GLIEDERUNG
1. Einleitung Seite 03
2. Kreativität Seite 03
2.1. Geschichtliches Seite 03
2.2. Lässt sich Kreativität überhaupt beschreiben? Seite 03
2.2.1. Kreativität als universeller Terminus Seite 04
2.2.2. Kreativität aus evolutionärer Sicht Seite 04
2.2.3. Kreativität aus anthropologischer und humanistischer Sicht Seite 04
2.2.4. Weitere Sichtweisen zum Begriff Kreativität Seite 04
2.2.4.1.Das 4 P - U Interaktionsmodell Seite 04
2.2.4.2.Das Komponentenmodell nach Urban Seite 04
2.3. Forschungsschwerpunkte Seite 05
2.3.1. Das kreative Produkt Seite 05
2.3.2. Der kreative Prozess Seite 05
2.3.3. Die kreative Persönlichkeit Seite 06
2.3.4. Umweltbedingungen Seite 06
2.4. Kreativität und Gesellschaft Seite 06
3. Begabung Seite 07
3.1. Assoziierte Begriffe Seite 07
3.2. Identifikation von Begabungen Seite 07
3.2.1. Der pädagogische ,,Potential - Ansatz Seite 07
3.2.2. Der dynamische Begabungsbegriff Seite 08
3.2.3. Der statische Begabungsbegriff Seite 08
4. Begabung und Kreativität Seite 08
4.1. Begabung, Intelligenz, Kreativität und Motivation Seite 08
5. Hochbegabung Seite 08
5.1. Geschichtliches Seite 08
5.2. Modelle der Hochbegabung Seite 09
5.2.1. Fähigkeits- und eigenschaftsorientierte Modell Seite 09
5.2.2. Kognitive Komponenten-Modelle Seite 09
5.2.3. Leistungsorientierte Modelle Seite 09
5.2.4. Soziokulturell orientierte Modelle Seite 09
6. Begabungsförderung Seite 10
6.1. Wie kann man Begabungen erkennen und adäquat fördern? Seite 10
6.1.1. Searching Seite 10
6.1.2. Screening Seite 11
6.2. Allgemeines zur Förderung Seite 12
6.3. Konkrete Begabtenförderung Seite 13
6.4. Fazit Seite 13
7. Literatur Seite 14
8. Anhang Seite 15
8.1. Graphiken zum Kapitel „2. Kreativität“ Seite 15
8.2. Graphiken zum Kapitel „3 Begabungen“ Seite 16
8.3. Graphiken zum Kapitel „5. Hochbegabung“ Seite 16
Seite 2
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„ ... >>Kreativität<<. Es steckt noch voller Versprechungen. Jeder weiß es zu nutzen, keiner mag es entbehren, keiner kritisiert es. Es ist gleichermaßen beliebt bei Technikern und Umweltschützern, Wirtschaftsführern und Pädagogen, den schwarzen, roten, grünen und blau-gelben Parteien.“ 1 Kreativität wird so immer mehr zu einem vielseitig gebrauchten Modewort, weshalb eine eindeutige Bestimmung des Begriffes nur schwer möglich ist und oftmals zu „hohe Erwartungen an einen schwachen Begriff“ 2 gestellt werden.
Häufig wird Kreativität auch im Zusammenhang mit Begabung und Hochbegabung genannt. Doch recherchiert man in der herkömmlichen Literatur der Begabungsforschung, so ist da häufig nur die Rede von den sogenannten Genies und Wunderkindern. Doch dazu gehört noch vieles mehr. Ein Lehrer z.B. ist ständig bestrebt, seine Schüler nach besten Möglichkeiten individuell und erfolgreich zu fördern und sucht so nach allen möglichen Begabungen und Talenten, um diese zum Vorteil des Kindes zur Entfaltung bringen will. Diese Begabungen können dabei sehr vielseitig sein. Doch egal ob ein Schüler nun kognitiv, kreativ, sozial, musisch, sportlich o.ä. begabt ist, muss dies permanent gefördert werden.
So soll in dieser Arbeit erst einmal ganz kurz beleuchtet werden, was der Begriff Kreativität eigentlich meint und beinhaltet. Danach wird auf den allgemeinen Begriff der Begabung eingegangen, ihn mit Kreativität in Verbindung gebracht und außerdem noch etwas zur Hochbegabung gesagt. Zum Schluss gibt es auch noch einige Ausführungen zur Förderung von Begabung und Kreativität.
