II
Inhaltsverzeichnis Seite
Abbildungsverzeichnis ……………..……………………………………………….IV
Abkürzungsverzeichnis V
1 EINLEITUNG (F ROTH S LACHER) 1
1.1 ZIEL DER ARBEIT 1
1.2 GLIEDERUNG DER ARBEIT 1
2 KONZEPT DER BALANCED SCORECARD (F ROTH) 3
2.1 HINTERGRÜNDE ZUR ENTSTEHUNG DER BALANCED SCORECARD 3
2.2 ORIGINÄRE BALANCED SCORECARD 5
2.2.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive 6
2.2.2 Die Kundenperspektive 6
2.2.3 Die interne Prozessperspektive 7
2.2.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive 8
2.3 VORTEILE DER BALANCED SCORECARD 10
2.4 GRENZEN UND PROBLEMFELDER DER BALANCED SCORECARD 11
2.5 ERFOLGSFAKTOREN-BASIERTE BALANCED SCORECARD 12
3 BUSINESS INTELLIGENCE UND ANALYTISCHE
INFORMATIONSSYSTEME (S LACHER) 15
3.1 GRUNDVERSTÄNDNIS VON BI 15
3.2 BI-TOOLS 17
3.2.1 Multidimensionale Modelle 17
3.2.2 Balanced Scorecard 18
3.2.3 Weitere Bausteine 19
3.3 AUFGABE UND VERWENDUNG VON BI-TOOLS 21
4 EDV-GESTÜTZTE UMSETZUNG DER BSC (S LACHER) 24
4.1 GESTALTUNGSASPEKTE BEI DER TECHNISCHEN ABBILDUNG 24
4.1.1 Anforderungen des Balanced Scorecard Collaborative 24
4.1.2 Weitere Gestaltungsmöglichkeiten 27
III
4.2 SOFTWARE ZUR UNTERSTÜTZUNG DER BALANCED SCORECARD 30
4.3 SYSTEMKONZEPTION 34
5 INTEGRATIONSMÖGLICHKEITEN DER BALANCED SCORECARD MIT
DER SOFTWARE SAP-SEM (F ROTH) 36
5.1 DER SAP-ANSATZ ZUR BALANCED SCORECARD 36
5.2 AUFBAU DER SAP SEM SOFTWARE 37
5.2.1 Corporate Performance Monitor (CPM) 38
5.2.2 Business Planning and Simulation (BPS) 43
5.2.3 Business Consolidation (BCS) 44
5.2.4 Stakeholder Relationship Management (SRM) 44
6 FAZIT DER ARBEIT (F ROTH S LACHER) 45
Literaturverzeichnis 46
IV
Abbildungsverzeichnis
Abb 2 1: Die Ableitung der strategischen Ziele Messgrößen Zielwerte und
Initiativen aus der Strategie 4
Abb 2 2: Die vier Perspektiven der BSC nach Kaplan Norton 5
Abb 2 3: Beispiel für die strategischen Ziele Messgrößen Zielwerte und
Initiativen einer BSC in Anlehnung an den strategischen Leitfaden der
Siemens Gebäudetechnik GmbH 9
Abb 2 4: Exemplarische Darstellung einer Erfolgsfaktoren-basierten BSC für
den strategischen Erfolgsfaktor Personalqualität anhand des strategischen
Leitfadens eines in der Energiebranche tätigen DAX-30 Unternehmens 13
Abb 3 1: Business-Intelligence-Portfolio 16
Abb 3 2: Basiselemente von OLAP 18
Abb 3 3: Interdependenz von BSC und Informationssystemen 19
Abb 3 4: Einführungsmatrix Wissensmanagement und BI 22
Abb 4 1: Basisobjekttypen der Balanced Scorecard 24
Abb 4 2: Die Informationsobjekte der BSC im Zusammenhang 25
Abb 4 3: Identifikation und Auswahl korrelierender Maßgrößen 26
Abb 4 4: SAP SEM Management Cockpit 29
Abb 4 5: Ausgewählte Kriterien der BSC-Softwareauswahl 31
Abb 4 6: Entwicklungsstufen einer Integration der BSC in ein
Informationssystem 33
Abb 5 1: SAP SEM Strategy Map 39
Abb 5 2: Analyse der Strategy Maps 40
Abb 5 3: Integration von Risiko-Management und wertorientierter
Unternehmensführung 42
V
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft
BCS Business Consolidation
BI Business Intelligence
