Gliederung
Die Informations- und Mediengesellschaft
Medientheorien mit dem Schwerpunkt auf Marshall McLuhan
I. Allgemeines
II. Kurzer Überblick über vorhandene Medientheorien
III. Einführung in die Theorie von Marshall McLuhan
IV. McLuhans „Geschichte“ der Medien
V. Quellenangabe und Literaturangabe
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I. Allgemeines:
Durch die wachsende Bedeutung der Medientechnologien sind Medientheorien zu einem Be-standteil der Wissenschaften geworden (z. B. in der Politik; Ökonomie; Bildung; Kunst). Früher wurden Massenmedien und deren Wirkungen medie ntheoretisch im Rahmen der Politik untersucht, heute sind Massenmedien in allen Wissenschaften (z. B. Sozialwissenschaften) zum Bestandteil von Forschungen geworden, die Medien jeweils aus ihrer Perspektive untersuchen.
Die wachsende Bedeutung der Medien zeigt sich auch am Umfang der Untersuchungen und Forschungen zu diesem Thema. Es gibt zu sehr viele unterschiedliche Bereiche von Medien, die in den Studien zum Gegenstand werden. Einige Kapitel in Büchern tragen z. B. Titel wie: Öffentliche Meinung und die Bedeutung der Medien; Die Bedeutung des Verbreitungsmediums; Die Glaubwürdigkeit der Medien; Die Entwicklung der Massenmedien; Kommunikation, Massenkommunikation, Wirkung.
Erwähnen möchte ich auch noch, dass zum Thema Medien und Medienwirkungen nicht nur in Deutschland zahlreiche Untersuchungen gemacht werden. Auch in England und vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika - wo das Medium Fernsehen bei den Menschen einen großen Stellenwert einnimmt - wird hierzu weitreichend geforscht.
Es gibt nicht EINE geltende Medientheorie, sondern es bestehen zahlreiche Theorien, die alle eine unterschiedliche Definition des Begriffs Medium verwenden und sich in ihrem Inhalt unterscheiden. Auch die Schwerpunktsetzung in den verschiedenen Theorien ist differenziert, es werden sowohl Technik, die Funktion als auch die Inhalte der Medien in den Vordergrund gestellt.
Ich gebe im folgenden einen ganz kurzen Überblick über bestehende Theorien und deren Hauptthese. Im weiteren gehe ich auf eine von mir ausgewählte Theorie, die Theorie von Marshall McLuhan, genauer ein.
In allen Theorien wird mehr oder weniger der Blick auf den Zusammenhang zwischen Medien, Kommunikation und Wahrnehmung gelenkt. Es besteht die These, dass die in einer E-
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poche dominierenden Kommunikations- bzw. Informationsmedien mit den Kommunikationsverhältnissen auch das Weltbild und die Wahrnehmungsmuster prägen. Die folgenden Medientheorien sind gekennzeichnet von: 1. stehen Medien selbst und nicht ihr Inhalt oder ihr sozialer Kontext im Mittelpunkt der Untersuchung und 2. bilden sie den Ausgangspunkt und die Basis der Theorie. Es gibt noch zahlreiche weitere Medientheorien (z. B. Niklas Luhmann; Jean Baudrillard; Theodor W. Ardorno u. a.), die alle eine andere Perspektive des Themas behandeln. II. Kurzer Überblick über vorhandene Medientheorien:
Walter Benjamin: Sein ästhetischer Ansatz behandelt die Auswirkungen des in den 30er Jahren aufkommenden Medium Film und anderer Medien auf die Kunst und bewert deren Stellung und Funktion innerhalb der Gesellschaft.
Marshall McLuhan: Er sieht in den Medien die Organisatoren der menschlichen Wahrne hmung und die „Vorgeber“ der Weltsicht. Er macht eine Gegenüberstellung der Buch-Epoche mit dem Zeitalter der Elektrizität. (Siehe nachfolgende Ausführ ung) Vilém Flusser: Er macht eine Analyse der Informationstechniken und Kommunikationsstrukturen und entwickelt Zukunftsvisionen der menschlichen Zivilisation. Neil Postman: Er geht auf die Beziehung der Kultur als Umwelt von Medien und Medienkonstellationen ein, welche seiner Ansicht nach immer andere Denkmuster und Wahrheitsbegriffe erzeugen. Sein Ansatz ist Medienökologisch orientiert. Paul Virilio: Bei ihm steht die zunehmende Geschwindigkeit von elektronischen Medien im Vordergrund, die die menschliche Wahrnehmung verändern, verhindern und ersetzen. Er fragt nach der Ethik der Medien.
Friedrich A. Kittler: Er geht auf historische Gegebenheiten des Wissens ein. Er rekonstruiert netzwerkartige Verknüpfungen von Medien und gesellschaftlichen Institutionen, welche die Produktion und Zirkulation von Diskursen anregen.
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Arbeit zitieren:
Martina Köppl, 2003, Die Informations- und Mediengesellschaft - Medientheorien mit dem Schwerpunkt auf Marshall McLuhan, München, GRIN Verlag GmbH
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