Inhaltsverzeichnis
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1. Einführung
- Kurzer Überblick zu Herbarts geschichtlicher Bedeutung 2
2. Biographie
2- 5
2.1 Jugendzeit: 04. Mai 1776 ( )- 1794 2, 3
2.2 Studienzeit: 1794- 1797 3
2.3 Hauslehrerzeit: 1797- 1800 und Aufenthalt in Bremen: 1800- 1802 3, 4
2.4 Erster Göttinger Aufenthalt: 1802- 1809 4, 5
2.5 Aufenthalt in Königsberg: 1809- 1833 5
2.6 Zweiter Göttinger Aufenthalt: 1833- 14. August 1841( ) 5
3. „Allgemeine Pädagogik aus dem Zwecke der Erziehung abgeleitet“
5-13
2.7 Aufbau des Buches 5
2.8 Herbarts Erziehungs- und Unterrichtslehre 6-12
3.2.1 Ziele und Möglichkeiten der Erziehung 6, 7
3.2.2 Regierung der Kinder 7, 8
- Zweck
- Ausführung
3.2.3 Unterricht 8-11
- Alterstufen 8, 9
- Ziel: Vielseitigkeit des Interesses 9
- Unterrichtstheorie, sog. Formalstufen 10,11
o Phase der Vertiefung Klarheit und Assoziation
o Phase der Besinnung System und Methode
- Aktualität seine Theorie 11
3.2.4 Zucht 11,12
- Begriffsklärung
- Maßnahmen der Zucht
4. Schluss (in Bezug auf das Werk)
- Kritik nach Hornstein und Würdigung Herbarts 12,13
5. Literaturverzeichnis
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1. Einführung
Johann Friedrich Herbart war mit Ziechners Worten “... ein tiefblickender geborener Pädagoge“ (Ziechner, 1908, S.43), der seine Pädagogik auf die Psychologie und Philosophie gründete. Er zählt zu den ersten, die für die Verwissenschaftlichung der pädagogischen Praxis eintraten. Unter der Orientierung an Herbart beginnt die Pädagogik sich erstmals als eine eigenständige Disziplin zu etablieren. Später wurden allerdings, vor allem in Deutschland Herbarts Leben und Werk durch den Kampf der Reformpädagogen gegen die Nachfolger Herbarts, die sogenannten Herbartianer, verdunkelt und vielfach entstellt. Die Herbartianer haben Herbarts pädagogische Ideen formalisiert und dadurch vielfach ins Gegenteil verkehrt. Doch seit seinem 200. Geburtstag- 1976- findet auch in der Bundesrepublik eine Renaissance in der Beschäftigung mit Herbart statt.
In der folgenden Arbeit möchte ich zuerst Johann Friedrich Herbarts Leben vorstellen. Denn es ist immer sehr schwierig die Gedankengänge nachzuvollziehen ohne die Person und deren Geschichte näher zu kennen. Zwar muss ich zugeben, dass Herbarts Werke gerade auch wegen des großen geschichtlichen Zeitabstands schwer verständlich sind, doch aufgrund derer Bedeutung in der Erziehung eine Herausforderung wert sind. Deshalb werde ich mich nach der Vorstellung dieser bedeutenden Persönlichkeit seinem Hauptwerk „Allgemeine Pädagogik aus dem Zwecke der Erziehung abgeleitet“ widmen.
2. Biographie
2.1 Jugendzeit:
Johann Friedrich Herbart ist am 04. Mai 1776 in Ol denburg, Langenstraße 86 geboren. Sein Vater, Thomas Gerhard, Jurist und Justizrat war stets voll beschäftigt mit seiner Arbeit, weshalb er sich nicht besonders intensiv um die Erziehung bemühte. Daher überließ er seiner Frau Lucie Margareta, geborene Schütte, diese Aufgabe, mit der Vorgabe viel Wert auf Fleiß und Ordnung zu legen. Darüber hinaus wurde sie als eine“... seltene und merkwürdige Frau“ (Greßler 1903, S.1) beschrieben, die, aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit zu ihrem Mann, unter dem schlechten ehe lichen Verhältnis litt. Da Herbart schnell aus dem kindlichen Alter heraus war, bekam er Privatunterricht von Hauslehrer
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Ülzen, der ihm Griechisch, Latein und Philosophie lehrte. Seine Mutter war dabei stets anwesend um mitzulernen und ihrem Sohn zu helfen und zu überwachen ob der Lehrer auch alles richtig macht. Im Jahre 1788 wurde er Schüler der zweiten Lateinschule zu Oldenburg, die vier Jahre später in ein Gymnasium umgewandelt wurde. Dort wurde erstmals sein Interesse für Physik und Philosophie geweckt. Allerdings hat er sich bereits nach kurzer Zeit unterfordert gefühlt, da er so wissensbegierig war und sein Lehrer, vor allem der in Philosophie, scheinbar nicht über genügend Kenntnisse verfügte. Neben seinem musikalischen Talent stellte sich bald ein r eger Darstellungstrieb heraus, den er bereits mit 14 Jahren auszuleben versuchte . Er begann fremde Gedanken zu reproduzieren und selbst zu verarbeiten, was sein kleiner Aufsatz „Etwas über die Lehre von der menschlichen Freiheit“ beweist. 1794 verließ Herbart das Gymnasium mit einer lateinischen Abschiedsrede, die großes Aufsehen erregte. Sein Rektor äußerte sich über ihn dennoch positiv, mit den Worten: “Unter den Abgehenden hat sich, (...), Herbart durch Ordnung, gute Aufführung, Eifer im Studieren und B eharrlichkeit ausgezeichnet und seine guten natürlichen Anlagen durch unermüdlichen Fleiß zu entwickeln und auszubilden getrachtet.“ (Greßler 1903, S.4 zitiert nach Ziller 1842)
