Inhaltsverzeichnis____________________________________________ I
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
EINLEITUNG 1
HAUPTTEIL 4
1. Sport und Gesundheit 4
1.1 Das Verhältnis von Sport zu Gesundheit 4
1.2 Gesundheitssport: Definition und Ziele 15
2. Gesundheitliche Situation von Kindern und
Jugendlichen heute 22
2.1 Entwicklung und gegenwärtige Situation 22
2.2 Einflussfaktoren auf die gesundheitliche Situation 26
2.3 Die Ernährungssituation 28
2.4 Schwerpunkt Bewegung 31
3. Adipositas 35
3.1 Definition und Klassifikation von Adipositas 35
3.2 Eine historische Betrachtung 40
3.3 Die Fettzelle 41
3.4 Prävalenz von Adipositas 42
3.5 Bedingungsfaktoren von Adipositas 44
Inhaltsverzeichnis II
3.6 Folgen von Adipositas 49
3.6.1 Folgen für das Individuum 49
3.6.2 Folgen für die Gesellschaft 52
4. Adipositas im Kindes- und Jugendalter 53
4.1 Bestimmung und Diagnostik von Adipositas im
Kindes- und Jugendalter 53
4.2 Prävalenz von Adipositas im Kindes- und Jugendalter 56
4.3 Ätiologie kindlicher und juveniler Adipositas 58
4.3.1 Genetische Faktoren 59
4.3.2 Ungünstiges Essverhalten 60
4.3.3 Bewegungsmangel 63
4.4 Folgen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter 64
4.4.1 Physische Folgen 64
4.4.2 Psychische Folgen 66
5. Präventions- und Therapieansätze bei
Adipositas im Kindes- und Jugendalter 69
5.1 Relevanz und Ziele von Prävention und Therapie
bei Adipositas im Kindes- und Jugendalter 69
5.2 Behandlungsstrategie oder Therapiebausteine 74
5.2.1 Änderung des Ernährungsverhaltens 74
5.2.2 Verhaltensmodifikation 77
5.2.3 Bewegungstherapie 82
5.2.4 Prävention 84
5.2.5 Multimodale Ansätze 85
Inhaltsverzeichnis III
6. Vorhandene Konzepte zur Prävention und
Therapie von Adipositas im
Kindes- und Jugendalter 87
6.1 FITOC - Das Freiburger Behandlungsprogramm 87
6.2 Ergebnisse 91
6.3 Informationen zu weiteren Programmen 92
SCHLUSSBEMERKUNG V
LITERATURVERZEICHNIS VII
Abbildungsverzeichnis IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1 : Mögliche Wirkweisen der körperlichen Aktivität 12
Abbildung 2 : Fettverteilungsmuster 39
Abbildung 3 : BMI-Klassen im internationalen Vergleich 43
Abbildung 4 : Perzentilen für den BMI von Jungen und Mädchen 54
Abbildung 5 : Persistenz des BMI 57
Abbildung 6 : Verhältnis von Entstehung und Aufrechterhaltung
von Adipositas 64
Einleitung 1
„Junge Schüler leiden psychisch mehr - Dicke Portionen in Amerika“
(Die Zeit 29.08.02)
Diese und ähnliche Schlagzeilen schmücken Titelseiten von aktuellen Zeitschriften und Internetpräsenzen.
Sie zeigen auf, dass Gesundheit in speziellen Facetten wie Ernährung und Bewegung in unserer Gesellschaft zu einem bedeutenden Thema geworden ist. Besonders das äußere Erscheinungsbild des Menschen, was für viele das Spiegelbild des gesundheitlichen Zustand darstellt, ist seit längerem ein aktuelles Thema.
Speziell die Problemfaktoren, die auf die Gesundheit der Menschen, besonders auf die der Kinder und Jugendlichen einwirken, beschäftigen viele Menschen - insbesondere die Familien - und sind ein Grund, um sich näher damit auseinander zu setzen.
Die vorliegende Arbeit konzentriert sich deshalb auf ein aktuelles Problem der westlichen Gesellschaft, das Problem des Übergewichtes, das besonders bei Kindern und Jugendlichen zunehmend auftritt. Übergewicht hat nicht nur physiologische Auswirkungen, die sich im Laufe der Zeit bemerkbar machen, sondern auch psychische Folgen. Sportlichkeit, Leistungsfähigkeit und eine schlanke Figur sind für viele Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen dominierende Wertvorstellungen und Lebensinhalte geworden. Übergewichtige ernten häufig den Spott ihres
Einleitung 2
Umfeldes, wodurch das Leben oft zur „Hölle“ werden kann (vgl. Korsten-Reck, 2001).
Wo liegen die Ursachen für Übergewicht? Was kann dagegen unternommen werden?
Auf Grund der zunehmenden Bedeutung der Thematik ist es notwendig, die oben aufgeworfenen und andere Fragen, die sich im Zusammenhang ergeben, zu beantworten.
