Inhalt
I Einleitung 2
II Providence und Heilsfrage im Puritanismus
a) Was ist Vorsehung? 3
b) Wie wirkt sich diese Vorstellung der Vorsehung auf die Heilsfrage aus? 4
III Providenz in a Journal of the Plague Year, gehört H.F. zu den Auserwählten?
a) Seite 10 - 15 7
b) Seite 60 - 68 8
c) Seite 100/101 9
d) Seite 103 - 106 9
e) Seite 186/187 10
IV Schlussbetrachtung 11
V Literaturverzeichnis 12
1
I Einleitung
In dieser Arbeit werde ich darlegen, dass H.F., der Protagonist in Daniel Defoe’s “A Journal of the Plague Year”, zu den Auserwählten im Sinne der puritanischen Providenz- Konzeption gehört. Dazu werde ich zunächst einen Überblick über die puritanische Providenz- Konzeption geben und ausführen was dies für den Heilsstatus bedeutet. Dabei wird eine wichtiger Punkt sein, festzustellen, welche Zeichen auf Auserwähltheit schließen lassen und wie diese zu erkennen sind. Als Vorlage dieser Definitionen dient das Kapitel “Die Providenz-Vorstellung im englischen Protestantismus des 17. Jahrhunderts aus dem Buch “Providenz und Adaption in Defoes Robinson Crusoe” von Wolfgang Mackiewicz. Anhand der von Mackiewicz entnommenen Definitionen werde ich dann “A Jounal of the Plague Year” auf Zeichen für H.F.s Auserwähltheit hin untersuchen. Ich werde dabei prüfen, ob die von Mackiewicz genannten Kriterien für Auserwähltheit bei H.F. zu finden sind, so dass eine Bewertung seines Heilsstatus möglich wird.
2
II Providence und Heilsfrage im Puritanismus nach Mackiewicz 1
a) Was ist Vorsehung?
Vorsehung ist das Verhältnis Gottes zum Ganzen der von ihm geschaffenen Welt. Der Schwerpunkt der protestantisch-puritanischen Vorsehungskonzeption liegt darin, im praktischen Glauben die Fürsorge und Lenkung Gottes zu erleben. Mackiewicz führt drei innergöttliche Momente an: “...der Akt des vorauswissenden göttlichen Verstandes (“Fore-Knowledge”), der Akt des göttlichen Willens (“Will”) sowie die Ausführung des Vorhererkannten und Gewollten (“doth uphold,direct, dispose and govern....according to.”).” 2 Alle von Gott geschaffenen Wesen sind von der göttlichen Vorsehung abhängig. Ihre Erhaltung geschieht durch Gott, ohne ihn würden sie in das Nichts zurück fallen. Alle Dinge und Handlungen unterliegen der providentiellen Lenkung. Die Puritaner lehnen die Vorstellung ab, welche den Einfluss Gottes auf eine allgemeine Bewegung der Welt beschränkt. Nach ihren Vorstellungen sind nicht nur Vorkommnisse außerhalb der Naturgesetze Gottes Werk, sondern auch natürliche Ursachen beruhen auf Gottes unmittelbarer Lenkung. Sie werden als “second causes “ bezeichnet, sind aber vom “first cause” (Gott) abhängig. Für den Puritaner stellt das Zufällige eine Manifestation göttlicher Vorsehung dar. Zufälle passieren demnach nicht zufällig, sondern entspringen der Göttlichen Weisheit. Mackiewicz zitiert dazu Oakes”...it is farre from being Chance to God, that there is as much (if not more) of the Wisdom, and Will, and Power of God appearing in matters of Chance and Contingency, as in any other Events.” 3 Providence bezieht sich also nicht nur auf Außergewöhnliches. Daher wird zwischen Providentia ordinaria und extraordinaria unterschieden. Bei der Providentia ordinaria hält sich Gott an die Ordnung des Naturgeschehens, dies schließt den freien Willen mit ein. Die Providentia extraordinaria zeichnet sich durch Abweichungen vom natürlichen Verlauf aus. Hier wird noch einmal in wahre Wunder und wundersame Wirkung unterschieden. Während bei wahren Wundern die Naturgesetze
1 Wolfgang Mackiewicz, Providenz und Adaption in Defoes Robinson Crusoe,(Frankfurt a.M.Lang 1981) 34-55
2 Ibid 34/35
3 Ibid 38
3
Arbeit zitieren:
Iris Heuse, 2004, Der Protagonist in Daniel Defoe’s 'A Journal of the Plague Year' und Providence, München, GRIN Verlag GmbH
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