INHALTSVERZEICHNIS
1. DARSTELLUNG DER FUSIONSPARTNER 1
1.1. AOL 1
1.2. Time Warner 1
2. DER ZUSAMMENSCHLUSS 2
3. DAS GENEHMIGUNGSVERFAHREN 3
3.1. Durch die Aktionäre 3
3.2. Durch die Europäische Kommission in Brüssel 4
3.3. Durch die Federal Trade Commission 6
3.4. Durch die Federal Communications Commission 7
4. BEWERTUNG DES ZUSAMMENSCHLUSSES 8
4.1. Vorteile 8
4.1.1. Für AOL Time Warner 8
4.1.2. Für die Konsumenten 9
4.2. Nachteile 10
4.2.1. Für AOL Time Warner 10
4.2.2. Für die Angestellten 12
4.2.3. Für die Konsumenten 12
5. RESÜMEE 12
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS I
QUELLENVERZEICHNIS II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
a.a.O. ............................................ am angegebenen Orte
a.M................................................. am Main AOL .............................................. American Online Inc. BMG ............................................ Bertelsmann Music Group bzw. .............................................. beziehungsweise ca. ................................................. circa CD ................................................ Compact Disc CNN ............................................ Cable News Network Corp. ............................................ Corporation Dr. ................................................ Doktor
DSL .............................................. Digital Subscriber Line-Technologie dt. .................................................. deutsch etc. ................................................ et cetera EU ................................................ Europäische Union f. .................................................... folgende [Seite] FCC .............................................. Federal Communications Commission ff. .................................................. folgende [Seiten] FTC .............................................. Federal Trade Commission http ............................................... Hypertext Transmission Protocol Inc. ............................................... Incorporated Company (dt. eingetragenes Unternehmen) ISP ................................................ Internet Service Provider k. A. ............................................... keine Angabe Mio. .............................................. Million Mrd. .............................................. Milliarde o.V. ............................................... ohne Verfasser s. .................................................... siehe S. ................................................... Seite sog. ............................................... so genannt u. ................................................... und URL .............................................. Uniform Resource Locator USA .............................................. United States of America vgl. ................................................ vergleiche z.B. ............................................... zum Beispiel
I
1. DARSTELLUNG DER FUSIONSPARTNER AOL 1.1.
AOL ist mit 33 Millionen Kunden in rund 100 Ländern der weltweit größte und am schnellsten wachsende Serviceanbieter im Internet. 1 Gegründet wurde das Unternehmen 1991 von dem Marketing-Spezialisten Stephan McConnell Case, der schon vorher im Onlinebereich tätig war. 1992 brachte er das Unternehmen aus Dulles, Virginia an die Börsewenig später wurde das Internet zum weltweiten Massenmedium. 2 Das Motto von AOL-Gründer Case lautet „AOL anywhere“, womit er versucht, dem Internet im Leben der Bürger eine so starke Bedeutung zu geben wie dem Telefon und dem Fernsehen. Durch eine Vielzahl an Kooperationen und Fusionen bietet AOL seit Ende der 90er Jahre die gesamte Palette aus Internet-Technologie und Internet-Software an. 1999 z.B. übernahm AOL die kalifornische Internetfirma Netscape Communications Corp., die als erste einen Browser, den Netscape Communicator, auf den Markt gebracht hatte. 3 Das Unternehmen finanziert sich zum größten Teil aus Abonnementsgebühren, die es von seinen Nutzern regelmäßig für die angebotenen Dienste erhält. Ca. 20 Prozent des Umsatzes setzen sich aus Werbeeinnahmen zusammen. Ein weiterer kleiner Teil des Umsatzes bilden Vermittlungsgebühren und Provisionen, die AOL von Werbern auf seinen Websites erhält, die durch die Dienste AOLs neue Kunden akquirieren können. 4 Mit dieser Strategie ist AOL erfolgreich, was sich daran zeigt, dass, anders als bei anderen Internetunternehmen, Gewinne erzielt werden.
1.2. Time Warner
Time Warner Inc. ist der weltgrößte klassische Medienkonzern mit Sitz in New York. Zum führenden Medienunternehmen hat sich Time Warner aus einer Reihe von Fusionen entwickelt. 1989 schloss sich der Magazinverlag Time Inc., welcher bereits 1923 gegründet wurde, mit dem Musik- und Filmkonzern Warner Communications Inc. zusammen. Im Jahre 1995 erwarb Gerald M. Levin - Präsident von Time Warner - dann mehrere Fern-
1 vgl.AOL: (Erstelldatum: k. A.; Abrufdatum: 22.03.2002) „America Online Inc.“, URL: http://www.aol.de/ueberaol/index.html; S. 1
2 vgl. Bert Fröndhoff: „Der stille Pionier des Internets“, in „Handelsblatt“, Düsseldorf / Frankfurt 2000, Ausgabe 7/2000
3 vgl. Dr. Insa Sjurts: „Die Fusion AOL-Time Warner: Eine strategietheoretische Erklärung“, in „Zeitschrift Führung + Organisation“, Hamburg 2000, Heft 3/2000, S. 130
4 vgl. o.V.: „Abonnenten sind das Kapital für die Zukunft“, in „Handelsblatt“, Düsseldorf 2001, Ausgabe 10/2001, S. 18
1
sehkabelbetreiber bis 1996 die Turner Broadcasting System Inc. mit Time Warner fusionierte. Mit dieser Fusion fielen diverse Zeitschriften- und Buchverlage, Musik- und Filmunternehmen sowie Rundfunk- und Kabelfernsehgesellschaften wie z.B. CNN in den Besitz von Time Warner. 5 Nach AT&T verfügt Time Warner über das zweitgrößte Kabelnetz in den USA, besitzt damit einen Marktanteil von 20 Prozent und ist vor allem in den Großstädten wie New York der dominante Anbieter. Neben der eigentlichen Versorgung mit dem Fernsehprogramm bietet das Kabelnetz außerdem die Möglichkeit für breitbandigen Internetzugang. 6
2. DER ZUSAMMENSCHLUSS
Am 10. Januar 2000 gaben AOL und Time Warner in einer Pressemitteilung ihre geplante Fusion zur AOL Time Warner Inc. bekannt, wobei der größte Multimediakonzern aller Zeiten entstand.
