Anwendung des Bildungscontrolling in der Praxis –
Studien und Fallbeispiele
von: Joachim Rechenburg
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Einführung in die Thematik 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
2 Modelle des Bildungscontrolling 3
2.1 Überblick über die Modelle 3
2.2 Integratives Modell des Bildungscontrollings 3
2.3 Evaluationsmodell nach Kirkpatrick 7
2.4 Ansätze zur Nutzenermittlung 8
2.4.1 Utility-Analysis 8
2.4.2 Cost/Benefit-Analysis 9
2.4.3 Human Resource Accounting 9
3 Anwendung des Bildungscontrollings in der Praxis 10
3.1 Einleitende Erläuterungen 10
3.2 Methodik der Untersuchung 10
3.3 Motivation für den Einsatz von Bildungscontrolling (FF1) 11
3.4 Einsatz quantitativer vs. qualitativer Verfahren (FF2) 12
3.5 Ganzheitliches vs. schwerpunktbezogenes Controlling (FF3) 12
3.6 Messung des Nutzen von Bildungsmaßnahmen (FF4) 13
3.7 Unternehmensgröße (FF5) 14
3.8 Organisatorische Einbindung (FF6) 14
4 Ergebnis und Ausblick 15
5 Anhang 16
6 Literatur 51
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
Durch die immer schneller voranschreitenden Entwicklungen und die damit verbundenen Trends wie die Globalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, wachsender Umsetzungsbedarf von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Technologien in die Praxis, Änderungen in der Arbeitskultur und der Altersstruktur der Gesellschaft sowie steigende Ungleichheiten im Bildungsniveau, ist es notwendig geworden, nach Abschluss der Erstausbildung weitere Bildungsmaßnahmen parallel zur beruflichen Tätigkeit durchzuführen.1 Alle Maßnahmen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung werden dabei unter dem Begriff der Betrieblichen Bildungsarbeit subsumiert.2 Fertigkeiten, Kompetenzen und Werte der Mitarbeiter werden im Wesentlichen durch Bildung bestimmt. Obgleich die Bedeutung von Weiterbildung erkannt ist, besteht vielfach Rechtfertigungsdruck für Bildungsausgaben und begründet damit das steigende Interesse an geeigneten Controllingmodellen.3 Es besteht wenig Zweifel darüber, dass berufliche Bildungsmaßnahmen ausgeprägte Wettbewerbsfaktoren darstellen. Die oftmals erst langfristig erkennbaren und mit Unsicherheit behafteten Wirkungen einerseits, andererseits die erheblichen und unmittelbar anfallenden Kosten sprechen für den investiven Charakter der Bildungsmaßnahmen, deren bedarfsgerechten Einsatz es durch geeignete Controlling-Instrumente zu steuern gilt.4
Instrumente des Bildungscontrolling sind fast ausschließlich in der Praxis und damit weitgehend unabhängig von theoretisch-wissenschaftlichen Modellen entwickelt worden.5 Es wird in jüngster Zeit zunehmend als ein interdisziplinäres Feld betrachtet, welches unter anderem wirtschaftswissenschaftliche und erwachsenenpädagogische Aspekte beinhaltet. Für den Begriff Bildungscontrolling existiert in der Literatur keine einheitliche Definition. So wird Bildungscontrolling von Wunderer und Sailer als „ein Managementinstrument“ definiert, welches „die bewusste, systematische wie integrierte Planung (Soll) und Kontrolle (Soll- Ist- Vergleich) bildungswirtschaftlicher Tatbestände in messbaren – oder zumindest objektiv erfassbaren – Informationen umfasst und die Einleitung 2
Rückkopplung zwischen Kontrolle und Planung sicherstellen soll, wobei die Ergebnisse der Abweichungsanalyse zur Grundlage des Planungsmodells werden.“ 6 Im Gegensatz dazu bezeichnet Becker Bildungscontrolling als „ganzheitlich- integratives Steuerungsinstrument der Unternehmensführung“, welches „den erreichten und/oder erwarteten Bildungsnutzen in Relation zu den vorgegebenen Bildungszielen und den eingesetzten Ressourcen evaluieren soll.“ 7 Fest steht jedoch, dass Bildungscontrolling in seiner Anfangszeit fast ausschließlich ökonomisch geprägt war und die Einflüsse anderer Wissenschaften erst später zunahmen. Bildungscontrolling hat somit also – über die reine Nutzenbewertung hinaus – die Aufgabe, betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen sowohl unter ökonomischen als auch pädagogischen Aspekten zu steuern und zu optimieren.8
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
[...]
1 Vgl. SEEBER, S. / KREKEL, E. / BUER, J. van (2000), S. 7 f.
2 Vgl. EICHENBERGER, P. (1992), S. 15.
3 Vgl. KALLER (2003), S. 274.
4 Vgl. BUER, J. van (2003), S. 254.
5 Vgl. BUER, J. van (2003), S. 253.
6 WUNDERER, R. / SAILER, M. (1987)., S. 506 ff, zitiert nach SEEBER, S. (2000), S. 27.
7 BECKER, M. (1995), S. 129 ff, zitiert nach SEEBER, S. (2000), S. 27.
8 Vgl. SEEBER, S. / KREKEL, E. / BUER, J. van (2000), S. 9.
Arbeit zitieren:
Joachim Rechenburg, Sven Babies, 2004, Anwendung des Bildungscontrolling in der Praxis - Studien und Fallbeispiele, München, GRIN Verlag GmbH
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