Ziel dieser Arbeit ist, die Ursachen sowie die Möglichkeiten zur Prävention und Therapie von Übergewicht - speziell von Adipositas im Kindes- und Jugendalter - herauszustellen. Des Weiteren wird der Zusammenhang zwischen Sport und Gesundheit kommentiert, denn dem Sport kommt in der Therapie und Prävention bei Adipositas eine besondere Bedeutung zu. Deshalb lautet das Thema dieser Arbeit:
Adipositas und Sport - Möglichkeiten zur Prävention und Therapie von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen
Das erste Kapitel der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit der Definition der Begriffe Sport und Gesundheit sowie deren enger Verbindung mitein-ander. Dieser allgemeine Teil thematisiert die Motive, die Menschen unserer Gesellschaft zum Sporttreiben anregen und geht insbesondere auf den Zusammenhang zwischen Sporttreiben und dem Aufrechterhalten der Ge-sundheit ein.
Die gesundheitliche Situation der heutigen Kinder und Jugendlichen wird im zweiten Kapitel bearbeitet. Hier wird insbesondere auf die verschiedenen Einflüsse der kindlichen und juvenilen Gesundheit sowie einige mögliche Folgen dieser Gesundheitseinflüsse eingegangen. Eine vermehrt auftretende Folge ist das Übergewicht.
Einleitung 3
Die Bezeichnung „Adipositas“ steht für extremes Übergewicht. Im dritten Kapitel wird ein Basiswissen über die Adipositas vermittelt, das wichtig für das Verständnis der folgenden Kapitel ist.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Betrachtung der Adipositas im Kindes- und Jugendalter mit den Ursachen und Folgen, die in Kapitel vier ausführlich thematisiert werden.
Dabei sind die therapeutischen Maßnahmen für kindliche und juvenile Adipositas, in Verbindung mit ihrer Relevanz und ihren Zielen besonders wichtig, was Thema des fünften Kapitels ist. Es wird speziell auf bewegungstherapeutische Maßnahmen, aber auch auf Ernährung und Verhalten eingegangen.
Nach dieser Betrachtung möglicher therapeutischer Maßnahmen wird im sechsten Kapitel ein Konzept zur Therapie von Adipositas im Kindes- und Jugendalter vorgestellt.
Die vorliegende Ausarbeitung soll ein Beitrag dazu sein, das Ausmaß und die Folgen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter bewusst zu machen. Es soll besonders auf die Bedeutung von Sport und Bewegung für Kinder und Jugendliche, in Zusammenhang mit dieser immer häufiger auftreten- den Zivilisationskrankheit aufmerksam gemacht werden.
Sport und Gesundheit 4
HAUPTTEIL
1. Sport und Gesundheit
1.1 Das Verhältnis von Sport zu Gesundheit
Begriffe wie Gesundheit, Wellness, Erleben, Fitness und Sportlichkeit sind in aller Munde und werden häufig in den Medien thematisiert. Der Begriff „Wellness“, der soviel wie „Gesundheit und Fitness durch wohltuende körperliche Betätigung und gesunde Lebensführung“ (Wahrig, 1999, S. 999) bedeutet, nimmt dabei mittlerweile eine dominante Rolle in unserer Gesellschaft ein.
In dieser Definition von Wellness taucht der Begriff „Gesundheit“ mehrfach auf. Er wird in der Medizin als das „[...] normale Verhalten, Aussehen und Befinden; d. h. das subjektive Fehlen körperlicher und seelischer Störungen bzw. die Nichtnachweisbarkeit entsprechender krankhafter Veränderungen“ (Roche, 1984) definiert. Gesundheit ist also in gewisser Hinsicht über nicht krank sein definiert und mit subjektivem Wohlbefinden assoziiert. In der Medizin muss die Gesundheit eines Menschen nachgewiesen werden, indem man den Nachweis einer nicht vorhandenen Krankheit erbringt. Die Pathogenese ist ein gesundheitsdefinitorischer Ansatz, der die Entwicklung und die Ursache von Krankheit untersucht. Der Begriff steht für die Abwendung von Risikofaktoren und Krankheitsfaktoren, die in epidemiologischen Studien aufgedeckt werden. Risikofaktoren zeigen die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer späteren Folgeerkrankung an, können jedoch keinen kausalen Zusammenhang festlegen, da nur kein wissenschaftlicher Beleg dafür existiert.
Die Konzentration der Gesundheitserziehung auf die Verringerung von Ri- sikofaktoren erfolgt also über den wahrscheinlichen Zusammenhang eines
Sport und Gesundheit 5
Risikofaktors und einer möglichen Erkrankung als dessen Folge. Dieser wahrscheinliche Zusammenhang reicht aber als Grund für Gesundheitserziehung nicht aus. Er kann eher zu emotionalen Blockaden, Aggressionen sowie Desinteresse und Abstumpfung gegenüber beabsichtigten Maßnahmen der Gesundheitserziehung führen.
