Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. VI
Abbildungsverzeichnis Textteil. VII
1. Einführung. 1
1.1. Allgemeines. 1
1.2. Begriff der Organisationsentwicklung 1
1.3. Organisation 2
1.3.1. Begriff. 2
1.3.2. Organisation als soziales System 3
1.3.3. Entwicklungsphasen 4
1.3.3.1. Lebensphasenmodell nach Lievegoed 4
1.3.3.2. Wachstumsmodell nach Greiner. 5
1.3.3.3. Phasenmodell der Unternehmensentwicklung nach Bleicher 6
1.3.4. Strategien zur Organisationsveränderung. 6
2. Grundlagen von Organisationsentwicklung. 7
2.1. Historische Entwicklung. 7
2.2. Ursachen und Notwendigkeit. 8
2.3. Geplanter Wandel 9
2.4. Einordnung und Abgrenzung. 9
2.5. Ziele. 10
2.5.1. Humanisierung 11
2.5.2. Effektivität 11
2.6. Erfolgsfaktoren 12
2.6.1. Systemansatz. 13
2.6.2. Partizipation 13
2.6.3. Information und Kommunikation. 14
2.6.4. Führungsunterstützung 14
2.6.5. Beraterunterstützung. 15
2.6.6. Kontinuierlicher Prozess 15
2.6.7. Humanistisches Menschenbild. 16
2.7. Inhalt und Wesen 17
II
3. Strukturorientierte Managementkonzepte 18
3.1. Anlässe. 19
3.2. Arten. 19
3.2.1. Business-Reengineering 19
3.2.2. Lean-Management 20
3.2.3. Total-Quality-Management. 20
3.3. Realisierungsphasen 21
3.3.1. Initialisierung und Mobilisierung 21
3.3.2. Analyse 21
3.3.3. Konzeption 21
3.3.4. Implementierung 22
3.3.5. Konsolidierung und Stabilisierung 23
3.4. Kritische Würdigung 23
4. Durchführung von Organisationsentwicklung 24
4.1. Aktionsforschung als Grundlage. 24
4.2. Rolle des Beraters 25
4.2.1. Interner oder externer Berater. 26
4.2.2. Anforderungen an den Berater. 26
4.3. Steuerung des Organisationsentwicklungsprozesses 27
4.4. Prozessorientierte Vorgehensweise 27
4.4.1. Drei-Phasen-Modell 28
4.4.1.1. Auftauen - unfreezing 28
4.4.1.2. Ändern - moving 29
4.4.1.3. Wiedereinfrieren - refreezing 29
4.4.2. Vier-Phasen-Modell. 30
4.4.2.1. Vorphase 30
4.4.2.2. Diagnosephase. 31
4.4.2.3. Entwicklungsphase 32
4.4.2.4. Stabilisierungsphase. 32
4.5. Richtungsbezogene Strategiemodelle 33
4.5.1. Top-down-Prinzip 33
4.5.2. Bottom-up-Prinzip 33
4.5.3. Bi-polar-Prinzip. 34
4.5.4. Center-out-Prinzip 34
4.5.5. Multiple-nucleus-Prinzip 35
III
5. Interventionen 35
5.1. Individuenbezogene Interventionen. 36
5.1.1. Sensitivitätstraining 36
5.1.2. Lebensgestaltung und Karriereplanung 37
5.1.3. Coaching 38
5.2. Gruppenbezogene Interventionen 38
5.2.1. Teamentwicklung 39
5.2.2. Kleingruppenarbeit 39
5.3. Organisationsbezogene Interventionen 40
5.3.1. Survey-Feedback 40
5.3.2. Konfrontationstreffen. 41
5.3.3. Grid-Organisationsentwicklung 42
5.3.4. Open-Space 43
5.3.5. Unternehmenstheater 44
6. Praxisbeispiele von Organisationsentwicklung 45
6.1. Organisationsentwicklung im Krankenhausbereich 45
6.2. Organisationsentwicklung im High-Tech-Bereich 46
6.3. Organisationsentwicklung im industriellen Bereich. 47
7. Bewertung von Organisationsentwicklung 48
7.1. Erfolgsergebnisse. 48
7.2. Grenzen und Probleme 49
7.2.1 Konzeptionelle Kritik am Organisationsentwicklungsansatz. 50
7.2.1.1. Humanistisches Menschenbild 50
7.2.1.2. Zielharmonie 51
7.2.1.3. Organisatorischer Wandel als Spezialistensache 51
7.2.1.4. Organisatorischer Wandel als stetiger und planbarer Prozess 52
7.2.1.5. Organisatorischer Wandel als fest umschriebenes Problem 52
7.2.1.6. Organisatorischer Wandel als Sonderfall. 52
7.2.2. Widerstände gegen Änderungen. 53
IV
8. Auf dem Weg zur Lernenden Organisation 54
8.1. Begriff 55
8.2. Gestaltung 55
8.3. Voraussetzungen 56
8.4. Vom individuellen zum organisationalen Lernen 57
8.5. Lernebenen 58
8.6. Lernformen 59
8.7. Die Lernende Organisation in der Praxis. 60
8.7.1. Praxisbeispiel für organisationales Lernen. 60
8.7.2. Empirische Studie 61
9. Resümee 61
Wissenschaftlicher Anhang. VIII
Literaturverzeichnis. LVIII
Eidesstattliche Erklärung Fehler Textmarke nicht definiert.
V
Abkürzungsverzeichnis
i.d.R. in der Regel OE Organisationsentwicklung PPS Produktionsplanung und -steuerung ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft zfo Zeitschrift Führung + Organisation
VI
Abbildungsverzeichnis Textteil
Abbildung Bezeichnung Seite
Abb. 1 Erfolgsfaktoren von Organisationsentwicklung.
Abb. 2 Drei-Phasen-Modell von Lewin.
Abb. 3 Systematisierung von Interventionstechniken.
Abb. 4 Wandelbegriffe im Vergleich.
VII
1. Einführung
1.1. Allgemeines
„Zur Organisationsentwicklung existiert keine geschlossene Theorie.“ 1 Deshalb gibt es zu diesem Thema eine Vielzahl von Veröffentlichungen, deren Inhalte sich, nicht zuletzt aufgrund internationaler Verschiedenheiten und unterschiedlicher Auffassungen, z.T. deutlich unterscheiden. Die vorliegende Arbeit setzt sich somit aus dem Studium vieler Einzelabhandlungen zusammen und soll insbesondere die herrschende Meinung in der Literatur zum Ausdruck bringen. Dabei ist es Ziel dieser Diplomarbeit, die komplexe Thematik der Organisationsentwicklung zu systematisieren, wobei die Schwerpunkte auf ihren Merkmalen, ihrem inhaltlichen Ablauf sowie den wichtigsten Methoden, derer sich die Organisationsentwicklung bedienen kann, liegen. Daraufhin werden ihre Eignung beurteilt und Probleme aufgezeigt, welche mit ihr verbunden sind. Ebenso wird neben einigen Beispielen aus der Unternehmenspraxis mit der „Lernenden Organisation“ auch auf die aktuelle Entwicklung bei der Bewältigung des organisationalen Wandels eingegangen.
1.2. Begriff der Organisationsentwicklung
Allgemein lässt sich Organisationsentwicklung („organization development“) als partizipative Veränderung einer bestehenden Organisation und ihrer Mitglieder in eine im unternehmerischen Sinne positive Richtung beschreiben, wobei die Organisation gleichzeitig Objekt und Subjekt des Veränderungsprozesses ist 2 . Wie schon bei der gesamten Thematik der Organisationsentwicklung, existiert jedoch trotz zahlreicher Literatur auch bei der Begriffsbestimmung keine einheitliche und allgemein akzeptierte Definition von Organisationsentwicklung, da sie u.a. als vieles zugleich angesehen werden kann - so wird sie z.B. als Wissenschaft, Technologie und Philosophie betrachtet 3 .
Organisationsentwicklung kann man m.E. am treffendsten als einen umfassenden Entwicklungs- und Veränderungsprozess von Organisationen und den in ihr tätigen
1 Hentze, Joachim/Brose, Peter: Studienbibliothek Organisation, in: Wittgen, R. (Hrsg.): mi-Studienbibliothek-Betriebswirtschaft, Landsberg am Lech 1985, S. 181; Hentze, Joachim/Kammel, Andreas: Personalwirtschaftslehre. 1. Grundlagen, Personalbedarfsermittlung, -beschaffung, -entwicklung und -einsatz, in: UTB für Wissenschaft, Uni-Taschenbücher 649, 7. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien 2001, S. 343
2 Vgl. Schanz, Günther: Organisationsgestaltung. Management von Arbeitsteilung und Koordination, 2. Aufl., München 1994, S. 400
3 Vgl. Fatzer, Gerhard/Rappe-Giesecke, Kornelia/Looss, Wolfgang: Qualität von Leistung und Beratung. Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung, in: Fatzer, Gerhard (Hrsg.): Edition Humanistische Psychologie, Köln 1999, S. 133
1
Menschen 4 durch ein geplantes, systemorientiertes und pädagogisches Programm 5 interpretieren. Sie ist ein mittel- und langfristig angelegter, kontinuierlicher und nachhaltiger Veränderungsprozess zur gezielten und geplanten Entwicklung der Strukturen, Prozesse, Kultur und Menschen einer Organisation 6 .
