Die nachfolgende Arbeit setzt sich im Wesentlichen mit den vier folgenden Fragen auseinander:
1. Wie entwickelt sich der Golfsport quantitativ und qualitativ in den nächsten Jahren?
Es steht außer Zweifel, dass der Golfsport in Deutschland ein sehr großes Wachstum zu verzeichnen hat, manch einer nennt es sogar einen (Nachfrage-)Boom. Die Rechtfertigung für diese Aussage liegt einerseits in der zahlenmäßigen Entwicklung der Sportart selbst: die Steigerungsraten entsprechen seit 1990 mehr als einer Verdreifachung der Anzahl der Golfer und mehr als einer Verdopplung der Anzahl der Plätze und Clubs. Andererseits erhält die quantitative Aussage eine Fundierung, wenn man den Golfsport gegenüber anderen Sportarten im Deutschen Sportbund (DSB) betrachtet: seit 10 Jahren belegt Golf eine Spitzenposition, was die relativen Wachstumsraten aller im DSB vertretenen 57 Sportarten betrifft - auch für das Jahr 2001 hatte Golf wieder die höchste relative und die zweithöchste absolute Wachstumsrate. Damit übertrifft der Sport alle anderen „Trendsportarten“ wie z.B. den Rollsport, die nur kurze Perioden der Steigerung aufweisen.
Quo vadis Golfsport? Diese Fragestellung ergibt sich zwangsläufig aus der beschriebenen Entwicklung.
2. Was sind die Einflussfaktoren für diese Entwicklung?
Will man den Zuwachs von Angebot und Nachfrage im Golfbereich besser verstehen, ist es wichtig, die Einflussfaktoren zu kennen. Dadurch können zukünftige Trends besser vorhergesagt werden bzw. kann versucht werden, auf die wesentlichen Faktoren einzuwirken. (...)
Inhaltsverzeichnis
I EINFÜHRUNG
I.1 Fragestellung und Relevanz
I.2 Forschungsbedarf und -stand
I.3 Wissenschaftliche Literatur zur „Golfökonomie“
I.4 Methodische Vorgehensweise und Organisation
I.4.1 Quantitative Forschungsmethoden
I.4.2 Qualitative Forschungsmethode: Leitfadeninterview
I.5 Aufbau
II AUFTAKT: GOLFHISTORIE
II.1 Weltweit
II.2 Golf im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit
II.3 Golf in der sowjetischen Besatzungszone; Gründe gegen Golf in der DDR
III METHODENKRITIK: FEHLERQUELLEN BEI DER ERFASSUNG VON GOLFDATEN
III.1 Einleitung
III.2 Regionale Zuordnung: Internat. Vergleiche der Anzahl der Golfer
III.2.1 Zeitpunkt der Datenerhebung
III.2.2 Methoden der Datenerhebung: Vereinszahlen vs. Umfragedaten
III.2.3 Typologie der Golfer: Organisierte vs. unorganisierte Golfer
III.2.4 Eigene Definition: Clubgolfer vs. clubfreie Golfer
III.3 Angebotsseite
III.3.1 Anzahl der Clubs: mit vs. ohne Platz
III.3.2 Anzahl der Plätze
III.3.3 Definition: Private vs. öffentliche Plätze, öffentliches Golf
III.4 Nachfrageseite: Nachfrager vs. Nutzer
III.4.1 Golfnachfrage vs. Golfnachfrage vor Ort
III.4.2 Wartelisten
III.5 Verhältniszahlen
III.5.1 Definition
III.5.2 Berechnungsprobleme
III.5.2.1 Platz vs. Spielbahnen
III.5.2.2 Golfer vs. Golfen
III.6 Zukunftsprognosen
III.6.1 Angebot vs. Nachfrage
III.6.2 Gesamt- vs. Teilmärkte
III.7 Zusammenfassung
IV ANGEBOTSANALYSE: DIFFERENZIERUNGSKRITERIEN ÖFFENTLICHER UND PRIVATER GOLFANLAGEN
