Einleitung
Die Globalisierung und Liberalisierung der Märkte, die Technisierung der Arbeitswelt und immer kürzer werdende Innovations- und Produktlebenszyklen tragen zu veränderten und härter werdenden Marktbedingungen für Unternehmen bei. Vor dem Hintergrund eines steigenden Wettbewerbs gewinnt die betriebliche Weiterbildung
zunehmend an Bedeutung. Die Kompetenz der Mitarbeiter muss gefördert und weiterentwickelt werden. Durch den Aufbau von Humankapital können sich Unternehmen einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Neben den traditionellen Formen der Weiterbildung (z.B. Präsenzseminare) bieten sich immer mehr Möglichkeiten, elektronische Informations- und Kommunikationstechniken im Bereich der betrieblichen Weiterbildung einzusetzen. Dieses technologiebasierte
Lernen wird im Folgenden als „E-Learning“ bezeichnet. Technischer
Fortschritt und neue Computertechnologien wie CD-ROM, Internet, Intranet und andere elektronische Medien eröffnen neue Möglichkeiten zur Mitarbeiterqualifikation und können helfen, die wachsenden Anforderungen zu meistern.
Es stellt sich jedoch die Frage, ob der Einsatz elektronischer Lernmedien für alle Unternehmen gleichermaßen sinnvoll ist, oder ob Unterschiede bzgl. des Einsatzes und der Erfolgsaussichten dieser neuen Lernmedien zwischen kleinen und mittleren Unternehmen einerseits und großen Unternehmen andererseits bestehen.
Um die Relevanz von E-Learning in kleinen und mittleren Unternehmen beurteilen zu können, sind Antworten auf folgende Fragen notwendig:
1. Gibt es Unterschiede zwischen KMU und Großunternehmen hinsichtlich des
Einsatzes von E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung?
2. Wenn ja: Worin liegen die Unterschiede?
3. Warum unterscheiden sie sich?
[...]
Inhaltsverzeichnis
A. EINLEITUNG
B. BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG
I. BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG BETRIEBLICHER WEITERBILDUNG
II. ZIELE BETRIEBLICHER WEITERBILDUNG
III. KOSTEN BETRIEBLICHER WEITERBILDUNG
IV. ERFOLGSKONTROLLE VON WEITERBILDUNGSMAßNAHMEN
V. DIE BETRIEBLICHE WEITERBILDUNGSSITUATION IN DEUTSCHLAND
VI. NEUE ANFORDERUNGEN AN BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG
C. E-LEARNING
I. DER BEGRIFF E-LEARING
1. COMPUTER BASED TRAINING (CBT)
2. WEB BASED TRAINING (WBT)
II. MÖGLICHKEITEN DER AUSGESTALTUNG VON E-LEARNING
1. ARTEN VON LERNPROGRAMMEN
2. SYNCHRONES VERSUS ASYNCHRONES LERNEN
3. LERNORT
III. BEURTEILUNG VON E-LEARNING IM VERGLEICH ZU PRÄSENZSEMINAREN
1. VORTEILE GEGENÜBER PRÄSENZSEMINAREN
2. NACHTEILE GEGENÜBER PRÄSENZSEMINAREN
IV. HYBRID-LÖSUNGEN: DAS LERNEN IM MEDIENVERBUND
D. UNTERSCHIEDE VON KLEINEN UND MITTLEREN UNTERNEHMEN ZU GROßUNTERNEHMEN
I. BEGRIFFSABGRENZUNG: KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN
II. WEITERBILDUNGSSITUATION IN KLEINEN UND MITTLEREN UNTERNEHMEN
III. DER EINSATZ VON E-LEARNING IN KMU
E. DIE SINNHAFTIGKEIT VON E-LEARNING
F. BEFRAGUNG
I. METHODISCHES DESIGN DER STUDIE
II. ERGEBNISSE DER STUDIE
1. ALLGEMEINE ERGEBNISSE DER UMFRGAE
2. GRÖßENSPEZIFISCHE ERGEBNISSE (NACH MITARBEITERZAHL)
G. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Relevanz von E-Learning als moderne Form der betrieblichen Weiterbildung, wobei der Fokus insbesondere auf den Unterschieden zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Großunternehmen liegt. Ziel ist es zu klären, ob der Einsatz von E-Learning für KMU sinnvoll ist und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen.