1.3. Organisation
Um über die Entwicklung von Organisationen zu sprechen, ist es zweckmäßig, vorher einige grundlegende Bemerkungen zum Veränderungsobjekt an sich zu machen.
1.3.1. Begriff
Eine Organisation wird generell als soziales und evolvierendes System beschrieben 7 . Organisationen können als Zusammenwirken von verschiedenen Subsystemen betrachtet werden (siehe Anhang 1), welche in dynamischer Interdependenz stehen 8 . Die Wirkungsweise und Erscheinungsform einer Organisation ist weiterhin durch das Zusammenspiel ihrer drei Lebensnerven Organisationsstruktur, -kultur und -strategie geprägt 9 .
Inhaltlich lässt sich der Begriff „Organisation“ in drei Kategorien einteilen (siehe Anhang 2 und Anhang 3): Der institutionale Organisationsbegriff versteht „Organisation“ als zielgerichtetes, offenes und sozio-technisches System. Eine Organisation ist demnach eine bestimmte Art von Institution 10 . Im funktionalen Sinn ist „Organisation“ die Aktivität zur Bildung von Organisationsstrukturen und damit verbundenen Ordnungsmustern. Die instrumentale Auslegung von „Organisation“ sieht diese als Gesamtheit aller generellen und dauerhaften expliziten Regelungen sowie Mittel zur
4 Vgl. Hentze, Joachim/Kammel, Andreas: a.a.O., S. 341; Olfert, Klaus/Pischulti, Helmut: Kompakt-Training Unternehmensführung, in: Olfert, Klaus (Hrsg.): Kompakt-Training Praktische Betriebswirtschaft, Ludwigshafen am Rhein 1999, S. 177; Rahn, Horst-Joachim: Unternehmensführung, in: Olfert, Klaus (Hrsg.): Kompendium der praktischen Betriebswirtschaft, 5. Aufl., Ludwigshafen am Rhein 2002, S. 285
5 Vgl. Schramm, Dieter: Zur Theorie und Methodik der Organisationsentwicklung - Organisationsentwicklung von „Innen“, in: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.): Veränderungen in sozialen Einrichtungen. Organisationsentwicklung und Stellenbeschreibung in der Praxis, Arbeitshilfen, Heft 46, Frankfurt am Main 1993, S. 17
6 Vgl. Internet-Recherche vom 21.05.2003,
http://www.goll.de/fp/archiv/leistung/Organisationsentwicklung.shtml
7 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: OE-Prozesse. Die Prinzipien systemischer Organisationsentwicklung. Ein Handbuch für Beratende, Gestaltende, Betroffene, Neugierige und OE-Entdeckende, 4. Aufl., Bern/Stuttgart/ Wien 1996, S. 67; Engelhardt, Hans Dietrich/Graf, Pedro/Schwarz, Gotthart: Organisationsentwicklung, in: Sandmann, Jürgen (Hrsg.): Schwerpunkt Management. Professionelle Personalarbeit und Organisationsentwicklung, Alling 1996, S. 122
8 Vgl. Engelhardt, Hans Dietrich/Graf, Pedro/Schwarz, Gotthart: a.a.O., S. 69; French, Wendell L./Bell, Cecil H.: Organisationsentwicklung. Sozialwissenschaftliche Strategien zur Organisationsveränderung, in: UTB für Wissenschaft, Uni-Taschenbücher 486, 4. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien 1994, S. 109
9 Vgl. Internet-Recherche vom 21.05.2003, http://www.iso-oe.de/sites/leistungen/organisationsentw.htm
10 z.B. Unternehmen, Behörde, Schule oder Partei
2
Zielerreichung. „Organisation“ wird hierbei als Ergebnis des Organisierens gemäß der funktionalen Sichtweise aufgefasst. 11
Im Sinne der Organisationsentwicklung wird i.d.R. die institutionelle Sichtweise zugrunde gelegt.
1.3.2. Organisation als soziales System
Dem sozialen System 12 , als Sub-System der Gesamtorganisation, wird bei der Organisationsentwicklung verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt. Besonders zwischen diesem und dem strukturellen Subsystem bestehen unmittelbare Wechselwirkungen 13 .
Das Modell des „organisatorischen Eisbergs“ (siehe Anhang 4) vermittelt einen anschaulichen Eindruck in die Prozesszusammenhänge sozio-technischer Systeme 14 . Die informelle Organisation 15 als „unsichtbarer“ tragender Teil der Gesamtorganisation ist Voraussetzung für die Überlebens- und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Daher machen Organisationen mehr aus als Organigramme etc. zeigen, denn informelle Verflechtungen, gewachsene Strukturen und der „Geist“ einer Organisation lassen sich kaum in Zahlen, Worten und Übersichten ausdrücken 16 . Soziale Systeme sind dabei durch Strukturdeterminiertheit 17 , Entwicklungsfähigkeit bzw. -zwang zu qualitativen und neuartigen Veränderungen, spontane Ordnungsentstehung 18 , Komplexität (siehe Anhang 5) sowie dem Grad der Abgrenzung zur Umwelt durch ihre Identität gekennzeichnet 19 .
11 Vgl. Bea, Franz Xaver/Göbel, Elisabeth: Organisation. Theorie und Gestaltung, in: Bea/Dichtl/Schweitzer (Hrsg.): Grundwissen der Ökonomik - Betriebswirtschaftslehre, UTB für Wissenschaft, Uni-Taschenbücher 2077, 2. Aufl., Stuttgart 2002, S. 2 ff.; Gomez, Peter/Zimmermann, Tim: Unternehmensorganisation. Profile, Dynamik, Methodik, in: St. Galler Management-Konzept, Bd. 3, 2. Aufl., Frankfurt am Main 1993, S. 16 ff.; Schulte-Zurhausen, Manfred: Organisation, 2. Aufl., München 1999, S. 1 ff.
12 enthält u.a. Mitarbeiterqualifikationen, Unternehmensphilosophie, Führungsstil, Normen und Werte; vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 105
13 Vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 106; s. dazu auch Abschnitt 2.7.
14 Vgl. Eiff, Wilfried von: Organisations-Entwicklung (OE). Das SKE-Kraftfeldkonzept, in: Eiff, Wilfried von (Hrsg.): Organisation - Erfolgsfaktor der Unternehmensführung, Landsberg am Lech 1991, S. 205
15 enthält u.a. Einstellungen, Gefühle, Werte, Interaktionen und Betriebsklima
16 Vgl. Beemelmann, Thomas/Kirsch, Stefan: Erfolgsfaktoren für die Reorganisation eines Finanzdienstleisters. Erfahrungen und Ausblicke am Beispiel der Integration von Bankers Trust sowie den E-Commerce Aktivitäten der Deutschen Bank, in: zfo 3/2000, S. 174
17 Organisationsstruktur bestimmt Handlungs- und Veränderungsmöglichkeiten der Organisation
18 durch Vorgabe entwicklungsfähiger Rahmenbedingungen statt konkreter, zielgerichteter Maßnahmen
19 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 38 ff.
3
1.3.3. Entwicklungsphasen
Organisationen sind keine statischen Gebilde - in ihnen finden während ihres Bestehens permanent Veränderungs- und Entwicklungsvorgänge statt 20 . Dabei können sie erblühen, alt werden oder erstarren 21 .
Aufgrund zahlreicher theoretischer Überlegungen und empirischer Untersuchungen wurden verschiedene allgemeine Entwicklungsmodelle von Unternehmen und ihren Organisationsprofilen erstellt, um die Organisationsdynamik aus unterschiedlichen Perspektiven zu erklären. Grundsätzlich lässt sich dabei feststellen, dass bei all diesen Ansätzen verschiedene Phasen unterschieden werden, welche jeweils durch bestimmte, meist interne, Krisensituationen beendet werden und aufgrund dessen der Übergang der Organisation bzw. des Unternehmens in einen neuen „Lebensabschnitt“ erforderlich wird.
Die drei wichtigsten Modelle sollen etwas genauer erläutert werden, da diese auch im Ansatz der Organisationsentwicklung ihre Bedeutung finden.
1.3.3.1. Lebensphasenmodell nach Lievegoed
Unternehmen samt Organisation durchlaufen nach Lievegoed während ihres Lebenszyklus drei typische Phasen (siehe Anhang 6 und Anhang 7).
- Pionierphase:
In den Gründerjahren existieren meist einfache, stark marktbezogene Unternehmensstrukturen, in denen der „Chef“ als Pionier durch autoritäre Führung sämtliche Entscheidungen trifft. Die Begeisterung ist groß, das Geld knapp und von Organisation noch kaum eine Spur 22 . Aufgrund steigendem Wachstum und Komplexität der Unternehmung, Kapitalmangel, Mitarbeiteremanzipation sowie erhöhtem Planungsbedarf, Kommunikationsstörungen und der Überforderung des Pioniers wird der Übergang zur nächsten Phase unvermeidbar 23 .