Der Begriff „Gesundheit“ wird in unserer Gesellschaft vielschichtig eingesetzt und aufgefasst. Die unten aufgeführten Zitate zeigen, wie unterschiedlich der Begriff Gesundheit verstanden wird:
[...] Gesundheit ist ein Zustand, in dem sich Lebewesen befinden, wenn all ihre Organe ungestört tätig sind und optimal leistungsfähig funktionieren, im Sinne einer effektiven Erfüllung ihrer Aufgaben. (vgl. Parsons, 1967, in: Troschke, in: Hurrelmann & Laaser (Hrsg.), 1993, S. 156)
[...] Im Namen der Gesundheit essen Kinder Spinat, benutzen Erwachsene Kondome und verübten Angehörige von „Gesundheitsberufen“ im Unrechtsstaat des Dritten Reichs die größten Verbrechen. (Alexa Franke, zit. nach Schiffer, 2001, S. 36)
[...] Gesundheit bedeutet - lieben und arbeiten zu können. (Sig-mund Freud)
Unter dem Begriff „Gesundheit“ wird heutzutage jedoch nicht mehr nur die Abwesenheit von Krankheit verstanden.
Antonovsky 1 bezog sich 1979 in seinen Forschungen auf die folgende Sichtweise von Gesundheit: „[...] Gesundheit ist der Zustand völligen physisch- psychisch- sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen“ (WHO 2 , 1946, in: Paletta, 2001, S. 47). Der gesundheitliche Zustand eines Individuums wird, laut diesem Verständnis von Gesundheit, über das subjektive Wohlbefinden definiert, das wie eine Art Richtschnur funktioniert.
1 Aaron Antonovsky, 1923 - 1994. Ph. D. in Soziologie. Lebte in Israel.
2 WHO ist die World Health Organisation
Sport und Gesundheit 6
Die wesentlichen Ansatzpunkte dieses Gesundheitsverständnisses sind nicht Fragen wie: „Wie kann ich eine Entwicklung der Krankheit verhindern?“, sondern: „Wie bleiben Menschen gesund, bzw. wie können ge-sunderhaltende Faktoren verstärkt werden?“
Dieses neue Gesundheitsverständnis tendiert also nicht nur, wie bei der Pathogenese zur Abwendung von Risiko und Krankheit. Es weist darüber hinaus im Sinne einer Schutzfunktion auf eine Weiterentwicklung und Verbesserung einer nie ganz vollkommenen Gesundheit. Diese Ansicht zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden, die von Antonovski entwickelt wurde, nennt man Salutogenese. Gesundheit wird in diesem salutogenetischen Ansatz von Antonovski als Balancezustand des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens verstanden. Dieser Balancezustand wird durch bestimmte Ressourcen, salutogene Faktoren, ermöglicht. Mit solchen Faktoren sind Verstehbarkeit, Bewältigbarkeit und Sinnhaftigkeit gemeint, die von Antonovski als Kohärenzsinn 3 bezeichnet wurden.
Es vollzog sich also ein Perspektivenwechsel von Pathogenese zu Salutogenese. Als einem positiv bestimmten Gesundheitsbegriff sollten nicht mehr die Erscheinungsbilder und Ursachen von Krankheit im Fokus stehen, sondern die Erscheinungsbilder und Ursachen von Gesundheit.
Durch die Charta der WHO in Ottawa 1986 wurde dieses positive Verständnis von Gesundheit in den Vordergrund gestellt: „Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen“ (WHO, 1986). Dadurch wurde ein Anstoß zur Verlagerung von einem gesundheitsprob-lemorientierten medizinischen Ansatz hin zu einem Ansatz der Gesundheitsförderung gegeben. Es erfolgte gleichzeitig ein Wandel von einem selbstbezogenen zu einem situationsbezogenen Gesundheitsverständnis,
3 Zusammenhängender Sinn.
Sport und Gesundheit 7
d. h. von einem statischen zu einem dynamischen Gesundheitsverständnis (vgl. Paletta, 2001).
Dieses dynamische Gesundheitsverständnis steht für die Balance zwischen Körper und Selbst bzw. zwischen sozialer Lebenswelt und Umwelt. Ein stabiles Selbstwertgefühl, ein positives Verhältnis zum eigenen Körper, Freundschaft, soziale Beziehungen und eine intakte Umwelt zählen zu den Bestandteilen dieses neuen Gesundheitsverständnisses. Die Gesundheit soll immer im Lebenskontext und zusammenhängend mit den Lebensumständen der jeweiligen Person betrachtet werden. Man zielt also in Richtung eines umfassenden subjektiven Wohlbefindens sowie auf Verhalten und Verhältnisse, die zu diesem Wohlbefinden beitragen. Der individuelle Gesundheitszustand sollte entsprechend diesen Gesundheitsverständnisses immer zu fördern versucht werden.
