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De cicerone proconsule ciliciae. Ciceros Statthalterschaft in Kilikien

Titel: De cicerone proconsule ciliciae. Ciceros Statthalterschaft in Kilikien

Seminararbeit , 2003 , 15 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Philipp Maurer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

I. Einleitung

Im Mittelpunkt der folgenden Arbeit steht der römische Politiker, Redner und Philosoph Marcus Tullius Cicero. Er erblickte am 3. Januar 106 v. Chr. in Arpium das Licht der Welt. Es gelang ihm, dank seiner rhetorischen Begabung und seines Ehrgeizes, in der Politik Karriere zu machen und durch die Wahl in verschiedene Magistraturen, in die Senatorenriege aufzusteigen. Den Höhepunkt seiner politischen Laufbahn markiert das Konsulat im Jahr 63. Unter dem Druck der sich verändernden politischen Verhältnisse war er 58 gezwungen, ins Exil zu gehen, aus dem er, vor allem dank der Hilfe Milos, bereits 57 nach Rom zurückkehren konnte. In der Zeit danach entstanden seine Hauptwerke De oratore und De re publica. Im Jahr 51 wurde Cicero als Statthalter nach Kilikien geschickt.

Dieser Zeitraum der Statthalterschaft, d.h. vom Zeitpunkt der Abreise am 1. Mai 51, bis zur Rückkehr am 4. Januar 49, soll in der nun folgenden Arbeit unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden. Vorangestellt ist dem eine kurze Einordnung in den historischen Kontext dieser Zeit, verbunden mit der Vorgeschichte der Statthalterschaft Ciceros. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht neben einer umfassenden Chronologie der Ereignisse, die Frage, inwiefern sich Cicero tatsächlich an die von ihm entworfenen Grundsätze der Provinzpolitik hält und wie er diese realisiert.

Trotz der Tatsache, dass Ciceros prokonsularische Tätigkeit nur ein Jahr währte, sind aus dieser Zeit erstaunlich viele Briefe erhalten: zweieinhalb Bücher an Atticus, ferner eine umfangreiche Korrespondenz mit seinem jungen Freund und Ziehsohn Caelius, sowie das ganze 3. Buch der Sammlung Ad familiares, mit Briefen an seinen Amtsvorgänger Appius Claudius Pulcher und mit Briefen an den Senat und an Cato. Entscheidend für die Beant-wortung der Fragestellung ist außerdem die Korrespondenz mit seinem Bruder Quintus, in welcher er seine Vorstellungen von einer erfolgreichen Provinzpolitik und damit gleichsam deren Grundsätze formuliert.

In diesem Zusammenhang stehen eine Reihe von Kommentaren und Biographien, darunter insbesondere die Cicero-Biographien von Manfred Fuhrmann, Matthias Gelzer und Wilhelm K. Drumann, sowie der Textkommentar von Otto Eduard Schmidt (komplette Auflistung im Literaturverzeichnis ). Sämtliche zitierte Textstellen aus den Originaltexten, mit Ausnahme der Briefsammlung ad Q. Fratem und den Plutarch-Zitaten, stammen aus der Übersetzung von K. L. F. Mezger, Stuttgart, 1862. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ciceros Statthalterschaft in Kilikien

1.0 Die politischen Konstellationen der Jahre 52/51 und die Lex pompeia de provinciis

2.0 Chronologie der prokonsularischen Tätigkeit 51/50

2.1 Die Reise in die Provinz

2.2 Situation der Provinz bei Ankunft Ciceros

2.3 Militärische Aktivitäten bis Herbst 51

2.4 Der Triumph

2.5 Das Provinzialedikt – Die Gesetzgebung und Verwaltung betreffenden Festlegungen bis Sommer 50

2.6 Die Heimreise nach Rom

3.0 Ciceros Grundsätze in der Provinzpolitik und deren Verwirklichung

III. Zusammenfassung

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis

1.0 Quellen

2.0 Sekundär Literatur

V. Anlage

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die einjährige Statthalterschaft von Marcus Tullius Cicero in der römischen Provinz Kilikien (51-50 v. Chr.) und analysiert, inwieweit er seine theoretischen Grundsätze einer gerechten Provinzverwaltung in der politischen Praxis umsetzen konnte.

  • Historischer Kontext der späten Römischen Republik und das Triumvirat
  • Chronologische Aufarbeitung der prokonsularischen Tätigkeit Ciceros
  • Analyse der Verwaltungspraktiken, Finanzpolitik und Rechtsprechung
  • Militärische Strategien und der umstrittene Triumphanspruch
  • Spannungsfeld zwischen moralischen Prinzipien und politischem Opportunismus

Auszug aus dem Buch

2.2 Situation der Provinz bei Ankunft Ciceros

Ciceros Provinz erstreckte sich weit über das eigentliche Kilikien hinaus nach Westen; sie umfasste Lyakonien und Pamphylien und reichte bis Laodikeia am Lykos, das nur 160 Kilometer östlich von Ephesos liegt. Jenes Gebiet, welches im Altertum bzw. Cilicia genannt wurde, besteht aus zwei sehr verschiedenen Landschaften: das Ebene Kilikien im Osten, Kilikia Pedias (heute Cukurova), und das Rauhe Kilikien im Westen, Kilikia Tracheia.

