Inhaltsangabe
1 DIE OBERSCHWABEN KLINIK gGmbH 1
1.1 DAS KRANKENHAUS ST. ELISABETH 2
1.2 DIE ANÄSTHESIEABTEILUNG DES KRANKENHAUSES ST. ELISABETH 3
2 SCHLÜSSELPROZESS: ANÄSTHESIOLOGISCHE VERSORGUNG EINES ZU
OPERIERENDEN PATIENTEN 4
2.1 ZIELE DES PROZESSES 4
2.2 MESSGRÖSSEN FÜR ERFOLG DES PROZESSES 4
2.3 BESCHREIBUNG DES PROZESSES 4
TEILPROZESS P1 5
TEILPROZESS P2 5
TEILPROZESS P3 5
TEILPROZESS P4 6
TEILPROZESS P5 6
TEILPROZESS P6 6
TEILPROZESS P7 7
TEILPROZESS P8 7
TEILPROZESS P9 8
TEILPROZESS P10 8
TEILPROZESS P11 8
TEILPROZESS P12 9
TEILPROZESS P13 9
TEILPROZESS P14 9
TEILPROZESS P15 9
2.4 FLUSSDIAGRAMM 10
Matthias Schall 1
1 Die Oberschwaben Klinik gGmbH
Unter dem Namen Oberschwaben Klinik gGmbH (OSK) firmiert die 1997 gegründete g emeinnützige Betriebsträgergesellschaft. Bisher einzigartig in der Bundesrepublik ist dieser Krankenhausverbund, der erstmals Krankenhäuser aus kirchlicher und kommunaler Träge rschaft zu einer gemeinnütziger Betriebsgesellschaft vereint. Die Grundsätze der Oberschwaben Klinik orientieren sich an dem christlichen Menschenbild: Die Würde des Menschen ist unverletzlich. Der Mensch wird als Einheit aus Leib und Seele betrachtet.
Zur Gesellschaft gehören die Ravensburger Krankenhäuser St. Elisabeth mit der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin St. Nikolaus, das Heilig- Geist-Spital, sowie die ehemaligen Kreiskrankenhäuser in Bad Waldsee, Wangen, Leutkirch und Isny.
Der Oberschwabenklinik gGmbH obliegt ihr Gesellschafterauftrag: „Gesellschaftszweck ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, die Förderung der Wohlfahrtspflege, die Unterstützung von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Ge-sundheits- und Sozialbereich. In diesem Rahmen ist der Zweck der Gesellschaft insbesondere die bedarfsgerechte, flächendeckende Versorgung der Bevölkerung des Landkreises Ravensburg mit leistungsfähigen, wirtschaftlich gesicherten Krankenhäuser als auch die medizinisch zweckmäßige und ausreichende Versorgung der in diesen Krankenhäuser behandelten Patienten. Der Gesellschaftszweck wird durch den Betrieb von Einrichtungen der Gesundheits-versorgung und ergänzenden Einrichtungen verwirklicht, wie z.B. die geriatrische und ambulante Rehabilitation, sowie ambulante Pflege von Patienten.“
Die Oberschwabenklinik befindet sich auf Wachstumskurs und ist mit über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region. Insgesamt verfügt die Oberschwabenklinik über 1.194 Betten, hiervon sind am:
- Krankenhaus St. Elisabeth (Krankenhaus der Zentralversorgung) 622 Betten
- Krankenhaus Wangen (Krankenhaus der Regelversorgung) 237 Betten
- Krankenhaus Bad Waldsee (Krankenhaus der Grundversorgung) 90 Betten
Matthias Schall 2
- Krankenhaus Leutkirch (Krankenhaus der Grundversorgung) 90 Betten
- Krankenhaus Isny (Krankenhaus der Grundversorgung) 91 Betten
- Heilig-Geist-Spital (Geriatrische Rehabilitation, Kurzzeitchirurgie) 64 Betten
Trotz Bettenabbau seit Gründung der Oberschwaben Klinik gGmbH versorgt diese mehr Patienten denn je. Die Tendenz ist nach wie vor steigend: Waren es im Jahre 1997 noch rund 40.000, so wurden 2001 über 44.000 Patienten versorgt. Parallel dazu entwickelten sich auch die Anzahl der Eingriffe. Klinikweit wurden im Jahr 2001 20.436 Operationen durchgeführt, das sind rund 500 Eingriffe mehr als im Vorjahr.
