Be ew we eg ge en n a au uf f R Ro ol ll le en n u un nd d R Rä äd de er rn n B
1. Bewegen auf Rollen und Rädern: wohin, wozu, warum?............................................... 2
2. Zum Erfahrungs- und Lernfeld "Bewegen auf Rollen und Rädern" .............................. 4
3. Rollerfahren macht Schule .................................................................................................. 6
a) Erwartungshaltung wecken.......................................................................................... 7
b) Erste Fahrversuche....................................................................................................... 7
c) Rollerfahren mit Pfiff ..................................................................................................... 8
d) Rollerfahren durch Dick und Dünn ............................................................................. 9
e) Rollerfahren schön ........................................................................................................ 9
f) Rollerfahren schnell ...................................................................................................... 9
g) Rollerfahren sicher ...................................................................................................... 10
4. Rollern macht Laune ... und bringt eine Schule in Bewegung ..................................... 11
5. Bewertung ............................................................................................................................ 14
1. Bewegen auf Rollen und Rädern: wohin, wozu, warum?
von J. Funke-Wienecke, K. Hoyer, M. Maletz und W. Miethling
Im Basisartikel der Zeitschrift Sportpädagogik 3/97 beschäftigen sich die Autoren mit den neuen Sportarten, die unsere Jugend immer mehr beeinflussen. Die Bewegung auf Rollen und Rädern ist eine Bewegungsform der heutigen Gesellschaft, welch nicht nur ein bewegungspädagogisches Problem, sondern auch eine Herausforderung an die Pädagogik darstellt. Zu diesen Be-wegungsformen zählen zum Beispiel das Inline-Skaten, das Skateboarding oder das Mountain-Biking, aber damit ist nur eine Auswahl genannt.
Nachdem sich immer mehr Kinder im Laufe ihrer ,Vergesellschaftung' diesen Trendsportarten zuwenden, entstehen zwangsläufig Probleme, die sie bewältigen müssen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass diese neue Art „sich zu bewegen“ in die Schulen kommt, denn die Jugendlichen können so eine Hilfestellung in der Bewältigung dieser Probleme bekommen.
Teilnahme am Straßenverkehr und Fähigkeiten zum Selbstschutz vermitteln. Ebenso könnten Schüler an diesem Thema lernen, wie sie ihre Interessen richtig vertreten und mit Kompromissen leben, denn die Diskussion um Inline-Skater auf öffentlichen Plätzen ist noch immer nicht verstummt Dies trägt dann auch einen Teil zur demokratischen Erziehung in der Schule bei.
Auf ähnliche Weise können die Stätten, an denen diese neuen Sportarten betrieben werden, zum Unterrichtsthema werden. Dabei handelt es sich in erster Linie um asphaltierte oder betonierte Orte, dadurch kann das Bewusstsein für Risiken, die beispielsweise für die natürliche Umwelt entstehen, geschult werden.
Auch sollte die Schule dazu beitragen, dass die Schüler erkennen, dass diese neuen Trends auch von der Geschäftswelt genutzt werden, um die Konsumhaltung der Jugendlichen anzusprechen. So werden zum Beispiel ,coole Events' organisiert, bei denen spezielle Inhalte - die meist zur Umsatzsteigerung der Veranstalter führen - vermittelt werden. Zusammen mit den Jugendlichen, sollte es sich die Pädagogik zur Aufgabe machen zu versuchen diese Maschinerie zu verstehen. Das
Ziel sollte sein die Schüler dadurch zu sensibilisieren, damit sie sich nicht so leicht von Oberflächlichkeiten beeinflussen lassen.
Minkus, in sportpädagogik 3/97, S. 22
Ebenso findet eine gesellschaftliche Abgrenzung der jugendlichen Bevölkerung durch die Bewegung auf Rollen und Rädern statt. Zum einen distanzieren sie sich zur Welt der Erwachsenen, zum anderen grenzen sie sich von anderen jugendlichen Gruppen ab. Das heißt wiederum für die Pädagogik, dass wir verstehen müssen, was in den Jugendlichen vorgeht. Durch Verständigung mit ihnen können wir uns dann einen Einblick in deren Lebensgefühl und Weltsicht verschaffen. Das Verständnis für Jugendliche muss hier zum Ausdruck gebracht werden. Das heißt, wir müssen versuchen die Welt aus deren Perspektive betrachten und versuchen sie zu verstehen. Nur dann ist es möglich, dass wir sie in ihrer Entwicklung fördern können. Auch ist noch zu bedenken, dass sich bei dieser Bewegungsform, wie bei allen anderen Sportarten, ein „Flow“ ereignet. Deshalb muss die Pädagogik das rechte Maß von ,Veranlassen' und ,Lassen' finden, damit sich „Flow“ wirklich ereignen kann.
Inzwischen haben diese neuen Sportarten auch Einzug in unsere Schulen gehalten, indem die Schulhöfe in den Pausen und nachmittags für den Sport auf Rollen und Rädern geöffnet werden.
