Gliederung
1. Einleitung 3
1.1. Problemstellung 3
1.2. Aufbau 4
1.3. Forschungsstand 4
2. Der rechte Flügel der NSDAP 5
2.1. Ideologie 5
2.2. Innenpolitik / Staatsaufbau 7
2.3. Wirtschaft 9
2.4. Außenpolitik 12
2.5. Rassen- / Judenfrage 14
3. Der linke Flügel der NSDAP 16
3.1. Ideologie 16
3.2. Verhältnis zu Hitler und Gemeinsamkeiten 17
3.3. Unterschiede zu Hitler 18
3.4. Rasse und Volk 19
3.5. Wirtschaft 20
3.6. Innenpolitik / Staatsaufbau 27
3.7. Außenpolitik 28
4. Schlussbetrachtung 30
5. Bibliographie 31
5.1. Selbständig erschienene Literatur 31
5.2. Unselbständig erschienene Literatur 32
5.3. Quellen 33
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1. Einleitung
1.1. Problemstellung
Am 24. Februar 1920 kam es aufgrund des Druckes Adolf Hitlers zur ersten Großversammlung der Deutschen Arbeiterpartei. Im Verlauf dieser Versammlung, an der rund 2000 Besucher teilnahmen, trug Hitler zum erstem Mal die 25 Parteiprogramm-Punkte der DAP vor 1 . Obwohl es zur damaligen Zeit für niemanden absehbar war, begann damit die Aufspaltung der späteren NSDAP in einen rechten und einen linken Flügel. Hitler zeigte in der darauf folgenden Zeit bereits sein wahres Gesicht als parteipolitischer Taktiker, indem er sich öffentlich weder mit dem Programm identifizierte noch es für ernst nahm. Insbesondere der Punkt 13 (Verstaatlichung aller vergesellschafteten Betriebe 2 ) und Punkt 17 (unentgeltliche Enteignung von Bodenbesitzern 3 ) waren ihm ein Dorn im Auge. Allerdings gab es zahlreiche Parteimitglieder, die das Programm mitsamt der „sozialistischen“ Punkte vertraten. Aus ihnen bildete sich später der linke Flügel der NSDAP. Hitler nahm das ihm unangemessene Programm und die sozialistischen Mitglieder zunächst stillschweigend hin, da er sein primäres Ziel - den Ausbau der damaligen DAP zu einer Massenorganisation unter seiner Führung 4 - genau vor Augen hatte. Sobald Hitler den Parteivorsitz inne hatte, wollte er dafür sorgen, daß die Hauptverfasser des Programms Anton Drexler und Gottfried Feder keinen Unfug anrichten 5 .
Im Rahmen dieser Arbeit soll deutlich gemacht werden, wie sehr sich die Vorstellungen der beiden Parteiflügel letztlich voneinander unterscheiden und weshalb es zwangsläufig zu einem Konflikt kommen musste.
1 Vgl.: Maser, Werner: Die Frühgeschichte der NSDAP. Hitlers Weg bis 1924, Frankfurt am
Main 1965, S. 203ff.
2 Vgl.: ebd., S. 468ff.
3 Vgl.: ebd., S.107.
4 Vgl.: Schäfer, Wolfgang: NSDAP. Entwicklung und Struktur der Staatspartei des Dritten
Reiches, Hannover 1956, S. 5ff.
5 Maser, Werner: Die Frühgeschichte der NSDAP. Hitlers Weg bis 1924, Frankfurt am Main
1965, S. 208.
