2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S 3
2. Begriff der Kryptologie S 4
3. Aufgaben der Kryptologie S 4
4. Geschichte der Kryptologie S 5
5. Verschlüsselungsverfahren und ihre Entzifferung S 7
6. Geräte in der Kryptologie S 11
7. Kryptologie im heutigen Alltag S 13
8. Schlusswort S 15
9. Literaturverzeichnis S 16
3
1. Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema ,Geheimschrift’. Sie soll zeigen, was der Begriff der Kryptologie bedeutet und was die Aufgaben der Kryptologie sind.
Danach soll ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Kryptologie innerhalb der Geschichte gegeben und einige Verschlüsselungsverfahren und Entzifferungsmethoden kurz erläutert werden. Hier soll dann auch gezeigt werden, was für eine Rolle bestimmte Geräte in der Kryptologie spielten und wo uns noch im heutigen Alltag ,Geheimschriften’ begegnen.
4
2. Der Begriff der Kyptologie
Kryptologie ist die „Wissenschaft von den Geheimschriften.“ 1 Die Kryptographie hingegen ist die praktische Anwendung von Verschlüsselungstechniken. 2 In dieser Wissenschaft spielen Begriffe wie Chiffre, Klartext und Schlüssel eine wichtige Rolle. Daher sollen diese kurz erläutert werden, um einen kurzen Überblick über den Bereich der Kryptologie bzw. Kryptographie zu geben. Bezeichnet man mit Klartext einen unverschlüsselten Text, so ist Chiffre die Bezeichnung für einen Text, der Buchstabe für Buchstabe verschlüsselt wurde. Um einen chiffrierten Text entschlüsseln zu können, benötigt man einen Schlüssel, der nur Sender und Empfänger der geheimen Nachricht bekannt und oftmals eine Reihe von Symbolen ist. 3
3. Aufgaben der Kryptologie
Im Gegensatz zur Steganographie, wo verdeckt geschrieben wird, eine Nachricht aber sofort, wenn sie entdeckt wird, für jeden lesbar ist, werden Nachrichten in der Kryptologie so verschlüsselt, das sie nicht entziffert werden können, wenn sie entdeckt werden. Für diese Verschlüsselung gibt es eine große Auswahl an Verschlüsselungsverfahren. Diese können zwar auch entschlüsselt werden, dies aber nur unter sehr großem Aufwand, da es sehr schwer ist, die Verfahren zu durchschauen.
Die Aufgabe der Kryptographie ist also „eine Nachricht oder Aufzeichnung für den Unberufenen unverständlich zu machen.“ 4
1 Strasser, Gerhard F./Herzog August Bibliothek (Hrsg.): Lingua Universalis. Kryptologie und
Theorie der Universalsprachen im 16. und 17. Jahrhundert. Wolfenbütteler Forschungen Band 38,
Otto Harrassowitz: Wiesbaden 1988, S. 16
2 Vgl. a.a.O., S. 17
3 Ebd.
4 Bauer, Friedrich L.: Entzifferte Geheimnisse. Methode und Maximen der Kryptologie. Springer
Verlag: Berlin, Heidelberg, New York; 2. Auflage 1994
5
4. Geschichte der Kryptologie
„Von einer Wissenschaft der Kryptologie kann man erst seit der Blütezeit der arabischen Mathematik sprechen. Etwa aus dem Jahr 800 n.Chr. stammen die ersten exakten Beschreibungen der Methode des Schlüsselwesens und der Entziffeungsmethoden.“ 5 Die Entwicklung der Kryptologie hat zeitgenössischen Quellen nach einen ersten Höchststand Ende des 15. Jahrhunderts in Spanien und Italien gehabt. 6 Schon damals waren die Methoden der Verschlüsselung in ihrer Ausgefeiltheit sehr unterschiedlich. Simpel war z.. die Methode, jemandem die Kopfbehaarung abzurasieren und eine Nachricht auf die Kopfhaut zu schreiben. Doch man kann sich vorstellen, dass diese Methode schon aufgrund des Zeitaufwands – denn der Nachrichten-Bote konnte erst zum Überbringen der Nachricht losgeschickt werden, wenn die Haare soweit nachgewachsen waren, dass die Nachricht nicht mehr zu erkennen war. Zudem war bei einem Entdecken die Nachricht für jeden lesbar, weshalb diese Methode wohl auch eher unter Steganographie einzuordnen ist. 7 Im 6. bis 5. Jahrhundert v.Chr. führten die Spartaner ein erstes militärisches Schlüsselsystem ein. Dabei nutzten sie ein Gerät namens Skytale, auf das später in Kapitel 6 eingegangen werden soll. Im römischen Reich wandte Julius Cäsar ein Alphabet an, das um drei Buchstaben verschoben war. 8 Im 13. Jahrhundert dann wurden verschlüsselte Nachrichten routinemäßig gebraucht, hier aber vor allem beim Schriftwechsel „zwischen Rom und externen Zentren der katholischen Kirche.