IV.1 Einleitung
IV.2 Grundlegende Merkmale
IV.2.1 Spielberechtigung
IV.2.2 Kostenart
IV.2.3 Bindung
IV.2.4 Spielstärkenachweis
IV.2.5 Zwischenresümee
IV.3 Weitere Merkmale
IV.3.1 Soziale: Image und Klientel
IV.3.2 Ökonomische
IV.3.2.1 Mitgliedsbeitrag
IV.3.2.2 Andere Kosten, Finanzierung und Auslastung
IV.3.2.3 Spielgebühren (Greenfee)
IV.3.2.4 Ökonomische Zielsetzung
IV.3.3 Sportliche
IV.3.3.1 Trainingsbedingung
IV.3.3.2 Zielgruppe
IV.3.3.3 Turniere und Leistungsorientierung
IV.3.4 Quantitative: Anzahl und Größe
IV.3.5 Institutionelle
IV.3.5.1 Verband
IV.3.5.2 Rechtsform
IV.3.5.3 Eigentümer
IV.3.5.4 Geschäftsführung
IV.3.5.5 Sportliche Leitung
IV.3.6 Sonstige
IV.3.6.1 Gastronomie
IV.3.6.2 Pro-Shop und Schlägerverleih
IV.3.6.3 Touristische Verbindung
IV.4 Prognosen
IV.4.1 Anzahl
IV.4.2 Qualität
IV.4.3 Mitglieder
IV.4.4 Angebotsstruktur
IV.4.5 Preisstruktur
IV.5 Zusammenfassung
V NACHFRAGEANALYSE
V.1 Potentialbefragung
V.1.1 Einleitung
V.1.2 Untersuchungsdesign
V.1.2.1 Daten
V.1.2.2 Methoden
V.1.3 Ergebnisse
V.1.4 Diskussion
V.1.4.1 Weiche und harte Indikatoren
V.1.4.2 Image von Golf
V.1.4.3 Barrieren gegen Golf
V.1.5 Schlussfolgerungen
V.2 Regionalspezifische Faktorenanalyse – ein Leitfaden
V.2.1 Einleitung
V.2.2 Konsumtheorie und Methode
V.2.3 Abhängige Variablen
V.2.3.1 Anbieter- und Nachfragerpotential
V.2.3.2 Gebundenes Clubgolf, ungebundenes/öffentliches Golf
V.2.4 Unabhängige Variablen: Faktorauswahl
V.2.4.1 Auswahl des Geltungsbereiches
V.2.4.1.1 Einzugsgebiet
V.2.4.1.2 Pilotprojekt: Raum X
V.2.4.2 Potentialberechnung
V.2.5 Die Faktoren
V.2.5.1 Wirtschaftliche Faktoren
V.2.5.1.1 Preise für Golf
V.2.5.1.2 Pro-Kopf-Einkommen
V.2.5.1.3 Art der Beschäftigung
V.2.5.2 Soziodemographische Faktoren
V.2.5.2.1 Bevölkerungszahl
V.2.5.2.2 Alter
V.2.5.2.3 Schulabschluss
V.2.5.2.4 Haushaltsgröße
V.2.5.2.5 Allgemeines Sportinteresse
V.2.5.2.6 Golfneigung
V.2.5.3 Politik: Einfluss von Umweltschützern
V.2.5.4 Standort, Infrastruktur und Tourismus
V.2.5.4.1 Qualität und Dichte des Straßennetzes
V.2.5.4.2 Touristische Verknüpfung
V.2.5.4.3 Besiedlungsdichte
V.2.5.4.4 Immobilieninvestment
V.2.5.5 Historie
V.2.5.5.1 Anzahl der alteingesessenen Clubs
V.2.5.6 Markt
V.2.5.6.1 Anzahl der Golfanbieter (Clubanlagen und öffentliche Anlagen)
V.2.5.6.2 Anzahl anderer Sport- und Freizeitanbieter
V.2.5.6.3 Grundstückspreise
V.2.5.7 Klima: Sonnenscheindauer, Niederschlagsmenge und Lufttemperatur
V.2.5.8 Sonstige
V.2.5.8.1 Anzahl internationaler Grossturniere
V.2.5.8.2 Medienpräsenz
V.2.5.8.3 Sponsoring/Idole
V.2.5.8.4 Golf in Uni-/Schulsport
V.3 Zusammenfassung
VI INTERNATIONALER VERGLEICH
VI.1 Fallbeispiel: Deutscher, englischer und schwedischer Golfmarkt im Vergleich
VI.1.1 Einleitung
VI.1.2 Auswahlgründe
VI.1.3 Golfangebot in den 3 Ländern
VI.1.3.1 Deutschland
VI.1.3.2 Schweden
VI.1.3.3 England
VI.1.3.4 Zusammenfassung des Angebotsvergleiches
VI.1.4 Golfspieler in den 3 Ländern
VI.1.4.1 Deutschland
VI.1.4.2 Schweden
VI.1.4.3 England
VI.1.4.4 Zusammenfassung des Nachfragevergleiches
