1. Einleitung
Der Just Community - Ansatz von Lawrence Kohlberg ist eine demokratische Schulform, die auf deutsch übersetzt Schule der “Gerechten Gemeinschaft” bedeutet. Das Hauptziel dieses Ansatzes ist die Moralerziehung und ein entsprechendes soziales und moralisches Handeln der Schüler. Den Schülern soll Fairneß, Gerechtigkeit und Gemeinschaft verständlich gemacht werden. Auch soll in den Schulen, die sich auf den Just Community Ansatz beruhen, eine Weiterentweicklung der Schüler nach dem Stufenmodell von Kohlberg stattfinden. Die Schule soll zu einer Institution werden, in der man unter guten Umständen lernen und arbeiten kann.
Der Just Community Ansatz versucht ein Gleichgewicht zwischen Gerechtigkeit und Gemeinschaft zu erlangen. Die Schüler und Lehrer dieser demokratischen Schulform erarbeiten sich ihre eigenen Regeln und Normen durch moralische Diskussionen und demokratischen Entscheidungen gemeinsam und fühlen sich deshalb verantwortlich für das, was in der Gruppe passiert. Mit anderen Worten, sie stellen ihre eigenen Normen und Regeln auf und müssen so auch nach ihnen handeln. Die Lehrer haben die Aufgabe diese Entscheidungen und Diskussionen zu erleichtern und zu fördern, indem sie im Interesse der Gruppe z.B. Partei für eine bestimmte Meinung ergreifen. Die Lehrer haben das gleiche Stimmrecht wie alle anderen Mitglieder der Schule auch.
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2. HAUPTTEIL
2.1. Definition von Ethik und Moralentwicklung Um Lawrence Kohlberg und seine Theorie der Moralentwicklung zu verstehen, muß es einem erst klar werden was Moral und Ethik bedeutet. Für mich bezieht sich Moral auf das Einverständnis einer Gruppe ob eine Handlung richtig oder falsch ist. Ethik bezieht sich auf die Entscheidung eines Individuums, wie man in einer bestimmten Situation handelt.
Zu diesen beiden Begriffen habe ich in der Literatur folgende Definitionen gefunden:
Mo|ral [lat.-fr.] die; -, -en (Plural selten): 1. Gesamtheit von ethischsittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten in einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindllich akzeptiert werden. 2. (ohne Plural) Stimmung, Kampfgeist. 3. philosophische Lehre von der Sittlichkeit. 4. das sittliche Verhalten eines Einzelnen od. einer Gruppe. 5. (ohne Plural) lehrreiche Nutzanwendung. 1 Ethik [griech.], meist mit Moralphilosophie synonym gebrauchter Begriff für einen seit der Antike zentralen Bereich der Philosophie, der die Frage zu beantworten sucht, an welchen Werten und Normen, Zielen und Zwecken die Menschen ihr Handeln orientieren sollen. Gegenstand der Ethik ist das Bemühen, 1. den Geltungsanspruch der jeweiligen Moral auf Wohlbegründetheit zu überprüfen, 2. ein oberstes, vernünftiges Prinzip zu finden, womit die Werte, Normen und Ziele in ihrer Rangordnung beurteilt
1 Dudenverlag
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und gegebenenfalls neue einsehbar begründet werden können, 3. dadurch zur Verbesserung menschl. Zusammenlebens beizutragen. 2
2.2. Biographische Daten und Ansichten von Lawrence Kohlberg
Er wurde am 25. Oktober 1927 in Bronxville, New York, als Sohn einer reichen Familie, geboren. Obwohl er wohlhabend war, entschied er sich ein Segler zu werden; nach dem 2. Weltkrieg verhalf er Juden über die britische Blockaden von Palistinänsa zu schmuggeln.
1973 erkrankte er an einer tropischen Krankheit, bis 1987 war er in ärztlicher Behandlung. Am 17, Januar wurde er als vermißt gemeldet und wenig später in einem Wald, von Matsch beteckt, tot aufgefunden. Sein genaues Todesdatum ist unbekannt,
wahrscheinlich ist jedoch, daß er Selbstmord begannen hat. Viele Jahre seine Lebens verbrachte Lawrence Kohlberg um
herrauszufinden wie ein Individuum seine eigene Moral entwickelt. Für seine Doktorarbeit hat L. Kohlberg Nachforschungen über das Denken der Kinder über moralische Dilematta, angestellt. Seine Hypothese ist, daß die Entwicklung im kindlichen Denken in bestimmten Sequenzen abläuft und moralische Probleme die Kinder motiviert mehr Flexibilität im moralischen Denken z u entwickeln. L. Kohlberg verhalf die altersbezogenen Veränderungen kognitiver Entwicklung zu verdeutlichen.
2 Mayers Lexikonverlag
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Für L. Kohlberg ist moralische Urteilfähigkeit ein Schlüsselthema für Erziehung wie für Demokratie. Seiner Meinung nach entwickelt sich moralische Urteilfähigkeit nur durch die Bewältigung von Konflickten und Problemen in und mit der Schule, die ein Teil unserer Gesellschaft und unseres Lebens ist. Damit die Erziehung zu einem positiven Ergebnis fürt, sollte der Schüler demokratisch an dem Prozeß der Erziehung teilhaben. Lawrence Kohlberg war Führer auf dem Thema der Moralerziehung. Er war ein Psychologe, der sich auf Jean Piaget, unter dem er studierte, bezieht um die Veränderungen im moralischem Denken zu erforschen. Kohlberg war ein Professor und machte die meisten seiner Forschungsarbeiten an der Harvard Universität. 3
2.3. Unterschiede zwischen traditionellen und demokratischen Schulen
Die traditionelen Schulen haben eine hierarische Beziehung zwischen Schülern und Lehrern und innerhald der Lehrer. In großen öffentlichen Schulen besteht sogar eine äußerst bürokratische und zentralisierte Organisationsstruktur in denen die Schüler keine Entscheidungen treffen können. Da sie auf das Schulleben keinen Einfluß üben können, bekommen die Schüler das Gefühl nicht verantwortlich und untergeortnet zu sein. Auch haben sie keine gute oder freundschaftliche Beziehung zu ihren Lehrern. Jedes Mitglied einer traditionellen Schule hat eine bestimmte Funktion und einen
3 http://moon.pepperdine.edu/gsep/class/ethics/kohlberg/
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Arbeit zitieren:
Miriam Pohl, 1999, Ethik - Erziehung - Erziehungsschwierigkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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