- Differenzierungsphase:
Diese Phase ist durch Organisationsbewusstsein sowie „Verwissenschaftlichung“ der Betriebsführung geprägt 24 , bei der Transparenz und Effizienz der Unternehmensstruktur sowie Innenorientierung im Vordergrund stehen. Gleichzeitig ist sie mit Spezialisierung, Mechanisierung, Standardisierung, Rationalisierungsmaßnahmen
20 Vgl. Graf-Götz, Friedrich/Glatz, Hans: Organisation gestalten. Neue Wege und Konzepte für Organisationsentwicklung und Selbstmanagement, Weinheim/Basel 1998, S. 49
21 Vgl. Bennis, Warren G.: Organisationsentwicklung. Ihr Wesen, ihr Ursprung, ihre Aussichten, Baden-Baden/ Bad Homburg 1972, S. 66
22 Vgl. Berger, Reimund/Borkel, Wolfgang: Handbuch Betriebsorganisation. Grundsätze und Strategien erfolgreicher Unternehmensführung, München 1992, S. 27
23 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 68 f.; Graf-Götz, Friedrich/Glatz, Hans: a.a.O., S. 49
24 Vgl. Gomez, Peter/Zimmermann, Tim: a.a.O., S. 145
4
sowie Koordination und Formalisierung verbunden 25 . Aufgrund sinkender Flexibilität und Marktorientierung sowie Erstarrung und Motivationsproblemen ist auch diese Periode nicht von ewiger Dauer 26 . - Integrationsphase:
Nach der technologischen und ökonomischen Fundierung in den ersten Phasen rücken jetzt verstärkt der Mensch sowie der soziale Aspekt in den Mittelpunkt, wobei sich die Organisation als „Symbiose menschlicher und sachlicher Anforderungen und Erkenntnisse“ 27 darstellt. Diese „ideale“ Periode mit der optimalen Mischung aus Dynamik und Stabilität, welche auch von der Organisationsentwicklung aufgegriffen bzw. angestrebt wird, ist u.a. durch Individualität, Kommunikation, Selbstko-ordination und -kontrolle sowie Teamorientierung gekennzeichnet 28 . Weiterhin ist diese Phase durch Prozesssteuerung, interne und externe Beziehungspflege, Mittelverwaltung und Informationsverarbeitung geprägt 29 .
1.3.3.2. Wachstumsmodell nach Greiner
Greiner unterscheidet in seinem Modell (siehe Anhang 8) fünf evolutionäre Wachstumsphasen, welche sequentiell durchlaufen werden und jeweils durch typische Managementkonzepte gekennzeichnet sind. Auf diese Wachstumsphasen folgen jeweils revolutionäre Krisenperioden, welche durch spezifische Managementprobleme ausgelöst werden und gleichzeitig zu hohem organisationalen Veränderungsdruck führen. Dabei ist jede Evolutionsphase Ergebnis vom vorausgegangenen und gleichzeitig Ursache für den nachfolgenden Wachstumsabschnitt. In seinem Modell ergeben sich dabei folgende Konstellationen: Wachstum durch Kreativität - Krise durch Führungsstil, Wachstum durch straffe Führung - Krise durch fehlende Autonomie, Wachstum durch Delegation - Krise durch fehlende Kontrolle, Wachstum durch Koordination - Krise durch zunehmende Bürokratie sowie Wachstum durch mehr Teamgeist, wobei die anschließende Krise bzw. Weiterentwicklung offen ist. Prinzipiell sollten alle Phasen nacheinander durchlaufen werden, da mit ihnen wichtige Lernprozesse und Entwicklungsschübe verbunden sind. 30
25 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 70 f.; Staehle, Wolfgang H.: Management. Eine verhaltenswissenschaftliche Perspektive, 7. Aufl., München 1994, S. 551
26 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 71 f.; Gomez, Peter/Zimmermann, Tim: a.a.O., S. 145
27 Berger, Reimund/Borkel, Wolfgang: a.a.O., S. 28
28 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 73 f.
29 sog. „Kleeblatt-Organisation“; vgl. Gomez, Peter/Zimmermann, Tim: a.a.O., S. 145; Staehle, Wolfgang H.: a.a.O., S. 552
30 Vgl. Gomez, Peter/Zimmermann, Tim: a.a.O., S. 145; Schulte-Zurhausen, Manfred: a.a.O., S. 305; Staehle, Wolfgang H.: a.a.O., S. 554 f.; Vahs, Dietmar: Organisation. Einführung in die Organisationstheorie und -praxis, in: Pietschmann, Bernd P./Vahs, Dietmar (Hrsg.): Praxisnahes Wirtschaftsstudium, 3. Aufl., Stuttgart 2001, S. 252 ff.
5
1.3.3.3. Phasenmodell der Unternehmensentwicklung nach Bleicher
Bleicher entwickelte ein sechsphasiges Modell (siehe Anhang 9 und Anhang 10), welches sowohl eine interne als auch eine externe Unternehmensentwicklung integriert. Als Phasen der „inneren Unternehmensentwicklung“ gelten bei Bleicher die Pionier-, Markterschließungs- sowie Diversifikationsphase, welche von einer unternehmerischen Idee geprägt sind, „die sich erfolgreich im Markt umsetzen lässt und durch den schrittweisen Aufbau von strategischen Erfolgspositionen zu einem Wachstum des Unternehmens führt“ 31 . Nach Durchlaufen dieser Abschnitte ist das Unternehmen bzw. die Organisation meist an den Grenzen seiner eigenen Entwicklungsmöglichkeiten, weshalb innerhalb der „äußeren Unternehmensentwicklung“ auf externer Seite durch Akquisitionen und Kooperationen neue Wachstumswege gesucht werden. Nach dieser gesamten Entwicklung steht das Unternehmen jedoch oft an einer überlebenskritischen Schwelle, welcher nur durch eine tiefgreifende Umstrukturierung begegnet werden kann. Dabei ist anzumerken, dass die einzelnen Entwicklungs- bzw. Lebensabschnitte jedoch nicht zwingend und in dieser Reihenfolge durchlaufen werden müssen. 32
1.3.4. Strategien zur Organisationsveränderung
Es werden drei Strategien zur Durchsetzung von Organisationsveränderungen unterschieden, denen jeweils unterschiedliche Annahmen, Menschenbilder und Interventionsmaßnahmen zugrunde liegen (siehe Anhang 11) 33 . - Macht- und Zwangsstrategien 34 :
Hier wird durch Einfluss der Machtausübung von „Führenden“ auf „Untergebene“ deren Wille auf ein bestimmtes Veränderungsziel hinaus ohne zeitaufwendige Konsensprozesse zügig umgesetzt 35 . Diese Strategien, deren Basis von Autorität bis Zwangsgewalt reicht, beruhen auf ökonomischen, politischen und moralischen Sanktionen 36 .
31 Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 257
32 Vgl. Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 257 ff.
33 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 76
34 z.B. Strategie des „Bombenwurfs“
35 typisch für die Pionierphase nach Lievegoed; vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 78 ff.
36 Vgl. Böhm, Jürgen: Einführung in die Organisationsentwicklung. Instrumente, Strategien, Erfolgsbedingungen, Heidelberg 1981, S. 19; Oechsler, Walter A.: Personal und Arbeit. Grundlagen des Human Resource Management und der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen, 7. Aufl., München/Wien 2000, S. 540
6
- Empirisch-rationale Strategien:
Diese beinhalten zielgerichtete Veränderungen durch Fachexperten und gehen davon aus, dass der Mensch als rationales Wesen mithilfe von Sachlogik, schlüssigen Argumenten und Einflussnahme zu Veränderungen überzeugt werden kann 37 .
- Entwicklungsstrategien:
Hierbei versucht ein Berater, zusammen mit dem Unternehmen auf dessen Organisation einzuwirken, Probleme zu entdecken und nach Lösungen zu suchen. Diese normativ-reedukative Strategien regen die Menschen mit Methodiken an, bereits vorhandene Lösungsfähigkeiten zu nutzen oder solche zu entwickeln, um einen Umerziehungsprozess in Gang zu setzen. 38
Die Veränderungen sollen dabei hauptsächlich „durch Einwirkung auf die nichtkognitiven Verhaltensdeterminanten“ 39 hervorgerufen werden. Dem Prozess der Organisationsentwicklung liegen i.d.R. diese Entwicklungsstrategien zugrunde.
2. Grundlagen von Organisationsentwicklung
Um den Ablauf der Organisationsentwicklung zu schildern und deren Wirkung aufzuzeigen, ist es vorab notwendig, sich die Grundsätze und Hauptmerkmale dieser zu verdeutlichen.
2.1. Historische Entwicklung
Die Organisationsentwicklung hat ihren Ausgangspunkt in der amerikanischen Human-Relations-Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg durch Mayo und den Arbeiten von Lewin 40 . Dieser gilt mit seiner „sozialpsychologischen Feldtheorie“, worauf aufbauend Laboratoriumstraining und Survey-Feedback als Hauptquellen der Organisationsentwicklung 41 entstanden, als Urvater der dieser 42 . Das Organisationsentwicklungskonzept wurde erstmals in den fünfziger Jahren von Esso in den USA eingesetzt. In Deutschland fand es dagegen erst Ende der siebziger Jahre verstärkte Anerkennung in Theorie und Praxis 43 .