5 vgl. Ulrike Sosalla u. Thomas Clark: “Neuer AOL-Chef muss alte Fusionen kitten”, in „Financial Times Deutschland“, Hamburg 2001, Ausgabe 237/2001, S. 6
6 vgl. Constantin Gillies: „Das Erfolgsrezept: Content is King“, in „Die Welt“, Hamburg 2000, Ausgabe 178/2000, S. WW9
und o.V.: „Kartellbehörden sehen Kauf von Time Warner durch AOL kritisch“, in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, Frankfurt a.M. 2000, Ausgabe 207/2000, S. 22
7 vgl. o.V.: „Medienriesen“, in „Handelsblatt“, Düsseldorf 2001, Ausgabe 10/2001, S. 18
2
Darüber hinaus ist dieser Zusammenschluss der erste, bei dem ein Internetunternehmen ein traditionsreiches und zudem deutlich umsatzstärkeres Medienunternehmen übernimmt. 8 Zum Zeitpunkt der Fusionsankündigung hatte diese einen Marktwert von 246 Mrd. Dollar 9 , womit diese Fusion der größte Firmenzusammenschluss der Industriegeschichte ist. Mit diesem Marktwert ist AOL Time Warner nach Microsoft (576 Mrd. Dollar), General Electric (495 Mrd. Dollar) und Cisco Systems (362 Mrd. Dollar) eines der teuersten Unternehmen in den USA. 10 Durchgeführt werden soll die Fusion durch einen Aktientausch, bei dem die Anteilseigner von Time Warner für je eine Aktie 1,5 Anteile und jene von AOL genau einen Anteil vom neuen Unternehmen erhalten sollen. 11 Dadurch werden die AOL-Aktionäre letztendlich 55 Prozent an dem neuen Unternehmen halten, was damit zu begründen ist, dass AOL an der Börse höher notiert wurde als Time Warner. AOL-Vorstandschef Steve Case soll der neue Verwaltungsratsvorsitzende des neuen Unternehmens werden, während Time Warner Präsident Gerald Levin vorerst den Vorstands-vorsitz übernehmen soll. 12
3. DAS GENEHMIGUNGSVERFAHREN 3.1. Durch die Aktionäre
Am 23.06.2000 stimmten die Aktionäre von AOL und von Time Warner in Virginia bzw. in New York über die Fusion der beiden Unternehmen ab. Während sich knapp 97 Prozent der Aktionäre von AOL für eine Fusion aussprachen, waren es bei Time Warner sogar 99 Prozent. 13 AOL bemühte sich im Vorwege sehr darum, seine ca. 3 Millionen Aktionäre zu einer positiven Stimmabgabe zu bewegen. Neben der Möglichkeit auf der offiziellen AOL-Website online über die Fusion abzustimmen, versorgte AOL seine Aktionäre mit einer Hochglanz-Broschüre „Vote Now!“, in der die Vorteile der geplanten Fusion erläutert wurden. Des weiteren wurde ein Telefon-Center eingerichtet, welches durchgängig
8 vgl. Ulf Brychcy: „AOL übernimmt Time Warner“, in „Süddeutsche Zeitung“, München 2000, Ausgabe 7/2000, S. 1
9 AOL wurde im Januar 2000 ( zum Zeitpunkt der Fusion [Höhepunkt des Internetbooms]) mit 163 Mrd. $ und Time Warner mit 83 Mrd. $ bewertet.
10 vgl. Martin Halusa: „AOL und Time Warner ergänzen sich ideal“, in „Die Welt“, Hamburg 2000, Ausgabe 8/2000, S. 14
11 vgl. heise online: (Erstelldatum: 10.01.2000; Abrufdatum: 22.03.2002) „AOL und Time Warner fusionieren“, URL: http://www.heise.de/newsticker/data/hob-10.01.00-000/; S. 1 12 vgl. Gerti Schön: „Erfolgsrezept für multimedialen Einheitsbrei“, in „Frankfurter Rundschau“, Frankfurt a.M. 2000, Ausgabe 9/2000, S. 17
13 vgl. o.V.: „Aktionäre billigen Fusion Time Warner und AOL“, in „Handelsblatt“, Düsseldorf 2000, Ausgabe 120/2000, S. 29
3
Arbeit zitieren:
André Kühnapfel, 2002, Das integrierte Medien- und Internetunternehmen AOL Time Warner - Eine kritische Analyse des Zusammenschlusses, München, GRIN Verlag GmbH
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