1 AGGRESSIVES UND UNAUFMERKSAMES VERHALTEN 1
1.1 AGGRESSIVES VERHALTEN 1
1.2 UNAUFMERKSAMES VERHALTEN. 2
2 VORBEMERKUNGEN ZUM PROGRAMMS. 2
2.1 KONZEPTION UND ZIELE DES PROGRAMMS. 3
2.2 PROAKTIVES LEHRERHANDELN 4
3 AUFBAU UND BESCHREIBUNG DES PROGRAMMS. 4
3.1 TRAININGSGRUNDLAGEN 4
3.2 STEIGERUNG DER VISUELLEN UND AUDITIVEN AUFMERKSAMKEIT. 5
3.3 SELBST- UND FREMDWAHRNEHMUNG EMOTIONALER GRUNDKATEGORIEN 6
3.4 VERMITTLUNG VON SOZIAL ANGEMESSENEM PROBLEMLÖSEVERHALTEN 7
4 EVALUATION 8
4.1 METHODE UND INSTRUMENTE 8
4.2 ERGEBNISSE. 9
5 LITERATURANGABEN 10
1 Aggressives und unaufmerksames Verhalten
Aggressives und unaufmerksames Verhalten kommt je nach Untersuchung bei bis zu 10 bzw. 30 Prozent der Kinder vor, wenngleich auch oft nur symptomartig und nicht klassifizierbar (Petermann 2002, 16 u. 21f). Trotzdem haben diese Kinder gerade auch in der Schule große Probleme und werden oft auch als Problem von ihrer Umwelt wahrgenommen.
1.1 Aggressives Verhalten
Aggressives Verhalten kann viele verschiedene Ausdrucksformen haben, die unterschiedlich große Beeinträchtigungen bei den Betroffenen und deren Umwelt he r-vorrufen können. Die unterschiedlichen Ausdrucksformen reichen von direkter körperlicher Gewalt über Sachbeschädigungen und Vandalismus bis hin zu differenziertem, „sozial- manipulativem Verhalten“ (Petermann 2002, 13) und Mobbing in jeweils unterschiedlicher Stärke. Das Verhalten hängt eng mit dem Alter zusammen, es wird immer differenzierter (vgl. ebd.).
In den beiden großen Klassifikationssystemen DSM IV bzw. ICD-10 wird aggressives Verhalten vor allem als „Störung mit oppositionellem Trotzverhalten“ bzw. „Störung des Sozialverhaltens“ kategorisiert. Zur Diagnose müssen eine Anzahl bestimmter Verhaltensauffälligkeiten innerhalb eines bestimmten Mindestzeitraums (mehrere Monate) „im Vergleich zu Altersgenossen deutlich häufiger auftreten und zu psychosozialen Beeinträchtigungen“ (ebd., 15) führen. Viele Kinder fallen deshalb nicht unter die klinischen Krankheitskategorien, bereiten Eltern und Lehrern 1 aber trotzdem Probleme. Es tritt das Problem zu Tage, ab wann ein aggressives Verha lten als unnormal oder krankhaft anzusehen ist. Als Ursache für aggressives Verhalten werden sowohl biologische, als auch psychosoziale Einflüsse genannt, die sich wechselseitig verstärken können. Vor allem werden aber auch „Defizite in der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung als prognostisch ungünstig“ (ebd., 17) angesehen.
1 Zur Vereinfachung benutze ich immer nur eine geschlechtsspezifische Form.
- 1 -
1.2 Unaufmerksames Verhalten
Unaufmerksames Verhalten zeigt sich bei Vor- und Grundschulkindern vor allem durch fehlerhaftes Bearbeiten bzw. vorzeitige Beendigung von Aufgaben und Tätigkeiten und kommt vor allem bei fremdbestimmten Aufgaben und kognitiv anspruchsvollen Tätigkeiten vor. Dieses Verhalten lässt sich zum großen Teil auf die hohe Ablenkbarkeit dieser Kinder bei steigenden Außenreizen zurück führen (vgl. ebd., 20). Hyperaktives Verhalten, das vor allem in motorischer Unruhe besteht, und Impulsivität hängen meist eng mit unaufmerksamem Verhalten zusammen und führen oft zu aggressivem Verhalten und Lernproblemen. Zur Diagnose nach DSM IV und ICD-10 gelten, wie schon für die aggressiven Störungen beschrieben, bestimmte Kriterien und es wird in bestimmte Krankheitstypen bzw. Subtypen unterschieden (vgl. ebd. 21f).