BPS Business Planning and Simulation
BSC Balanced Scorecard
BW Business Information Warehouse
CBR Case Based - Reasoning
CPM Corporate Performance Monitor
DV Datenverarbeitung
EDV Elektronische Datenverarbeitung
EFBSC Erfolgsfaktorenorientierte Balanced Scorecard
ERP Enterprise Resource Planning
EVA Economic Value Added
FIS Führungsinformationssystem
IS Informationssystem
IT Informationstechnologie
KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
KPI Key Performance Indicator
LGD Landesgesellschaft Deutschland
MIS Management Information Systems
MOLAP Multidimensionales Online-Analytical-Processing
OLAP Online -Analytical-Processing
OLTP Online -Transaction-Processing
ROCE Return on Capital Employed
ROLAP Relationales Online-Analytical-Processing
SEM Strategic Enterprise Management
SGT Siemens Gebäudetechnik GmbH & Co. KG
SQL Structured Query Language
SRM Stakeholder Relation Management
1
1 Einleitung (F. Roth & S. Lacher)
Seit der ersten Veröffentlichung zum Managementkonzept der Balanced Scorecard (BSC) im Jahr 1992 hat die BSC als Instrument zur Unternehmenssteuerung einen festen Platz in Seminaren und Kongressen gefunden. Nach einer längeren Diskussion über das Konzept haben Akzeptanz und Umsetzung in Unte rnehmen in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Entwicklung einer ganzheitlichen EDV-Unterstützung für die BSC, welche letztlich die Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung ist, steht allerdings noch am Anfang. In vielen Unternehmen wurde die BSC zwar bisher konzeptionell entwickelt, diese wurde aber EDV-technisch meist nur teilweise bzw. mit Offline -Werkzeugen (z.B. MS Excel) umgesetzt. Viele Hersteller von Standardsoftware bieten bereits BSC-Komponenten an. Diese sind aber häufig relativ starr und werden den individuellen Anforderungen der Unternehmen meist nicht in vollem Umfang gerecht.
1.1 Ziel der Arbeit
Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über den Stand der Diskussion zur BSC liefern, wobei hauptsächlich die EDV-technische Umsetzung behandelt wird, da diese nach wie vor einen entscheidenden und lange vernachlässigten Aspekt für eine erfolgreiche Einführung des Konzepts in einem Unterne hmen darstellt. Diese Software-Evaluierung soll Schwachstellen bestehender Systeme aufzeigen. Genauer vorgestellt wird hierzu die Lösung der SAP AG.
1.2 Gliederung der Arbeit
Nach der Einleitung werden im 2. Kapitel die Grundzüge der BSC erläutert. Hierbei wird neben der Grundkonzeption die ursprüngliche und nach wie vor verbreitetste Form der BSC beschrieben.
2
Kapitel 3 befasst sich mit Business Intelligence (BI) Systemen, sowie deren Aufbau und Werkzeugen. Es wird die Balanced Scorecard als einer der zentralen Bausteine von den anderen Werkzeugen im Bereich Business Intelligence abgegrenzt.
Ein Überblick über die zurzeit erhältlichen Softwaresysteme zur Unterstützung der BSC wird im Kapitel 4 gegeben. Es werden Anforderungen für die Unterstützung einer BSC genannt und Komponenten beschrieben, die hierzu einen Beitrag leisten.