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1.2. Aufbau
Hierzu werden wir in Kapitel 2 zunächst auf den rechten Flügel der NSDAP eingehen. Im Mittelpunkt steht dabei die (Rassen-)Ideologie Adolf Hitlers, aus der sich seine Einstellungen zu Fragen der Wirtschaft, Innen- sowie Außenpolitik ergeben. In Kapitel 3 sollen die Kernelemente der Strasserschen Ideologie herausgearbeitet werden. Auch hier werden die Felder Wirtschaft, Innen- und Außenpolitik betrachtet. Dieses Kapitel ist vergleichend angelegt, so dass die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zum rechten Flügel der NSDAP ersichtlich werden. In der Schlussbetrachtung werden die Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal kurz zusammengefasst. Außerdem soll eine Antwort gefunden werden, weshalb sich der rechte gegenüber dem linken Flügel der NSDAP schließlich durchsetzen konnte.
1.3. Forschungsstand
Zur Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus i st mittlerweile eine Unmenge an Literatur verfügbar. Insbesondere die Person Adolf Hitler hat durch die Forschung eine intensive Aufarbeitung erfahren. Für diese Arbeit waren die Publikationen von Werner Maser 6 , Christian Zentner 7 und Christian Graf von Krockow 8 sehr hilfreich. Im Gegensatz dazu ist das Phänomen einer „linken NSDAP“ in der Forschung weitaus weniger beachtet worden. Dementsprechend gestaltet sich auch die Literaturlage. Herauszuheben ist hierbei Reinhard Kühnls „Die nationalsozialistische Linke 1925 - 1930“ 9 . Ferner dienten uns als wichtigste Quellen Adolf Hitlers „Mein Kampf“ 10 sowie Otto Strassers „Aufbau des deutschen Sozialismus“ 11 .
6 Vgl. Maser, Werner: Adolf Hitler. Legende. Mythos. Wirklichkeit, München 1997.
7 Vgl. Zentner, Christian: Adolf Hitlers Mein Kampf. Eine kommentiere Auswahl, München
1995.
8 Krockow, Christian Graf von: Hitler und seine Deutschen, München 2002.
9 Vgl. Kühnl, Reinhard: Die nationalsozialistische Linke 1925-1930. Meisenheim am Glan
1966
10 Vgl. Hitler, Adolf: Mein Kampf, München 1934.
11 Vgl. Strasser, Otto: Aufbau des Deutschen Sozialismus. Leipzig 1932
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2. Der rechte Flügel der NSDAP
2.1. Ideologie
Im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Ideologie steht die Volksgemeinschaft. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft sollten durch die Schützengrabenerfahrung des Ersten Weltkrieges geeint werden. Unter ihnen gab es keine Klassenunterschiede. Doch nicht nur ehemalige Frontsoldaten, sondern auch Arbeiter sollten vom Marxismus gelöst und nach einer Umerziehung in die Gemeinschaft integriert werden 12 . Hieraus ergibt sich die Frage, wer an der Spitze des Volkes steht. Dieses sollte laut Hitler nicht von einer gewählten Mehrheit, sondern von einer Persönlichkeit regiert werden. Denn ein Volk, das nach außen hin den Anspruch erhebt das höchste der Welt zu sein, kann innenpolitisch nur von den besten Menschen, also einer Elite, vertreten werden 13 . Hitler selbst sah sich als solch ein Auserwählter, den die Vorsehung für eine tragende Rolle in der Geschichte bestimmt hatte 14 . Er ging davon aus, daß die Weltgeschichte nur „durch Minoritäten gemacht“ 15 wird. Allerdings muß die Minderheit den Willen der Mehrheit hinter sich bringen.
Um dies zu erreichen, ist eine Erziehung des Volkes notwendig. Dieses muß an eine Idee oder einen zukünftigen Zustand glauben, denn nur so kann man seine Kräfte mobilisieren. Ähnlich der Religion, die ihren Anhängern ihre Lehre durch Dogmen übermittelt, wollte Hitler durch gezielte Propaganda das deutsche Volk von der eigenen Überlegenheit überzeugen. Dies sollte geschehen, indem man nicht den Verstand, sondern ausschließlich die Gefühle der Menschen anspricht. Denn das Volk möchte nicht belehrt, sondern berührt werden. Folglich hat sich die Propaganda an dem untersten geistigen Niveau zu orientieren, um alle Menschen zu erreichen. Und je
12 Vgl. Zitelmann, Rainer: Der Nationalsozialismus, In: Fetscher, Ingrid / Herfried Münkler
(Hrsg.): Pipers Handbuch der politischen Ideen. Neuzeit. Vom Zeitalter des Imperialismus zu
den neuen sozialen Bewegungen, München 1987, S. 329.
