Selbst-Steuerung und Selbst-Überwachung der eigenen Arbeit...“ verlangt. Mit Zielvorgaben verbundene Profit- und Cost-Center-Modelle sind entstanden. Des weiteren werden Hierarchie-Ebenen abgebaut, wie zum Beispiel bei DaimlerChrysler. Hier wurden die Werkstattleiter und Teileleiter durch Teamleiter ersetzt, die eine größere Verantwortung und manche auch ein neues Aufgabengebiet übernahmen. Hierbei haben die Teamleiter nicht die volle Funktion der ehemaligen Werkstatt- und Teileleiter. Sie sind in ihrem Team Ansprechpartner für fachliche Probleme und sind für den reibungslosen Arbeitsablauf verantwortlich. Verlangt wird, dass der Arbeitnehmer nicht mehr nur Spezialist von einer Verrichtungsmethode (zum Beispiel Monteur) ist, er soll auch für andere Arbeitsvorgänge einsetzbar sein können (zum Beispiel Reparatur-Annehmer oder Teileverkäufer).

Der Arbeitnehmer wird zum Arbeitskraftunternehmer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik flexibler Arbeit ein und wirft Kernfragen zu deren Ursachen, Auswirkungen und notwendigen politischen Rahmenbedingungen auf.

2. Flexibilität: Dieses Kapitel definiert Flexibilität aus arbeitssoziologischer Sicht und differenziert zwischen verschiedenen Themenkomplexen wie organisatorischer Flexibilität und Flexibilität als Anforderung an die Arbeitskraft.

3. Veränderungen am Arbeitsmarkt: Das Kapitel beleuchtet neue Arbeitszeitmodelle und analysiert sowohl die unternehmerischen als auch die arbeitnehmerseitigen Beweggründe für diese Entwicklungen.

3.1 Motive der Unternehmer für Änderung von Arbeitszeitstrukturen und Modernisierungsstrategien: Hier werden Globalisierung, Kundenbindung und technologische Veränderungen als Treiber für den Wunsch nach flexibleren Arbeitszeitmodellen auf Unternehmensseite identifiziert.

3.2 Motive der Arbeitnehmer für neue Arbeitszeitstrukturen und Flexibleres Arbeiten: Es werden Gründe wie Zeitgewinn für die Familie sowie Qualifikationserfordernisse aufgeführt, die Arbeitnehmer dazu bewegen, flexible Arbeitszeiten zu wählen.

3.2.1 Selbst-Steuerung und Selbst-Überwachung: Dieses Unterkapitel beschreibt den Wandel vom Taylorismus hin zur Eigenverantwortung, bei dem der Arbeitnehmer zunehmend zum „Arbeitskraftunternehmer“ wird.

4. Vom Nutzen und Schaden einer Modernisierungsstrategie: Hier findet eine kritische Abwägung der Vor- und Nachteile von Modernisierungsmaßnahmen für beide Vertragsparteien statt.

4.1 Welcher Nutzen und für wem?: Dieser Abschnitt analysiert die Vorteile, wie Kostenersparnisse für Unternehmen und bessere Zeitgestaltungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer.

4.1.1 Unternehmen: Fokus liegt auf Kosteneffizienz und der Optimierung des Personaleinsatzes durch flexible Kontenmodelle.

4.1.2 Arbeitnehmer: Es werden Aspekte wie gesteigerte Lebensqualität, steuerliche Vorteile in Teilzeit sowie persönliche Entfaltung thematisiert.

4.2 Nachteile für Unternehmer und Schäden für Arbeitnehmer: Dieser Teil beleuchtet die negativen Konsequenzen, wie höheren Verwaltungsaufwand für Firmen und erhöhten Leistungsdruck sowie die Verwischung von Privatleben und Beruf für Arbeitnehmer.

4.2.1 Unternehmer: Die Nachteile werden hier primär in Koordinationsaufwänden und langsameren Amortisationen von Qualifizierungskosten gesehen.

4.2.2 Arbeitnehmer: Es wird auf die Risiken von Einkommensverlusten, Renteneinbußen und die Belastung von Privatleben und Familie durch Flexibilisierungserwartungen hingewiesen.

5. Fazit: Erfolgsbedingungen für die Modernisierungsstrategien: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken zusammen und betont, dass für ein verantwortungsvolles Arbeiten eine aktive Qualifizierungspolitik und eine stärkere Einbindung der Sozialpartner notwendig sind.

Schlüsselwörter

Flexibilität, Arbeitsmarkt, Arbeitszeitstrukturen, Arbeitskraftunternehmer, Modernisierung, Teilzeitarbeit, Selbst-Steuerung, Kostenersparnis, Lebensqualität, Leistungsdruck, Globalisierung, Arbeitszeitmodelle, Sozialpartner, Arbeitssoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Flexibilisierung von Arbeit und deren Auswirkungen auf Unternehmen sowie Arbeitnehmer im Rahmen von Modernisierungsstrategien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der Wandel von Arbeitszeitstrukturen, die Motive für Flexibilisierung, das Konzept des „Arbeitskraftunternehmers“ sowie die Abwägung von Nutzen und Schäden für die betroffenen Parteien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Chancen und Risiken flexibler Arbeitsmodelle zu beleuchten und Voraussetzungen aufzuzeigen, unter denen eine Modernisierung für alle Beteiligten erfolgreich gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit arbeitssoziologischen Fachbegriffen und der Analyse von Statistiken sowie Gesetzesvorgaben zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Motive für Flexibilisierung analysiert, gefolgt von einer detaillierten Nutzen-Schaden-Analyse für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wobei auch der Wandel hin zur Selbststeuerung betrachtet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Flexibilität, Arbeitskraftunternehmer, Modernisierung, Teilzeitarbeit, Leistungsdruck und die Rolle der Sozialpartner bei der Gestaltung neuer Arbeitsstrukturen.

Was bedeutet der Begriff „Arbeitskraftunternehmer“ in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt den Wandel, bei dem Arbeitnehmer zunehmend Verantwortung für ihre eigene Arbeitsorganisation und Zielerreichung übernehmen müssen, was die traditionellen tayloristischen Strukturen ablöst.

Welchen Einfluss haben gesetzliche Rahmenbedingungen auf die Flexibilität?

Gesetzliche Regelungen, wie das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge, dienen laut der Autorin als notwendiges Korrektiv, um die Interessen von Arbeitnehmern zu schützen und eine Balance zwischen Flexibilität und Sicherheit zu schaffen.

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Details

Title
Flexible Arbeit, flexible Menschen? Vom Nutzen und Schaden einer Modernisierungsstrategie
College
Berlin School of Economics
Course
Arbeits- und Sozialstrukturen im Betrieb und gesellschaftliche Interessenvertretung
Grade
2,3
Author
Doreen Schmidt (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V24253
ISBN (eBook)
9783638271684
ISBN (Book)
9783640827312
Language
German
Tags
Flexible Arbeit Menschen Nutzen Schaden Modernisierungsstrategie Arbeits- Sozialstrukturen Betrieb Interessenvertretung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doreen Schmidt (Author), 2002, Flexible Arbeit, flexible Menschen? Vom Nutzen und Schaden einer Modernisierungsstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24253
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