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Das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur von L. Cherubini

Title: Das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur von L. Cherubini

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl.-Kapellmeister, Dipl.-Konzertsolist, Dipl.-A-Kirchenmusiker Thomas Frank (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Maria Luigi Zenobio Carlo Salvatore Cherubini wurde am 14. September 1760 in Florenz geboren und starb am 15. März 1842 in Paris. Getauft wurde er einen Tag nach seiner Geburt in der Basilika St. Johann-Baptist in Florenz. Interessant ist, so berichtet Bellasis, dass Cherubini das Datum seines eigenen Geburtstags für einen Artikel eines Musiklexikons selbst unrichtig angab. Dort ist als Geburtstag der 8. September verzeichnet. Castil-Blaze, der Verfasser eines Dictionnaire de la Conversation, erklärt diesen Fehler damit, dass der Geburtstag der 8. September und der Tauftag schließlich der 14. September 1760 gewesen sei. Dieser Irrtum verwirrte die Musikwissenschaft der folgenden Generationen, so dass in der Literatur verschiedene Daten des Geburtstages, sogar verschiedene Geburtsjahre zu finden sind.

Bellasis weist darauf hin, dass der Geburts- und Tauftag eindeutig seien, da beide durch offizielle Zeugnisse (Tauf- und Geburtsurkunde) der Stadt Florenz belegt sind. Hohenemser weist am Anfang seines Buches über Cherubini darauf hin, dass „vielleicht kein anderer Meister seinem Biographen die Arbeit in gewissen Beziehungen so leicht gemacht habe wie Cherubini, dank seiner überaus großen Ordnungsliebe und Genauigkeit, die bei einem genialen Künstler anzutreffen uns besonders wohltut, die aber freilich andererseits auch an Pedanterie grenzten“.

In seiner Lebenszeit konnte Cherubini zwei Epochen der Musikgeschichte, die Klassik und die frühe Romantik, miterleben. Zahlreiche große Komponisten wie Johannes Brahms, Carl-Maria von Weber, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Richard Wagner äußerten sich voll Lobes über Cherubini. Auch einer seiner Widersacher, Hector Berlioz, vermochte ihm sein Können nicht abzusprechen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Biographisches

Cherubini und das Streichquartett

Das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur

1. Satz: Einleitung - Adagio

1. Satz: Allegro agitato

2. Satz: Larghetto sans lenteur

3. Satz: Scherzo - Allegretto moderato

4. Satz: Finale - Allegro affettuoso

Literaturnachweis und Anlagen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur von Luigi Cherubini, einem Komponisten, der an der Schwelle zwischen Klassik und Romantik steht. Ziel ist es, die spezifische musikalische Sprache Cherubinis innerhalb der Gattung des Streichquartetts zu analysieren und sein Werk in den Kontext der zeitgenössischen Traditionen sowie seiner persönlichen Entwicklung einzuordnen.

  • Biographische Einordnung von Luigi Cherubini und sein Stellenwert in der Musikgeschichte
  • Die Entwicklung des Streichquartetts und Cherubinis individuelle Herangehensweise
  • Strukturelle und harmonische Analyse der vier Sätze des Es-Dur-Quartetts
  • Vergleichende Betrachtung von Einflüssen aus der Wiener Klassik und französischen Traditionen

Auszug aus dem Buch

Das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur

Im Jahre 1838 lesen wir in Neue Zeitschrift für Musik (Leipzig): „Wir schlossen mit dem ersten der schon seit geraumer Zeit erschienenen Quartette von Cherubini, über die sich selbst unter guten Musikern Meinungszwiespalt erhob. Er betrifft wohl nicht die Frage, ob diese Arbeiten von einem Meister der Kunst herrühren, worüber kein Zweifel aufkommen kann, sondern ob das der rechte Quartettstil, den wir lieben, den wir als mustergültig anerkannt haben. Man hat sich einmal an die Art der drei bekannten deutschen Meister gewöhnt, und in gerechter Anerkennung auch Onslow und zuletzt auch Mendelssohn, als die Spuren jener verfolgend, in den Kreis aufgenommen.

