Gliederung
Die Rolle der mexikanischen Maquiladoras innerhalb der NAFTA und der
Weltwirtschaft
Seite
1 Einleitung 1
2 Die mexikanischen Maquiladoras 1
2.1 Begriff und Entstehung 1
2.2 Entwicklung vor der Gründung der NAFTA 3
3 NAFTA 5
3.1 Allgemeine Informationen zur NAFTA 5
3.2 Entwicklung der Maquiladoras seit 1994 6
4 Die Rolle der Maquiladoras in der Weltwirtschaft 9
5 Kritische Bewertung der Maquiladoraindustrie 10
6 Fazit 11
II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung CUFTA Canadian US Free Trade Agreement d.h. das heißt ebd. ebenda INEF Institut für Entwicklung und Frieden der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg INEGI Instituto National de Estadistica, Geografia e Informatica Mfg Manufactoring Min Minimum Maq Maquiladora NAFTA North American Free Trade Agreement S. Seite vgl. vergleiche
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Die Rolle der mexikanischen Maquiladoras innerhalb NAFTA und Weltwirtschaft
Marc Schweizer Matrikel-Nr.: 2687337
1 Einleitung
In den letzten 40 Jahren haben die nordmexikanischen Grenzstädte einen starken wirtschaftlichen Aufschwung erfahren, so dass das einstige Armenhaus Mexikos mittlerweile die Hauptstadtregion an Wertschöpfung überholt hat. Hinter dieser dynamischen Entwicklung stehen nahezu ausschließlich die Maquiladoras; Betriebe, die (in aller Regel) ausländischen Firmen als verlängerte Werkbänke dienen und in denen für den Export bestimmte Produkte hergestellt werden. Diese Seminararbeit versucht, die Entwicklung der Maquiladoras aufzuzeigen, zunächst vor, anschließend nach Gründung der NAFTA, und deren Bedeutung für Nordamerika und die Weltwirtschaft darzustellen. Nach einer Gegenüberstellung positiver und negativer Aspekte der Maquiladoraindustrie wird die Arbeit schließlich durch ein kurzes Fazit abgeschlossen.
2 Die mexikanischen Maquiladoras
2.1 Begriff und Entstehung
Als Maquiladoras werden Betriebe bezeichnet, die das niedrige Lohnniveau in Mexiko nutzen, um arbeitsintensive Schritte des Wertschöpfungsprozesses kostengünstig durchführen zu können. Der Begriff leitet sich vom spanischen Wort maquila ab. Dabei handelte es sich früher um den Anteil an Mehl, den ein Müller als Lohn für seine Arbeit vom Bauern einbehielt, bevor er das nun veredelte Getreide zurückgab. Die Lohnveredlungsbetriebe Mexiko funktionieren nach dem gleichen Prinzip, indem Rohwaren vom Auftraggeber geliefert und nach erfolgter Weiterverarbeitung an diesen zurückgegeben werden (vgl. Fuchs (2001)). Die Entwicklung der Maquiladoraindustrie begann Mitte der 60er Jahre. Nachdem die USA 1964 das „programa bracero“, ein Abkommen zur Anwerbung von Erntehelfern und Saisonarbeitern und in der Landwirtschaft aufgekündigt hatten, strömten Hunderttausende von Gastarbeitern in die nördlichen Grenzstaaten Mexikos zurück, was dort zu hoher Arbeitslosigkeit führte. Um die Not zu lindern,
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Die Rolle der mexikanischen Maquiladoras innerhalb NAFTA und Weltwirtschaft
Marc Schweizer Matrikel-Nr.: 2687337
wurde 1965 von der mexikanischen Regierung (in Abstimmung mit der USamerikanischen Seite) daher das „border industrialisation program“ initiiert. Neben dem primären Ziel, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, hoffte Mexiko auf eine Verbesserung seiner negativen Handelsbilanz und durch die Qualifizierung von Arbeitkräften an einem Wissens- und Technologietransfer teilhaben zu können. Die USA versprachen sich eine Verringerung der illegalen Einwanderung aus dem südlichen Nachbarland und sahen Maquiladoras zugleich als Chance, zumindest die Standorte der vor- und nachgelagerten Fertigung im eigenen Land zu halten. Das Programm führte zur Einrichtung von Exportproduktionszonen, in denen ausländischen Konzernen die Möglichkeit eingeräumt wurde, Industriebetriebe zu gründen um so für den Export bestimmte Waren kostengünstig herzustellen. Eingeführte Vorprodukte und Produktionsanlagen wurden dafür ebenso von Zöllen und Steuern befreit, wie die exportierten Fertigprodukte. Zum Schutz der heimischen Wirtschaft war es den Herstellern ursprünglich jedoch nicht gestattet, ihre Erzeugnisse in Mexiko selbst abzusetzen. Dieses Angebot wurde (und wird) in erster Linie von US-Firmen genutzt, da Mexiko gegenüber den asiatischen Standorten den Vorteil der räumlichen Nähe zum amerikanischen Markt bietet und somit geringere Transportkosten anfallen (vgl.: Sommerhoff / Weber (1999); Nuhn (1994)).
Beim typischen Maquiladorabetrieb handelt es sich um eine Niederlassung eines ausländischen (in aller Regel US-amerikanischen) Konzerns. Dieser stellt die erforderlichen Produktionsanlagen zur Verfügung während die Tochtergesellschaft vor Ort das Personal auswählt. Die Leitung der Niederlassung liegt jedoch häufig in den Händen eines amerikanischen Managers der von der Unternehmenszentrale direkt bestellt wird. Neben diesem Grundtyp gibt es noch die weniger verbreitete Form der Vertragsproduktion. Dabei übernimmt ein unabhängiger
Maquiladorabetrieb im Auftrag eines ausländischen Unternehmens die Fertigung (vgl.: Fuchs (2001)).
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Arbeit zitieren:
Marc Schweizer, 2004, Die Rolle der mexikanischen Maquiladoras innerhalb der NAFTA und der Weltwirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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