VI.1.5 Wichtige Erfolgsfaktoren in England
VI.1.5.1 Zugang
VI.1.5.1.1 Platztypen
VI.1.5.1.1.1 Municipal courses
VI.1.5.1.1.2 Proprietary courses
VI.1.5.1.1.3 Private member courses
VI.1.5.1.2 Platzerlaubnis
VI.1.5.1.3 Fazit Zugang
VI.1.5.2 Preisgestaltung
VI.1.5.2.1 Municipal und public courses
VI.1.5.2.2 Proprietary courses und private member clubs
VI.1.5.2.3 Fazit Preisgestaltung
VI.1.5.3 Besonderheiten und Initiativen in England
VI.1.5.3.1 Societies
VI.1.5.3.2 Getrennte Verbände für Damen und Herren
VI.1.5.3.3 Associate Membership
VI.2 Golfangebot und Golfspieler weltweit
VI.2.1 Einleitung
VI.2.2 Weltweite Verteilung
VI.2.3 Potential
VI.2.3.1 Auslastung in Deutschland
VI.2.3.2 Auslastung international
VI.2.3.3 Szenario 1: Steigerung der Auslastung
VI.2.3.4 Szenario 2: Anstieg der Golferdichte
VI.3 Zusammenfassung
VII ÖFFENTLICHES GOLF: GOLF FÜR WENIGE – GOLF FÜR VIELE – GOLF FÜR ALLE
VII.1 Einleitung
VII.2 Gründe für die Öffnung
VII.2.1 Sicherung des Monopols
VII.2.2 Druck von außen
VII.2.2.1 Ostdeutscher Golfverband
VII.2.2.2 Bundesverband Golfanlagen e.V.
VII.2.3 Wiedervereinigung
VII.2.4 Rechtliche Urteile
VII.2.4.1 Besteuerung von Vereinen im weiteren Sinne
VII.2.4.1.1 Einleitung
VII.2.4.1.2 Gemeinnützigkeit
VII.2.4.1.3 Rechtsfolgen für die Besteuerung
VII.2.4.1.3.1 Körperschaftssteuer
VII.2.4.1.3.2 Gewerbesteuer
VII.2.4.1.3.3 Umsatzsteuer
VII.2.4.1.3.4 Grundsteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer
VII.2.4.1.3.5 Abziehbarkeit von Spenden
VII.2.4.1.4 Voraussetzungen für die Anerkennung
VII.2.4.1.4.1 Rechtliche Struktur
VII.2.4.1.4.2 Förderung der Allgemeinheit
VII.2.4.1.4.3 Satzung
VII.2.4.1.4.4 Tatsächliche Geschäftsführung
VII.2.4.2 Besteuerung von Vereinen im engeren Sinne: Golf-Vereine
VII.2.4.2.1 Allgemeinheit
VII.2.4.2.2 Investitionsumlagen
VII.2.4.3 Fazit
VII.3 Instrumente zur Förderung des öffentlichen Golfs
VII.3.1 Vereinigung clubfreier Golfer (VcG)
VII.3.1.1 Organisationsstruktur und Entwicklung der VcG
VII.3.1.2 Vorteile für den DGV
VII.3.1.3 Vorteile für die Öffentlichkeit
VII.3.1.4 Kampagnen zur Nachfrager-Gewinnung
VII.3.2 DGP und VöG
VII.3.3 Förderung öffentlicher Kurzplätze
VII.4 Zusammenfassung
VIII ZUSAMMENFASSUNG UND FORSCHUNGSAUSBLICK
X ANHANG
X.1 Öffentliche Anlagen in Deutschland
X.2 Fragebogen für Ipsos vom Januar 2001 im Auftrag der GTC
X.3 Leitfaden: Befragung des schwedischen und englischen Golfverbandes
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die makroökonomischen Strukturen des Golfmarktes in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Analyse der Angebots- und Nachfrageseite sowie der Abgrenzungskriterien zwischen privaten und öffentlichen Golfanlagen. Das primäre Ziel ist es, das Marktpotenzial für den Golfsport zu identifizieren, historische sowie aktuelle Barrieren zu analysieren und durch internationale Vergleiche (insbesondere mit England und Schweden) Handlungsempfehlungen für die zukünftige Entwicklung des Golfsports in Deutschland abzuleiten.