In der letzten Zeit wurde die Organisationsentwicklung als wirksames Instrument erkannt und kam bzw. kommt immer häufiger zur Anwendung. Die Anwendungsfel-
37 typischfür die Differenzierungsphase nach Lievegoed; vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 76 ff.
38 typisch für die Integrationsphase nach Lievegoed; vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 73 ff.
39 z.B. Einstellungen, Werte und Normen; Böhm, Jürgen: a.a.O., S. 19
40 Vgl. Grochla, Erwin: Grundlagen der organisatorischen Gestaltung, Stuttgart 1995, S. 83
41 außerdem noch hauptsächlich Aktionsforschung (s. dazu Abschnitt 4.1.)
42 Vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 42
43 Vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 5; Schreyögg, Georg: Organisation. Grundlagen moderner Organisationsgestaltung. Mit Fallstudien, 3. Aufl., Wiesbaden 1999, S. 499
7
der sind in der Zwischenzeit sehr vielfältig geworden. So wurde bzw. wird sie z.B. bei großen Unternehmen wie General Motors und IBM, aber auch in Schulen, sozialen Einrichtungen, Verwaltungen, Kirchen und sogar bei Indianerstämmen praktiziert. Seit der „Geburtsstunde“ von Organisationsentwicklung hat sich nunmehr ein weites Feld von Ansätzen, Konzepten und Techniken dazu entwickelt, welches in dieser Arbeit zu systematisieren angestrebt wird.
2.2. Ursachen und Notwendigkeit
Veränderungen werden nötig, wenn die Organisation ihre Aufgaben nicht zufriedenstellend erfüllt. Die Hauptursache für den steigenden Veränderungs- und Problemdruck, und damit der Notwendigkeit von Organisationsentwicklung (siehe Anhang 12), ist der Wandel, dem die meisten Unternehmen nicht gerecht werden und nachkommen können. Schon früher wusste man: „Nichts ist beständiger als der Wandel“ 44 . Das gilt in der heutigen schnelllebigen Zeit umso mehr, in welcher die Veränderungsfähigkeit zu einem wettbewerbsentscheidenden Erfolgsfaktor geworden ist 45 .
Die Notwendigkeit von Veränderungen lässt sich auf zwei grundlegende Ursachenkomplexe zurückführen, nämlich externe und interne Gründe (siehe Anhang 13). Erste resultieren hauptsächlich aus der dynamischen und komplexen Umwelt, u.a. mit ihren folgenden aktuellen Begleiterscheinungen: Verkürzung der Produktlebenszyklen, zunehmender Wettbewerbsdruck, Globalisierung und Liberalisierung der Märkte, neue Technologien, veränderte rechtliche und politische Rahmenbedingungen sowie gesellschaftlicher Wertewandel. Interne Ursachen können u.a. auf Fehlentscheidungen in der Vergangenheit, Änderung der Unternehmensstrategie, neuen Managementkonzepten 46 , den Organisationsmitgliedern selbst, Betriebsblindheit sowie Organisationsstarrheit basieren. 47
Weiterhin lassen sich drei Problemfelder klassifizieren, die es durch Organisationsentwicklung zu bewältigen gilt: Probleme bezüglich der Schicksalsbestimmung 48 , Probleme im Zusammenhang mit der Zufriedenstellung und Entwicklung der Menschen sowie Probleme bezüglich der Wirksamkeit einer Organisation 49 .
44 Heraklit, ca. 500 v. Chr., zitiert nach Schubert, Hans-Joachim: Veränderungsmanagement, in: zfo 6/1997, S. 355
45 Vgl. NN: Personal- und Organisationsdiagnose auf CD-ROM, in: Personal 11/2000, S. 572
46 s. dazu Abschnitt 3.2.
47 Vgl. Schanz, Günther: a.a.O., S. 383 ff.; Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 247 ff.
48 Wachstum, innere Einheit und Wiederbelebung
49 Vgl. Bennis, Warren G.: a.a.O., S. 29
8
Ein chinesisches Sprichwort besagt: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Windmühlen, die anderen Mauern“ 50 . Entweder wir bewältigen den Wandel durch von uns geplante Maßnahmen oder der Wandel lenkt uns 51 .
2.3. Geplanter Wandel
Organisationsentwicklung stellt eine Form des geplanten Wandels von Unternehmen durch Menschen dar 52 . Sie wird unter dem Aspekt betrieben, dass durch deren Maßnahmen „eine wohldurchdachte, gezielte Herbeiführung eines konkreten Wandelprozesses in Organisationen“ 53 erreicht wird bzw. werden kann. Trotz der beabsichtigten und gesteuerten Anstrengungen zur antizipativen und zielgerichteten Veränderung von Organisationen 54 gibt es keine fixierten Vorstellungen über den Ablauf von Organisationsentwicklung - sie beschreibt lediglich einen adaptiven Prozess der Veränderungsplanung und -implementierung 55 , bei dem das Management in eine agierende Rolle schlüpft.
2.4. Einordnung und Abgrenzung
In der Theorie und Praxis gibt es keine eindeutigen Standpunkte zur Einordnung der Organisationsentwicklung in den Unternehmensablauf bzw. -aufbau. Vor allem herrscht Unstimmigkeit bei ihrer Einordnung im Rahmen der „Organisation“ als betrieblichen Funktionsbereich. Manchmal wird sie innerhalb des Organisationsmanagements als verhaltensorientierter Gegenpart zur strukturorientierten Organisationsplanung und -kontrolle verstanden (siehe Anhang 14 und Anhang 15) 56 , oft wiederum als umfassende und dynamische struktur- und verhaltensorientierte Veränderungsmethode bezüglich der starren Organisationsgestaltung (siehe Anhang 16). So ist die Organisationsentwicklung z.B. bei der Quelle AG nur eine relativ unbedeutende Randabteilung im Zentralbereich „Personal“ 57 und bei der Linde AG abhängiger Bestandteil des Bereiches „Organisation und Informationstechnologie“ 58 ,
50 zitiert nach Goll, Hans-Walter: Change Management - Den Wandel aktiv steuern, in: Synergien - Magazin für das Kooperations- und Franchise-Management 3/2001, S. 18; Internet-Recherche vom 21.05.2003, http://www.goll.de/fp/archiv/leistung/ChangeManagement.shtml
51 Vgl. Probst, Gilbert, J. B.: Organisationales Lernen und die Bewältigung von Wandel, in: Gomez, Peter et al. (Hrsg.): Unternehmerischer Wandel. Konzepte zur organisatorischen Erneuerung. Knut Bleicher zum 65. Geburtstag, Wiesbaden 1994, S. 296
52 Vgl. Rahn, Horst-Joachim: a.a.O., S. 285
53 Schreyögg, Georg: Organisation, a.a.O., S. 499
54 Vgl. Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 228
55 Vgl. Fatzer, Gerhard/Rappe-Giesecke, Kornelia/Looss, Wolfgang: a.a.O., S. 136
56 Vgl. Schulte-Zurhausen, Manfred: a.a.O., S. 317 f., Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 287
57 Vgl. Rolz, Gerhard/Lang, Carsten: Neuorganisation der Quelle AG und die Gestaltung der Organisationsarbeit, in: Frese, Erich (Hrsg.): Organisationsmanagement. Neuorientierung der Organisationsarbeit, Stuttgart 2000, S. 89
58 Laut E-Mail-Korrespondenz mit Peter Wroblowski, Linde AG vom 15.08.2003
9
währenddessen sie bei der Deutschen Post AG als „Konzernentwicklung“ ein eigenständiger Zentralbereich ist 59 . Bei der RWE AG dagegen ist sie, integriert mit der Organisationsplanung, eine Hauptabteilung des Bereiches „Unternehmensorganisation“ 60 .
Besonders bei der Abgrenzung zur Personalentwicklung (siehe Anhang 17) gibt es keine Klarheit. Einige sehen die Personalentwicklung als Überbegriff 61 und Voraussetzung 62 , andere dagegen als Teilgebiet 63 und Ergebnis 64 der Organisationsentwicklung. Es ist jedoch festzustellen, dass die Personalentwicklung fast ausschließlich auf die Mitarbeiterqualifikationen ausgerichtet ist, wohingegen die Organisationsentwicklung neben dem primär personalen Ansatz zusätzlich oft Strukturorientierung beinhaltet 65 . Wichtig ist in jedem Fall ein optimales Zusammenspiel beider, da sich beide gegenseitig bedingen und ergänzen 66 und die „eine“ ohne die „andere“ ineffektiv ist.
Eine gute Variante bilden integrierte Personal- und Organisationsentwicklungssysteme (siehe Anhang 18), welche bewegliche Strukturen zur vollen Entfaltung von Mitarbeiterpotenzialen sowie zur Ermöglichung, Förderung und Forderung von individuellen und organisationalen Veränderungen, Lernprozessen und Weiterentwicklungen schaffen sollen (siehe Anhang 19) 67 .
