II
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis: III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Der Begriff des In- House Banking 1
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
2. Grundlagen des Cash Managements 2
2.1 Definition des Cash Managements 2
2.2 Ziele des Cash Managements 3
2.3 Aufgabenbereiche des Cash Managements 4
2.4 Die Administration der Zahlungsströme als fundamentaler
Bestandteil des Cash Managements von In- House Banken 6
2.4.1 Cash Pooling 6
2.4.2 Netting 7
3. Beiträge von Cash Pooling und Netting zur Erreichung ausgewählter
finanzwirtschaftlicher Ziele der Gesamtunternehmung 8
3.1 Beiträge von Cash Pooling und Netting aus
liquidit ätsorientierter Sicht 9
3.1.1 Reduzierung der konzernweiten Liquiditätsreserven
durch den Einsatz von Cash Pooling 9
3.1.2 Reduzierung der dezentralen Transaktionskassen
durch Netting 10
3.2 Beiträge von Cash Pooling und Netting aus
rentabilit ätsorientierter Sicht. 11
3.2.1 Senkung der Finanzierungskosten durch Cash
Pooling 11
3.2.2 Senkung der Transaktionskosten durch Netting 11
3.2.3 Größenvorteile durch Cash Pooling bei der
Geldaufnahme und Ge ldanlage 12
3.3 Rechtliche und steuerliche Einschränkungen 13
3.3.1 Einschränkung von Cash Pooling und Netting durch
staatliche Regulierung 13
3.3.2 Einschränkung der Beiträge von Cash Pooling durch
Doppelbesteuerung 14
4. Fazit 15
Literaturverzeichnis : III
III
Abkürzungsverzeichnis:
CM Cash Management
CMS Cash Management System
CP Cash Pooling
IHB In- House Bank
IHBs In- House Banken (Mehrzahl)
1
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Im Geschäftsfeld der großen Firmenkunden sieht sich das Bankgeschäft in jüngster Zeit mit einem bedeutsamen Wandel konfrontiert. Die bevorzugte Kundschaft von Kreditinstituten, die großen Firmenkunden, erstellen durch ihre Finanzabteilungen immer mehr Bankleistungen selbst und umgehen so teilweise oder nahezu vollständig die traditionellen Banken. 1 Dieser Trend zu finanzwirtschaftlicher Unabhängigkeit macht sich vor allem bei großen internationalen Industrie- und Handelsunternehmen mit Konzernstruktur bemerkbar. So verzichten beispielsweise zahlreiche internationale Konze rne auf Intermediationsleistungen der Banken, wenn der Finanzierungs- und Anlagebedarf der einzelnen Konzernunternehmen bekannt ist und konzernintern zum Ausgleich gebracht werden kann. 2 Dieser konzerninterne Liquiditätsausgleich wird durch das Cash Management von In- House Banken ermöglicht. Hierbei stellt sich jedoch die Frage was CM genau beinhaltet und mit welchen Vorteilen und Einschränkungen es im Rahmen des In-House Banking verbunden ist. Dieser Fragestellung soll sich die vorliegende Arbeit anne hmen.
1.2 Der Begriff des In- House Banking
Das Phänomen der Eigenerstellung von Bankleistungen durch die zentralen Finanzbereiche multinationaler Unternehmen und der damit einhergehende Verzicht der Inanspruchnahme von Banken, als spezialisierte Anbieter von Intermediationsleistungen, wird in der Regel mit dem Begriff “In-House Banking“ umschrieben. Allerdings besteht weder in der Literatur noch in der Praxis Einigkeit bezüglich der Definition dieses Begriffs. So existiert in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur keine einheitliche Begriffsbestimmung, und auch keine hinreichende, abgrenzende und eindeutig akzeptierte Definition. Im Rahmen dieser Arbeit soll In- House Ban- 1 Vgl.Büschgen, Hans (In- House Banking, 1995), S. 2.
2 Vgl. Dahlhausen, Volker (Corporate Banking, 1996), S. 9.
2
king - in Anlehnung an Volker Dahlhausen - im Sinne der Erstellung banktypischer Transformationsleistungen, durch den zentralen Finanzbereich 3 eines international tätigen Konzerns, für den Eigenbedarf des Konzerns verstanden werden. 4
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das CM von IHBs darzustellen und zu bewerten. Dazu wird in Kapitel zwei zunächst auf die Definition des Begriffs “Cash Management“ eingegangen, bevor eine Darstellung der Ziele sowie der Aufgabenbereiche des CM erfolgt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Darstellung der CM Aktivitäten Cash Pooling und Netting. Kapitel drei beinhaltet schließlich eine Beurteilung des CM, welche sich an den Beiträgen des CP und Nettings zur Erreichung ausgewählter finanzwirtschaftlicher Ziele der Gesamtunternehmung ausrichten soll.