13 Vgl. Kühnl, Rainer: Der deutsche Faschismus in Quellen und Texten, Köln 1987, S. 114f.
14 Vgl. Maser, Werner: Adolf Hitler. Legende. Mythos. Wirklichkeit, München 1997, S. 416.
15 Hitler, Adolf: Mein Kampf, München 1934, S. 441.
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weniger das Volk von den wahren Absichten der Herrschenden weiß, um so einfacher ist es zu manipulieren 16 .
Dabei ist es sogar unerheblich, ob die propagierten Ziele je erreicht werden können. Auch der Weg muß nicht festgelegt sein. Hitler hielt es bisweilen auch nicht für möglich die eigenen Ziele zu verwirklichen. Er glaubte nicht, „daß es gelingen könnte, jemals ein fehlerloses Zeitalter herbeizuführen“ 17 . Als Grund hierfür schiebt er die Unzulänglichkeit der Menschen vor. Doch dies kommt ihm gelegen. Denn so ist es auch nicht möglich ihn an der Erfüllung seiner Ziele zu messen 18 .
Daß Hitler das Volk (oder die Masse, wie er es häufig bezeichnete) lediglich als Mittel zum Zweck diente, zeigte sich an der bereits in Kapitel 1.1. erwähnten Verkündung des 25-Punkteprogramms der DAP, hinter dem er keineswegs stand 19 . Doch während er die Thesen den Besuchern der Versammlung darlegte, wandelte sich die Stimmung im Saal von aggressiv in begeistert. Zum Schluß jubelte ihm die Menge zu und klatschte Beifall 20 . Ob der von Hitler selbst geschilderte Vorgang der Wahrheit entspricht, ist nicht geklärt 21 . Letztlich zählt jedoch nur, daß es für ihn ein Schlüsselerlebnis war, welches ihm den Erfolg seiner Redegewalt aufzeigte. Außerdem erkannte er so die Notwendigkeit von Massenversammlungen, um die Menschen in eine Art Rauschzustand zu versetzen. Auch der Aufmarsch der SA als Ordnungstruppe und die damit verbundenen Saalschlachten schüchterten die Menschen zwar ein, imponierten ihnen aber zugleich. Dies alles machte es nach Hitlers Meinung einem Redner einfacher der Menge seinen Willen und seine Weltanschauung aufzuzwingen 22 . Hitler sprach bereits Jahre bevor er zum Reichskanzler ernannt wurde davon, daß er in seinem Staat nur die eigene Weltanschauung zulassen würde. Er machte keinen Hehl daraus andere gesellschaftliche und politische Gruppen zerstören zu wollen. Damit richtete er sich ganz klar gegen den liberalen Parlamentarismus der Weimarer Republik und gegen ein Mehr-
