Inhaltsverzeichnis
I VORWORT Seite 2
II MARTIN LUTHER KING Seite 3
III DIE SOZIALEN UND POLITISCHEN HINTERGRÜNDE
DER REDE Seite 4
IV DIE ANALYSE DER REDE “I HAVE A DREAM Seite 7
Die Form Seite 7
Die sprachlichen Mittel Seite 7
Die bildhafte Sprache Seite 8
Die Wiederholungen Seite 10
Die Religion Seite 11
Die Reaktionen des Publikums Seite 14
Die Rede als historisches Dokument Seite 15
V NACHWORT Seite 16
QUELLENVERZEICHNIS
II
“Während sich seine Stimme machtvoll über die große Menge erhob und in die Welt hinausging. An diesem Tag war uns allen, als kämen seine Worte von einem höheren Ort, als sprächen sie durch [ihn] hindurch zu den beladenen Menschen vor ihm. Der Himmel tat sich auf, und wir alle
1
Zitat aus: Coretta Scott- King: Mein Leben mit Martin Luther King. Gütersloh, Verlag Mohn, 1979, Seite 205
III
I. Vorwort
Immer wieder wurde er verhaftet, mehr als einem Mal entging er einem Mordanschlag, sein Haus versuchten Unbekannte zu sprengen - Martin Luther King. Ein Mann, der mit nur 39 Jahren ermordet wurde und einen Traum hatte aber doch kein Träumer war. Er war ein Mensch, mit dem sich sowohl Präsidenten als auch Gouverneure oder Gelehrte gerne zeigten - und trotzdem wusste er nie, ob er im nächsten Geschäft bedient werden würde.
Die Geschichte der Menschen ist oft die Geschichte von unendlicher Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Glück. Doch bei dieser Suche greift der Mensch viel zu oft nach der Gewalt um seine Probleme zu lösen. Martin Luther King kannte die Natur des Menschen “Wir haben gelernt wie die Vögel zu fliegen und wie die Fische zu schwimmen. Doch wir haben nicht gelernt, in Frieden miteinander zu leben.” 2 Jedoch resignierte er nicht vor dem Verhalten der Menschen, sondern war sich sicher, dass es auch andere Wege gibt. Seine Vorbilder, Jesus aus Nazareth und Mahatma Gandhi, hatten einen anderen Weg beschritten und diesen wollte auch King gehen. Er forderte die Gewaltlosigkeit, ein Umdenken und ein Umwandeln musste geschehen. 3 Immer wieder sprach er in seinen unzähligen Reden davon - und eine dieser Reden war “I have a dream”. Er hielt sie am 28. August 1963 vor dem Lincoln Memorial in Washington. Seine Worte, die später seine berühmtesten werden sollten, veränderten die Gesellschaft und wurden zu einem wichtigen Stück Geschichte. Heutzutage werden sie in jeder Schule im Englischunterricht gehört, noch 40 Jahre später immer wieder analysiert und zitiert. Ich möchte im Folgenden unter dem Aspekt der sozialen und politischen Lage Anfang der 60er Jahre seine “Traumrede” beleuchten und analysieren.
Zuvor jedoch soll ein kurzer Einblick in das Leben des Martin Luther King und den historischsozialen Hintergrund gegeben werden.
2 Zitat aus: Martin Luther King. Testament und Hoffnung. Gütersloh, 1974 3 Vgl. (10), Seite 9
2
II. Martin Luther King
Um die Hintergründe der Rede, ihren Ursprung und ihr Ziel verstehen zu können, ist es wichtig den Mann hinter dieser Rede zu kennen. Deshalb werde ich das Leben des Martin Luther King kurz skizzieren und deutlich machen, wofür er kämpfte - ein Leben lang.
