Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis........................................................................................................... 3
Abbildungsverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 5
1. Einleitung 6
2. Die Arbeitsgesellschaft 6
2.1. Die Geschichte der Arbeit 6
2.2. Grundstruktur der Arbeitsgesellschaft 8
3. Die Krise der Arbeitsgesellschaft 10
3.1. Massenarbeitslosigkeit und Erosion des Normalarbeitsverhältnisses 10
3.2. Folgen 11
3.3. Ursachen 12
4. Zukunft der Arbeitsgesellschaft 14
5. Fazit 15
Anhang 16
Quellenverzeichnis 19
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Abbildungsverzeichnis
Abb 1 : Grundstruktur der Arbeitsgesellschaft 7
Abb 2 : Registriert e Arbeitslose und Entwicklung der Sockelarbeitslosigkeit 9
Abb 3 : Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit 15
Abb 4 : Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den abhängig Beschäftigten in
der BRD (1960 1990 ) 15
Abb 5 : Bedürfnispyramide nach Maslow 16
Abb 6 : Erwerbspersonen sowie geschlechtsspezifische Erwerbsquoten 16
Abb 7 : Projektion des Erwerbspersonenpotenzials Gesamtdeutschland
(1995 2040 ) 17
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Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung(en) Abk. Abkürzung(en) Aufl. Auflage Bd., Bde. Band, Bände bzw. beziehungsweise d.h. das heißt Ebenda siehe letzte Quelle f. und folgende Seite ff. und fortfolgende Seiten Hrsg. Herausgeber i. d. R. in der Regel i. S. im Sinne Mio. Million n. nach o. V. ohne Verfasser S. Seite s. o. siehe oben u. und v. a. vor allem Verf. Verfasser vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel zit. zitiert
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1. Einleitung
„In der modernen Gesellschaft sind Selbstvertrauen und sozialer Status untrennbar mit unserer Arbeit und unserem Einkommen verbunden“. (Robert Solow, zit. n. Uchatius 2003)
Um ein Land wie Deutschland mit einem Wort zu beschreiben, wählen Sozialforscher den Begriff der Arbeitsgesellschaft. Arbeit, genauer gesagt Erwerbsarbeit, dient in der heutigen Gesellschaft als zentrales Identifikationsobjekt, mit dem man sich nach außen hin präsentieren kann und welches nach innen zum Rückgrat der Lebensführung wird. Menschen schreiben ihren Beruf in Todesanzeigen, mitunter auf Grabsteine und fragen einander beim Kennenlernen nach einer kurzen Weile: „Und, was machen Sie beruflich?“ Seit Anfang der 70er Jahre lässt sich jedoch ein tief greifender Umbruch in der Arbeitsgesellschaft beobachten. Fast fünf Millionen Menschen sind als arbeitslos registriert und es hat nicht den Anschein, dass der Strukturwandel nur von kurzer Dauer sein wird bzw. Vollbeschäftigung überhaupt noch erreicht werden kann. Es stellt sich daher die Frage, welche Ursachen und Folgen sich mit diesem Wandel verbinden lassen und ob bzw. wie die Krise der Arbeitsgesellschaft überwunden werden kann. Im Folgenden soll zunächst jedoch die historische Entwicklung und die heutige Struktur der Arbeitsgesellschaft skizziert werden, da sie zum Verständnis des gegenwärtigen Umbruchs wichtige Erkenntnisse liefern.