Von Bös und Brehm werden diese Ziele der Gesundheitsförderung in drei Begriffen zusammengefasst:
• Die Gesundheitswirkungen stehen für die systematische Stärkung der Gesundheitsressourcen, der Minderung von Risikofaktoren und einer effektiven Bewältigung von Beschwerden.
• Das Gesundheitsverhalten steht für die zu entwickelnde Fähigkeit, selbst Kontrolle über die Gesundheit auszuüben.
• Als Drittes nennen Bös und Brehm das Schaffen gesunder Verhältnisse, womit die Optimierung der Umweltbedingungen gemeint ist (vgl. Bös, Brehm, Opper & Saam, 2002).
In den bisherigen Ausführungen wurde Gesundheit immer unter der Frage „Was ist Gesundheit?“ als definierbare Leistungsfähigkeit oder auch als persönlich variables Wohlbefinden verstanden. Prohl versteht Gesundheit nicht nur als anzusteuerndes Handlungsziel, sondern als eine Perspektive mit einem „[...] Potential zur Bewältigung von Umweltanforderungen“ (Prohl, 1999, S. 170). Gesundheitsförderung soll demnach Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Le-
Sport und Gesundheit 8
bensumstände ermöglichen und sie befähigen, ihre Gesundheitsressourcen zu stärken.
Mit Gesundheitsressourcen bezeichnet man solche Faktoren, die Menschen in die Lage versetzen, auf bestimmte, gesundheitliche Anforderungen mit einer hohen Leistungs- und Widerstandsfähigkeit zu reagieren. Außerdem soll dem Individuum ermöglicht werden, durch diese Faktoren soziale Einbindung sowie das subjektive Befinden selbst zu regulieren. Dabei gilt es, gesunde Verhältnisse wie ein intaktes soziales Umfeld sowie Verhaltensweisen wie ausreichende Hygiene, Bewegung und Ernährung für die Stärkung der physischen, psychischen und sozialen Ressourcen zu schaffen. Vereinfacht ausgedrückt sind damit Faktoren gemeint, die den Menschen befähigen, sich gesund zu erhalten (vgl. Brehm, Pahmeier & Tiemann, 2001).
Auch die Gesundheitspsychologie billigt dem Sport durch die Stärkung der Gesundheitsressourcen eine solche gesundheitlich „protektive“ Wirkung zu (vgl. Harris, 1980; Schwarzer, 1992).
Die WHO fordert in Punkt 13 ihrer Leitsätze, zur Gesundheitsförderung in der europäischen Region positives Gesundheitsverhalten zu stärken, was wie folgt beschrieben ist:
[...] „ausgewogene Essgewohnheiten, Nichtrauchen, geeignete körperliche Betätigung und positive Stressbewältigung“ (WHO, 1987, S. 92). Bereits in den 70er Jahren fand eine öffentliche Diskussion um den Zusammenhang von Sport und Gesundheit statt, die Sport- und Bewegungs-handeln mit gesundheitsgeleitendem Handeln, wie der Stärkung der Ge-sundheitsressourcen, assoziiert. Um einen Zusammenhang von Sport und Gesundheit herzustellen, muss jedoch erst die Bedeutung von Sport genauer erklärt werden.
Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs „Sport“ „[...] erschließt sich vor allem aus seinem Gebrauch“ (Digel, 1990, S. 89) und wird kontext-
Sport und Gesundheit 9
spezifisch verwendet, was eine allgemeine Definition erschwert. Sport hat eine Vielzahl von traditionellen Funktionen wie Leistung, Wettkampf und Vereinsbindung, die über Sportarten, für die sich eindeutige Leistungsziele definieren lassen, in Erscheinung treten. Sport im Sinne dieser traditionellen Funktionen wird als das enge Verständnis von Sport bezeichnet. Dieses enge Verständnis ist in den letzten Jahren von einem weiteren Verständnis des Sports abgelöst worden, das für neue Orientierungen wie Wohlbefinden, Vergnügen, Spaß, Ausgleich, Erlebnis sowie Gesundheit steht und in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat (vgl. Wopp, 1995).
Dem Sport werden außerdem weitere Funktionen zugesprochen: Er wirkt aus politischer Sicht völkerverbindend und überwindet politische Grenzen indem die spezielle Leistung eines oder mehrerer Athleten einer ganzen Nation zugeschrieben wird. Er bietet durch die Ausweitung der Sportkultur und die Vielfalt von Funktionen eine Basis für die Trägerschaft von gesellschaftlichen Normen und Werten.
Die sozialisierende Funktion des Sports lehrt Werte und Normen wie Fairness, Gleichberechtigung, Anpassungsfähigkeit, Solidarität, Teamwork, Kommunikation etc., die besonders durch Mannschaftssportarten vermittelt werden.
Durch Sport können außerdem Aggressionen abgebaut, oder deren Entstehen verhindert werden (vgl. Heinemann, 1980). Sport trägt auf der pädagogischen Ebene zur Entwicklung der Persönlichkeit, der Identität und des Selbstwertgefühls bei, denn der Mensch kann sich durch Sport in einer Körper- und Bewegungskultur entfalten.