King wurde am 15.01.1929 in Atlanta, Georgia, geboren. Er stammte aus einer Mittelschichtfamilie, in der sein Vater, King sr., als Baptistenpfarrer und seine Mutter Alberta als Lehrerin arbeitete. 4 1948 schloss er das College und 1951 das Theologische Seminar in Chester mit dem B.D. ab. Er gewann mehrere Preise (Pearl Plafkner Award, J. Lewis Crowzer Felloship) und ging an die Universität Bosten, die er mit dem Doktor der Philosophie beendete. Zu dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Coretta Scott kennen. Sie bekamen vier Kinder (Yolanda Denise, Martin Luther King III., Dexter und Bernice Albertine). 1954 bis 1960 war King Baptistenpfarrer in Montgomery, wo er außerdem als Präsident der Montgomery Improvement Association fungierte. In dieser Zeit wurde er weltberühmt, da er neben den Protesten in öffentlichen Verkehrsmitteln auch die Southern Christian Leader Ship, SCLC, (1957) gründete. Sie war zunächst eine Vereinigung schwarzer Priester, die den Protest der Schwarzen organisierte und damit die Basis der Bürgerrechtsaktivitäten als er 1960 mit seiner Familie nach Alabama zog. Jedoch gab es bis zu jener Zeit schon mehrere Angriffe auf ihn und sein Haus. 1959 bereiste er Indien und hatte in diesem Jahr eine Reisestrecke von circa 1 Mio. km, auf welchen er rund 200 Reden hielt. 5 1963 wurde King zum Mann des Jahres vom Times- Magazin gewählt und erhielt 1964, im Jahr des Treffens mit Brandt und dem Papst, den Friedensnobelpreis. 1965 wurde King von seinem späteren Anwalt William Pepper, als Präsidentschaftskandidat vorgeschlagen. 6 Seine Zeit widmete King ausschließlich den Armen und Unterdrückten und kritisierte immer wieder den Vietnamkrieg. Mit Frieden und Gleichheit verband er seinen Lebe nstraum. 2002 wurde er
4
Vergleiche (7), Seite xvi
5 Vergleiche (11) 6
Vergleiche (9), Seite 8
3
zum Märtyrer ernannt, die Vorstufe zur Heiligsprechung.
III. Die sozialen und politischen Hintergründe der Rede
Martin Luther King war für Millionen schwarzer Amerikaner ein Symbol der Hoffnung. Hoffnung auf ein Ende der Rassend iskriminierung, Hoffnung auf ein gerechtes Amerika, in dem jeder die gleichen Chancen besitzt, Hoffnung auf ein Ende des Vietnamkrieges, Hoffnung auf Frieden. Für King stand die Bürgerrechtsbewegung auf gleicher Stufe mit der Friedensbewegung. So kritisierte er “öffentlich die unersättlichen Forderungen der Militärs. Es gab Schätzungen, nach denen jeder getötete Vietcong 500 000 Dollar kostete. Für einen Bedürftigen in den USA hingegen standen nur 53 Dollar zur Verfügung.“ 7 Der charismatische und wortgewand te King, der in den 60er Jahren an die Spitze der Bürgerrechtsbewegung trat, war ein großes Beispiel für den gewaltlosen und friedlichen Protest im Sinne Ghandis. Ihre Art für ein gerechteres Leben zu kämpfen, die Armen und Schwachen zu unterstützen, verband sie mehr als King zu Lebzeiten glauben wollte.
King der mit unzähligen Protestaktionen in den Jahren vor seinem Tod auf sich und die Situation der Schwarzen aufmerksam machte, schaffte es immer wieder durch Reden und gezielte - aber friedliche Aktionen - den Menschen Mut zu geben und sie an ein baldiges Ende der Rassendiskriminierung glauben zu lassen. Er, als uneingeschränkter Führer der Bürgerrechtsbewegung, organisierte wichtige Ereignisse in der Geschichte Amerikas, die ihren Höhepunkt am 28. August 1963 fanden.
Der Busboykott in Montgomery (1955) Rosa Parks (43 Jahre), eine schwarze Schneiderin, weigerte sich einem Weißen ihren Sitzplatz im Bus zu überlassen und wurde verhaftet. In der folgenden Nacht trafen sich 50 führende Köpfe der späteren Bürgerrechtsbewegung in einer Kirche, um das Problem zu diskutieren. Unter ihnen auch der junger Priester, Dr. Martin Luther King. Die Anführer organisierten den "Montgomery Bus Boycott" - 8 Monate später entschied der Supreme Court, dass Rassentrennung in den
7
Vgl. (11)
4
Quote paper:
Ulrike Thomas, 2004, Martin Luther King: 'I have a dream' - eine Analyse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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