Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Abgrenzung des Untersuchungsgebietes 3
3. Der Altai 4
3.1. Lage, Geologie und Morphologie 4
3.2. Klima und Hydrographie 6
3.3. Böden und Vegetation 7
3.4. Tierwelt und menschlicher Einfluss 8
4. Der Sajan 9
4.1. Lage, Geologie und Morphologie 9
4.2. Klima und Hydrographie 10
4.3. Böden und Vegetation 11
4.4. Tierwelt und menschlicher Einfluss 12
5. Baikalien und Transbaikalien 12
5.1. Lage, Geologie und Morphologie 12
5.2. Klima und Hydrographie 14
5.3. Böden und Vegetation 15
5.4. Tierwelt und menschlicher Einfluss 16
6. Nordostsibirische Gebirge 16
6.1. Lage, Geologie und Morphologie 16
6.2. Klima und Hydrographie 17
6.3. Böden und Vegetation 18
6.4. Tierwelt und menschlicher Einfluss 19
7. Putorana-Gebirge 19
7.1. Lage, Geologie und Morphologie 19
7.2. Klima und Hydrographie 20
7.3. Böden und Vegetation 21
1
7.4. Tierwelt und menschlicher Einfluss 21
8. Zusammenfassung 21
9. Literaturverzeichnis 22
10. Abbildungsverzeichnis 23
2
1. Einleitung
Der Titel dieser Hausarbeit lautet „Altai und ostsibirische Gebirge“. Trotz der Betonung des Altais im Titel möchte ich in dieser Arbeit vor allem auch die Gebirge Ostsibiriens vorstellen. Der gesamte Osten Russlands, eigentlich alles was östlich des Urals liegt, wird in der Regel recht selten betrachtet und so findet sich auch nur spärlich Literatur in Deutsch oder Englisch. Dennoch finde ich gerade dieses Gebiet sehr interessant, da es den Europäern noch weitgehend unbekannt ist.
In dieser Arbeit sollen dabei der geologische Bau, die geomorphologischen Formen, das Klima, die Vegetation und Tierwelt, sowie der menschliche Einfluss in dieser Region der Erde betrachtet werden.
2. Abgrenzung des Untersuchungsgebietes
Die zu untersuchenden Gebirge in dieser Arbeit sind in einem sehr großen Gebiet verstreut. Die Ausdehnung erstreckt sich in West-Ost Richtung von ca. 83° bis 150° östl. Länge und in Nord-Süd Richtung von ca. 70° bis 52° nördl. Breite. Dabei liegen der Großteil der Gebirge in
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der südlichen Region des abgegrenzten Gebietes und ein weiterer in der östlichen Region. Ein einzelnes Gebirge befindet sich auch im Nordwesten.
Insgesamt werden in dieser Arbeit folgende Mittel- und Hochgebirge behandelt: das Putorana-Gebirge, der Russische Altai, der West- und Ostsajan, Baikalien und Transbaikalien, d.h. Ba ikal- und Jablonowyj-Gebirge, sowie das Werchojansker-, Tschersker- und Suntar-Gebirge. All diese Gebirge liegen nach russischer Bezeichnung an den Rändern der Sibirischen Platt-form oder auf der Selbigen. Die Sibirische Plattform selbst ist präkambrischen Alters (> 590 Mio. a) und entspricht in der westliche n Literatur im Wesentlichen der Mittelsibirischen Tafel. Die an den Rändern liegenden Gebirge sind morphologisch stärker gegliedert und beinhalten präkambrische Massive, sowie paläozoische und mesozoische Faltensysteme.
3. Der Altai
3.1. Lage, Geologie und Morphologie
Der Altai im Ganzen liegt in der südöstlichen Ecke des Untersuchungsgebietes. Er ist ein großes Gebirgssystem, das im Norden steil zur westsibirischen Niederung abfällt und im Westen an die hügelige Rumpflandschaft Kasachstans grenzt. Im Südosten und Nordosten reihen sich weitere Gebirge, nämlich der Mongolische Altai und der Westsajan an. Im Süden wird das Gebirge durch den schwarzen Irrtysch vom Tarbagatai abgegrenzt. Der Altai selbst kann in drei Teile untergliedert werden, den Südaltai, Zentralaltai und Ostaltai. Der zentrale und östliche Teil wird auch als Bergaltai, Russischer Altai oder auch Sibirischer Altai bezeichnet.
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Die Struktur des Altai im Ganzen ist die eines kaledonischen Faltengebirges paläozöischen Alters, wobei die Streichrichtung von NW nach SO verläuft. Der Erzaltai jedoch wurde im Mesozoikum nochmals, also variskisch, gefaltet. Danach wurde das gesamte Altaigebiet bis ins Alttertiär abgetragen und dann im Neogen und Quartär durch Neotektonische Bewegungen einer Blockhebung unterworfen. Dadurch entstanden die heutigen Morphostrukturen. Im Pleistozän war der Altai vereist und wurde auch durch die Erosionsfähigkeit der Flüsse nochmals überprägt. Belege dafür sind alpine Reliefformen wie Kare, Kartreppen, Moränen, Karseen, Taltröge und glazifluviale Schotterfluren. Es finden sich alte Gesteine, wie präkambrische Granite, Gneise, Schiefer und Marmor, daneben paläozoische Gesteine, wie Kalke, grobe Sandsteine, Konglomerate, Intrusivkörper und Effusiva. Der Altai bildet heute ein kompaktes Hochgebirge mit stark untergliederten Reliefformen. Es finden sich steile, schroffe Gebirgskämme, daneben Ebenen und Hochplateaus. Die Ebenen liegen in Höhen zwischen 1000-1800 m. Sie sind durch Lockermaterial, das von den erodierten Gebirgshängen stammt, aufgefüllt und enthalten meist eiszeitliche Stauseen oder sogar Moore. Die schmalen Hochplateaus hingegen liegen direkt zwischen den Gebirgsketten in 2000 - 3000 m Höhe. Die Flüsse, die zum Teil dort entspringen, schneiden sich abseits der Hochplateaus in das Gestein ein und bilden tiefe Schluchten. Die höchste Erhebung des Altai liegt im Bergaltai und ist der zweigipflige Bjelucha mit einer Höhe von 4506 m ü. NN.
Direkt im Bergaltai, unweit des Bjelucha, entspringt einer der größten Flüsse Sibiriens, der Ob (3650 km Länge). Dieser bildet zusammen mit dem Irrtysch eines der längsten Flusssysteme Asiens mit einer Länge von 5410 km. Er ist eine wichtige Wasserstraße für den Trans-port von Bauholz und Getreide.
Eine Besonderheit stellen die warmen Quellen (bis 45° C) dar, die im Altai zu finden sind. Die Quelle von Belokuricha liegt südlich von Bijsk am Nordrand des Gebirges. Eine weitere, die Rachmanow-Quelle, liegt in 1725 m Höhe im Einzugsgebiet der Buchtarma (nach Geograph. Zonen der SU, S. 376). Der Altai ist reich an Kohle, Zink und Blei, daneben kommen auch Gold, Eisenerz, Kupfer, Silber und Zinn vor.
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Arbeit zitieren:
Diplom-Geograph Univ. Bernd Stummer, 2003, Altai und Ostsibirische Gebirge, München, GRIN Verlag GmbH
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