Jetzt kömmt nun Cherubini, ein in der höchsten Kunstaristokratie und in seinen eigenen Kunstansichten ergrauter Künstler, der noch jetzt im höchsten Alter als Harmoniker der Mitwelt der überlegenste, der feine, gelehrte, interessante Italiener, dem in seiner strengen Abgeschlossenheit und Charakterstärke ich manchmal Dante vergleichen möchte. Gesteh ich, dass auch mich, als ich dieses Quartett zum ersten Mal hörte, namentlich nach den ersten zwei Sätzen ein großes Unbehagen überfiel; das war nicht das Erwartete, vieles schien mir zu opernmäßig überladen, anderes wieder kleinlich, leer, und eigensinnig; es mochte bei mir die Ungeduld der Jugend sein, die den Sinn in den oft wunderlichen Reden des Greises nicht gleich zu deuten wusste; denn andererseits spürte ich freilich den gebietenden Meister, und zwar bis in die Fußspitzen hinab. Dann folgten aber das Scherzo mit seinem schwärmerischen spanischen Thema, das außerordentliche Trio und zuletzt das Finale, das wie ein Diamant, wie man es wendet, nach allen Seiten Funken wirft, und nun war kein Zweifel, wer das Quartett geschrieben und ob es seines Meisters würdig.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Biographisches: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Cherubinis Leben, seine Ausbildung und seine wechselhafte Rezeption durch Zeitgenossen und nachfolgende Generationen.

Cherubini und das Streichquartett: Hier wird die historische Einordnung der Gattung sowie der Kontext von Cherubinis spätem Hinwenden zur Kammermusik in Paris beleuchtet.

Das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur: Eine detaillierte musiktheoretische Analyse, die die formale Gestaltung und die spezifischen Charakteristika des Werkes Satz für Satz durchleuchtet.

1. Satz: Einleitung - Adagio: Analyse der Adagio-Einleitung hinsichtlich ihrer harmonischen Kühnheit und ihrer Funktion als überleitendes Element.

1. Satz: Allegro agitato: Untersuchung der Sonatenhauptsatzform, der thematischen Gegensätze und der Funktion der Durchführung in diesem Satz.

2. Satz: Larghetto sans lenteur: Betrachtung der Variationsform und der formalen Geschlossenheit dieses langsamen Satzes.

3. Satz: Scherzo - Allegretto moderato: Analyse der Struktur des Scherzos, insbesondere des spanischen Kolorits und der Rolle des Trios.

4. Satz: Finale - Allegro affettuoso: Diskussion über die formale Ambivalenz zwischen Rondo und Sonatenhauptsatzform (Sonatenrondo).

Literaturnachweis und Anlagen: Zusammenstellung der verwendeten Quellen, wissenschaftlichen Literatur und Angaben zu den Notenausgaben.

Schlüsselwörter

Luigi Cherubini, Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur, Wiener Klassik, Kammermusik, Musikgeschichte, Sonatenhauptsatzform, Variationsform, Scherzo, Harmonik, Musiktheorie, Romantik, 19. Jahrhundert, Oper, Kontrapunkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem ersten Streichquartett in Es-Dur von Luigi Cherubini und analysiert dessen musikalisches Profil sowie seine Bedeutung im kammermusikalischen Schaffen des Komponisten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Biographie Cherubinis, die Genese seiner Quartettkompositionen, die formale Struktur des Es-Dur-Quartetts und die Rezeptionsgeschichte des Werkes.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Cherubini sich als ausgebildeter Opernkomponist der anspruchsvollen Form des Streichquartetts näherte und dabei eine eigenständige ästhetische Sprache entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer musiktheoretischen Werkanalyse, ergänzt durch historische Quellenstudien und den Vergleich mit zeitgenössischen Vorbildern und Biographien.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine eingehende Analyse jedes der vier Sätze des Quartetts, unter besonderer Berücksichtigung der harmonischen und formalen Besonderheiten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Cherubini, Streichquartett, formale Analyse, harmonische Kühnheit und das Spannungsfeld zwischen Klassik und Romantik.

Welchen Einfluss hatte Robert Schumann auf die Rezeption des Werkes?

Robert Schumann lobte insbesondere das Scherzo des Es-Dur-Quartetts, was maßgeblich dazu beitrug, dass dieses Werk im 19. Jahrhundert zu Cherubinis meistgespieltem Quartett wurde.

Warum wird im Finale des Werkes von einer Mischform gesprochen?

Die Musikwissenschaft ist uneins, ob das Finale ein Sonatenhauptsatz oder ein Rondo ist; daher wird es als Sonatenrondo bezeichnet, da es Elemente beider Formen vereint.

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Details

Title
Das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur von L. Cherubini
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Musikwissenschaftiches Institut)
Grade
2,3
Author
Dipl.-Kapellmeister, Dipl.-Konzertsolist, Dipl.-A-Kirchenmusiker Thomas Frank (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V24907
ISBN (eBook)
9783638276702
ISBN (Book)
9783668268586
Language
German
Tags
Streichquartett Es-Dur Cherubini
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kapellmeister, Dipl.-Konzertsolist, Dipl.-A-Kirchenmusiker Thomas Frank (Author), 2003, Das Streichquartett Nr. 1 in Es-Dur von L. Cherubini, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24907
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