- Analyse der makroökonomischen Grundstrukturen des deutschen Golfmarktes
- Kategorisierung und Differenzierung von privaten Clubanlagen und öffentlichen Golfplätzen
- Untersuchung von Nachfragebarrieren (z.B. Image, Kosten, Informationsdefizite)
- Identifikation von Wachstumspotenzialen durch internationale Benchmarks
Auszug aus dem Buch
Methodische Vorgehensweise und Organisation
Als Methode werden weitgehend eigene Verfahren ermittelt, da bisher keine ausreichend erprobten Konzepte in dem behandelten Gebiet veröffentlicht wurden, die forschungsleitend sein könnten.
Der Weg von der Problemstellung zum Modell wird in der Arbeit folgendermaßen durchschritten: Zunächst wird das Problem wie z.B. die Ermittlung von relevanten Einflussfaktoren auf die Nachfrage nach Golf (Kapitel V.2) als Ausschnitt oder Teilbereich des gesamten Golfmarktes untersucht. Anschließend wird die Problemstellung formuliert und das Ziel der Untersuchung eingegrenzt, um ein Konzept für diese zu erstellen. Hierbei helfen das Literaturstudium, Expertenmeinungen, Beobachtungen oder grundlegendes Alltagswissen.
Literaturstudium
In der gesamten Arbeit wird auf golfmarktrelevante Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Literatur von verschiedenen Disziplinen wie der Betriebswirtschaftslehre, der Wirtschaftsgeographie, der juristischen Lehre und der Volkswirtschaftslehre zurückgegriffen, wobei auf zuletzt genannter Disziplin der Hauptschwerpunkt liegt.
Neben den deutschlandweiten Recherchen in Bibliotheken, Verlagen oder statistischen Landesämtern hat sich der Fundus des Deutschen Golf Archivs, als zentrale Sammelstelle für golfbezogene Literatur als überragende Quelle nicht nur für die historischen Dokumente erwiesen. Internationale Literatur konnte zum Teil durch persönliche Kontakte im Ausland erworben werden.
Das generelle Problem, das sich bei dem Studium der Literatur stellt, ist der Mangel an verfügbaren theoretischen Modellen, die adaptiert werden können. Somit müssen vielfach eigene Hypothesen entwickelt werden, die auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden. Durch induktives Vorgehen (qualitative Forschung) wie in Kapitel IV (Abgrenzung öffentlicher vs. privater Anlagen) werden Aussagen getroffen, die durch verschiedene Beispiele (vorläufig) verifiziert werden. Andere (quantitative) Aussagen wie in Kapitel V (Nachfrageanalyse) oder VI (internationaler Vergleich) gelten solange, bis sie durch eine Falsifikation der deduzierten Hypothesen widerlegt werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
I EINFÜHRUNG: Diese Einleitung skizziert die vier zentralen Forschungsfragen zur quantitativen und qualitativen Entwicklung des Golfsports, analysiert den Forschungsstand und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
II AUFTAKT: GOLFHISTORIE: Dieses Kapitel liefert einen kurzen historischen Überblick über Golf weltweit und fokussiert auf zwei deutsche Zeitperioden, um historische Ursachen für aktuelle Barrieren gegen den Golfsport zu identifizieren.
III METHODENKRITIK: FEHLERQUELLEN BEI DER ERFASSUNG VON GOLFDATEN: Hier werden die methodischen Schwierigkeiten und potenziellen Fehlerquellen bei der Erfassung von Golfdaten diskutiert, um eine Basis für die kritische Auswertung der Angebots- und Nachfragedaten zu schaffen.
