Inhaltsverzeichnis
0. Informationen zur Printanzeige 03
1. Kommunikationsbegriff und modelle 03
2. Denotation und Konnotation 04
3. Funktionen der Sprache 05
4. Kommunikationsbedingungen 05
5. Corporated Design 06
6. USP und Involvement 06
7. Werbewirkung 06
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0. Informationen zur Printanzeige
Die Printanzeige stammt aus der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „P.M. Logik-Trainer und ist Bestandteil der Kampagne „Arte auf 8“. Mit der Kampagne reagierte der deutsch-französische Fernsehsender „Arte“ auf ein spezielles Problem: durch einen Satelliten- und Kabelplatzwechsel Anfang 2003 war der Sender bei Zuschauern auf ungünstige Sendeplätze verschoben worden.
1 Dadurch verringerte sich der Marktanteil von Arte um die Hälfte .
1. Kommunikationsbegriff und -modelle
Der Begriff „Kommunikation“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „communicare“ ab und heißt übersetzt „einander mitteilen“. Kommunikation bedeutet darüber hinaus auch Informationen gezielt zu übermitteln. Gezielt meint, den Prozess der Informationsübermittlung zu steuern und zu unterstützen. Wer kommuniziert, der will etwas mitteilen und einen solchen Prozess beeinflussen.
Der deutsch-französische Fernsehsender „Arte“ kommuniziert mit dieser Printanzeige, da eine Printanzeige ein Mittel der Werbung ist und man unter Werbung man alle Formen der gezielten und geplanten Beeinflussung von Menschen versteht.
Mit dem wissenschaftlichen Verständnis für Kommunikation entstand eine Vielzahl von Kommunikationsmodellen. Für die Erläuterung des Kommunikationsprozesses der Printanzeige bietet sich die senderorientierte Kommunikationskette von Umberto Eco an (vgl. Eco 1972, S. 47-49), dem Begründer der Semiotik. Gedanklich basiert sein Modell auf der Kommunikationskette von Shannon/Weaver. Es enthält jedoch zusätzlich den semantischen Aspekt des Kommunikationsprozesses, der bei Printanzeigen sehr wichtig ist.
Der Sender „Arte“ empfing eine Nachricht aus einer Informationsquelle. Unabhängig von ihrer Gestalt: der Sender veranlasste daraufhin, die Botschaft „Lege ARTE auf den Sendeplatz 8 deines Fernsehers.“ kodiert in die Zeichensätze Verbalsprache, visuellen Codes und Mimik/Gestik über den Kanal Printanzeige zu senden. Der Kanal selbst obliegt möglicherweise Störquellen, die die Dekodierung der Botschaft behindern können. Bei einer Printanzeige wird die optische Wahrnehmung gestört z.B. durch unangemessene Lichtverhältnisse und/oder starke Beschädigungen am Werbeträger.
Der Leser der Printanzeige fungiert als Empfänger und dekodiert die empfangbare Botschaft. Versteht er die Botschaft in ihrem vollen Umfang und fühlt er sich angesprochen, gehört er möglicherweise zu der beabsichtigten Zielgruppe. In diesem Fall erreicht die Botschaft ihr Informationsziel und der beabsichtigte Empfänger aus der Zielgruppe reagiert auf die Botschaft so wie der Empfänger es beabsichtigt hat. Dies heisst zum einen, das er den Befehl ausführt und kann auch bedeuten, dass er wiederum einen Kommunikationsprozess mit „Arte“ aufnimmt. 1 W&V. URL: http://www.wuv.de/news/artikel/2003/08/16374/index.html. Stand: 24.01.03.
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Christian Daniel Koch, 2004, Analyse einer Printanzeige, Munich, GRIN Publishing GmbH
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