- Grundlagen der betrieblichen Weiterbildung und E-Learning-Methoden
- Vergleich der Weiterbildungssituation in KMU und Großunternehmen
- Analyse der Sinnhaftigkeit von E-Learning-Einsätzen
- Empirische Online-Befragung zum E-Learning-Verhalten in Deutschland
Auszug aus dem Buch
b) Übungs- und Testprogramme ("Drill and practice")
Übungs- und Testprogramme bestehen aus einer Reihe von vorgegebenen Aufgaben zum Trainieren oder Abfragen vorhandenen Wissens. Diese Programme eignen sich nicht zur Vermittlung neuer Lerninhalte, sondern lediglich zur Abfrage des Lernfortschritts oder zum Trainieren vorhandenen Wissens. Übungsprogramme eignen sich beispielsweise zum Vokabeltraining, da sie i.d.R. ein direktes „Richtig/Falsch-Feedback" geben. Testprogramme geben meist kein direktes Feedback, sondern eine zusammengefasste Auswertung nach Bearbeitung der Aufgaben und eignen sich z.B. zur Lernkontrolle nach Bearbeiten eines Tutorials.
Zusammenfassung der Kapitel
A. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und der Forschungsfragen zur E-Learning-Relevanz in kleinen und mittleren Unternehmen.
B. BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG: Systematisierung der betrieblichen Weiterbildung und Diskussion von Kosten, Zielen und Erfolgskontrolle.
C. E-LEARNING: Definition und Vorstellung verschiedener Ausgestaltungsformen wie CBT und WBT sowie ein Vergleich zu Präsenzseminaren.
D. UNTERSCHIEDE VON KLEINEN UND MITTLEREN UNTERNEHMEN ZU GROßUNTERNEHMEN: Gegenüberstellung der Weiterbildungssituation und des E-Learning-Einsatzes in verschiedenen Unternehmensgrößen.
E. DIE SINNHAFTIGKEIT VON E-LEARNING: Untersuchung der Voraussetzungen und Situationen, in denen der Einsatz elektronischer Lernmedien für Unternehmen vorteilhaft ist.
F. BEFRAGUNG: Präsentation des methodischen Designs und der Ergebnisse einer Online-Studie zum Thema E-Learning in der betrieblichen Praxis.
G. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen auf Basis theoretischer und empirischer Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
E-Learning, Betriebliche Weiterbildung, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU, Computer Based Training, CBT, Web Based Training, WBT, Personalentwicklung, Lernmedien, Erfolgskontrolle, Weiterbildungsbudget, Präsenzseminare, E-Learning Strategie, Online-Befragung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von E-Learning als Trend in der betrieblichen Weiterbildung und beleuchtet dabei kritisch die Unterschiede zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Großunternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Konzepte der betrieblichen Weiterbildung, die verschiedenen Formen von E-Learning (CBT, WBT), die Besonderheiten von KMU gegenüber Großkonzernen und die empirische Analyse des E-Learning-Einsatzes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, zu eruieren, inwieweit E-Learning für KMU eine sinnvolle Alternative zur traditionellen Weiterbildung darstellt und warum KMU sich in ihrem Verhalten von Großunternehmen unterscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Neben einer intensiven Literaturanalyse wurde eine empirische Online-Befragung in ganz Deutschland durchgeführt, um aktuelle Trends beim E-Learning-Einsatz in Unternehmen zu identifizieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erstreckt sich von der begrifflichen Abgrenzung über die Vorstellung technischer Lernmedien und deren kritische Bewertung gegenüber Präsenzseminaren bis hin zur Analyse der Sinnhaftigkeit für spezifische Unternehmensgruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie E-Learning, KMU, betriebliche Weiterbildung, Computer Based Training, Web Based Training und Personalentwicklung charakterisieren.
Gibt es spezifische Unterschiede bei der Erfolgsüberprüfung zwischen KMU und Großunternehmen?
Ja, während KMU oft auf qualitative Mitarbeiterbeobachtung oder -befragung setzen, führen Großunternehmen häufiger formale Dokumentationen über Teilnehmerzahlen und Einsatzhäufigkeit durch, da dort eine größere Anonymität herrscht.
Warum bevorzugen viele KMU trotz E-Learning-Vorteilen oft eigene Lernprodukte?
Das Ergebnis der Studie deutet darauf hin, dass KMU häufig eigene Produkte entwickeln, vermutlich weil standardisierte Angebote auf dem Markt oft nicht den spezifischen Anforderungen entsprechen oder als zu teuer empfunden werden.
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- Bianca Faust (Author), 2001, Die Relevanz von E-Learning als Trend der betrieblichen Weiterbildung in kleineren und mittleren Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/247