Paletta (2001) nennt drei Trends aus der aktuellen Diskussion im Zusammenhang Sport und Gesundheit, die gesundheitsgeleitete Maßnahmen durch Sport und Bewegung beinhalten:
1. Im ersten Ansatz wird Gesundheit als objektiv bestimmbarer bio- medizinischer Status interpretiert. Das Hauptaugenmerk wird hier
Sport und Gesundheit 10
darauf gelegt, quantitativ messbare Leistungen zu bestimmen, die als Signalgeber für Gesundheit gewertet werden können. Die dementsprechend verfolgten „Trainingskonzepte“ zielen auf Herz-Kreislaufschulung, körperliche Kräftigung, Koordinationsschulung und Flexibilitätsschulung ab.
2. Der zweite Ansatz interpretiert Gesundheit als Prozessgeschehen zur Selbstverwirklichung, wobei das „subjektive Wohlbefinden“ der Indikator für Gesundheit ist. Zielsetzungen sind hier die Schulung von Rhythmuserfahrung, Sensibilität, Körpererleben und Entspannungsfähigkeit.
3. Der dritte Trend der gesundheitsgeleiteten Maßnahmen durch Sport interpretiert Gesundheit als Potential und Ergebnis optimaler Interaktion mit der Umwelt. Die Ziele sind hier in Bewegungsaufforderungen, Selbsterfahrungs- und Selbstorganisationsprozessen, im Erweitern der Interaktionskompetenzen und der Vermittlung von Bewegungserfahrungen gesetzt (vgl. Paletta, 2001).
Diese gesundheitsgeleiteten Maßnahmen durch Sport und Bewegung beinhalten demnach biologische, psychologische und soziale Prozesse. Zweifel an der gesundheitlichen Potenz sportlicher Betätigung werden mit sporttraumatologischen sowie internistischen Argumenten begründet. Sportverletzungen hatten Mitte der 80er Jahre immerhin einen Anteil von bis zu 20 % an den Unfallstatistiken der Versicherungsträger. Andere sportbezogene Risiken betreffen den Stoffwechsel, Infektionen, Allergien und Entzündungen sowie die Funktionsfähigkeit des Herzens (vgl. Fuchs, 2003; Schlicht, 1994).
Trotzdem ist es wissenschaftlich erwiesen, dass regelmäßige sportliche Aktivität die Kondition, Kraft, Koordination und Dehnfähigkeit des menschlichen Körpers erhöht. Des Weiteren ist medizinisch belegt, dass durch re- gelmäßige, individuell zugeschnittene sportlichen Tätigkeiten mehr Kalorien
Sport und Gesundheit 11
verbrannt werden und so spezielle Gesundheitseffekte eintreten können, wie z. B. die Reduzierung von Herz-Kreislauf-Risiken (vgl. Fuchs, 2003).
Gegenwärtig schreibt das Gesundheitsbewusstsein dem Sport eine ge-sundheitsfördernde und -erhaltende Wirkung zu. In Folge dessen soll die Funktionalität, Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit des Organismus gegenüber physischen, psychischen und sozialen Einflüssen durch den Sport erhalten und verbessert werden. Der Sport leistet quasi ein Gesundheitsversprechen (vgl. Gmünder Ersatzkasse, 1999). Entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden ist jedoch nicht nur die erzielte positive Wirkung, sondern auch das positive Gefühl der Zufriedenheit des Sporttreibenden mit der eigenen Gesundheit. Viele Literaten haben sich mit sportlicher Betätigung als eine Verhaltensweise befasst, die das Leben verlängert und Gesundheit fördert. In dem Sinn wird Sport heute vielfach eingesetzt, zum Beispiel als Gegenpol zum stressigen Alltag, zur Entspannung, um Geselligkeit zu erleben und etwas für die Gesundheit zu tun. Jemand ist also gestresst, wenn er körperlich und geistig stark beansprucht wird und aufgrund dessen erschöpft ist (vgl. Wahrig, 1999).
Stress entsteht, wenn „interne oder externe Anforderungen die zur Verfügung stehenden adaptiven Ressourcen des Individuums voll in Anspruch nehmen oder sogar übersteigen“ (Lazarus & Folkmann, 1987). Vereinfacht ausgedrückt entsteht Stress also dann, wenn jemand gewisse Anforderungen an seine Person nicht allein bewältigen kann. Falls ein solcher Zustand länger anhält, steigt die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigungen (vgl. Taylor, 1995).
Fuchs, Hahn und Schwarzer (1994) unterscheiden 5 potentielle Wirkweisen der körperlichen Aktivität in der Stress - Gesundheitsbeziehung, wie man in der folgenden Abbildung sehen kann.
Sport und Gesundheit 12
• Die Beeinflussung von körperlicher Aktivität auf die körperliche, seelische und soziale Gesundheit, unabhängig von der Situation, nennt Fuchs den direkten Effekt.