Wenngleich auch biologische Ursachen ausschlaggebend für unaufmerksames und hyperaktives Verhalten zu sein scheinen, so beeinflussen psychosoziale Komponenten den Verlauf der Störung doch erheblich (vlg. ebd., 22).
2 Vorbemerkungen zum Programms
Die Autoren führen an, dass seriöse Studien zwar den oft angeführten Anstieg von Gewaltakten an Schulen widersprechen, dass jedoch die Delinquenzrate steigt (vgl. Gerken 2002, 119). Als viel versprechende Wege zur Förderung von angemessenem Schülerverhalten hätten sich Präventionsprogramme erwiesen, die jedoch hauptsächlich für ältere Kinder entwickelt wurden, obwohl „neueste Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie“ (ebd.) für einen früheren Einsatz sprechen. Die hohen Belastungen, die mit der Einschulung als „Entwicklungsübergang“ (ebd., 120) und „Umbruchphase“ (ebd.) verbunden sind, rechtfertigen eine Hilfestellung, die mit dem Einsatz des Programms in den ersten beiden Schuljahren erfolgen soll.
- 2 -
Arbeit zitieren:
Benjamin Seidel, 2003, Verhaltenstraining für Schulanfänger nach Petermann - Ein Programm zur Primärprävention von aggressivem und unaufmerksamem Verhalten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Ausarbeitung einer Unterrichtsreihe zum Thema Sachtexte
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 26 Seiten
Bewegung und Konzentrationsförderung durch Bewegung bei Kindern im Gru...
Examensarbeit, 121 Seiten
Inititaion und Verrat. Die Symbolik und die Motive antiker Texte in de...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Lord of the Flies - eine Modernisierung von Robinson Crusoe?
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Sartres 'Die Fliegen' - Versuch einer Interpretation des Drama...
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Hausarbeit, 22 Seiten
Themenzentrierte Aktion nach Ruth C. Cohn - Anwendungsgebiet Schule
Seminararbeit, 12 Seiten
The basic theories of language acquisition
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Zur Lernbarkeit emotionaler Intelligenz
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Bachelorarbeit, 40 Seiten
Sinnentnehmendes Lesen - Eine Piratengeschichte!
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 17 Seiten
Der moderne handlungsorientierte Englischunterricht
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 15 Seiten
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Schüler unterrichten Schüler - Durchführung, Beobachtung und Auswertun...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Examensarbeit, 28 Seiten
Post / Briefe schreiben - Ein Unterrichtsentwurf für den Sachunterrich...
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Unterrichtsentwurf, 40 Seiten
Benjamin Seidel's Text Verhaltenstraining für Schulanfänger nach Petermann - Ein Programm zur Primärprävention von aggressivem und unaufmerksamem Verhalten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Benjamin Seidel hat den Text Verhaltenstraining für Schulanfänger nach Petermann - Ein Programm zur Primärprävention von aggressivem und unaufmerksamem Verhalten veröffentlicht
Benjamin Seidel hat einen neuen Text hochgeladen
Verhaltenstraining für Schulanfänger
Ein Programm zur Förderung soz...
Franz Petermann, Nicole Gerken, Heike Natzke, Hans-Jörg Walter, Iris Walter
Verhaltenstraining im Kindergarten
Ein Programm zur Förderung soz...
Ute Koglin, Franz Petermann, Irene Stetzka
Ratgeber Aggressives Verhalten
Informationen für Betroffene, ...
Franz Petermann, Manfred Döpfner, Martin H. Schmidt
Aggressives Verhalten bei Kindern und Jugendlichen
Ursachen, Prävention, Behandlu...
Ulrike Lehmkuhl
ATP ( Assertiveness-Training-Programm). Anleitung für den Therapeuten
Einübung von Selbstvertrauen u...
Rüdiger Ullrich, Rita de Muynck
0 Kommentare