In Kapitel 5 wird genauer auf die Softwarelösung der SAP AG zur BSC eingegangen. Hierzu wird das Modul Strategic Enterprise Management (SEM) mit seinen Komponenten vorgestellt, um die Einbettung der BSC in andere Unternehmensplanungs- und Simulationsfunktionen darzustellen. Als zusätz- licher integrierter Bestandteil von SEM wird die Einbindung von Risiko- management in die BSC beschrieben.
Zum Abschuss wird in Kapitel 6 noch ein Fazit über den derzeitigen Stand der BSC und deren Einsatz als BI-Tool gezogen.
3
2 Konzept der Balanced Scorecard (F. Roth)
2.1 Hintergründe zur Entstehung der Balanced Scorecard
Unternehmen sind heute einem immer stärker zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Der steigende Konkurrenzdruck führt in vielen Geschäftsbereichen zu fallenden Margen und neu in den Markt eintretende Unternehmen drohen Marktanteile wegzunehmen. In vielen Bereichen des Wirtschaftslebens sinkt die Kundenbindung wä hrend die Preissensibilität steigt. Zunehmender inter- nationaler Konkurrenzdruck, sich ständig verbessernde Informations- technologien sowie die steigende Bedeutung individueller Problemlösungen sorgen für einen weltweiten Wettbewerb. 1
Die hier nur angedeuteten Umweltveränderungen verlangen nach einer klaren, zukunftsweisenden Strategie, um den Unternehmenswert langfristig und nachhaltig zu steigern (Shareholder Value Konzept). Diese wertorientierte Betrachtung beschränkt sich nicht nur auf einzelne Sektoren der Wirtschaft, sondern gilt gleichermaßen für alle ertragsorientierten Unternehmen. In diesem Zusammenhang wird der Erfolg eines Unternehmens und auch dessen Management verstärkt an der Finanzsituation des Unternehmens beurteilt, was dazu führt, dass finanziellen Kennzahlen ein zu hoher Stellenwert beigemessen wird. 1
Eine jedoch nur einseitige Orientierung an finanziellen Kennzahlen greift allerdings zu kurz, da das finanzielle Ergebnis vergangenheitsbezogen ist und auch keinen Aufschluss darüber gibt, inwieweit eine vom Management beschlossene Strategie erfolgsversprechend ist und die strategischen Ziele erreicht werden können. Eine ausschließliche Fokusierung auf die finanziellen Kennzahlen kann weiterhin zur Folge haben, dass für den langfristigen Erfolg notwendige Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiter, die Entwicklung neuer Produkte, die Optimierung interner Prozesse oder die Verbesserung der 1 Vgl. Töpfer, 2000, S.11
4
Beziehung zu den Kunden nur unzureichend erfolgen. Der finanzielle Erfolg kann aber auch ausbleiben, wenn eine Strategie zwar formuliert, die Umsetzung jedoch in konkrete Aktionen aufgrund von Kommunikationsdefiziten ausbleibt, da die Unternehmensspitze nur unzureichend info rmiert.
