Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Kennzahlensysteme und ihre Bedeutung 2
2.1. Von der Kennzahl zum Kennzahlensystem 2
2.2. Kennzahlensysteme zur Analyse von Unternehmen 3
2.2.1. Die externe Analyse 3
2.2.2. Die interne Analyse 4
2.3. Arten von Kennzahlensystemen 5
2.3.1. Klassische Kennzahlensysteme 5
2.3.2. Selektive Kennzahlensysteme 10
3. Warum sind Kennzahlensysteme Grundlage des Risikomanagements? 11
3.1. Das frühzeitige Erkennen zukünftiger Probleme 12
3.2. Hauptbestandteil des Planungs- und Kontrollprozesses 13
3.3. Grenzen der Aussagekraft 13
4. Welche Kennzahlensysteme eignen sich im Risikomanagement? 14
4.1. Kann man ein Kennzahlensystem pauschal empfehlen? 14
4.2. Welches Kennzahlensystem eignet sich am besten? 14
5. Zum Schluss 17
Literaturverzeichnis
II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Aufl. Auflage d.h. das heißt etc. et cetera i.d.R. in der Regel o.ä. oder ähnliches ROI return on investment usw. und so weiter vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel ZVEI Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie e.V.
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Quelle: Entnommen aus: Weber 1995, S. 206, Du Pont-
1. Einleitung
Cash-Flow-Rendite, Umsatzrentabilität und Anlageintensität. Das sind nur wenige von vielen Kennzahlen, die man im täglichen Leben aufschnappen kann. Als Konsument z.B. von Nachrichten aus der Wirtschaft könnte man vermuten, dass unternehmerische Entscheidungen nur auf Kennzahlen basiert sind. Für den einfachen Betrachter erschließt sich meist nicht der Sinn, der hinter der nüchternen Analyse eines Unternehmens oder Branche mittels Kennzahlen steht. Doch warum wird eben diese nüchterne Betrachtung gewählt?
Aus diesem Grund soll in der hier vorliegenden Seminararbeit „Kennzahlensysteme als Basis für das Risikomanagement? Eine kritische Analyse“ soll daher genauer betrachtet werden, warum viele Managemententscheidungen besonders im strategischen Controlling auf Kennzahlensystemen und daraus abgeleiteten Führungssystemen basieren. Dass bei den streng mathematischen und logischen Beziehungen, die in einem solchen System vorherrschen, qualitative Bestimmungsfaktoren des Unternehmenserfolges wie beispielsweise
Kundenzufriedenheit oder Qualität der Produktpalette wichtig sind, scheint auf der Hand zu liegen.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der im dritten Kapitel der hier vorliegenden Arbeit behandelt wird, ist, inwiefern mit Kennzahlensystemen die e rhofften Frühwarnsysteme im Bereich des Risikomanagements den Anforderungen
entsprechen und inwiefern für die Unternehmen dieses eher ein Segen oder eine zusätzliche Belastung ist.
„Bei militärischen Organisationen gehören Frühwarnsysteme zum Pflichtbloc k der Aufbau- und Ablauforganisation.“ 1 Dieser Umstand ist offensichtlich, da es überlebenswichtig ist, jeden Schritt des oder der Gegner frühzeitig zu erkennen. Ein rechtzeitiges Realisieren der Handlungen des Gegners ist zwar kein Erfolgsgarant, die Erfolgschancen steigern sich jedoch. 2 Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob es sich bei solch einem Umstand um eine zusätzliche Belastung der Unternehmen handeln kann, wo doch die Beobachtung der Gegner (Konkurrenz) überlebenswichtig sein kann?
1 Kessler 2003, S. 66
2 vgl. Kessler 2003, S. 66
1
2. Kennzahlensysteme und ihre Bedeutung
Im weiteren Verlauf soll festgestellt werden, warum Kennzahlen in der Wirtschaft und den einzelnen Unternehmen eine solche Bedeutung gewonnen haben. Mit Beginn der wissenschaftlichen Betrachtung von ökonomischen Zusammenhängen wurden immer mehr Systeme entwickelt, um Einfluss auf den Erfolg einer Unternehmung zu nehmen und diesen vorauszusehen bzw. zu planen.