• Die protektive Wirkung setzt ein, wenn Sport schädliche Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit verringert.
• Die präventive und
• ressourcenstärkende Wirkung setzen schon in der Phase der Entstehung von Stress ein. Sporttreiben führt hier zu einer Stärkung des „Selbstwertgefühls“, was die Gesundheit an sich stärkt und in Stresssituationen weniger Stress aufkommen lässt (vgl. Alfermann & Stoll, 2000).
• Die ressourcenschützende Wirkung soll das personale Überzeu- gungssystem vor negativen Stresseinwirkungen bewahren.
Sport und Gesundheit 13
Neben den fünf genannten Wirkungsweisen wird von Brinkhoff (2000) noch eine sechste genannt, die antizipative Wirkung. Diese soll dem Individuum Informationen über den eigenen leistungs- und gesundheitsbezogenen körperlichen Zustand liefern und damit zu einer verstärkten Gesundheits-vorsorge führen. Denn nur wer sich gesund und zufrieden fühlt, kann eine positive Einstellung zum eigenen Körper entwickeln. Dieser positive Einfluss rückt nicht erst in unserer heutigen Zeit in unser Bewusstsein, denn bereits Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) würdigte die „Gymnastik“ als allgemein körperlich wohltuend.
Der römische Satiriker Juvenal (etwa 50 bis 140 n. Chr.) wünschte den Eltern, dass bei den Sprösslingen seiner Zeit ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sei. Das häufig fehlerhaft übersetzte Originalzitat lautet: „Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano“ (Juvenal, Satire 10, S. 356, in: Schlicht, 1994, S. 1).
Vor ca. 200 Jahren haben die Philanthropen den Nutzen von körperlicher Ertüchtigung und Leibesübungen im Festigen von Sehnen und Muskelfasern, der Erhöhung der Biegsamkeit der Gelenke und der Verschönerung der Körperformen gesehen. Außerdem sollen Leibesübungen den „guten Anstand“ fördern und der „Seele eine muntere Stimmung geben“ (vgl. Vieth, 1794).
Auch in jüngeren Arbeiten zum Gesundheitsverhalten wird sportliche Aktivität vorrangig mit Gesundheit und Leistungsfähigkeit assoziiert. Bei Haag (1971) wird dargelegt, dass sich die Ziele der Leibeserziehung nicht nur auf körperliche Gesundheit beschränken, sondern „Mental health“ und „social health“ ebenfalls davon profitieren (vgl. Schlicht, 1994). Die körperliche Aktivität soll sich also auch auf das seelische Wohlbefinden positiv auswirken.
Abele und Brehm haben sich im Kontext des Zusammenhanges zwischen Sport und körperlichem sowie seelischen Wohlbefinden genauer mit dem so bezeichneten Sich-Wohlfühl-Phänomen auseinandergesetzt. Sie fanden
Sport und Gesundheit 14
auf Grund einer Umfrage heraus, „[...] dass „Sich-Wohlfühlen“ durch den Sport ein relativ stabiles Phänomen ist, das bei etwa 75 % aller Sporttreibenden auftritt. Es betrifft sowohl die Spannungs- und Entspannungs- als auch die Bewertungsdimension der Befindlichkeit: Sport bewirkt Energetisierung und Aktivierung, gleichzeitig Gelöstheit und gute Laune“ (Abele & Brehm, in: Brettschneider, Baur & Bräutigam, 1989, S. 118). Demnach kann Sport die körperliche wie auch seelische Verfassung und so das Wohlbefinden des Sporttreibenden verbessern. Nicht nur physisch messbare Werte wie Kraft, Ausdauer und Kreislauf werden trainiert, denn: „[...] eine gute Kondition kann zu Selbstbewusstsein und dem Gefühl von Stärke, Freiheit und Unabhängigkeit beitragen“ (Posch, 1999, S. 158). Ein gesunder Körper, auch im äußerlichen Erscheinungsbild, stellt also die Basis für ein Gefühl des Wohlbefindens und der Zufriedenheit dar.
Viele Sporttreibende fühlen sich nach längerer körperlicher Aktivität besonders gut, was anhand des „Runner’s High Syndrom’s“ medizinisch belegt werden kann. Durch sportliches Training kommt es zu einer vermehrten Sauerstoffaufnahme und einer besseren Durchblutung der Organe. Außerdem wird bei sportlicher Aktivität das körpereigene Hormon Endorphin ausgeschüttet, das an der Steuerung motivationaler und emotionaler Prozesse beteiligt ist und zusätzlich schmerzlindernd wirkt. Wird also der Endorphinspiegel im Blut erhöht, setzt ein Glücksgefühl ein, das über einige Stunden andauern kann (vgl. Abele & Brehm, in: Brettschneider, Baur & Bräutigam, 1989).