Beim Eintreffen Ciceros befindet sich die Provinz in einer katastrophalen Verfassung. Bereits in den ersten Tagen seiner Anwesenheit und darüber hinaus bereits in Ephesos, waren ihm nichts als Klagen zu Ohren gekommen. Vor allem wollten die Gemeinden von der kostspieligen Zumutung befreit werden, Gesandtschaften des Appius Claudius, dem Amtsvorgänger Ciceros, nach Rom senden zu müssen. Grundsätzlich waren Fürsten und Städte durch die schlechte Steuerwirtschaft und durch die Ausbeutung des Prokonsuls Appius Claudius und seines Schwiegersohnes, Marcus Brutus, sowie durch drückende Schulden an Pompeius in bitterste Not geraten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Person Ciceros ein und definiert den zeitlichen Rahmen sowie die methodische Herangehensweise der Untersuchung seiner Statthalterschaft.

II. Ciceros Statthalterschaft in Kilikien: Der Hauptteil gliedert sich in eine politische Kontextualisierung, eine detaillierte Chronologie der Ereignisse von der Anreise bis zur Rückkehr sowie eine Analyse der praktischen Anwendung ciceronischer Grundsätze in der Provinzverwaltung.

III. Zusammenfassung: Das Fazit bewertet das Prokonsulat als einen der erfolgreichsten Abschnitte in Ciceros politischer Karriere, konstatiert jedoch auch die Grenzen, die dem Handeln eines Einzelnen innerhalb des damaligen aristokratischen Systems gesetzt waren.

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten antiken Briefsammlungen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

V. Anlage: Ergänzende Materialien zum Text.

Schlüsselwörter

Marcus Tullius Cicero, Statthalterschaft, Kilikien, Prokonsulat, Römische Republik, Iustitia, Clementia, Abstinentia, Provinzverwaltung, Pompeius, Caesar, Triumvirat, Lex pompeia de provinciis, Brutusaffäre, Pindenissos

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt die einjährige Amtszeit von Marcus Tullius Cicero als Statthalter in der römischen Provinz Kilikien zwischen 51 und 49 v. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die politische Situation der späten römischen Republik, Ciceros Verwaltungsmethoden vor Ort, seine militärischen Operationen sowie die ethische Rechtfertigung seines Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit hinterfragt, ob Cicero seinen eigenen moralischen Prinzipien – wie Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit – in der komplexen Realität der Provinzpolitik tatsächlich treu bleiben konnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer philologisch-historischen Analyse antiker Korrespondenzen (vor allem Briefe an Atticus und Quintus) sowie einer kritischen Auswertung moderner biographischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine chronologische Darstellung der Reise und militärischen Aktivitäten, eine Erläuterung des Provinzialedikts und eine Analyse der administrativen Grundsätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Begriffe "Iustitia", "Clementia" und "Abstinentia" bilden den theoretischen Kern, ergänzt durch historische Konzepte wie die "Brutusaffäre" und die "Lex pompeia de provinciis".

Wie bewertet der Autor Ciceros militärisches Vorgehen gegen die "freien Kilikier"?

Der Autor ordnet das militärische Vorgehen als zweckgebunden ein, betont aber den "faden Geschmack" der harten Belagerung von Pindenissos im Hinblick auf Ciceros eigentlich humane Prinzipien.

Wie beurteilt der Autor den sogenannten Brutus-Kompromiss?

Der Autor sieht darin ein Beispiel für Ciceros notwendige Kompromissbereitschaft innerhalb der Strukturen der römischen Nobilität, wobei Cicero versucht habe, die Interessen der Provinz so weit wie möglich gegen die Gier römischer Kapitalgeber zu schützen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
De cicerone proconsule ciliciae. Ciceros Statthalterschaft in Kilikien
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Alte Geschichte)
Veranstaltung
Proseminar Alte Geschichte: Ciceros Politik nach Caesars Ermordung
Note
sehr gut
Autor
Philipp Maurer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V25803
ISBN (eBook)
9783638283267
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ciceros Statthalterschaft Kilikien Proseminar Alte Geschichte Ciceros Politik Caesars Ermordung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Maurer (Autor:in), 2003, De cicerone proconsule ciliciae. Ciceros Statthalterschaft in Kilikien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25803
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Leseprobe aus  15  Seiten
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