Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen
Inhaltsverzeichnis
0 Abkürzungen. 4
1 Einleitung. 5
2 Nachhaltigkeit in Unternehmen. 6
2.1 Der Begriff Nachhaltigkeit. 6
2.2 Die Bedeutung von Nachhaltigkeit für Wirtschaftsunternehmen. 7
2.3 Gründe für nachhaltiges Wirtschaften. 9
3 Die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. 11
3.1 Von der Umwelt- zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. 11
3.2 Standards und Kriterien einer wirksamen Nachhaltigkeitsberichterstattung. 12
3.2.1 Prinzipien für Auswahl, Qualität und Gestaltung des Inhalts. 13
3.2.2 Die Zielgruppe und ihre Relevanz für den Nachhaltigkeitsbericht. 16
3.2.3 Bausteine eines Nachhaltigkeitsberichtes. 18
4 Beurteilung des Nachhaltigkeitsberichts von Gundlach. 21
5 Fazit. 25
6 Literaturverzeichnis. 26
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0 Abkürzungen
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit CERES Coalition for Environmentally Responsible Economies DIN Deutsche Industrienorm DJSGI Dow Jones Sustainability Group Index EMAS Eco-Management Audit Scheme GRI Global Reporting Initiative IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. IHK Industrie- und Handelskammer imug Institut für Markt - Umwelt - Gesellschaft, Hannover IÖW Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin/Hannover IWÖ Institut für Wirtschaft und Ökologie St. Gallen KMU Kleine und mittelständische Unternehmen NGO Non-governmental Organization OECD Organization for Economic Cooperation and Development TNC Transnational Company UNCED United Nations Conference on Environment and Development UNEP United Nations Environment Programme UVP Umweltverträglichkeitsprüfung WBCSD World Business Council for Sustainable Development WCED World Commisson on Enviroment and Development
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1 Einleitung
Die Öffentlichkeit schreibt die größte Schuld für die drängendsten Umwelt- und Armutsprobleme unserer Zeit den Wirtschaftsunternehmen zu. Mehr und mehr Unternehmen erkennen daher ihre Pflicht und auch ihre Chance, die im Umwelt- und Sozialengagement liegt, denn das Wirtschaftssystem besitzt auch die größten Gestaltungsmöglichkeiten, da der Nationalstaat aufgrund von Globalisierung und Liberalisierung zunehmend geschwächt wird. Je mehr Unternehmen erkennen, wie ihnen aus nachhaltigem Wirtschaften auch ökonomische Vorteile erwachsen, desto intensiver integrieren sie in ihre Unternehmensphilosophie das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, welche sich definiert als
„eine Entwicklung, die die Bedürfnisse gegenwärtiger Generationen befriedigt, ohne die Handlungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken.“ (WCED 1990)
Dass Unternehmen nicht mehr länger auf Kosten kommender Generationen wirtschaften, wollen sie vor einer wachsenden kritischen Öffentlichkeit beweisen. „Wirtschafte nachhaltig und sprich darüber“ - so könnte eine Empfehlung für solche Unternehmen lauten, analog zum bewährten Leitsatz der PR-Theorie „Tue Gutes und sprich darüber“. Genauso wie schon seit Jahrzehnten die wirtschaftliche Stärke in Geschäftsberichten dargestellt wird und seit den 80ern Jahren auch über Erfolge und Aktivitäten im Umweltschutz und im sozialen Bereich berichtet wird, entwickelt sich gegenwärtig eine neue Generationen von Geschäftsberichten: die Nachhaltigkeitsberichte. Noch ist dieses Feld der Unternehmenskommunikation jung, dafür aber umso flexibler, resonanzfähiger und zukunftsfähiger.
Ziel dieser Arbeit ist es, nach einer Erörterung der Bedeutung von Nachhaltigkeit für das Wirtschaftssystem den aktuellen Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung darzulegen und am Beispiel des Berichts der Gundlach Firmengruppe „Gundlach nachhaltig - Eine bau- und immobilienwirtschaftliche Firmengruppe auf dem Weg zu nachhaltigem Handeln“ zu illustrieren. Dieser Nachhaltigkeitsbericht hat neben den wenigen anderen existierenden Pionier- und Vorbildcharakter für zukünftige Generationen von Berichterstattern, die mit ihrer Arbeit nicht nur die Professionalisierung der Berichte, sondern vor allem die tatsächliche Entwicklung von Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit fördern.
