INHALTSVERZEICHNIS
Seite
1. Einleitung 3
2. Die didaktische Analyse 4
2.1. Allgemeine Definition und Merkmale 4
2.2. Planungsarbeit des Lehrers 5
2.2.1. Voraussetzungen und Bedingungen für das Erstellen einer didaktischen 5
Analyse
2.2.2. Unterrichtsplanung als Prozess 6
3. Unterrichtsbeispiel „Kalifornischer Herbst“ 8
3.1. Zusammenfassung des Unterrichtsvorschlags 8
3.2. Betrachtung der Voraussetzungen und Bedingungen für das Erstellen einer 10
didaktischen Analyse im Unterrichtsbeispiel „Kalifornischer Herbst“
3.3. Betrachtung des Unterrichtsvorschlags in Hinblick auf Planung 11
3.4. Betrachtung des Unterrichtsvorschlags im Hinblick auf didaktische 13
Analyse
4. Zusammenfassung 14
2
1. Einleitung
In der folgenden Arbeit ist es Ziel die Planungsarbeit des Lehrers zur Unterrichts -vorbereitung für eine möglichst fruchtbare Vermittlung eines Unterrichtsgegenstandes zu beschreiben und anhand eines Beispiels zu analysieren. Anhand von Wolfgang Popps Darlegungen zur “Planung von Unterricht und didaktische Analyse“ 1 soll ein grundlegendes Schema zur Unterrichtsvorbereitung gezeigt werden. Da meiner Meinung nach Wolfgang Popps Ausführungen sehr allgemein und theoretisch gehalten sind, habe ich diese mit Wolfgang Klafkis 3 Ausarbeitungen zur didaktischen Analyse ergänzt, um ein möglichst umfassendes und anschauliches Konzept darlegen zu können. Außerdem wird anhand des dargelegten Planungskonzepts ein Unterrichtsbeispiel untersucht werden. Ich habe hierzu den Unterrichtsvorschlag von Klaus Tieke 3 zu Bertolt Brechts Gedicht „Kalifornischer Herbst“ für die Orientierungsstufe (5.-7. Schuljahr) aus der Zeitschrift „Praxis Deutsch“ ausgewählt. Dieser soll mit dem Konzept verglichen werden, inwieweit einzelne Elemente enthalten sind oder nicht beschrieben werden.
2. Die didaktische Analyse
2.1. Allgemeine Definition und Merkmale
Die Unterrichtsplanung ist der grundlegende Baustein einer
erfolgsversprechenden Vermittlung. Sie hat zur Aufgabe die „Wechselwirkung von Theorie und Praxis“ und „das Zusammenspiel von Erfahrungen und Besinnung“ 4 in Einklang zu bringen. Die Notwendigkeit einer möglichst komplexen Unterrichtsplanung liegt darin begründet, dass jede Unterrichtsstunde trotz exakter Vorbereitung „eine Fülle unvorhergesehener Möglichkeiten“ von „aufspringenden neuen Situationen, Impulsen und Schwierigkeiten“ in sich birgt. Somit ist die „Offenheit“ und Flexibilität des Lehrers gefordert. 5 Die Planung eines Unterrichtsgegenstandes oder einer Unterrichtseinheit lässt sich grob in zwei Aspekte unterteilen. Zum einen in die didaktische Analyse des Gegenstandes der Bildung mit der Fragestellung „Was möchte ich Vermitteln?“ und zum anderen in die didaktische Analyse der Methodik, mit der Fragestellung „Wie vermittele ich dies am Besten?“.
Hier wird deutlich, dass die Methodik („Wie?“) auf der Analyse des Gegenstandes an sich („Was?“) aufbaut, und folglich als zwei von einander getrennte, aber aufeinander aufbauende Schritte der Unterrichtsplanung zu betrachten sind. Die didaktische Analyse als Mittel der Unterrichtsplanung umfasst diese zwei aufeinander folgende Aspekte als Arbeitsschritte. Da sich die didaktische Analyse nach den „spezifischen, aktuellen Möglichkeiten und Qualifikationen der jeweiligen Lerngruppe“ 6 im Hinblick auf deren bisherigen Bildungsstand richtet, ist sie als „nicht statisch“ 7 zu charakterisieren. Außerdem richtet sie sich nicht akzentuiert oder „punktuell“ 8 auf den zu behandelnden Gegenstand, da sich die Möglichkeiten eine erfolgreiche Vermittlung zu gewährleisten in diesem Falle reduzieren. Sie sollte sich nicht ausschließlich auf Aspekte des Inhalts, der Vermittlung oder der Beziehungen beziehen 9 , da auch die individuelle Rolle des Vermittlers zu dem jeweiligen Gegenstand, die schicht- und altersspezifischen
Voraussetzungen der Schüler und ihre Wahrnehmungs- und Lernproblematiken 10 , sowie die Einflüsse der gegenwärtigen Umstände der Zeit, bei einer erfolgreichen Vermittlung eine Rolle spielen.
Betrachtet man diese Merkmale, wird schnell deutlich, dass die didaktische Analyse kein „für allemal feststehendes Ergebnis“ 11 birgt und von vielen sich verändernden Faktoren abhängt.
2.2. Planungsarbeit des Lehrers
2.2.1. Vorrausetzungen und Bedingungen für das Erstellen einer didaktischen Analyse
Wie bereits in den vorherigen Ausführungen deutlich wurde ist der erste Arbeitsschritt die Analyse des Unterrichtsgegenstandes. Da der Lehrer nicht freie Hand bei der Auswahl hat, sondern vom Le hrplan abhängig ist, gilt es diesen als erstes zu betrachten. Die Themenauswahl sind als Bildungsinhalte zu verstehen und müssen unter der Fragestellung: „Warum wurde dies in den Lehrplan aufgenommen?“, nachvollzogen werden. 12
Bei der Planung eines konkreten Unterrichtsgegenstandes ist es wichtig, dass der Lehrer sich selbst befragt, unter welcher „individuellen Disposition“ 13 man an den Gegenstand heran gehen könnte. „Wo werden individuelle/familiäre Erfahrungen geweckt?“ 14 oder „Wo liegen eigene Interessen zu diesem Thema/Gegenstand vor?“ 15 , könnten mögliche Fragen lauten, die der Lehrer sich stellen sollte. Der Vermittler sollte sich selbst noch einmal in das (wahrscheinlich bereits bekannte) Thema hineindenken, denn der Erfolg einer Vermittlung hängt auch stark von der Position des Vermittlers zu dem Gegenstand/Thema ab. Außerdem sollte er sich seine Erfahrungen sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf schulspezifischer Ebene zu diesem Thema ins Gedächtnis rufen 16 . Mit anderen Worten ist die Besinnung auf Erfahrungen und Wissen zu diesem Thema, Text oder Gedicht und auf Erfahrungen und Wissen zur Didaktik in diesem Themenkreis sowie auf bestehende didaktische Analysen zu diesem Thema ein
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Daphne Bruland, 2001, Die didaktische Analyse als notwendiges Mittel der erfolgsversprechenden Unterrichtsvorbereitung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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