Bei Befragungen von sportlich Aktiven wird „Gesundheit“ in den meisten Fällen als Hauptmotiv für sportliche Aktivität benannt. Beispielsweise ergab eine repräsentative Bevölkerungsumfrage in NRW, dass Sporttreiben mit 63 % das am häufigsten praktizierteste Gesundheitsverhalten ist. Der Begriff „Gesundheit“ stellt außerdem die zentrale Begründung für die gesellschaftliche Förderung von sportlicher Aktivität, im Schul- oder Vereinssport dar (vgl. Fuchs, 2003).
Sport und Gesundheit 15
Zwischen den Komponenten „Sport“ und „Gesundheit“ hat sich in den letzten Jahren im Alltagsverständnis der Menschen eine enge Wechselbeziehung herausgebildet. Sporttreiben beinhaltet für sie nicht nur eine tatsächlich positive, sichtbare Wirkung. Er führt auch zu einer positiven Reflexion der an den Sport geknüpften Erwartungen und bildet so einen motivationalen Impuls für weitere Aktivität.
Durch Sport wird das subjektive Wohlbefinden gesteigert, wobei durch das spürbare Ergebnis ein Motivationsschub für weitere sportliche Aktivität des Sporttreibenden entsteht (vgl. Fuchs, 2003).
1.2 Gesundheitssport: Definition und Ziele
Der Begriff „Gesundheitssport“ kann als Element der vorherig erläuterten Gesundheitsförderung verstanden werden und wird vom deutschen Sport-und Ärztebund wie folgt interpretiert: „Gesundheitssport ist eine aktive, regelmäßige und systematische körperliche Belastung mit der Absicht, Ge-sundheit in all ihren Aspekten, d. h. somatisch wie psychosozial, zu fördern, zu erhalten, oder wiederherzustellen“ (Kindermann et al., 1993). Mellerowicz nennt eine ähnliche Auffassung von Gesundheitssport, die eine Stärkung der Gesundheitsressourcen als Ziel formuliert: „[...] Gesundheitssport dient der Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung menschlicher Leistungsfähigkeit und Gesundheit“ (Mellerowicz, in: Boning, Braumann & Busse (Hrsg.), 1989, S. 33). Der Begriff „Gesundheitssport“ hat sich in den letzten Jahren in unserem allgemeinen Sprachgebrauch etabliert. Die Zielsetzungen des Gesund-heitssports konzentrieren sich also auf die Stärkung oder Verbesserung der Gesundheit in allen Aspekten mit den notwendigen Ressourcen. Fuchs
Sport und Gesundheit 16
nennt 3 Interpretationsmöglichkeiten der Zielsetzungen, die mit Gesund-heitssport verknüpft sind:
1. Jemand hat ein bestimmtes Motiv um Gesundheitssport zu betreiben, beispielsweise das Infarktrisiko zu vermindern. Ausschlaggebend ist bei dieser subjektiven Motivinterpretation nur das Motiv, nicht der erreichte Effekt.
2. Die Effektinterpretation resultiert aus einer objektiven Sichtweise, denn nach diesem Verständnis qualifiziert nur die Wirkung der betriebenen sportlichen Aktivität zum Gesundheitssport, gleichgültig ob diese dem Individuum bewusst ist.
3. In einer Kombination von subjektiver und objektiver Natur wird Sport erst zum Gesundheitssport, wenn sowohl ein bewusst formuliertes Gesundheitsziel, also ein Motiv, als auch die Auswahl eines entsprechenden Sportangebots, dass den Effekt sicher stellt, zugrunde liegt. Dieses Resultat von individueller Zielentscheidung kombiniert mit der Zweckdienlichkeit einer betreffenden Sporthandlung bezeichnet Fuchs als „Zwitterphänomen“ des Gesundheitssport. Diese Motiv- und Effektbedeutung des Begriffs fallen in der Sportpraxis in der Regel zusammen, denn man betreibt Sport um der Gesundheit willen und hofft, dass auch etwas dadurch erreicht wird (vgl. Fuchs, 2003).
Der Begriff Gesundheitssport an sich steht jedoch bei Fachleuten in der Kritik, denn von einigen Experten wird suggeriert, dass dieser Ausdruck den Sport spaltet, da die Bezeichnung „Gesundheitssport“ die Frage nach einem ungesunden Sport aufwirft. Unter diesen Fachleuten wird diskutiert, ob man, zumindest im wissenschaftlichen Kontext, nicht völlig auf den Begriff Gesundheitssport verzichten könnte.