2.1. Von der Kennzahl zum Kennzahlensystem
Kennzahlen sind quantitative oder qualitative Größen, die die Lage eines Unternehmens bzw. die Zusammenhänge in diesem kurz und informativ erklären sollen. Sie helfen komplexe Systeme und Sachverhalte in einem Unternehmen besser zu verstehen. Außerdem dienen sie der Vergleichbarkeit von Unternehmen und als Hilfsmittel der Analyse, um z.B. die finanzielle Situation eines Unternehmens zu bewerten. In diesem Bereich sind insbesondere die Bilanzanalyse und der Betriebsvergleich stark verbreitet. Diese Bewertung ist für Banken, Lieferanten und Kunden von zentraler Bedeutung.
Dazu werden Absolut- und Verhältniszahlen gebildet, wobei die Absolutzahlen Bestandsgrößen sind wie beispielsweise Lagerbestand oder Kassenbestand. Bei den absoluten Kennzahlen differenziert man zwischen Einzelkennzahlen (Auftragseingang aus einem Verkaufsgebiet), Summenkennzahlen (Kosten für eine Kostenstelle), Differenzkennzahlen (Deckungsbeitrag) und Mittelwerte
(durchschnittlicher Auftragswert je Kunde). 3 Dagegen unterscheidet man bei den Verhältniszahlen zwischen Beziehungs-, Gliederungs- und In dexzahlen. „Bei Beziehungszahlen werden zwei verschiedenartige Größen (z.B. Rentabilität als Gewinn zu Kapital) zueinander ins Verhältnis gesetzt.“ 4 Gliederungszahlen „drücken die Relation zwischen einer Teilgröße und der zugehörigen Gesamtgröße aus (z.B. Eigen- zu Gesamtkapital).“ 5 Durch die Indexzahlen wird die Veränderung
3 vgl. Brühl 2004, S. 411
4 Küpper 2001, S. 341
5 Perridon, Steiner 2002, S. 543
2
gleichartiger Zahlen beschrieben. Ein Beispiel dafür ist der Vergleich zwischen dem Ist-Umsatz und dem geplanten Umsatz.
Verhältniszahlen bilden Kennzahlen bzw. sind Bestandteil von Kennzahlen. Hinsichtlich ihrer Art unterscheidet man zwischen Rentabilitätskennzahlen, Liquiditätskennzahlen, leistungswirtschaftlichen Kennzahlen und zeitbezogenen Kennzahlen.
Da einzelne Kennzahlen an sich relativ wenig aussagekräftig sind, werden Verknüpfungen und Beziehungen zwischen diesen hergestellt. Die Beziehungen sind sehr unterschiedlich hinsichtlich ihrer Art und hängen von der Art der Kennzahl ab. Die Beziehungsarten werden als logische, empirische oder hierarchische Beziehung bezeichnet. Durch die Herstellung solcher Beziehungen können die Mehrdeutigkeit und die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten auf ein Minimum reduziert werden, so dass die Aussagekraft der Kennzahlen stark ansteigt. Aus diesem Grund macht die Analyse eines Unternehmens mittels Kennzahlen Sinn. Mit Hilfe der durchdachten Herstellung von Beziehungen zwischen einzelnen Kennzahlen lassen sich ganze Systeme entwickeln. „Kennzahlensysteme auf Basis finanzieller Daten wurden im deutschsprachigen Raum bereits in den 30er Jahren gefordert.“ 6 Durch diese Forderung sollte dem Ruf nach Vergleichbarkeit von Unternehmen Rechnung getragen werden. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts jedoch dauerte es, bis sich bei der Unternehmensanalyse eine Form von Systemcharakter entwickelt hatte. 7
2.2. Kennzahlensysteme zur Analyse von Unternehmen
2.2.1. Die externe Analyse
„Im Rahmen der externen Analyse werden häufig Kennzahlensysteme eingesetzt.“ 8 Seit den 70er Jahren ist die Erstellung von Kennzahlensystemen immer zielorientierter geworden. Vom ersten Kennzahlensystem im eigentlichen Sinne, dem Du Pont-Kennzahlensystem, bis heute ist eine Vielzahl von allgemeinen und individuellen Systemen entwickelt worden. Allgemeine Systeme sind von neutraler Natur und können in fast allen Unternehmen eingesetzt werden, wohingegen
6 Reichmann 2001, S. 23
7 vgl. Reichmann 2001, S. 23
8 Reichmann 2001, S. 25
3
Arbeit zitieren:
Patrick Meinhard, 2004, Kennzahlensysteme als Basis für Risikomanagement? Eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag GmbH
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