16 Vgl.
17 Hitler, Adolf: Mein Kampf, München 1934, S. 487ff.
18 Vgl. Maser, Werner: Adolf Hitler. Legende. Mythos. Wirklichkeit, München 1997, S. 418f.
19 Vgl. Hitler, Adolf: Mein Kampf, München 1934, S. 511.
20 Vgl. ebd., S. 404ff.
21 Vgl. Krockow, Christian Graf von: Hitler und seine Deutschen, München 2002, S. 83.
22 Vgl. ebd., S.77ff.
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Parteien-System. Nach dem gescheiterten Hitlerputsch von 1923 integrierte sich zwar die NSDAP legal in das System und wollte auch durch Wahlen und nicht durch Gewalt an die Macht kommen. Sie behielt als oberstes Ziel jedoch die Abschaffung der Demokratie bei 23 . Denn während mehrere Parteien immer miteinander taktieren und zu Kompromissen kommen, sind Ideologien konsequent und können den Anspruch auf Unfehlbarkeit erheben 24 . Das erklärt auch, weshalb Hitler das von ihm ungeliebte 25-Punkteprogramm als unerschütterlich 25 bezeichnete und nie direkt kritisierte. Denn hätte er dies getan, wären die Grundsätze für viele NSDAP-Mitglieder in Frage gestellt worden, was wiederum Hitler selbst in der Öffentlichkeit als fehlbar hingestellt hätte. Dies bestärkt im Übrigen auch die These von Adolf Hitler als Machiavellist, wonach er die nationalsozialistische Ideologie nur dazu benutzte, um sein Machtstreben zu befriedigen 26 .
Auch eine Vielzahl von Meinungen sei nicht zulässig, da daß Volk ansonsten die propagierte Weltanschauung anzweifeln könnte und nach dem Recht bzw. Unrecht anderer Ansichten fragen würde. Laut Hitler muß das Volk jedoch in einfachen abstrakten Strukturen denken und nur die genaue (von Hitler vorgefertigte) Unterscheidung in Freund und Feind vornehmen 27 .
2.2. Innenpolitik / Staatsaufbau
Hitler sah den Staat nur als Mittel zum Zweck. Der Staat hatte die Aufgabe die Volksgemeinschaft zu beschützen und zu fördern. Er war aristokratisch aufgebaut. An seiner Spitze stand der Führer, dem sämtliche politischen Ressorts unterstellt waren. Es sollte einzig und allein sein Wille gelten, dem jeder bedingungslos zu gehorchen hatte. Der Führer selbst ist in seinem Handeln niemandem Rechenschaft schuldig. Er ist somit der Einzige, der frei entscheiden kann. Außerdem erhebt er den Anspruch mit seinen
23 Vgl. Zentner, Christian: Adolf Hitlers Mein Kampf. Eine kommentiere Auswahl, München
1995, S. 97f.
24 Vgl. Hitler, Adolf: Mein Kampf, München 1934, S 507.
25 Ebd., S. 514.
26 Vgl. Zitelmann, Rainer: Der Nationalsozialismus, In: Fetscher, Ingrid / Herfried Münkler
(Hrsg.): Pipers Handbuch der politischen Ideen. Neuzeit. Vom Zeitalter des Imperialismus zu
den neuen sozialen Bewegungen, München 1987, S. 321.
27 Vgl. Krockow, Christian Graf von: Hitler und seine Deutschen, München 2002, S. 75f.
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Entscheidungen den Volkswillen zu vertreten. Dieses Prinzip setzte sich nach unten weiter fort. So wurde jedes politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Teilgebiet von einer Autoritätsperson geleitet, die den Willen des Führers umsetzten sollte. Den ausführenden Organen gesteht Hitler lediglich eine beratende Kompetenz zu. Denn die Masse sei keineswegs gebildet genug, um eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Diese Fähigkeit besitzen lediglich herausragende Persönlichkeiten 28 . Somit ist es nur logisch, daß Hitler einen unitaristischen Nationalstaat fordert, um Deutschland sowohl nach außen als auch nach innen hin gefestigt darzustellen. Die bundesstaatlichen Interessen haben stets hinter den nationalstaatlichen zurückzutreten. Alles andere würde eine Schwächung der gesamten Nation bedeuten 29 .
Wie sollte nun also der Staat unter Hitler funktionieren? Und wie sollten die Menschen regiert werden? Zunächst einmal bleibt festzuhalten, daß Hitler in diesem Zusammenhang keine konkreten Vorstellungen zu innenpolitischen Themen, wie z.B. Sozialpolitik, Verwaltungsapparat, etc., äußerte. Vielmehr beschränkt er sich auf die Frage, wie der Staat in die Erziehung junger Menschen eingreifen kann.