IV ANGEBOTSANALYSE: DIFFERENZIERUNGSKRITERIEN ÖFFENTLICHER UND PRIVATER GOLFANLAGEN: Dieses Kapitel definiert und strukturiert die deutschen Golfanlagen, indem es grundlegende und weitere Merkmale zur Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Anbietern erarbeitet.
V NACHFRAGEANALYSE: Die Nachfrageseite wird mittels einer Potentialbefragung untersucht, wobei die Einflussfaktoren auf die Golfnachfrage identifiziert und in einem Modell für eine regional-spezifische Faktorenanalyse zusammengeführt werden.
VI INTERNATIONALER VERGLEICH: Durch einen Vergleich des deutschen Golfmarktes mit England und Schweden werden strukturelle Unterschiede und internationale Erfolgsfaktoren (insbesondere der Zugang und die Preisgestaltung) herausgearbeitet.
VII ÖFFENTLICHES GOLF: GOLF FÜR WENIGE – GOLF FÜR VIELE – GOLF FÜR ALLE: Dieser Teil widmet sich explizit der Thematik des öffentlichen Golfs, analysiert die Gründe für die Öffnung des Golfsports in Deutschland und beschreibt die dazu genutzten Instrumente und Initiativen.
VIII ZUSAMMENFASSUNG UND FORSCHUNGSAUSBLICK: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Datenqualität und gibt einen Ausblick auf die Relevanz zukünftiger Forschungsarbeiten im Bereich des Golfmarktes.
Schlüsselwörter
Golfmarkt, Golfökonomie, öffentliches Golf, Nachfrageanalyse, Golfnachfrage, Angebotsstruktur, Deutschland, internationaler Vergleich, Golfverbände, Golferdichte, Golfanlagen, Clubgolfer, VcG, Sportmanagement, Marktpotenzial.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Dissertation analysiert die Strukturen des Golfmarktes in Deutschland, untersucht die ökonomischen Einflussfaktoren auf Angebot und Nachfrage und beleuchtet die Möglichkeiten zur Förderung des "öffentlichen Golfs" im Vergleich zu internationalen Standards.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Kritik der Datenerhebung, der Differenzierung zwischen privaten Clubanlagen und öffentlichen Golfplätzen sowie der Analyse von Nachfragebarrieren und Marktpotenzialen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist die wissenschaftliche Durchdringung der deutschen Golfmarktstrukturen, um auf Basis einer fundierten Datenanalyse realistische Wachstumsprognosen zu erstellen und Strategien für eine Öffnung des Golfsports hin zu einem "Sport für alle" zu identifizieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor nutzt eine Kombination aus quantitativen Analysetechniken (deskriptive Statistik, Regressionsansätze) und qualitativen Methoden wie Leitfadeninterviews mit Experten aus führenden Golfnationen, ergänzt durch eine umfangreiche Literatur- und Sekundärdatenanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Analyse der Fehlerquellen bei der Datenerfassung, eine detaillierte Angebotsanalyse zur Differenzierung von Anlagen, eine umfassende Nachfrageanalyse sowie einen internationalen Vergleich mit den "Golfnationen" England und Schweden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen "Golfökonomie", "öffentliches Golf", "Nachfrageanalyse", "Angebotsstruktur" sowie die spezifischen deutschen Gegebenheiten wie "DGV", "VcG" und "Golferdichte".
Welche Rolle spielt der Vergleich mit England und Schweden in der Arbeit?
Der Vergleich dient als Benchmark, um die im internationalen Kontext noch unterentwickelten Strukturen des deutschen Golfmarktes aufzuzeigen und spezifische Erfolgsfaktoren – wie etwa den vereinfachten Zugang und flexible Preismodelle – für die deutsche Marktentwicklung adaptierbar zu machen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Clubgolfern und clubfreien Golfern so wichtig?
Die Differenzierung ist essentiell für die statistische Genauigkeit, da in Deutschland das "clubfreie Golfen" (z.B. über die VcG) eine wachsende, aber oft anders quantifizierte Gruppe darstellt, die für eine realistische Marktpotenzial-Einschätzung nicht mit traditionellen Vereinsmitgliedern gleichgesetzt werden darf.
- Citation du texte
- Alexander V. Steinbrück (Auteur), 2003, Strukturen des Golfmarktes in Deutschland. Potentiale, Einflussfaktoren und internationaler Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24329