2.2 Studienzeit:
Im selben Jahr noch ging er auf die Universität in Jena wo er sich, nach dem Wunsche seines Vaters, zuerst den Rechtswissenschaften widmete und den Studiengang zwei Jahre später doch gegen ein Philosophiestudium austauschte. Er wurde zum Anhänger des Professor Fichte, der starke Einwirkungen auf sein bisheriges Weltbild hatte, und schloss sich mit ein paar seiner Freunde zu der literarischen Gesellschaft bzw. den freien Männer zusammen, um ihre wissenschaftlichen Gedanken auszutauschen. 2.3 Hauslehrerzeit und Aufenthalt in Bremen:
1797 brach Herbart allerdings sein Studium, auf Bitten der Mutter, wieder ab, um dann die Stelle eines Hauslehrers in der Schweiz, bei der aristokratischen Familie Steiger, anzunehmen. Da er durch diese Tätigkeit erste pädagogische Erfahrungen machte und zum eigenständigen Philosophieren angeregt wurde, war er überzeugt, dass “... Lehren zu lernen und seine noch übrigen Universitätsjahre sich für ein reiferes Alter zu sparen.“ (Greßler 1903, S.6) Obwohl sich Herbart mit großen Bemühungen dieser Tätigkeit widmete, war es ihm jedoch bewusst,
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dass er im späteren Leben lieber eine wissenschaftlichen Tätigkeit aufsuchen werde. Deshalb versuchte er bereits jetzt sämtliche Praxis zu lernen die ihm später dann noch hilfreich sein sollte. Das wichtige bei der häuslichen Erziehung war für ihn: “...Kenntnis über Neigungen und der Willensrichtung des Zöglings, sorgfältige Beobachtung ihrer Eigentümlichkeit, ... nicht zwischen Eltern und Kinder als trennende Macht zu treten, ....“ (Greßler 1903, S.7) Dadurch war für ihn auch die Aufgabe des erzieherische n Unterrichts klar; dass “... die Erziehung keine Naturkraft erzeugen, sondern sie nur bilden kann.“ (Greßler 1903, S.7) Im selben Jahr machte er Bekanntschaft mit Pestalozzi und seiner
Unterrichtsmethode. Pestalozzi legte vor allem großen Wert auf das Auswendig lernen, denn sein Hauptbestreben war die Regelmäßigkeit der Reihenfolge, die „Anordnung und Zusammenfügung dessen, was zugleich und was nacheinander gelehrt werden muss.“ Dem Erfolg dieses Experiments stand Herbart zuerst kritisch gegenüber, aber nach dem Besuch in der Schule fand er heraus, dass “die innere Verständlichkeit des Unterrichts... wohl noch etwas weit Wichtigeres (sei) als das augenblickliche Verstehen“ und “die Lehrstunde (...) dabei das Begreifliche (gebe) und (zusammenstelle), was zusammen gehört; Zeit und Gelegenheit werden den Begriff nachbringen, und das Zusammengestellte ineinander fügen und ketten.“ (Greßler 1903, S.12) 1800 verließ er dann die Schweiz auf Bitten der Mutter, da sie sich wegen der gerade laufenden Trennung von ihrem Mann nicht wohlfühlte. Allerdings hatte Herbart kein Interesse an einem langen Aufenthalt bei den Eltern und so war er erleichtert als ein Studienfreund ihn nach Bremen eingeladen hat. Dort hielt er dann philosophische Vorlesungen zu Erziehungsfragen in denen er Pestalozzis Grundsätze zu vermitteln versuchte.
2.4 Erster Göttinger Aufenthalt:
1802 war ein ereignisreiches Jahr. Zuerst ging er nach Göttingen, wo er promovierte und habilitierte und als Herausgeber zahlreicher Schriften, fungierte. Darunter befand sich “Über die ästhetische Darstellung der Welt als das Hauptgeschäft der Erziehung“, in der Herbart sich mit der kritischen Philosophie Kants auseinander setzte und in der bereits wesentliche Züge seiner Allgemeinen Pädagogik von 1806 vorzufinden sind. Letztendlich wurde er, aufgrund seiner Leistungen, zum ’außerordentlichen Professor’ ernannt, obwohl er bereits 1805 den Titel des ’ordentlichen Professors’ ablehnte. Wie vorher bereits erwähnt
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Arbeit zitieren:
Daniela Klepke, 2003, J. F. Herbart - Biographie und sein Werk "Allgemeine Pädagogik aus dem Zwecke der Erziehung abgeleitet", München, GRIN Verlag GmbH
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