Laut Hitler hat ein junger Bürger mehrere strikt festgelegte Stationen zu durchlaufen. Der Staat begleitet ihn dabei von der Schule bis hin zum Militär. Hitler hebt immer wieder die notwendige „körperliche Ertüchtigung“ 30 , die zur „Stählung“ 31 des Körpers beiträgt, hervor. Die jungen Menschen sollen ihre Liebe zum Vaterland erkennen und bereit sein, dafür die Waffe in die Hand zu nehmen und zu kämpfen 32 . Kurzgesagt, Hitler möchte eine kriegswillige Generation heranziehen.
28 Vgl. Hitler, Adolf: Mein Kampf, München 1934, S 492 - 503; Zentner, Christian: Adolf
Hitlers Mein Kampf. Eine kommentiere Auswahl, München 1995, S. 98f.
29 Vgl. Hitler, Adolf: Mein Kampf, München 1934, S 645ff.
30 Ebd., S. 453, 454, 457, 458, 466.
31 Ebd., S. 453.
32 Vgl. ebd., S. 472ff.
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2.3. Wirtschaft
Zu Beginn dieses Kapitels möchten wir voranstellen, daß Hitler der Wirtschaft nur eine zweitrangige Bedeutung zukommen ließ. Dies zeigte sich insbesondere an dem fehlenden wirtschaftspolitischen Programm der NSDAP bis 1929. Nicht zuletzt wurde den Nationalsozialisten mangelndes ökonomisches Verständnis nachgesagt und die ständige Kritik an der Wirtschaftspolitik der Weimarer Republik sowie die eigene Konzeptlosigkeit vorgeworfen 33 .
Nach Hitlers Ansicht hatte sich die Wirtschaft kompl ett dem Staat unterzuordnen und diesen beim Erhalt der Volksgemeinschaft zu unterstützen. Da der Staat das Gewaltmonopol inne habe und somit auch den für ein Volk überlebensnotwendigen Krieg bestimme, sei es unmöglich, daß der von der Wirtschaft gewollte f riedliche Zustand (den er mit Pazifismus, Feigheit und Schwäche gleichsetzte) herrsche. Auch sollten die von einem Staat deklarierten obersten Ziele niemals wirtschaftlicher Natur sein, denn dies wäre die bloße Gier nach Geld. Das Wohlergehen der Wirtschaft hängt somit stets vom Wohlergehen des Volkes und Staates ab, und nicht umgekehrt 34 .
Die wirtschaftspolitische Ordnung, die Hitler darstellt, ist demzufolge sehr unkonkret. Sein wirtschaftliches Verständnis beschränkte sich einerseits auf gesicherte Lebensmittelversorgung des eigenen Volkes. Den tatsächlichen Wert von industriellen Ressourcen verkannte er komplett und maß ihnen allenfalls „eine untergeordnete Bedeutung“ 35 bei. Andererseits brandmarkte er das internationale (jüdische) Finanz- und Börsenwesen als Hauptfeind der deutschen Wirtschaft. Hitlers Begründungen hierzu lassen sich jedoch nur rassisch und keineswegs wirtschaftspolitisch interpretieren 36 .
33 Vgl. Volkmann, Hans-Erich: Das außenwirtschaftliche Programm der NSDAP 1930 -1933, In: Archiv für Sozialgeschichte, Band 27, 1977, S. 252f.
34 Vgl. Turner Jr., Henry A.: Hitlers Einstellung zu Wirtschaft und Gesellschaft vor 1933, In:
Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für historische Sozialwissenschaft, Heft 1, 1976, S.
90ff.
35 Ebd., S.94.
36 Vgl. Turner Jr., Henry A.: Hitlers Einstellung zu Wirtschaft und Gesellschaft vor 1933, In:
Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für historische Sozialwissenschaft, Heft 1, 1976, S.
97.
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Michael Münch, 2003, Eine Partei, Zwei Programme - Der rechte und der linke Flügel der NSDAP im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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