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Die Förderung von Teamarbeit und Teamentwicklung

Titel: Die Förderung von Teamarbeit und Teamentwicklung

Diplomarbeit , 2001 , 89 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Hans Thaler (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Jeder von uns hat in irgendeiner Form schon einmal mit anderen Menschen zusammen eine Tätigkeit verrichtet. Ob man nun in der Schulzeit mit einem Freund zusammen gelernt hat, ob man beim Fußballspiel mit den Sportkameraden gemeinsam versucht hat, mehr Tore als der Gegner zu schießen oder ob man am Arbeitsplatz zusammen mit Arbeitskollegen ein Projekt durchgeführt hat: In allen Beispielen spielt Zusammenarbeit oder Teamwork eine große Rolle, sie findet in Arbeitsgruppen, Lerngruppen, Teams etc. statt. Die Gegenwart kennt viele Begriffe für ein „mit mehreren Personen gemeinsam tätig sein“.

Was auf dem Sportplatz mit einer gut eingespielten Mannschaft oder in der Lerngruppe bei Kaffee und Kuchen gut funktionieren kann, nämlich das gemeinsame Bearbeiten von Problemstellungen mit einer bestimmten Zielverfolgung (hier der Sieg über das gegnerische Team, dort das Erlernen und Verstehen von Lernstoff), soll auch in der Wirtschaft, in Betrieben klappen.

Team- oder Gruppenarbeit als Arbeitsform bzw. Teammanagement als Konzept ist in den letzten Jahren viel diskutiert und teilweise umgesetzt worden, einige Autoren sprechen in diesem Zusammenhang gar von einer Modeerscheinung in der Wirtschaft. Die veränderte Wettbewerbssituation hat viele Unternehmen in den vergangenen Jahren mit neuen Fragen und Herausforderungen konfrontiert und veranlasst, dass eine weitgehend unübersichtliche Vielzahl von Managementkonzepten entworfen und umgesetzt wurde. Viele dieser Konzepte waren jedoch nicht von langer Dauer. Die Bedeutung von sogenannten „Qualitätszirkeln“, durch welche die Mitbestimmung und Eigenverantwortung der einzelnen Mitarbeiter erhöht, Problemlösungen in eigener Regie verwirklicht und somit die Gesamteffizienz des Unternehmens gesteigert werden sollten, war schon seit der „Japan-Hysterie“, wie es Antoni (Antoni, C. 1994) ausdrückt, Anfang der 80er Jahre in aller Munde, sie konnten sich jedoch nicht langfristig in den Management- und Qualitätssicherungskonzepten der Unternehmen etablieren.

Die Studie des Massachussets Institute of Technologies (MIT) von 1991 (Womack, Jones & Roos 1991) zeigte am Beispiel der Automobilindustrie die Grenzen des tayloristisch-fordistischen Fertigungs- und Organisationsparadigmas auf und verwies auf die Vorteile der sogenannten „Lean production“, der „schlanken Produktion“: [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. MAKROEBENE

