Gliederung :
1. Einleitung S.3
2. Der Autor: Alfred Doeblin S.3
3. Der Regisseur: Phil Jutzi S.4
4. Der Hauptdarsteller: Heinrich George S.5
5. Historischer Kontext S.6
6. Technische Mittel S.7
6.1. Ton S.7
6.2. Musik S.8
6.3. Kamera S.8
6.4. Kostuem und Dekoration S.9
6.5. Beleuchtung S.9
7. humoristische Elemente S.10
8. Symbole S.10
9. Zusammenfassung S.11
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1. Einleitung
Der Film « Berlin Alexanderplatz - die Geschichte vom Franz Biberkopf » basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alfred Doebel, der im Jahr 1929 erschien.
Es ist die Geschichte eines Transportarbeiters, der aus der Strafanstalt Tegel entlassen wird, und nun als ehrlicher Mann ein „neues“ Leben beginnen moechte.
Alfred Doeblin hat in seinem Roman das Leben des Berliner Milieus beschrieben. Das Berlin der zwanziger Jahre dient als Schauplatz des Geschehens. „Hier wurde kein Einzelschicksal analysiert. Das kollektive Geschehen, das Allgemeine einer menschlichen Situation erfuhr eine gueltige dichteresche Gestaltung. Das Werk zaehlt zu den grossen Epen unserer Zeit.“ 1 Das Drehbuch zum Film ist ebenfalls von Alfred Doeblin enstand aber in Zusammenarbeit mit Hans Wilhelm und Karl Heinz Martin, der fuer die Dialog-Regie verantwortlich war. Diese Arbeit wird den Film „Berlin Alexanderplatz“ behandeln, in dem sie sich zuerst den Kurzbiographien des Romanautor, des Regisseur und des Hauptdarstellers zuwendet. Des weiteren versucht sie eine Einordnung in den historischen Kontext und analysiert dann die technischen Mittel. Zum Abschluss wird die Wirkung und Kritik des cineastischen Werkes dargestellt.
2. Der Autor : Alfred Doeblin
Alfred Doeblin wurde am 10. August 1878 in Stettin, dem heutigen Szczecin in Polen, geboren. Mit seinem Erzählband « Die Ermordung einer Butterblume » und den Romanen : « Die drei Sprünge des Wang-Lun » (1915), « Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine » (1918) und « Wallenstein » (1920) wurde er zu einem der fuehrenden Vertreter der expressionistischen Literatur. Im Alter von 40 Jahren trat Doeblin in die USPD (Unabhaengige Sozialistische Partei Dtl.) ein, die sich im April 1917 gruendete und sich gegen eine Fortsetzung des 1. Weltkrieges aussprach. 3 Jahre spaeter wechselte er dann zur SPD. Der Autor laesst sich also politisch „links“ einordnen. Sein Roman „Berlin Alexanderplatz“ wurde 1929 veroeffentlicht und etablierte ihn zu einem der populaersten Autoren der Weimarer Republik. Die Authentizitaet des Romans ergibt sich aus Doeblins Erfahrungen im Arbeits- und Privatleben. „Mein aerztlicher Beruf hat mich mit vielen Kriminellen zusammengebracht. […] Von da kam manches Interessantes und Sagenswertes. Dann etwas anderes. Ich kenne den Berliner Osten seit Jahrzehnten, weil ich hier
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aufgewachsen bin, zur Schule ging, spaeter hier auch meine Praxis begann. Hier sah ich nun einen interessanten und so ueberaus wahren und noch nicht ausgeschriebenen Schlag von Menschen.“ 2 Ein Jahr spaeter arbeitete Doeblin mit am Drehbuch fuer die Verfilmung seiner Romanvorlage unter der Regieleitung von Phil Jutzi. Der Film hatte fuer Doeblin eine ungeheure Realitaet. Aus diesem Grund stellte er auch den Anspruch an dieses Metier, kulturelle Aktualitaeten zu bringen und in soziale Dinge einzugreifen. Doeblin sah es fuer notwendig am Film mitzuarbeiten, da man das Material nicht dem „Filmann“ ueberlassen kann. Der Autor musste aber offen sein. „Der Autor muss mitarbeiten und dabei jemand haben, der ihm neue Vorhaenge aufreisst. Nur der veraenderte Autor kann den Film veraendern.“ 3 Doeblins Schaffenskraft laesst in den letzten Lebensjahren aufgrund auftretener Krankheiten immer mehr nach. Er stirbt am 26. Juni 1957 in Emmendingen im Breisgau.
3. Der Regisseur: Phil Jutzi
Phil Jutzi wurde am 22.Juli1896 in Alt-Leiningen bei Grünstadt/Pfalz geboren und verstirbt am 01.Mai 1946 in Neustadt an der Weinstraße.
Seit 1919 war er Kameramann und spaeter Regisseur und Drehbuchautor. Er lernte sein Handwerk mit Detektiv- und Wildwestfilmen bei der Internationalen Film-Industrie GmbH, Heidelberg. Spaeter arbeitete er dann fuer Prometheus Film-Verleih und Vertriebs GmbH, fuer die er vor allem filmische Reportagen von Demonstrationen und Auseinandersetzungen von Staatsgewalt und linker Opposition drehte.
„Jutzi, der als Regisseur schlichter Unterhaltungsware begonnen hat, wird ab Mitte der 20iger Jahre zum fuehrenden Regisseur des proletarischen Films.“ 4 Sein kuenstlerisch und finanziell groesster Erfolg war „Mutter Krausens Fahrt ins Glueck“.
1933 trat Jutzi nachdem er von der KPD enttaeuscht war in die NSDAP ein, dennoch verboten die Nationalsozialisten seine Filme.
Seine Arbeitsbedingungen wurden erheblich erschwert und er drehte fast ausschliesslich Kurzfilme, oder arbeitete als Kameramann an Fernsehproduktionen.
1 Doeblin, Alfred, Berlin Alexanderplatz. Klappentext. Muenchen. 2000
2 Matzkowski, Bernd, Erlaeuterungen zu Alfred Doeblin. Hollfeld. 1998, S.12
3 Berlin Alexanderplatz : Drehbuch von Alfred Doeblin und Hans Wilhelm. Filmtext. Muenchen. 1996, S.237
4 Berlin Alexanderplatz : Drehbuch von Alfred Doeblin und Hans Wilhelm. Filmtext. Muenchen. 1996, S.215
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Andrea Krumnow, 2003, Berlin Alexanderplatz, Munich, GRIN Publishing GmbH
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