“ 9 Am besten organisiert war die Kryptologie zu dieser Zeit in Venedig, wo sie zu einer stattlichen Bürotätigkeit wurde. So gab es „ ,Schlüsselsekretäre’, die ihr Büro im Dogenpalast hatten [...]. Es wurde dafür gesorgt, dass sie bei ihrer Arbeit nicht gestört wurden, sie durften ihre Büros aber auch nicht verlassen, bevor sie eine
5 Franke, Herbert W.: Die geheime Nachricht. Methoden und Technik der Kryptologie. Die Geschichte um den unknackbaren Code. Umschau Verlag: Frankfurt am Main 1982, S. 13 6 Strasser, Gerhard F./Herzog August Bibliothek (Hrsg.): Lingua Universalis. Kryptologie und Theorie der Universalsprachen im 16. und 17. Jahrhundert. Wolfenbütteler Forschungen Band 38, Otto Harrassowitz: Wiesbaden 1988, S. 19 7 Franke, Herbert W.: Die geheime Nachricht. Methoden und Technik der Kryptologie. Die Geschichte um den unknackbaren Code. Umschau Verlag: Frankfurt am Main 1982, S. 13 8 A.a.O., S. 15 9 Franke, Herbert W.: Die geheime Nachricht. Methoden und Technik der Kryptologie. Die Geschichte um den Code. Umschau Verlag: Frankfurt am Main 1982, S. 16
Arbeit zitieren:
Kathrin Brandt, 2003, Geheimschrift Kryptologie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Neue Anforderungen an die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers durch ...
Hausarbeit, 22 Seiten
Deutsch-Chinesische Geschäftsbeziehungen: Geschäftsaufnahme, -verhandl...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hauptseminararbeit, 20 Seiten
Selbstwirksamkeitserwartung, Besorgtheit und Schulleistung
Psychologie - Allgemeine Psychologie
Hauptseminararbeit, 16 Seiten
Literatur um die Jahrhundertwende
Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen
Referat / Aufsatz (Schule), 15 Seiten
Der Mensch als leib-seelisches Wesen bei Platon und Aristoteles - Eine...
Philosophie - Philosophie der Antike
Seminararbeit, 16 Seiten
Geschlechterstereotype und Rollenklischees in Comics - Umsetzungsmögli...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 16 Seiten
Historisches Lernen im Sachunterricht
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Hausarbeit, 17 Seiten
Wie entwickelt sich das Fähigkeitsselbstkonzept - ein Erklärungeversuc...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit, 9 Seiten
Wie baut ein Lehrer Vertrauen zu Erstklässlern auf? Möglichkeiten zur ...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Seminararbeit, 26 Seiten
Wagenscheins Genetisches Lernen und seine Bedeutung für die Chemiedida...
Hausarbeit, 54 Seiten
Zusammenhänge zwischen Selbstkonzept, kausalen Attributionen und akade...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hauptseminararbeit, 18 Seiten
Zu: "Lesen durch Schreiben" von Jürgen Reichen
Eine Methode nach der Schüler ...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 27 Seiten
Die Öffentlichkeitsarbeit als Teil der Kommunikationspolitik
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 11 Seiten
Geschlechtsspezifische Unterschiede im Unterricht
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Hausarbeit, 8 Seiten
Kathrin Brandt hat den Text Geheimschrift Kryptologie veröffentlicht
Kathrin Brandt hat einen neuen Text hochgeladen
Lehrbuch für Unterricht und Se...
Juraj Hromkovic, Karin Freiermuth, Lucia Keller, Bjoern Steffen
Timm Ulrichs. Die Welt im Wohnzimmer
Das Fernsehgerät als Sockel un...
Radopoggi, Matthias Reichelt, Timm Ulrichs
Ein Fall für Didi und Biggi. Die Geheimschrift
Lernkrimi. Niveaustufe 2
Insa Bauer, Tiziana Stillo
0 Kommentare