2.5. Ziele
Generelles Ziel der Organisationsentwicklung ist die Verbesserung der Anpassungs-, Handlungs-, Problemlösungs- und Zielsetzungsprozesse einer gesamten Organisation 68 .
Organisationsentwicklung besitzt dabei einen Doppelzielcharakter (siehe Anhang 20). Es wird davon ausgegangen, dass sich die beiden gleichrangigen Hauptziele
59 Laut E-Mail-Korrespondenz mit Tanja Heinzinger, Deutsche Post AG vom 08.08.2003
60 Vgl. Müller, Klaus-Peter/Brehm, Carsten: Vom Stromversorger zum Energiemanager - Eine strategiegeleitete Restrukturierung bei RWE Energie AG, in: Frese, Erich (Hrsg.): Organisationsmanagement. Neuorientierung der Organisationsarbeit, Stuttgart 2000, S. 320
61 Vgl. Olfert, Klaus/Steinbuch, Pitter A.: Personalwirtschaft, in: Olfert, Klaus (Hrsg.): Kompendium der praktischen Betriebswirtschaft, 9. Aufl., Ludwigshafen am Rhein 2001, S. 419
62 Vgl. Grochla, Erwin: a.a.O., S. 85; Schreurs, Margarete: Neues Instrument zur Unternehmensdiagnose, in: Personalwirtschaft 2/2001, S. 34
63 Vgl. Schanz, Günther: a.a.O., S. 418; Wagner, Dieter: Organisation, Führung und Personalmanagement. Neue Perspektiven durch Flexibilisierung und Individualisierung, 2. Aufl., Freiburg 1991, S. 227
64 Vgl. Berger, Reimund/Borkel, Wolfgang: a.a.O., S. 193
65 s. dazu Abschnitt 2.7.
66 Vgl. Engelhardt, Hans Dietrich/Graf, Pedro/Schwarz, Gotthart: a.a.O., S. 80; Zotto, Cinzia dal: Integrierte Personal- und Organisationsentwicklung als mediengestützter Prozeß, in: zfo 3/2000, S. 148
67 Vgl. Ganz, Walter/Tombeil, Anne-Sophie: Personal- und Organisationsentwicklung im Innovationswettbewerb, in: Personal 7/2002, S. 19
68 Vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 60
10
Humanisierung und Effektivität wechselseitig beeinflussen 69 - ohne Wirtschaftlichkeit lassen sich keine humanen Arbeitsbedingungen finanzieren, und ohne zufriedene und engagierte Mitarbeiter wird auch keine Wirtschaftlichkeit erreicht 70 . Daneben werden weiterhin Ziele wie die Förderung von Selbsterneuerung, -gestaltung und -organisation in einem Unternehmen (siehe Anhang 21) genannt 71 . Insgesamt sollte bei der Anwendung von Organisationsentwicklung stets ein sinnvolles Verhältnis zwischen ökonomischen und sozialen Zielen bestehen bzw. angestrebt werden 72 .
2.5.1. Humanisierung
Die Steigerung der Qualität des Arbeitslebens wird als Humanisierung bezeichnet. Dieses Ziel umfasst die Schaffung von Bedingungen, welche die Persönlichkeitsentfaltung, Bedürfnisbefriedigung und Förderung der Fähigkeiten sämtlicher Organisationsmitglieder ermöglicht 73 .
Humanisierung beinhaltet u.a. die Verbesserung der Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten, Arbeitszufriedenheit, Selbstverwirklichung, Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit, die Erhöhung der Unabhängigkeit und Selbständigkeit am Arbeitsplatz, Mitbestimmung am betrieblichen Entscheidungsprozess, Weiterbildungsmöglichkeiten, Gesundheitsschutz sowie erhöhte Spontanität und Individualität des Verhaltens. Weiterhin soll ein vertrauensvolles, offenes Klima geschaffen, die zwischenmenschlichen Beziehungen verbessert sowie eine bessere Übereinstimmung von Werten, Normen und Zielen im gesamten Unternehmen erzielt werden. 74
2.5.2. Effektivität
Mit Effektivität bzw. Effizienz ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Organisation gemeint. Dieses Ziel umfasst neben der Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeitsverbesserung hauptsächlich die Steigerung der Flexibilität und
69 Vgl. Becker, Horst/Langosch, Ingo: Produktivität und Menschlichkeit. Organisationsentwicklung und ihre Anwendung in der Praxis, 4. Aufl., Stuttgart 1995, S. 14; Eiff, Wilfried von: a.a.O., S. 188; Olfert, Klaus/ Pischulti, Helmut: a.a.O., S. 178; Rahn, Horst-Joachim: a.a.O., S. 285
70 Vgl. Eiff, Wilfried von: a.a.O., S. 188; Graf-Götz, Friedrich/Glatz, Hans: a.a.O., S. 57
71 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 28; Weber, Isabella: Umstrukturierung einer Jugendhilfeeinrichtung nach Gesichtspunkten der Organisationsentwicklung, in: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.): Veränderungen in sozialen Einrichtungen. Organisationsentwicklung und Stellenbeschreibung in der Praxis, Arbeitshilfen, Heft 46, Frankfurt am Main 1993, S. 91
72 Vgl. Wagner, Dieter: a.a.O., S. 218
73 Vgl. Hentze, Joachim/Brose, Peter: a.a.O., S. 184
74 Vgl. Becker, Horst/Langosch, Ingo: a.a.O., S. 17; Böhm, Jürgen: a.a.O., S. 12 ff.; Wagner, Dieter: a.a.O., S. 215
11
Veränderungs- bzw. Innovationsbereitschaft der Organisation sowie Unternehmenserhaltungs- und -erfolgsziele 75 .
Dabei wird des Weiteren die Förderung und Verbesserung von Kreativität, Konfliktsteuerung und -austragung, dem Problemlösungsverhalten sowie eine höhere Identifikation der Organisationsmitglieder mit den Unternehmenszielen angestrebt. Weiterhin soll ebenso eine zielorientierte Organisationsstruktur geschaffen und Sta-tusautorität abgebaut werden. 76
2.6. Erfolgsfaktoren
Auf die wichtigsten Charakteristika der Organisationsentwicklung (siehe Abb. 1) soll näher eingegangen werden, da diese wesentlich für deren Erfolgsträchtigkeit 77 sind.
Abb. 1 Erfolgsfaktoren von Organisationsentwicklung
Quelle: Eigene Erstellung
Des Weiteren werden u.a. noch die Anwendung der Sozialwissenschaften 78 , der Organisationsalltag als Ort der Organisationsentwicklung 79 sowie das Lernen durch eigene Erfahrung 80 als Erfolgsmerkmale von Organisationsentwicklung aufgeführt. Für ein erfolgreiches Organisationsentwicklungsvorhaben ist ebenso die Entwicklung von Veränderungskompetenz 81 bei allen Organisationsmitgliedern notwendig.
75 Vgl. Becker, Horst/Langosch, Ingo: a.a.O., S. 17; Einsiedler, Herbert E.: Werthaltungen von Führungskräften zu Partizipativen Veränderungsstrategien. Quality Circle-Lernstatt-Organisationsentwicklung, in: NN (Hrsg.): Europäische Hochschulschriften, Reihe 5, Volks- und Betriebswirtschaft, Bd. 689, Frankfurt am Main 1986, S. 354
76 Vgl. Böhm, Jürgen: a.a.O., S. 12 ff.; Wagner, Dieter: a.a.O., S. 215
77 s. dazu Abschnitt 7.1.
78 Nutzung des Wissens und Methoden u.a. von der Persönlichkeitstheorie, Sozialpsychologie, Gruppendynamik und Operations Research; vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 68 f.; Schreyögg, Georg: Organisation, a.a.O., S. 499
79 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 21; Graf-Götz, Friedrich/Glatz, Hans: a.a.O., S. 60
80 Vgl. Becker, Horst/Langosch, Ingo: a.a.O., S. 25; Böhm, Jürgen: a.a.O., S. 20 f.
81 Förderung der Veränderungsbereitschaft, Unterstützung der Veränderungsfähigkeit und Sicherung der Veränderungsbedingungen; vgl. Militky, Hans-Joachim/Jacob, Klaus/Rössel, Gottfried: Durch Fraktalbildung zu neuen Arbeits- und Verhaltensweisen, in: Personal 12/1998, S. 620
12
2.6.1. Systemansatz
Mit ihrem systemumfassenden Denken zielt Organisationsentwicklung darauf ab, die Gesamtorganisation zu erfassen.
Dabei wird die qualitative Entwicklung sämtlicher komplexen Wesenselemente des Organisationsgesamtsystems angestrebt. Neben dem formalen sollten jedoch besonders das informelle und soziale System betrachtet werden. 82 Neben der Einbeziehung möglichst aller Organisationseinheiten müssen vor allem die Strukturen, das Verhalten sowie die Kultur der Organisation in ihrer Gesamtheit, und mit ihren Interdependenzen untereinander, berücksichtigt werden 83 , d.h. sämtliche Organisationselemente müssen dafür in ihren Systemzusammenhängen gesehen werden 84 . Dazu ist eine multikausale Ereignisanalyse notwendig, denn ein Systemteil kann aufgrund herrschender Wechselbeziehungen nicht ohne die Beeinflussung anderer Teile verändert werden 85 .