Im Freizeitsport hingegen existieren unterschiedliche Motive, wie z. B. Geselligkeit, Naturerleben, Leistung, während die Motivlage im Gesundheits-sport grundsätzlich stärker fokussiert ist, denn es geht primär um das Erzie- len von positiven gesundheitlichen Effekten. Anbieter aus diesem Bereich
Sport und Gesundheit 17
müssen also darauf achten, allgemeinen Gesundheitserwartungen entsprechen zu können, aber auch spezifische, individuelle Bedürfnisse, wie z. B. die Prävention vor Rückenschmerzen zu erfüllen (vgl. Fuchs, 2003). Gesundheitsförderung steht für Prävention von bestimmten Krankheiten sowie von deren Auslöser. Sie zielt auf umfassendes Wohlbefinden sowie auf die Verhaltensweisen und Verhältnisse, die zu diesem beitragen. Bös und Brehm haben im Kontext dieser so verstandenen Gesundheitsförderung fünf Kernziele und Gestaltungshinweise für Gesundheitssport und dessen Programme formuliert, die nun aufgeführt werden:
Eines dieser angestrebten Ziele ist die Stärkung physischer Gesundheitsressourcen durch sportliche Aktivierung, denn eine systematische Aktivierung des Muskelsystems löst immer funktionsbezogene Anpassungsprozesse des Organismus aus, die dazu beitragen, diesen gesund und wider-standsfähig zu halten. Personen, die sich eine solche körperliche Aktivität praktizieren, werden von Ärzten im Durchschnitt als gesünder eingestuft, das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen wird reduziert und es werden weniger körperliche Beschwerden festgestellt (vgl. Banzer & Neumann, 1998; Badtke & Bittmann, 1998). Die Hinweise zu dieser Belastungsgestaltung werden unter 5 spezifischen Perspektiven der grundlegenden muskulären Aktivierung, bei denen sich viele Autoren einig sind, weiter ausgeführt. (vgl. Bös & Brehm, 1998; Boeckh-Behrens & Buskies, 2000; Bouchard & Shepard, 1994; Wydra, 1996) Diese fünf Perspektiven sind Ausdauerfähigkeit, Kraftfähigkeit, Dehnfähigkeit und Koordinationsfähigkeit (die man auch unter Beweglichkeit zusammenfasst), sowie Entspannungsfähigkeit.
1. Die Ausdauerfähigkeit fordert vor allem das Herz-Kreislaufsystem und alle nachfolgenden Systeme, wie innere Organe oder Nervensystem. Sie zielt auf die länger andauernde Belastung großer Mus- kelgruppen.
Sport und Gesundheit 18
2. Die Kraftfähigkeit fordert hingegen das gesamte Stütz- und Bewegungssystem, besonders die Rumpfmuskulatur. Sie zielt auf das möglichst ausdauernde Überwinden und Halten von Widerständen, denn es soll eine ausgewogene Ganzkörperkräftigung und eine ausreichende Kraftausdauer durch optimale Muskelkraft hergestellt werden.
3. Dehnfähigkeit zielt auf eine gute Elastizität der Muskulatur, Sehnen und Bänder, denn eine verminderte Dehnfähigkeit schränkt die allgemeine Beweglichkeit der Gelenke ein und ist Auslöser für körperliche Beschwerden und Probleme.
4. Koordinationsfähigkeit zielt auf eine möglichst präzise Ausführung rhythmischer und komplexer Bewegungsabläufe von körperlichen Aktivitäten, was entscheidend zum Wohlbefinden eines Individuums beiträgt. Koordinationstraining vermittelt also Spaß an der Bewegung, was einen zusätzlichen Effekt auf das Wohlbefinden bedeutet.
5. Treten physische Verspannungen oder psychische Anspannungen einer Person durch alltägliche Belastungen auf, können diese durch Entspannungsfähigkeit gelöst werden.
Bös und Brehm empfehlen, diese Fähigkeitsbereiche nicht unabhängig voneinander zu trainieren, sondern kontextuell in einer Übungseinheit zusammen zu fassen, um gegenseitige Verstärkungen und Ergänzungen nutzen zu können. Die Fähigkeiten können schon durch subjektiv leichte bis mittlere Anstrengung effektiv entwickelt werden (vgl. Brehm & Bös, 2002).
Bewegungsmangel kann durch die daraus folgende negative Anpassung des Körpers an Unterforderungen zum Risikofaktor für die Gesundheit werden. In diesem Kontext wurde das Ziel der Verminderung von Risikofaktoren sowie die Bewältigung von Beschwerden formuliert. Bei einer systematisch ausgerichteten Stärkung von Gesundheitsressourcen durch eine körperliche Beanspruchung, die sich auf diese Probleme der Unterforderung konzentriert, kann eine Verminderung von Gesundheitsproblemen und Be-
Quote paper:
Dominik Kleinschmidt, 2003, Adipositas und Sport - Möglichkeiten zur Prävention und Therapie von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Die histrionische Persönlichkeitsstörung
Psychology - Clinic and Health Psychology, Abnormal Psychology
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 16 Pages
Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Prävention und Intervention du...
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German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 17 Pages
The British Empire & the Roman Empire analogue in Kipling's sh...
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Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Bedeutung und Maßnahmen zur Bewältigung von Ängsten im Sportunterricht
Sport - Sport Pedagogy, Didactics
Termpaper, 9 Pages
Management von Softwarelizenzen
Computer Science - Commercial Information Technology
Scholary Paper (Seminar), 39 Pages
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