1.1 Gruppe und Team – Synonyme oder gibt es Unterschiede?

1.1.1 Die Gruppe

1.1.2 Das Team

1.1.3 Vergleich der beiden Begriffe

1.2 Die Arbeit in Gruppen

1.2.1 Gruppenarbeit

1.2.1.1 Allgemeine Bedeutung von Gruppenarbeit

1.2.1.2 Dimensionen der Gruppenarbeit in Unternehmen

1.2.1.2.1 Gruppenarbeit als Ergänzung der regulären betriebl. Arbeitsorganisation

1.2.1.2.2 Gruppenarbeit als Form der regulären betrieblichen Arbeitsorganisation

1.2.1.3 Verbreitung der Arbeitsform Gruppenarbeit

1.2.2 Teamarbeit

1.2.2.1 Bedeutung von Teamarbeit

1.2.2.2 Situation der Teamarbeit

1.2.2.3 Umsetzung von Teamarbeit in der Praxis

1.3 Der Prozess der Teamentwicklung

1.3.1 Der Begriff Teamentwicklung

1.3.2 Entwicklungsphasen eines Teams

1.3.3 Personale Ziele der Teamentwicklung

2. MIKROEBENE

2.1 Personelle Konstellation in einem Team

2.1.1 Führung im Team

2.1.2 Persönlichkeitstypen im Team

2.2 Qualifikationen und Eigenschaften der Teamfähigkeit

2.2.1 Allgemeinwissen als Pendant zum Fachwissen

2.2.2 Schlüsselqualifikation und Handlungskompetenz

2.2.3 Teamfähigkeit

2.2.4 Soziale Kompetenz

2.2.5 Kommunikationsfähigkeit

2.3 Maßnahmen zur Qualifizierung

2.3.1 Allgemeine Aspekte zur Lehrbarkeit fachübergreifender Qualifikationen

2.3.2 Diskussion: Kompetenzentwicklung oder Weiterbildung?

2.3.3 Unternehmerische Weiterbildungsmaßnahmen nach dem Lernort

2.3.3.1 Entwicklungsmaßnahmen on the job (Lernen am Arbeitsplatz)

2.3.3.2 Entwicklungsmaßnahmen near the job

3.3.3.3 Entwicklungsmaßnahmen off the Job

2.3.3.4 Gesamtbewertung der Maßnahmen

2.3.4 Unternehmerische Weiterbildungsmaßnahmen nach inhaltlichen Aspekten

2.3.5 Ausgewählte Qualifizierungskonzepte der aktuellen Diskussion

2.3.5.1 Coaching

2.3.5.2 Fallstudien und Planspiele

2.3.5.3 Outdoor-Trainings

3. ERWACHSENENPÄDAGOGISCHE ASPEKTE DER TEAMENTWICKLUNG

3.1 Grundüberlegungen zum „Pädagogischen“ an der Teamentwicklung

3.1.1 Teamarbeit, Weiterbildung und Teamentwicklung als Bildungsprozess

3.1.2 Teamentwicklung im Spannungsfeld

3.2 Pädagogische Interventionen

3.2.1. Vorüberlegungen

3.2.2 Prozessmodell des Lernens bei der Teamarbeit

3.3 Didaktische Umsetzung

3.3.1 Teamlernen: Lernprozess Einzelner und des Teams

3.3.1.1 Der Aufbau eines Teamlernprozesses

3.3.1.3 Motivation und Freiwilligkeit von Teamentwicklungsmaßnahmen

3.4 Teamtrainingskonzepte in der betrieblichen Weiterbildung

3.4.1 Teamtraining nach der gruppendynamischer Methode (off-the-job)

3.4.2 Teamtraining nach der Projektmethode (on-, near- oder off the job)

3.4.3 Vergleich beider Konzepte

3.3.2 Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen zur Teamentwicklung

3.5 Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Teamentwicklung innerhalb von Organisationen und analysiert, wie Weiterbildungsmaßnahmen zur Leistungssteigerung und Kompetenzentwicklung von Teams beitragen können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die pädagogischen Aspekte der Teamentwicklung und die Frage, inwieweit gezielte Trainings den Erfolg von Teamentwicklungsprozessen maßgeblich unterstützen können.

  • Unterscheidung und Abgrenzung der Begriffe „Gruppe“ und „Team“.
  • Analyse der verschiedenen Formen der Gruppen- und Teamarbeit in Unternehmen.
  • Darstellung der Prozessphasen der Teamentwicklung und deren pädagogische Relevanz.
  • Untersuchung von Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz und Teamfähigkeit.
  • Vergleich betrieblicher Weiterbildungskonzepte (on-, near- und off-the-job).
  • Evaluation der Effektivität von Teamentwicklungsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Das Team

Über den Begriff „Team“ finden wir bei Schneider (1996, S.96/97) folgende Aspekte: „[...] in Abgrenzung zur umfassenderen Verwendung des Ausdrucks „Team" für die harmonisch zusammenarbeitenden Betriebs- bzw. Abteilungsangehörigen, ist unter dem Funktionsbegriff „Team“ eine kleine, überschaubare Gruppe zu verstehen, welche auf der strategischen Ebene Tätigkeiten vom Typus Informationsbeschaffung, Informationsverarbeitung, Urteilsbildung, Planung, Strategie-Entwicklung und Problemlösung ausübt“.