Um die aufgezeigten Gefahren für den Erfolg eines Unternehmens zu umgehen, zu verringern oder zumindest frühzeitig zu erkennen, ist der Balanced-Scorecard-Ansatz entwickelt worden. „Die Grundidee der BSC besteht darin, aus einem Hypothesensystem werttreibender Ursache-Wirkungs- Zusammenhänge Kennzahlen zu entwickeln, die die Vision und Strategie eines Unternehmens in Ziele und Messgrößen transformieren und dadurch eine Anbindung an das operative Geschäft gewährleisten.“ 2 Den Anspruch, die Umsetzung strategischer Vorhaben auf operativer Ebene mittels finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen zu ü berwachen, beschreibt auch der Untertitel „translating strategy into action“ von Kaplan und Norton (1997) sehr treffend. „Im Kern handelt es sich bei der BSC um ein System von Kennzahlen, die über Ursache-Wirkungs-Ketten miteinander verbunden sind“. 3
Abb. 2.1: Die Ableitung der strategischen Ziele, Messgrößen, Zielwerte und Initiativen aus
4 der Strategie
Vor der Entwicklung der BSC steht die Strategie des Unternehmens. Unterteilt man den Prozess der strategischen Planung in logische Phasen wie in Abb. 2.1 dargestellt, so steht am Anfang die strategische Analyse, deren Ergebnis zum Aufzeigen der Chancen und Risiken, sowie der Stärken und Schwächen des Unternehmens dient. Eine Auswahl der Messgrößen sowie die Einigung über 2 Pfaff, 2000, S.36 3 Kaplan; Norton in Harvard Business Manager Nr. 2, 2001, S. 61ff 4 Vgl. Weber / Schäffer, 2000
5
die Zielwerte führt schließlich zu Festlegung der strategischen Initiativen. Da die
einzelnen Schritte miteinander verknüpft sind und in ihrer Gesamtheit die
Unternehmensstrategie und die zu ihrer Erreichung notwendigen Maßnahmen
beschreibt, ist die BSC somit als Instrument zur Strategie-Implementierung zu
verstehen.
2.2 Originäre Balanced Scorecard
Kaplan und Norton, die Erfinder der BSC, schlagen als Orientierungsrahmen für
die Auswahl der Kennzahlen vier Perspektiven vor: 5
• die finanzwirtschaftliche Perspektive
• die Kundenperspektive
• die interne Prozessperspektive
• die Lern- und Entwicklungsperspektive
Abb. 2.2: Die vier Perspektiven der BSC nach Kaplan & Norton
5
Vgl. Kaplan / Norton, 1997, S. 8ff
6
Die Unternehmensstrategie wird auf die Perspektiven übertragen und dabei in ein Bündel strategischer Ziele zerlegt, die wiederum über Ursache- Wirkungsbeziehungen miteinander verbunden sind. (vgl. Abb. 2.2) Die Perspektivenbildung ermöglicht die differenzierte Betrachtung des Unternehmens aus unterschiedlichen Blickwinkeln, sowie eine Ausgewogenheit zwischen den unterschiedlichen Zielen als auch die Berücksichtigung der maßgeblichen Interessengruppen des Unternehmens.
2.2.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive
Die Finanzperspektive ist die übergeordnete Perspektive, denn ohne Berücksichtigung d er finanziellen Seite kann kein Unternehmen auf Dauer existieren. Sie dient als Fokus für die Ziele und Kennzahlen der anderen Perspektiven. 6 Sie zeigt, ob die Implementierung der Strategie zur
Ergebnisverbesserung beiträgt, was durch Kennzahlen wie z. B. Economic Value Added (EVA), Kapitalrentabilität oder Cash Flow ersichtlich werden kann. „Allgemein lässt sich sagen, dass vorwiegend finanzielle Kennzahlen mit einer hohen strategischen Gewichtung in die finanzielle Perspektive aufgenommen werden.“ 7
In der finanzwirtschaftlichen Perspektive sollen nur Ziele formuliert werden, die die Existenzsicherung des Unternehmens für die Zukunft nachweisen. 8
2.2.2 Die Kundenperspektive
Die Forderung nach konsequenter Kundenorientierung aller Unternehmens- aktivitäten und –prozesse als existentielle Vorbedingung für die Gewinnung und Sicherung im Markt findet ihren Niederschlag in der Berücksichtigung einer eigenständigen BSC-Perspektive. Die strategischen Ziele werden durch die Kundenperspektive auf die Kunden- und Marktsegmente reflektiert, in denen 6 Vgl. Weber / Schäffer, 2000, S. 5 7 Friedag / Schmidt, 2001, S. 183 8 Vgl. Friedag / Schmidt, 2001, S. 184
Quote paper:
Stefan Lacher, Florian Roth, 2003, Die Umsetzung der Balanced Scorecard, Munich, GRIN Publishing GmbH
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