Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung IV
1.1. Forschungsgegenstand IV
1.2. Schwerpunktsetzung und Fragestellung. IV
2. Vorgeschichte der DAP IV
2.1. Entstehung von antisemitischen Organisationen. IV
2.2. Der „freie Arbeiterausschuss für einen guten Frieden“ V
2.3. Die Thulegesellschaft V
2.4. Der politische Arbeitszirkel VI
3. Die Entstehung der Deutschen Arbeiterpartei. VI
3.1. Gründungsgeschichte VI
3.2. Selbstverständnis der Deutschen Arbeiterpartei VII
4. Erstmaliger Kontakt Hitlers mit der DAP VII
4.1. Erste Begegnung mit der Partei. VII
4.2. Hitlers Eintritt in die Partei VIII
5. Hitlers Aufbauarbeit VIII
5.1. Struktur der DAP VIII
5.2. Parteiwachstum und Erfolgskonzept IX
5.3. Entstehung der NSDAP X
6. Schluss. X
7. Literaturverzeichnis XI
1. Einleitung
1.1. Forschungsgegenstand
Die Niederlage Deutschlands im ersten Weltkrieg und die verheerende wirtschaftliche, als auch politische Situation des Landes ließen eine innere Neuordnung unumgänglich werden. Der rasche Zerfallsprozess des Kaiserreiches traf zusammen mit revolutionärem Aufbegehren von unten und ließ die Monarchie in Deutschland binnen wenigen Tagen zusammenbrechen. Die politischen Umwälzungen im November 1918 führten daraufhin zur Entstehung der ersten Demokratie auf deutschem Boden - Der Weimarer Republik.
1.2. Schwerpunktsetzung und Fragestellung
Durch die Vielfalt des Themengebietes der Weimarer Republik ist es nötig Schwerpunkte zu setzen und sich auf eine spezielle Fragestellung festzulegen. Da der Umfang der Arbeit begrenzt ist, habe ich mich auf den Zeitraum von 1918 bis Februar 1920 beschränkt. Kurz: dem Weg der DAP zur NSDAP. Hauptsächlich wird hierbei die Entstehungs- und Anfangsphase der Partei betrachtet. Aus Platz-Gründen schließt die Arbeit mit der Umbenennung der DAP in die NSDAP im Februar 1920 ab. Das 25 Punkte Programm vom
24. Februar 1920 wird bereits nicht mehr behandelt.
Geklärt wird die Vorgeschichte der Partei-Gründung und die an der Entstehung beteiligten Personen. Natürlich ist es auch unumgänglich das Erscheinen und Wirken Adolf Hitlers und dessen Parteibeitritt näher zu beleuchten.
Welche historischen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe veranlassten die Gründung der DAP? Wie konnte sich die anfangs unbedeutende Organisation zu einer Massenpartei etablieren?
In den nächsten Kapiteln werden diese Aspekte behandelt und die Ergebnisse in einem abschließenden Fazit veranschaulicht.
2. Vorgeschichte der DAP
2.1. Entstehung von antisemitischen Organisationen
Nach 1918 wollten die meisten Menschen die Tatsache des „schändlich“ verlorenen Ersten Weltkrieges nicht verstehen. Ein Sündenbock musste her. Denn wer wollte schon die Schuld
für sein „krankhaft angekratztes Nationalbewusstsein“ 1 bei seiner eigenen Person suchen oder gar den Versuch starten die Situation zu akzeptieren?
Verantwortlich gemacht wurden die Juden. Ihre Herrsch- und Geldgier habe sie in der ganzen Welt unbeliebt gemacht und auch der Krieg sei von ihnen nur als Einnahmequelle genutzt worden - so die Anschuldigungen. Genährt wurden diese durch zahlreiche antisemitische Bewegungen. Zum Beispiel stand der antisemitische Kampf der Deutschvölkischen Blätter in Hamburg, vom Deutschvölkischen Bund herausgegeben, seit Januar 1917 unter dem Symbol des Hakenkreuzes. Die allgemeine Unzufriedenheit des Volkes, verursacht durch ständige Unruhen, Streiks, die vehemente Ablehnung der Siegermächte und die wirtschaftliche Not, gaben Anlass zu vermehrter Gründung von Bünden und Interessensgemeinschaften.
2.2. Der „freie Arbeiterausschuss für einen guten Frieden“
Veranlasst durch den Münchener Eisenbahnschlosser Anton Drexler wurde am 7.März 1918 in einem Münchner Gasthaus der „Freie Arbeiterausschuss für einen guten Frieden“ gegründet. Beeinflusst wurde die Organisation durch den seit August 1916 in Bremen bestehenden „Freien Ausschuss für einen deutschen Arbeiterfrieden“, der bereits antisemitische Forderungen aufweist. Die Ziele der norddeutschen Organisation, als auch ihrer bayrischen Ortsgruppe, waren gleich: Kampf den Marxisten, Bolschewisten, Pazifisten, Juden und Freimaurer. 2 Während die Bremer Gruppe, laut Drexler, 1918 bereits 290 000 Mitglieder aufweisen konnte, beschränkte sich die Zahl der Münchner Organisation bei ihrer Gründung auf gerade 28 Gesinnungsgenossen und sollte auch nie über 40 hinausgehen. 3
2.3. Die Thulegesellschaft
Da der „Freie Arbeitsausschuss für einen guten Frieden“ keinen rechten Halt im Münchener Raum zu fassen vermochte und auch dessen Kriegsverlängerungsparole nicht das Interesse der Massen weckte, musste eine neues Programm gefunden werden. Und es wurde gefunden. Dargestellt durch die Thule-Gesellschaft, der Tarnvereinigung des 1912 nach freimaurerischem Vorbild gegründeten Germanenordens. 4 Unter der Formel: „... jetzt wollen wir sagen, dass der Jude der Todfeind ist, von heute ab werden wir handeln“, agierte die 200
1 Maser, Werner: Der Sturm auf die Republik. Frühgeschichte der NSDAP. Stuttgart 1973, S.141
2 ebd. S.143
3 Deuterlein, Ernst: Der Aufstieg der NSDAP in Augenzeugenberichten. 5.Auflage, München 1982, S.57
4 Pätzold, Kurt/ Weißbecker, Manfred: Geschichte der NSDAP. Originaltitel: „Hakenkreuz und Totenkopf. Die Partei des Verbrechens“, Köln 1981, S.18
Arbeit zitieren:
Stefanie Müller, 2003, Entstehung und Entwicklung der DAP, München, GRIN Verlag GmbH
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Propaganda im Nationalsozialismus - eine Analyse der sprachlichen und ...
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