Diese „besondere Art“ einer Gruppe (bzgl. Form und Qualifikation) fungiert entweder als ständige Einrichtung über einen längeren Zeitraum hinweg (,,Langzeitteam“) oder nur für einen begrenzten Zeitraum zur Lösung temporärer Einzelprobleme, und dies - je nach thematischem Inhalt - vorwiegend in den Funktionsbereichen Projektierung, Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Marketing, Vertrieb, betriebliches Vorschlagwesen, Umweltschutz, Personalentwicklung und Führungsorganisation.

Schneider betont dabei den organisatorischen Freiraum eines Teams, das Tätigkeitsfeld ist von hoher Autonomie und weitreichender Selbststeuerungskompetenz neben der vorhandenen Organisationshierarchie geprägt. Teams bieten die Möglichkeit, sorgfältig ausgesuchte Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fach- bzw. Funktionsbereichen und von unterschiedlichen hierarchischen Ebenen der Organisation (u.U. auch von außerhalb) „zu einer zahlenmäßig begrenzten, funktionsgegliederten Gruppe mit gemeinsamer Zielsetzung zusammenzufassen“ (Schneider 1996, S.96/97).

Zusammenfassung der Kapitel

1. MAKROEBENE: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Unterschiede zwischen Gruppe und Team und beleuchtet verschiedene betriebliche Arbeitsformen wie Qualitätszirkel und teilautonome Arbeitsgruppen.

2. MIKROEBENE: Hier steht das Individuum im Fokus, wobei wichtige Qualifikationen wie Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit sowie entsprechende Trainingsmaßnahmen analysiert werden.

3. ERWACHSENENPÄDAGOGISCHE ASPEKTE DER TEAMENTWICKLUNG: Dieser Teil betrachtet Teamentwicklung als Bildungsprozess, analysiert didaktische Modelle sowie Evaluationsansätze für die betriebliche Weiterbildung.

Schlüsselwörter

Teamarbeit, Teamentwicklung, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Weiterbildung, Gruppenarbeit, Sozialkompetenz, Kommunikation, Teamfähigkeit, Kompetenzentwicklung, Qualifizierung, Lernprozess, Führung, Lean Production, Handlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Teamarbeit in Organisationen und untersucht, wie diese Arbeitsform durch gezielte Weiterbildung gefördert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung zwischen Gruppen- und Teamarbeit, der Teamentwicklung als Bildungsprozess sowie auf verschiedenen Qualifizierungskonzepten in der betrieblichen Weiterbildung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept der Teamentwicklung als Bestandteil der Organisationsentwicklung zu beleuchten und aufzuzeigen, welche pädagogischen Ansätze für eine erfolgreiche Weiterbildung von Teams notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor führt eine tiefgehende Literaturanalyse durch, vergleicht bestehende Definitionen und Konzepte und stützt sich auf empirische Studien anderer Forscher, um die pädagogischen Anforderungen an moderne Teamentwicklung abzuleiten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Makro- und eine Mikroebene, in denen sowohl die organisatorischen Strukturen von Teams als auch die individuellen Voraussetzungen der Teammitglieder (wie Schlüsselqualifikationen) untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Teamentwicklung, Teamfähigkeit, Sozialkompetenz, Organisationsentwicklung und betriebliche Weiterbildung.

Wie unterscheidet sich die "Projektmethode" von der "gruppendynamischen Methode"?

Die gruppendynamische Methode (off-the-job) zielt primär auf die Verbesserung der sozialen Handlungsfähigkeit in einer Laborumgebung ab, während die Projektmethode (on-/near-/off-the-job) darauf ausgerichtet ist, praxisnahe, komplexe Aufgaben unter realen Bedingungen zu bewältigen.

Warum ist die "Teamentwicklung" laut Autor ein pädagogischer Prozess?

Weil das Team erst durch gemeinsames Lernen, Reflexion und die Vermittlung von Kompetenzen zur wirklichen "Reife" und "Mündigkeit" gelangt, was analog zu Bildungsprozessen in der Erwachsenenbildung zu verstehen ist.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Förderung von Teamarbeit und Teamentwicklung
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Fakultät Pädagogik, Psychologie, Philosophie)
Note
2,3
Autor
Hans Thaler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
89
Katalognummer
V25364
ISBN (eBook)
9783638280129
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Förderung Teamarbeit Teamentwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hans Thaler (Autor:in), 2001, Die Förderung von Teamarbeit und Teamentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25364
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Leseprobe aus  89  Seiten
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