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2 Nachhaltigkeit in Unternehmen
2.1 Der Begriff Nachhaltigkeit
Aus dem Brundtland-Bericht (s.u.) von 1987 stammt die berühmte und noch heute gültige Definition von Nachhaltigkeit:
Nachhaltig ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. (WCED 1990)
Diese Definition, die zwar kein Maximum an Eindeutigkeit, dafür aber ein Maximum an Zustimmungsfähigkeit birgt (Sachs 2002:89), wurde fast wortgetreu in die sog. Rio-Deklaration aufgenommen (Grundsatz 3 der Rio-Deklaration), die Handlungsrichtlinien für Umwelt und Entwicklung festlegt und im Rahmen des Weltgipfels für Umwelt und Entwicklung 1992 von 173 Staaten unterzeichnet wurde. Gemäß diesem für alle Staaten richtungweisende Dokument enthält der Begriff der nachhaltigen Entwicklung
• das Prinzip der intra- und intergenerativen Gerechtigkeit. Entwicklung darf weder die Handlungsmöglichkeiten gegenwärtiger noch zukünftiger Generationen einschränken oder gefährden. • die globale Perspektive: Die Handlungsmöglichkeiten gegenwärtiger Generationen zu bewahren bedeutet, auf alle Bewohner dieser Erde Rücksicht zu nehmen. Dies erfordert globale Kooperationen und gemeinsame Verantwortlichkeiten. (Grundsätze 7, 18 und 27)
• die Aufhebung des Paradoxons Entwicklung und Erhalt der Umwelt: Stabilität und Erhaltung auf der einen Seite und Veränderung, Dynamik und Wachstum auf der anderen müssen und können nebeneinander existieren, wenn - und nur wenn - die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen Grundlage und Ziel der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung ist. (Grundsatz 4)
Nachhaltige Entwicklung betrifft alle Bereiche und Themen menschlichen Handelns, Lebens und und Wirtschaftens. In den meisten Fällen wird von drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung gesprochen: der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension. Diese dürfen allerdings nicht getrennt betrachtet und gefördert werden, sondern als Teile eines Ganzen. Deshalb wird z.T. auch von der vierten oder integrativen Dimension gesprochen. Mögliche Handlungsfelder nachhaltiger Entwicklung in den drei Dimensionen wären:
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2.2 Die Bedeutung von Nachhaltigkeit für Wirtschaftsunternehmen
Das ökonomische System als Teilsystem des Gesellschaftssystems setzt sich aus den Akteursgruppen private Haushalte, Unternehmen und Staat zusammen und bezweckt die Produktion von Gütern und Dienstleistungen. Ihr Konsum und der daraus entstehende Gewinn deckt materielle Bedürfnisse, sichert die materielle Existenz und trägt somit zur Wohlfahrt der Gesellschaft bei. (Kopfmüller 2001:84) Die einseitige Ausrichtung des Wirtschaftssystems auf Gewinn und Konsum führt schon seit langem zu einem niedrigen Niveau an Reflexivität, d.h. das Wirtschaftssystem beachtet die Folgen seiner Handlungen auf andere gesellschaftliche Bereiche und Organisationen nur, insofern sie seinem Ziel abträglich sein könnten. (Kopfmüller 2001:306) Gerade in der Umweltpolitik, aber auch in der öffentlichen Diskussion um Nachhaltigkeit wird dem Wirtschaftssystem die Hauptschuld an ökologischen und sozialen, aber auch (global-) wirtschaftlichen Problemen zugeschrieben, z.B. Ozonloch, Klimawandel, Überschuldung, um nur einige Stichworte zu nennen. Der Wirtschaft unersättliches Streben nach kurzfristigem Gewinn und Wachstum, ihre Förderung von Konsum und Verschwendung bedingen eine Ausbeutung natürlicher und menschlicher Ressourcen bei gleichzeitiger Blindheit gegenüber langfristigen und globalen Auswirkungen des eigenen Handelns. Trotz allem wird dem Wirtschafts-
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Arbeit zitieren:
Maria Schnurr, 2003, Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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