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Die Kreativitätsforschung hat bereits eine ziemlich beachtliche Tradition hinter sich. Ihren Anfang nahm sie mit GALTONS Untersuchungen (1869, 1874) und zu Beginn des
20. Jahrhunderts wurde sie in vereinzelten Arbeiten - wie von DEWEY (1910), DUN-CKER (1935), HUTCHINSON (1931), MAIER (1930), WALLAS (1926) und WERTHEIMER (1925, 1945) - fortgeführt, ehe sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg als eigenständige psychologische Kreativitätsforschung etablieren konnte. Insbesondere GUILFORDS klassischer Vortrag ,,Creativity“ vor der American Psychological Association (1950) hat entscheidend zur Integration und Intensivierung der Forschungsbemühungen beigetragen, während der eigentliche Kreativitätsboom der 60er Jahre häufig, d.h. aber auch nicht unwidersprochen, auf den „Sputnikschock“ (1957) zurückgeführt wird.
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Der Begriff Kreativität entstammt als terminus technicus dem Amerikanischen („creativity“) und, trotz seiner vielfältigen Verwendung, mangelt es ihm auch heute noch an einer allgemein akzeptierten inhaltlichen Präzisierung. In der psychologischen Forschung dient er vorwiegend zur Erfassung jener Persönlichkeitseigenschaften, die das Entwickeln neuer Ideen bzw. das Hervorbringen von Entdeckungen und Erfindungen ermöglichen sollen.
9 @ 9 @ A @ B C D E F G H G F I F E P Q R S G H D C Q D P P D C T D C U G S R Q
1 Vgl. HENTIG (Seite 10)
2 Vgl. HENTIG (Titel des Buches)
Seite 3
URBAN beschreibt Kreativität als einen universellen Begriff und Gegenstand für
Überlegungen, die aus den unterschiedlichsten Richtungen und Bereichen kommen.
Dieser scheint sozusagen (vogel-) frei für Kommentare aus allen möglichen
akademischen und nicht akademischen Wissensgebieten zu sein. Kreativität ist
unwidersprochen nützlich und hilfreich in und für alle Bereiche menschlicher Aktivität.
9 @ 9 @ 9 @ B C D E F G H G F I F E R Q D H V P R F G V S I C D C W G X Y F
Aus dieser Sicht ist Kreativität der spezifisch menschliche Beitrag zur Weiterentwicklung Sie wir u.a. als höchste Form der menschlichen Evolution bezeichnet Dabei sind aber auch nicht alle neuen (kreativen) Ideen und Produkte im Bereich der Technologie, der Medizin, der Naturwissenschaften etc. aus evolutionärer Sicht als positiv zu bewerten. Es sind also hohe ethische Standards erforderlich, damit die Entwicklung nicht in umgekehrter Richtung verläuft, d. h. zu einer Devilution wird.
9 @ 9 @ ` @ B C D E F G H G F I F E R Q E S F Y C V a V P V b G Q X Y D C R S c Y R U E S G Q F G Q X Y D C W G X Y F
Hier wird im kreativen Schaffen eine der höchsten Formen des Menschseins verwirk-
licht. Es dient dazu, Bedeutung und Sinn zu finden um die Welt verstehbar zu machen.
Kreativität gibt die Chance, Sinn und Bedeutung neu zu schaffen, dies gilt auch für die
humanistische Sichtweise, um sich selber zu entdecken, für Selbstaktualisierung und -
Realisierung.
9 @ 9 @ d @ e D G F D C D W G X Y F f D G Q D S g R U h D b C G i i B C D E F G H G F I F
Da Kreativität oft nur aus kognitiver Sicht gesehen wird und dabei meist nur das diver-
gente Denken berücksichtigt wird, wurde versucht, Kreativität in Modellen für andere
Sichtweisen darzustellen.