2. Die Arbeitsgesellschaft
2.1. Die Geschichte der Arbeit
Arbeit kann generell als die Summe aller körperlichen und geistigen Tätigkeiten des Menschen zur Herstellung von knappen, d.h. begehrten Gütern und Dienstleistungen definiert werden. Von Erwerbstätigkeit lässt sich dann sprechen, wenn diese Tätigkeiten gegen ein Entgelt erfolgen. (vgl. Rürup 1994, S. 35) Der gesellschaftliche Stellenwert von Arbeit unterlag im geschichtlichen Verlauf starken Schwankungen. Zum Beispiel war das Verständnis von Arbeit zunächst sehr eingeschränkt, da als Arbeit zunächst die körperliche schwere Arbeit galt. Insbesondere in der Antike umschrieb man mit Arbeit minderwertige Tätigkeiten und wies die zur Versorgung und zur Sicherung des Lebens notwendigen Aktivitäten Sklaven zu, da sie eines adligen und gebildeten Bürgers nicht würdig waren. Keine Arbeit, sondern als Ausdruck des guten Lebens galt die Beschäftigung mit Reden und Feiern, Sport, Kunst und Wissenschaft, Politik und Kriegsführung. Über viele Jahrhunderte blieb die in der Antike begründete Trennung zwischen „denen, die arbeiten (müssen) und „denen, die nicht arbeiten (müs-
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sen)“ der Schlüssel der sozialen Klassenbildung. (vgl. Eickelpasch 1999, S. 144) In der europäischen Stadt des Mittelalters und der Frühen Neuzeit gewann Arbeit dann an Aufwertung und löste sich ein Stück weit aus ihrer früher dominanten Verbindung zu Kampf, Not und Mühsaal. Zum einen war ehrbare Arbeit nun Basis genossenschaftlicher Vergesellschaftung, z.B. in Form von Zünften, und mit Freiheit und Stadtbürgerrecht positiv verknüpft, zum anderen weitete sich der Arbeitsbegriff zunehmend auch auf geistige Anstrengungen aus, z. B. auf Tätigkeiten im Kontor und in der Kanzlei. (vgl. Kocka 2001, S. 8; vgl. Bonß 1999, S. 146) Einen entscheidenden Einfluss übte die christliche Lehre aus, vor allem die sich seit dem 15. Jahrhundert überkonfessionell ausbreitende protestantische Ethik. Nach Calvin war Arbeit der Hauptzweck des Lebens und führte zur Heilsgewissheit. Arbeitsamkeit, Fleiß und geschäftlicher Erfolg waren gottgefällige Tugenden und die unternehmerische Tätigkeit wurde zur Berufsarbeit. „Die Calvinische Prädestinationslehre wurde zu der noch heute wirkmächtigen Motivationsbasis für die Entfaltung des kapitalistischen Geistes, eines Geistes, der einer ‚vita activa’ ganz eindeutig den Vorrang vor einer ‚vita contemplativa’ gibt und die Arbeit als letzte Quelle aller Werte glorifiziert“ (Rürup 1994, S. 37). Bis 1800 hatte sich ein allgemeiner Arbeitsbegriff herauskristallisiert, der die verschiedensten körperlichen und geistigen Tätigkeiten umfasste, soweit sie den Zweck erfüllten, etwas herzustellen, zu leisten oder zu erreichen. Gegenbegriffe hierzu waren z. B. Spiel, Muße oder Nichtstun. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts verengte sich dieser breite Arbeitsbegriff zum Begriff der Erwerbsarbeit, welche sich zur zentralen Säule der Gesellschaft entwickelte. Durch die Aufhebung der feudal-ständischen Ordnung konnte der Kapitalismus zum allgemeinen Prinzip des wirtschaftlichen Lebens avancieren. Bisher eingebundene Arbeitskräfte wurden freigesetzt, traten auf sich rasch ausweitenden Märkten auf und boten sich als Lohnarbeiter an. Arbeit wurde nun allgemein zum Gegenstand marktwirtschaftlicher Tauschvorgänge, wurde messbar und insgesamt zu einem relativ ausdifferenzierten Teilsystem. War die mittelalterliche Gesellschaft noch von einer Einheit von Arbeit und Leben geprägt, fielen nun die Erwerbssphäre und die Sphäre des Hauses und der Familie auseinander, da infolge der Industrialisierung und Verstädterung immer mehr Arbeitsplätze in Manufakturen, Werkstätten, Büros oder Verwaltungen entstanden. Damit wurde die Dichotomisierung zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit - bald: zwischen Arbeit und Freizeit zur weit verbreiteten Erfahrung. Erwerbsarbeit gewann im Zeitalter der Industrialisierung an sozialer, politischer und kultureller Bedeutung. Zum Beispiel zeigte sich ihre vergesellschaftende Kraft in Form von Arbeiterbewegungen oder sie diente als Basis für die Errichtung des Sozialstaates seit den 1880er Jahren. Erwerbsarbeit und soziale Sicherung wurden aufs Engste miteinander verknüpft. „Arbeit bedurfte nun kaum noch der Rechtfertigung durch anderes. Vielmehr wurde sie selbstbegründend und sinnstif-
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Simon Pietschmann, 2004, Die Krise der Arbeitsgesellschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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