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„Weit mehr als ein unschuldiges Bewegungsspielzeug sind Rollen und Räder Vehikel der Gesellschaft, die mit ihnen ihren Nachwuchs formt nach ihrem Bilde." (Funke-Wieneke/Hoyer/Meletz/Miethling in: sportpädagogik 3/97, S. 23)
Die Schulen, als Teil der Gesellschaft und Sozialisationsinstanz für Kinder, sollten versuchen sich dahingehend zu öffnen, weitreichenden „Nebenwirkungen“ der Spielzeuge zu thematisieren und aufzuklären, um dann im Nachhinein nicht nur die ungewünschten Seiten zu verteufeln. Das heißt - bewegungspädagogische Aspekte der „Rollen und Räder“ nutzen und gleichzeitig Einblicke in das Lebensgefühl und die Weltsicht der Kinder und Jugendlichen zu bekommenalso nicht stehen zu bleiben!
2. Zum Erfahrungs- und Lernfeld "Bewegen auf Rollen und Rädern"
von Andreas H. Trebels und J. Funke-Wieneke
Diese neue Art sich zu bewegen ist unter anderem auch für die Schule wichtig, denn sie ermöglicht neue Formen des Raumerlebnisses, die sich deutlich von den Raumbezügen beim Gehen und Laufen abheben. Dadurch erhält das Lernfeld auch seine Rechtfertigung, denn mit diesen Bewegungen sind typische Bewegungserlebnisse verbunden, zum Beispiel ,in fahrt kommen', mühelos dahingleiten, Schwung ausbremsen, Hindernisse bewältigen. Außerdem werden hohe Anforderungen an das Aufrechterhalten des Gleichgewichts gestellt. Des Weiteren können so erste Erfahrungen mit Kräften gemacht werden, deren Erfahrung auch für Erwachsene noch reizvoll ist. So beispielsweise die Fliehkraft beim Kurvenfahren, die Beschleunigung oder das Bremsen. Anfangs wirken diese neuen Erfahrungen noch erschreckend, später, mit zunehmender Sicherheit, werden genau diese Faktoren zum Genuss.
„Bewegen auf Rollen und Rädern rechtfertigt sich demnach in bewegungspädagogischer Perspektive auf Grund des hohen Erlebnisgehalts, des subtilen Umgangs mit dem dynamischen Gleichgewicht, des Geschwindigkeitserlebnisses und der besonderen Kunstfertigkeit, die zur individuellen Meisterschaft entwickelt werden kann." (Trebels/Funke-Wieneke, in: sportpädagogik 3/97, S. 24)
In diesem Bewegungsfeld gibt es auch einige Dinge, die gelernt werden sollten, so geht es zum einen um elementare Erfahrungen mit interessanten Rollgeräten, wie das Herstellen und das Aufrechterhalten des Gleichgewichts auf dem Gerät, das Gewinnen der Kontrolle über die Rollrichtung, das Aushalten und die Kontrolle der Beschleunigungs- und Fliehkräfte und auch das kontrollierte Abbremsen. Aber um dieses zu beherrschen müssen elementare Techniken erworben werden, indem man mit den Geräten experimentiert.
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Auch sollte die kunstvolle Bewegung, das Kunststück kennen gelernt werden. Je nach dem Können der Schüler werden diese zur Herausforderung.
Die konstruktive Veränderung von vorhandenen Räumen zu Bewegungsräumen sollte auch zum Thema werden. Die Schüler können das Schulgelände daraufhin untersuchen, ob es sich für neue Bewegungsarten eignet. Auch können selbstgebaute, sachgerechte Hindernisse angefertigt werden.
Gleichermaßen geht es um das sacheinsichtige und werteinsichtige gedankliche Durchdringen des Erfahrungs- und Lernfeldes. Hier soll die kritische Auseinandersetzung mit dem Gegens-tand im Vordergrund stehen, zum Beispiel, Was muss ich beim Kauf von Inlinern beachten?' oder, Wie verhalte ich mich mit Inlinern in der Fußgängerzone?'.
Wichtig ist bei diesem Thema auch die Vermittlung. Dazu sind noch Vorschläge von den Autoren vorhanden. Von besonderer Bedeutung ist, dass wir den Schülern eine individuelle Ausei-nandersetzung mit dem Gerät ermöglichen. Die Vorgaben für diese Lernsituationen sollten in Bewegungsabsichten erfolgen. Zum Beispiel beim Fahren auf Inline-Skates ist es etwa die Absicht, die Fahrt auf einem Bein möglichst lange auszudehnen. Die dazu erforderliche Verlagerung des eigenen Gewichts auf das Gleitbein kann man nur selbst spüren.
Bei allen Balanceübungen geht es darum sich dem eigenen Bewegen bewusst zu werden und das eigene Maß des richtigen Bewegens zu finden. Wichtig ist hier die Entwicklung einer gestuften Sequenz von Erfahrungs- und Lernsituationen, in denen Bewegungsvorschläge gemacht werden. Auch ist die Schaffung von erfahrungsträchtigen Situationen wichtig. Die Schüler müssen zum Beispiel ihr Balanceverhalten selbst Erspüren.
Abschließend sind noch die Gesprächsphasen zu erwähnen die sehr wichtig sind, sie sollen den Schülern die Möglichkeit geben sich über ihre Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen. Auch können Anregungen für neue Dinge, die man ausprobieren sollte, weitergegeben werden.
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Arbeit zitieren:
Christine Töltsch, 2001, Bewegen auf Rollen und Rädern, München, GRIN Verlag GmbH
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Unterrichtsstunde: Koordinationsschulung mit dem Rollbrett - Wie lenke...
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Sport - Sportpädagogik, Didaktik: Bewegen auf Rollen und Rädern ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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