2. Grundlagen des Cash Managements
2.1 Definition des Cash Managements
Das CM ist für die meisten internationalen Konzerne Ausgangspunkt und Kernbereich ihrer In- House Banking Aktivitäten. Obwohl sich die Literatur mit diesem Thema eingehend auseinandergesetzt hat, besitzt der Begriff “Cash Management“ bis dato keine einheitliche Umschreibung. 5 Daher ist eine v orausgehende Klärung erforderlich, welches Verständnis des CM dieser Arbeit zugrunde liegen soll. So soll als Basis für die weiteren Ausführungen folgende Definition dienen: „Cash Management umfasst die Gesamtheit aller Aktivitäten, die auf eine zielorientierte Gestaltung des kurzfristigen Finanzpotentials der Unternehmen ausgerichtet sind .“ 6 Um diese
3 Der zentrale Finanzbereich kann als Cost Center oder Profit Center organisiert sein. Dar-
über hinaus kann der zentrale Finanzbereich eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersön-lichkeit sein, die als Tochtergesellschaft verschiedene Finanzfunktionen im In- und Aus-
land wahrnimmt. Vgl. Richtsfeld, Jörg (In- House Banking, 1992), S. 89.
4 Vgl. Dahlhausen, Volker (Corporate Banking, 1996), S.17.
5 Vgl. ebd., S. 76.
6 Essmann, Bernard (Bankbeziehungen, 1995), S. 21.
3
Begriffsbestimmung ganzheitlich erfassen zu können, sollen im folgenden die dem CM zugrunde liegenden Ziele und Aufgaben dargestellt werden.
2.2 Ziele des Cash Managements
Grundsätzlich lassen sich die CM Ziele nicht getrennt von den finanzwirtschaftlichen Unternehmenszielen 7 betrachten, sondern leiten sich vielmehr aus diesen ab. In diesem Bezug sind insbesondere die finanzwirtschaftlichen Ziele Liquidität und Rentabilität von Bedeutung. So finden sich in den Zielen des Cash Managements vornehmlich diese beiden finanzwirtschaftlichen Unternehmensziele wieder. 8
Eines der zentralen Ziele eines konzernweiten CM ist die Sicherung der Liquidität. Unter Liquidität wird in diesem Zusammenhang und im weiteren Verlauf der Arbeit die subjektbezogene Liquidität verstanden, d. h die Fähigkeit eines Unternehmens den fälligen Zahlungsverpflichtungen termin-und betragsgerecht nachkommen zu können. Die Sicherung der jederzeitigen Liquidität ist als Existenzbedingung und damit als Voraussetzung für die Erreichung anderer Ziele zu sehen. Zur Erfüllung der Liquiditätssicherung hält eine Unternehmung i. d. R. sowohl liquide Mittel erster Ordnung, zu denen Kassenbestände und Sichtguthaben gehören, als auch sekundärliquide Mittel wie offene Kreditlinien und leicht liquidierbare Aktiva . 9 Das Halten von Liquiditätsreserven ist allerdings mit Opportunitätskosten ve r-bunden, da Liquiditätsbestände grundsätzlich keiner oder nur einer geri ngen Verzinsung unterliegen. Infolgedessen gilt es parallel zur Liquiditätssicherung die Kosten der Liquiditätshaltung, in der Gesamtunternehmung und in den einzelnen Konzerngesellschaften, zu minimieren. Die konzernweite Sicherung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft und die damit im
7 Zu den finanzwirtschaftlichen Zielen einer Unternehmung zählen die allgemeinen Forde-
rungen nach Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Vgl. dazu Auernham-
mer, Frank (In- House Banking, 1994), S. 47.
8 Vgl. Essmann, Bernard (Bankbeziehungen, 1995) S.113f.
9 Vgl. Zimmermann, Felix (In- House Banken, 1995), S. 130f.
Arbeit zitieren:
Juan Salamano, 2004, Das Cash Management von In-House Banken - Darstellung und kritische Würdigung, München, GRIN Verlag GmbH
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