1.1 Das Krankenhaus St. Elisabeth
Das „Elisabethenkrankenhaus“ (EK) ist das Zentralkrankenhaus der Region Oberschwaben und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm. Das Einzugsgebiet erstreckt sich vom Bodensee bis Ulm, vom Allgäu bis hin auf die Schwäbische Alb. Mit 622 Betten ist es nicht nur das größte Krankenhaus Oberschwabens, sondern auch das größte Krankenhaus innerhalb des Klinikverbundes der Oberschwaben Klinik. Als Krankenhaus der Zentralve r-sorgung hat das EK einen umfassenden Versorgungsauftrag.
Das große Leistungsspektrum umfasst 15 medizinische Fachbereiche: 12 Fachabteilungen des Krankenhauses - darunter die Anästhesieabteilung - und drei Belegärzte:
- Allgemeine Chirurgie (Visceralchirurgie)
- Gefäss- und Thoraxchirurgie
- Neurochirurgie
- Unfallchirurgie (Orthopädie)
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Innere Medizin
- Kardiologie
- Neurologie
Matthias Schall 3
- Strahlentherapie
- Pädiatrie
- Anästhesie
- Urologie
- Plastische Chirurgie (Belegabteilung)
- Mund-/Kiefer-/Gesichtschirurgie (Belegabteilung)
- Hals-/Nasen-/Ohren-Abteilung (Belegabteilung)
1.2 Die Anästhesieabteilung des Krankenhauses St. Elisabeth
Die Anästhesieabteilung des Krankenhaus St. Elisabeth stellt mit seinen 24 Ärzten, darunter ein Chefarzt, sechs Oberärzte, 15 Fachärzte und Assistenzärzte, sowie zwei Ärzte im Praktikum die größte Fachabteilung des Krankenhauses. Ihr obliegt die anästhesiologische Versorgung der 16 Operations säle und die Leitung der anästhesiologischen/operativen Intensivstation mit 12 Beatumungsplätzen im Hause. Des Weiteren wird eine Schmerzambulanz, sowie eine Eigenblutambulanz von der Abteilung betrieben.
Die hierarchische Struktur der Abteilung stellt sich, wie häufig noch in Krankenhäuser anzutreffen, klassisch, autoritär dar. Einzelne Verantwortungsbereiche werden vom Chefarzt an die einzelnen Oberärzte delegiert. So obliegt die Aufsicht der Bereiche Intensivstation, der Eigenblut-/Schmerz-/Prämediktationsambulanz mit Aufwachraum je einem Oberarzt und die Aufsicht über die laufenden Anästhesieeingriffe während den Operationen zwei weiteren Oberärzten. Unter der Oberärzteschaft herrscht ein eher kooperativer Führungsstil. Für die einzelnen Prämedikationsgespräche und die darauf folgenden Anästhesien zeigen sich die zuständigen Fach- bzw. Assistenzärzte selbst verantwortlich. Der Umgang unter den Fach- und Assistenzärzten ist hauptsächlich durch Fachkompetenz geprägt.
Die ärztliche Arbeit wird auf der anästhesiologischen Intensivstation durch 33 Fachkpflegekräfte, arbeitend im Drei-Schicht-System, unterstützt. Alle grund- und behandlungspflegerischen Tätigkeiten wird von diesem Team durchgeführt. Der Ablauf der Anästhesien zur Durchführung der operativen Eingriffe wird durch ein Pflegeteam, bestehend aus 16 Anästhesiefachpflegekräfte, unterstützt. Diesem Team obliegt auch Vor- und Nachbereitung der anä s- thesiologischen Arbeitsplätze. Ebenfalls wird der Aufwachraum, der zur Überwachung post-
Arbeit zitieren:
Matthias Schall, 2002, Schlüsselprozess einer Anästhesieabteilung, München, GRIN Verlag GmbH
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