2.6.2. Partizipation
Den wesentlichsten Erfolgsfaktor der Organisationsentwicklung stellt hauptsächlich die aktive Integration sämtlicher betroffener Mitarbeiter in allen Phasen des Veränderungsprozess dar 86 , denn nur die unmittelbar Beteiligten kennen Details und wissen, worauf geachtet werden muss, um geplante Veränderungen in die Organisationspraxis umzusetzen. Partizipation dient dabei zur Identifikation von verbesserungsbedürftigen Tatbeständen, zur Unterstützung des Problemlösungsprozesses sowie dadurch zur Verpflichtung zum Mittragen von organisatorischen Veränderungen durch die Mitarbeiter (siehe Anhang 22) 87 . Durch den gegenseitigen Austausch des Problemerlebens vieler Betroffener können ebenso gemeinsame Sichtweisen von Schwierigkeiten und neue Berührungspunkte entstehen, welche die Kraft in sich tragen, die Organisation grundlegend zu verändern 88 . Das Prinzip einer offenen und vertrauensvollen „Beteiligung der Betroffenen“ fördert neben der Nutzung des Innovationspotenzials vom Erfahrungswissen der Mitarbeiter hauptsächlich deren Moti- 82 Vgl.Internet-Recherche vom 21.10.2002,
http://www.sozialnetz-hessen.de/ergo-online/Arbeitsorg/G_OE.htm?csok=1
83 Vgl. Doppler, Klaus/Lauterburg, Christoph: Change Management. Den Unternehmenswandel gestalten, 6. Aufl., Frankfurt am Main/New York 1997, S. 157
84 Vgl. Becker, Horst/Langosch, Ingo: a.a.O., S. 25
85 Vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 78
86 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 20; Grote, Martin: Organisationsentwicklung in Banken. Strategie und Realisation, in: Bankakademie e.V. (Hrsg.): Kompendium bankwirtschaftlicher Anwendungsfelder, Frankfurt am Main 1995, S. 48
87 Vgl. Eiff, Wilfried von: a.a.O., S. 202, 242
88 Vgl. Schramm, Dieter: a.a.O., S. 21
13
vation und Akzeptanz 89 . Weiterhin können mit einem konsequenten partizipativen Ansatz (siehe Anhang 23) auftretende Änderungswiderstände 90 reduziert 91 und die Nachhaltigkeit der Veränderungen gesteigert werden 92 .
2.6.3. Information und Kommunikation
Informationen sowie offene und lebendige Kommunikation, welche keine Hierarchien kennen, sind wichtige Steuerungsinstrumente im Organisationsentwicklungsprozess und sollten in beide Richtungen laufen - vom Projekt zu den betroffenen Mitarbeitern und umgekehrt. Durch die intensive Anwendung dieser Mittel (siehe Anhang 24) kommt es zur Nutzung von Know-how und Synergien, Unsicherheitsreduzierung sowie besseren Orientierung. 93
Voraussetzungen für die Mitgestaltung und das Tragen der Veränderungen durch die Mitarbeiter sind ein gemeinsames Problembewusstsein 94 sowie die klare Kenntnis der Ziele, Anforderungen, Chancen und Nebenwirkungen der Organisationsentwicklung. Dies erfordert eine ausgeprägte Informations- und Kommunikationspolitik, welche zur nötigen Transparenz des Veränderungsprozesses führen soll. Neben der Betroffenenbeteiligung werden hiermit vor allem Motivation und Akzeptanz (siehe Anhang 25) gegenüber dem Organisationsentwicklungsvorhaben gesteigert 95 .
2.6.4. Führungsunterstützung
Ohne die aktive Unterstützung der Unternehmensleitung ist Organisationsentwicklung zum Scheitern verurteilt 96 . Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Führungskräfte, welche durch ihr Engagement und ihre Signale für die Veränderung eine Vorbildfunktion ausüben sollen 97 . Die Manager sollen den Organisationsentwicklungsprozess durch ihr kohärentes Verhalten modellhaft vorleben 98 und somit glaubwürdig
89 Vgl. Rosemann, Bernhard/Gleser, Christian: Partizipatives Change Management. Eine Methode zur Mitarbeiterbeteiligung bei Veränderungsprozessen in Unternehmen, in: zfo 3/1999, S. 134
90 s. dazu Abschnitt 7.2.2.
91 Vgl. Becker, Gunter: Veränderungen erfolgreich steuern: Mitarbeiter aktiv einbinden, in: betrieb + personal 5/2003, S. 296; Schanz, Günther: a.a.O., S. 394; Wagner, Dieter: a.a.O., S. 216
92 Vgl. Becker, Gunter: a.a.O., S. 296; Schreurs, Margarete: a.a.O., S. 34
93 Vgl. Beger, Astrid/Gutzeit, Mandy: Der Mensch im Mittelpunkt von Veränderungsprozessen, in: Personal 5/2003, S. 29
94 Vgl. Engelhardt, Hans Dietrich/Graf, Pedro/Schwarz, Gotthart: a.a.O., S. 84; Sandler, Christian/Karabasz, Ralf/Berg, Wolfgang von: Unternehmen auf neuem Kurs. Evolution bewußt gestalten, Wiesbaden 1995, S. 129
95 Vgl. Engelhardt, Hans Dietrich/Graf, Pedro/Schwarz, Gotthart: a.a.O., S. 90
96 Vgl. Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 333
97 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 20; Nothelfer, Robert: Lernen in der Organisation: Individueller Wissenserwerb und soziale Wissensverbreitung, in: zfo 4/1999, S. 212
98 Vgl. Kley, Karl-Ludwig: Strategie, Organisation und Unternehmenskultur im Wandel, in: ZfB 11/1998, S. 1177; Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 309
14
verdeutlichen, wie wertvoll die geplanten Veränderungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter sind 99 .
2.6.5. Beraterunterstützung
Die erfolgsversprechende Spezialisten-Intervention durch einen speziellen Berater 100 , den sog. „Change Agent“, stellt ein weiteres spezifisches Erfolgsmerkmal dar, da i.d.R. davon ausgegangen wird, dass das Vorhaben, Organisationsentwicklung durch die Mitarbeiter selbst zu betreiben, mit Münchhausens irrwitzigen Versuch, sich samt Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf herauszuziehen, verglichen werden kann 101 .
Organisationsentwicklung stellt somit ein moderatorengestütztes Prozessbegleitungsmodell dar, wobei das Unternehmen bzw. die Organisation als sog. „Change Client“, meist von außen, unterstützt, begleitet sowie gespiegelt wird und die Veränderungsprozesse aus sich heraus gestaltet 102 . Die Problemlösung muss dabei von den beteiligten Mitarbeitern aus der Organisation heraus selbst gefunden werden 103 , d.h. nach anfänglicher Hilfe durch einen Fachmann sollen die Organisationsmitglieder somit fähig sein, die weitere, durch ständigen Anpassungszwang nötige, Entwicklung mit eigenen Mitteln durchzuführen.
2.6.6. Kontinuierlicher Prozess
Organisationsentwicklung ist kein einmaliger Akt 104 - sie benötigt Zeit und muss als langfristige, fortlaufende Maßnahme praktiziert werden. Sie kann dabei von Erfolgen aber auch Misserfolgen, von denen man sich nicht beirren lassen sollte, geprägt sein. Organisationsentwicklung muss als Prozess gesehen werden (siehe Anhang 26) der Weg stellt oft das Ziel dar, wobei die Zielsetzungen eines Organisationsentwicklungsprogramms meist als Leitfaden und Richtlinien dienen und weniger als konkrete Endzustandsbeschreibung. Sie ist ein ständig rollierender Vorgang (siehe Anhang 27), da es einen Idealzustand in dem Sinne nicht gibt - aufgrund immer wieder neu auftauchender Probleme sind stetige Veränderungen nötig. 105
99 Vgl. Limlei, Michael: Umgang mit dem Wandel - Wandel im Umgang, in: Personal 4/2002, S. 37
100 zur Rolle des Beraters s. Abschnitt 4.2.
101 Vgl. Bisani, Fritz: Personalwesen und Personalführung. Der State of the Art der betrieblichen Personalarbeit, 4. Aufl., Wiesbaden 1995, S. 551
102 Vgl. Internet-Recherche vom 21.05.2003, http://www.supervision-graber.ch/organisa.htm
103 Vgl. Bisani, Fritz: a.a.O., S. 551
104 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 24; Bisani, Fritz: a.a.O., S. 552
105 Vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 66 f.; Günther, Klaus: Umweltorientierte Organisationsentwicklung - Praktische Umsetzung des Umweltmanagements, in: Sietz, Manfred (Hrsg.): Umweltbewusstes Management. Umwelt-Checklisten, Umweltqualitätsziele und Risikoanalysen, Organisationsentwicklung, Umwelt-Auditing, Umweltrecht, Umwelthaftung, UVP, Abfallmanagement, Umwelt-Marketing, Taunusstein 1992, S. 21
15
Weitere Maßnahmen sind deshalb, abhängig vom zwischenzeitlichen Verlauf, nur schrittweise zu treffen 106 , d.h. man muss ständig „am Ball bleiben“. Das Ziel des prozessorientierten Organisationsentwicklungsvorgangs lässt sich gut anhand eines chinesischen Sprichwortes beschreiben: „Wenn du einen Menschen einmal satt machen willst, gib ihm einen Fisch. Wenn du einen Menschen auf Dauer sättigen willst, so lehre ihm das Fischen.“ 107 Denn es ist eines der Hautanliegen der Organisationsentwicklung, die Anpassungsfähigkeit des Organisationssystems dauerhaft sicherzustellen.