2.2.4.1. Das 4P - U - Interaktionsmodell
Dieses Modell geht auf Klaus K. URBAN zurück und möchte die dynamische, interak-
tive Struktur der Faktoren Problem, Person, Prozess, Produkt und Umwelten beim bzw.
im kreativen Handeln und Denken verdeutlichen. 3 2.2.4.2. Das Komponentenmodell nach Urban
Aufgrund der hohen kognitiven Orientierung des „4P - U - Interaktionsmodells“ entwi-
ckelte URBAN dieses Modell, das die kognitive Seite und die Persönlichkeitskomponen-
ten miteinander verband. 4
a) Kognitive Seite (1) divergentes Denken und Handeln, (2) allgemeine Wissens- und Denkgrundlage, (3) spezifische Wissensbasis und bereichsspezifische Fertigkeiten.
b) Persönlichkeitsseite (4) Fokussierung und Anstrengungsbereitschaft, (5) Motivation und Motive, (6) Offenheit und Ambiguitätstoleranz
3 Siehe Anhang (Seite 15)
4 Vgl. RATH
Seite 4
p q r q s t u v w x y v v w x u y
Es bildeten sich verschiedene Forschungsansätze heraus. Sie charakterisierten nach
MOONEY (1958) und RHODES (1961) vier Aspekte der Kreativität (die sog. 4 ,,P“s):
1. das kreative Produkt,
2. den kreativen Prozess,
3. die kreative Persönlichkeit und
4. die Umweltbedingungen („press“) für die Entstehung von Kreativität
9 @ ` @ A @ E Q C D E F G H D C V c R F
Als äußerst schwierig erscheint auch zur heutigen Zeit noch das kreative Produkts als
solches zu identifizieren. Größten Teils besteht gerade einmal Übereinstimmung darin,
den Neuheitsaspekt als notwendiges Charakteristikum des kreativen Produktes anzusehen.
Jedoch die Frage, ob diese Neuheit objektiv (d. h. erstmalig in der Menschheitsgeschich-te) oder subjektiv (d. h. erstmalig für das Individuum oder für ein bestimmtes Bezugssys-
tem) gegeben sein muss, wird bereits kontrovers diskutiert.
Es wurde eine Vielzahl solcher Charakteristika teils vage, teils präzise formuliert. Die
vorwiegend genannten Kriterien sind: 5
- die Originalität,
- die Realitätsangepasstheit,
- der Wert,
- die Brauchbarkeit oder
- die Wirkung des kreativen Produktes.
Letztendlich scheiterten jedoch alle diese Bemühungen um einen allgemein akzeptierten
Kriterienkatalog daran, dass solche Kriterien de facto nicht objektivierbar sind, da sie
stets auch auf aktuelle gesellschaftliche und kulturelle Gegebenheiten rekurrieren und
folglich durch immanente normative Setzungen gekennzeichnet sind. Es gilt also, die Ab-
hängigkeit vom Bezugssystem und die Vorläufigkeit der Urteilsdimensionen herauszu-
stellen und den jeweiligen Bezugsrahmen zu explizieren.
9 @ ` @ 9 @ D C C D E F G H D C V g D Q Q
Bevorzugt wird der kreative Prozess als spezifischer Problemlösungsprozess diskutiert.
Neuere Konzeptionen weisen einen erheblich größeren Differenzierungsgrad auf. Sie be-tonen als spezielles Kennzeichen des kreativen Problemlösungsprozesses die nur vage
Beschreibung des Endzustandes und/ oder das Nichtvorliegen des zur Problemlösung
notwendigen Wissens und das Phänomen des Problementdeckens, das dem Problemlösen
vorgelagert ist.
Häufig wird der kreative Prozess in differenzierte Phasen unterteilt. In der Forschung
hat sich allgemein eine der ältesten Unterteilungen durchgesetzt. Dabei handelt es sich um
das Vier-Phasen-Schema. Danach wir der kreativen Prozess in die folgenden vier Phasen
eingeteilt: 6
1. die Präparation (Problem wird bewusst/ entsprechendes Wissen wird gesammelt)
2. die Inkubation (,,schöpferische Pause“/ die unbewusste Weiterverarbeitung),
3. die Illumination (der ,,plötzliche“ Einfall),
4. die Verifikation (die Lösungsbeurteilung).
5 Vgl. ASANGER (Seite 367)
6 Vgl. ASANGER (Seite 368)
Seite 5
Arbeit zitieren:
Thomas Schrowe, 2004, Kreativität und Begabung, München, GRIN Verlag GmbH
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