Dabei sollte ein konsequent evolutionärer Wandel bzw. Veränderungsprozess angestrebt werden 108 , da zu starke und schnelle Einschnitte von den betroffenen Personen kaum akzeptiert werden. Er sollte deshalb kontinuierlich in kleinen Lernschritten über längere Zeit erfolgen 109 - nur in unbedingten Ausnahmefällen sollte ein revolutionäres Vorgehen gewählt werden (siehe Anhang 28).
2.6.7. Humanistisches Menschenbild
Menschenbilder stellen Auffassungen bzw. Grundannahmen über den Menschen als Leistungs-, Bedürfnis- und Entscheidungsträger dar. Die Organisationsentwicklungskonzeption betrachtet den Menschen als dreidimensionales Wesen (siehe Anhang 29) 110 und geht grundsätzlich von einem „positiven“ Menschenbild nach der Y-Theorie von McGregor (siehe Anhang 30) sowie dem Selbstverwirklichungsstreben gemäß Maslow (siehe Anhang 31) aus, wonach die Organisationsmitglieder konsens- und kooperationsorientiert, lernbereit sowie entwicklungsfähig sind und ihre individuelle Bedürfnisbefriedigung gleichzeitig zur Verbesserung der Organisation beiträgt.
Es wird insgesamt davon ausgegangen, dass der Mitarbeiter als Mensch „ein individuelles Entwicklungspotential besitzt, das unter geeigneten sozialen und organisa-torischen Voraussetzungen zum Nutzen des Unternehmens entfaltet werden kann“ 111 . Deshalb sollen die Strukturen einer Organisation zur Entfaltung und persönlichen Entwicklung der Mitarbeiter beitragen 112 .
106 Vgl. Bisani, Fritz: a.a.O., S. 552; Internet-Recherche vom 28.05.2003, http://www.organisationsentwicklung.de/change-management.htm
107 zitiert nach Internet-Recherche vom 21.10.2002, http://www.sozialnetz-hessen.de/ergo-online/Arbeitsorg/G_OE.htm?csok=1
108 Vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 22
109 Vgl. Berger, Reimund/Borkel, Wolfgang: a.a.O., S. 32
110 körperlich-biologisches, seelisch-soziales und geistiges Wesen; vgl. Baumgartner, Irene et al.: a.a.O., S. 34
111 Eiff, Wilfried von: a.a.O., S. 188 f.
112 Vgl. French, Wendell L./Bell, Cecil H.: a.a.O., S. 90 f.; Grote, Martin: a.a.O., S. 51
16
2.7. Inhalt und Wesen
Über den Inhalt bzw. das Wesen der Organisationsentwicklung gibt es verschiedene Ansichten, welche aus der unterschiedlichen Gewichtung von Struktur- und Verhaltensänderungen resultieren 113 .
Im engeren Sinne (siehe Anhang 32), was auch zugleich die herrschende Meinung darstellt, wird unter Organisationsentwicklung in erster Linie die verhaltenstheoretische Konzeption zur Veränderung der emotional geprägten Einstellungen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen der Menschen als Organisationsmitglieder sowie deren sozialen Beziehungen verstanden 114 . Hierbei gilt die Annahme, dass erst die Menschen bzw. Mitarbeiter durch ihr Handeln und Verhalten der Organisation ihre Gestalt verleihen 115 sowie „die Veränderungen am Leben halten und auf Dauer die erwarteten betriebswirtschaftlichen Effekte bewirken“ 116 und somit durch geeignete Techniken 117 primär an einer Verhaltensänderung der Organisationsmitglieder anzusetzen ist.
Andere führen neben diesem personalen Ansatz einen überwiegend strukturellen Ansatz auf, bei dem zusätzlich durch strukturell-technologische Veränderungen 118 auf die Organisationsstruktur eingewirkt wird (siehe Anhang 33) 119 . Hierbei wird davon ausgegangen, dass nur eine Strukturänderung zu einer Veränderung des Mitarbeitererhaltens führen kann 120 . Der Aspekt der Organisationsstrukturbeeinflussung wird nach der personalorientierten Auffassung von Organisationsentwicklung dagegen als „Reorganisation“ 121 und „Organisationsgestaltung“ 122 bzw. „Organisati-
113 Vgl.Gebert, Diether/Rosenstiel, Lutz von: Organisationspsychologie, in: Herrmann, Theo W./Tack, Werner H./Weinert, Franz E. (Hrsg.): Kohlhammer Standards Psychologie, 4. Aufl., Stuttgart/Berlin/Köln 1996, S. 323; Pieper, Rüdiger: Diskursive Organisationsentwicklung. Ansätze einer sozialen Kontrolle von Wandel, in: Staehle, Wolfgang H. (Hrsg.): Mensch und Organisation, Bd. 16, Berlin/New York 1988, S. 54; Wohlgemuth, André C.: Das Beratungskonzept der Organisationsentwicklung. Neue Form der Unternehmensberatung auf Grundlage des sozio-technischen Systemansatzes, in: Rühli, Edwin/Krulis-Randa, Jan S. (Hrsg.): Schriftenreihe des Instituts für Betriebswirtschaftliche Forschung an der Universität Zürich, Bd. 40, 3. Aufl., Bern/Stuttgart 1991, S. 61
114 Vgl. Bennis, Warren G.: a.a.O., S. 28; Grochla, Erwin: a.a.O., S. 82; Grote, Martin: a.a.O., S. 49; Schulte-Zurhausen, Manfred: a.a.O., S. 5; Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 298
115 Vgl. Probst, Gilbert J. B.: Organisation. Strukturen, Lenkungsinstrumente, Entwicklungsperspektiven, Landsberg am Lech 1992, S. 209
116 Militky, Hans-Joachim/Jacob, Klaus/Rössel, Gottfried: a.a.O., S. 621
117 s. dazu Abschnitt 5.
118 z.B. 3 Abteilungsleiter á 30 Mitarbeiter statt 1 á 90, Teilen/Zusammenlegen/Ausgliedern von Organisationseinheiten; s. dazu auch Abschnitt 3.
119 Vgl. Hentze, Joachim/Brose, Peter: a.a.O., S. 190; Olfert, Klaus/Steinbuch, Pitter A.: a.a.O., S. 467 f.
120 Vgl. Hentze, Joachim/Brose, Peter: a.a.O., S. 190
121 Vgl. Bea, Franz Xaver/Göbel, Elisabeth: a.a.O., S. 428; Grochla, Erwin: a.a.O., S. 24; Olfert, Klaus/Rahn, Horst-Joachim: Kompakt-Training Organisation, in: Olfert, Klaus (Hrsg.): Kompakt-Training Praktische Betriebswirtschaft, Ludwigshafen am Rhein 2001, S. 44; Wohlgemuth, André C.: a.a.O., S. 82
122 Vgl. Schulte-Zurhausen, Manfred: a.a.O., S. 5
17
onsplanung und -kontrolle“ 123 statt einem Teilaspekt der Organisationsentwicklung gesehen. Manchmal wird der Begriff „Reorganisation“ jedoch auch als Synonym für die eigentliche struktur- und verhaltensorientierte Organisationsentwicklung verwendet 124 .
Es sollte und muss jedoch bei beiden Teilaspekten zusammen und gleichzeitig angesetzt werden, d.h. die strukturorientierten Managementkonzepte 125 bzw. die Umstrukturierungen müssen bei ihrer Umsetzung 126 zwingend durch primär verhaltens-orientierte Interventionen 127 begleitet und unterstützt werden. Bei Veränderungen muss also integrativ sowohl auf die strukturelle Sachebene als auch auf die verhaltensgeprägte, psychologische Ebene eingewirkt werden (siehe Anhang 34) 128 , da das „eine“ ohne das „andere“ aufgrund vorliegender Interdependenzen nur schwer funktioniert - das menschliche Verhalten lässt sich kaum wirksam verändern, wenn nicht auch die strukturellen Gegebenheiten geändert werden; ebenso wird eine Änderung des strukturellen Rahmens nicht unbedingt von einer Verhaltensänderung in die gewünschte Richtung begleitet werden 129 . Daher sollten sowohl die Strukturen als auch das Verhalten und die davon abhängige, herrschende Organisationskultur beim Organisationsentwicklungsprozess in Einklang gebracht werden (siehe Anhang 35) 130 .
3. Strukturorientierte Managementkonzepte
Für die organisationsstrukturellen Veränderungen existieren vielfältige Bezeichnungen 131 , welche jedoch zumeist dasselbe verkörpern. In dieser Arbeit soll der Begriff „Umstrukturierung“ verwendet werden. Die dabei als Richtlinien verwendeten Managementmodelle, welche jeweils bestimmte Strukturrahmen bzw. Ordnungs- und Ablaufmuster „philosophieren“, haben vor allem eine effektivere bzw. effizientere Organisation als Ziel.
123 Vgl. Grochla, Erwin: a.a.O., S. 82; Schulte-Zurhausen, Manfred: a.a.O., S. 5
124 Vgl. David, Volker: Lernen durch Beteiligung, in: Lay, Gunter/Mies, Claudia (Hrsg.): Erfolgreich reorganisieren. Unternehmenskonzepte aus der Praxis, Berlin/Heidelberg 1997, S. 141; Picot, Arnold/Freudenberg, Heino/Gassner, Winfried: Management von Reorganisationen. Maßschneidern als Konzept für den Wandel, Wiesbaden 1999, S. 19; Probst, Gilbert J. B.: Organisation, a.a.O., S. 209
125 s. dazu Abschnitt 3.2.
126 s. dazu Abschnitt 3.3.
127 s. dazu Abschnitt 5.
128 Vgl. Berger, Reimund/Borkel, Wolfgang: a.a.O., S. 31; Schreyögg, Georg: Organisation, a.a.O., S. 499
129 Vgl. Grochla, Erwin: a.a.O., S. 88; Schanz, Günther: a.a.O., S. 417
130 Vgl. Beger, Astrid/Gutzeit, Mandy: a.a.O., S. 28; Sandler, Christian/Karabasz, Ralf/Berg, Wolfgang von: a.a.O., S. 117 f.; Vahs, Dietmar: Organisation, a.a.O., S. 299; Internet-Recherche vom 28.05.2003, http://www.organisationsentwicklung.de/change-management.htm
131 z.B. Reorganisation, Change-Management und Re- bzw. Umstrukturierung
18
3.1. Anlässe
Hauptgrund von Umstrukturierungen ist die Anpassung der Unternehmensorganisation an sich verändernde interne und externe Rahmenbedingungen. Dabei kann man im Allgemeinen nach chancen- und krisengetriebenen Umstrukturierungen unterscheiden. Bei der ersten Form werden Veränderungen antizipativ erkannt und frühzeitig entsprechende Maßnahmen eingeleitet 132 . Jedoch handelt es sich in der unternehmerischen Praxis i.d.R. um krisengetriebene Veränderungen (siehe Anhang 36), bei denen organisatorische Probleme unter Zeit- und Kostendruck bewältigt werden müssen 133 .
Es lassen sich sechs Hauptfaktoren für die Notwendigkeit einer Umstrukturierung herauskristallisieren (siehe Anhang 37): Technologie, Strategie, Unternehmensbzw. Organisationskultur, Machtstruktur, Unternehmenskonfiguration 134 sowie die Änderungsdynamik 135 . Des Weiteren werden noch struktur-, umwelt-, wachstums-und führungsbedingte Anlässe 136 sowie organisatorische Mängel, Verfahrensänderungen und personelle Änderungen 137 als Gründe für Umstrukturierungen genannt.
3.2. Arten
Zur strukturellen Organisationsveränderung dienen eine Vielzahl entwickelter Managementkonzepte (siehe Anhang 38), welche zum Mittel und Ziel der Umstrukturierung werden und sich teilweise in ihren Inhalten überschneiden. Die bedeutendsten von ihnen sollen etwas erläutert werden.
3.2.1. Business-Reengineering
Dieses Konzept fordert ein „fundamentales Überdenken und radikales Redesign von Unternehmen oder wesentlichen Teilprozessen“ 138 .
Es soll dabei möglichst „ganz von vorne“ angefangen werden, altbekannte Vorgehensweisen aufgegeben und die Kernprozesse in einer Art Prozessorganisation horizontal entlang der Wertschöpfungskette nach Kundenbedürfnissen ausgerichtet werden. Business-Reengineering hat enorme Verbesserungen in den Dimensionen Kosten, Qualität, Service und Zeit zum Ziel. Dies soll u.a. durch den Einsatz moder-
132 Vgl.David, Volker: a.a.O., S. 138
133 Vgl. Schlausch, Reiner/Schütte, Marc: Zur partizipativen Reorganisation eines Unternehmens des Maschinen- und Anlagenbaus, in: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 1/2003, S. 43
134 geordnetes Gefüge von Regelungen und betriebsspezifischen Merkmalen einer Organisation, z.B. Alter, Größe und interne Funktionsweise
135 Vgl. Probst, Gilbert J. B.: Organisation, a.a.O., S. 186 ff.
136 Vgl. Staehle, Wolfgang H.: a.a.O., S. 556 f.
137 Vgl. Olfert, Klaus/Rahn, Horst-Joachim: a.a.O., S. 44
138 Hammer, Michael/Champy, James: Business Reengineering. Die Radikalkur für das Unternehmen, 4. Aufl., Frankfurt am Main/New York 1994, S. 48
19
Arbeit zitieren:
Michael Seichter, 2004, Organisationsentwicklung: Möglichkeiten und Grenzen der Organisationsentwicklung als personalwirtschaftliche Aufgabe, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Widerstand gegen Organisationsentwicklung
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 24 Seiten
Unternehmensorganisationen im Wandel - Neue Ansätze und Organisationss...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 67 Seiten
Strategiemodelle der Organisationsentwicklung
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 31 Seiten
Widerstände gegenüber Organisationsentwicklungsmaßnahmen und Intervent...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 43 Seiten
Herausforderung Change Management - Promotoren erfolgreicher Veränderu...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Bachelorarbeit, 65 Seiten
Innovationshemmnis Mensch? - Ursachen und Lösungsansätze des Widerstan...
Innovationsmanagement im Infor...
Informatik - Internet, neue Technologien
Seminararbeit, 29 Seiten
Change Management im Krankenhaus
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Balanced Change: Erfolgreiche Prozessnavigation im Unternehmenswandel
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Diplomarbeit, 137 Seiten
Organisationsentwicklung in ihrer Bedeutung für das Management im Gesu...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 19 Seiten
Wie erstelle ich einen Fragebogen für eine empirische Forschungsarbeit...
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Widerstände in Change-Prozessen - Darstellung mit Anwendungsbezug und ...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Mitarbeiterführung durch Stationsleitungen im Krankenhaus: Erfordernis...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 160 Seiten
Kommunikationsstrategien und Mitarbeiterbeteiligung in der Organisatio...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 52 Seiten
Das Implementierungsproblem von Innovationen aus betriebspädagogischer...
BWL - Personal und Organisation
Magisterarbeit, 92 Seiten
Die Situation pflegender Angehöriger älterer Menschen - Darstellung de...
Hausarbeit, 38 Seiten
Michael Seichter's Text Organisationsentwicklung: Möglichkeiten und Grenzen der Organisationsentwicklung als personalwirtschaftliche Aufgabe ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Michael Seichter hat den Text Organisationsentwicklung: Möglichkeiten und Grenzen der Organisationsentwicklung als personalwirtschaftliche Aufgabe veröffentlicht
Michael Seichter hat einen neuen Text hochgeladen
Interkulturelle Kompetenzentwicklung als Aufgabe der beruflichen Bildu...
Ein Diskurs über Ressourcen un...
René Lipphardt
Studienbuch Theorien der beruflichen Bildung
Grundzüge der Diskussion im 20...
Ute Lange, Klaus Harney, Sylvia Rahn, Heidrun Stachowski
Berufliche Bildung für nachhaltiges Wirtschaften
Konzepte - Curricula - Methode...
Ernst Tiemeyer, Karl Wilbers
Berufliche Bildung und Persönlichkeitsentwicklung
Forschungsstand und Forschungs...
Ute Grabowski
Möglichkeiten und Grenzen konzerneigener Verleihunternehmen und Person...
Marjolein Turkenburg
Chancen, Möglichkeiten und Grenzen von Kunst im Unternehmen
Eine interdisziplinäre Studie ...
Chris Gerbing
Thomas
Gut !!!.
Vorliegende Arbeit ist absolut empfehlenswert, sie
beschreibt verständlich die wichtigsten Sachverhalte/Gebiete samt Vor- und Nachteile der Organisationsentwicklung sowie die relevanten Faktoren bei der Implementierung in der (Unternehmens-)Praxis. Eine Vielzahl von Abbildungen und Quellenangaben runden die positive Gesamtnote ab.
am Tuesday, January 16, 2007-
Anja
sehr informativ.
Diese Arbeit stellt das komplexe Gebiet der Organisationsentwicklung sehr strukturiert und informativ dar (anders als bei vieler anderer Literatur zu dieser Thematik...)
Es werden - in gut verständlicher Weise - die wesentlichen Aspekte wie Grundlagen, Ziele, Anlässe und Methoden behandelt.
Viele Abbildungen visualisieren dabei die integrative Problematik.
am Thursday, March 06, 2008-