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Inhalt
1 Wer ist Wolfhart Pannenberg? 3
2 Wieso theologische Forschung um die Historizität der Auferstehung Jesu ? 4
2.1. Pannenbergs „revolutionäre“ These 4
2.2. 2.2) Historizität 5
3 Ist die Auferstehung Jesu ein historisches Ereignis ? 6
3.1. Untersuchung der Überlieferungen vom leeren Grab 6
3.2. Untersuchung der Erscheinungstradition 8
4 Literatur: 11
1 Wer ist Wolfhart Pannenberg?
Pannenberg, Wolfhart, deutscher protestantischer Theologe. Pannenberg
wurde am 2. Oktober 1928 in Stettin geboren. Er studierte Theologie in Berlin,
Göttingen, Basel und Heidelberg. Nach Promotion und Habilitation lehrte er
zunächst in Heidelberg, später in Wuppertal und Berlin. Unter dem Einfluss
der alttestamentlichen Theologie Gerhard von Rads entwarf Pannenberg Ende
der fünfziger Jahre zusammen mit theologischen Freunden das Programm der
„Offenbarung als Geschichte Diesem Konzept zufolge offenbart sich Gott
nicht in der Geschichte, sondern seine Offenbarung ereignet sich als
Geschichte. Pannenbergs Vorstellung greift dabei auf die deutsche
idealistische Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts zurück.
Er legte mit seinem Werk Systematische Theologie (3 Bde., 1988-93) eines
der grundlegenden Werke der neueren protestantischen Theologie vor
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Wieso theologische Forschung um die Historizität der Auferstehung Jesu ?
2.1. Pannenbergs „revolutionäre“ These
In der Mitte des 20. Jahrhunderts fand in der deutschen Theologie eine Abwe rtung der Bedeutung der Geschichte für den Glauben statt - eine Theologie, wie sie vor allem von Bultmann vertreten wurde. Bultmann wurde ja bekanntlich durch seine Forderung nach der Entmythologisierung bekannt. Die Wahrheit sei ausschließlich im Wort Gottes zu finden und nicht in den mythischen Vorstellungen zu suchen.
Es gab zwei Theologen, die den Versuch unternahmen, die Historizität der Auferstehung zu untersuchen und zu verteidigen: Hans von Campenhausen und Hans Grass. Ihrem Vorbild sollten im kommenden Jahrzehnt eine ganze Reihe europäischer Theologen folgen. 1961 kam Wolfhart Pannenberg mit seiner Programmschrift "Offenbarung als Geschichte" dazu.
Diesem Konzept zufolge offenbart sich Gott nicht in der Geschichte, sondern seine Offenbarung ereignet sich als Geschichte. Pannenbergs Vorstellung greift dabei auf die deutsche idealistische Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts zurück. Er behandelte sich viel mit christologischen Fragen und dies bedeutete einen radikalen Bruch mit dem bisher in der deutschen Theologie vorherrschenden Ansatz. Pannenberg bricht mit den Ansätzen deutscher Theologie und fordert eine historisch-kritische Prüfung der Auferstehungstradition. Pannenberg ist, so stellt Geoffrey Turner 1972 fest, der einzige Theologe mit einer durchschlagenden Alternative zu Bultmann. Seiner Meinung nach, kam es mit der bis dato vorherrschenden Abwertung der Bedeutung der Geschichte für den christlichen Glauben zugleich zu einer Abschirmung der Theologie gegenüber der säkularen Wissenschaft. Pannenberg glaubte, dass Bultmann
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mit seinem Ansatz eine Mauer aufbauen wollte, hinter der man sich vor den kritischen historischen Fragen bzw. Forschung schützen konnte.
Er nennt dies Selbstisolierung, und hat die Befürchtung, dass die
Glaubwürdi gkeit von Theologie und Heiliger Schrift auf dem Spiel steht Um die Notwendigkeit heutigen historisch-kritischen Arbeitens klar zu machen hielt er den Anhängern Bultmanns entgegen:
Wenn das Christentum irgendeinen bedeutsamen Anspruch auf die Wahrheit erheben will, dann muss es sich denselben Verfahren der Prüfung und Verifikation unterwerfen, wie sie in den profanen Wissenschaften angewandt wird. 1
Es gilt also zu prüfen, ob ein theologischer Entwurf der Geschichte fähig ist, alle Einzelbefunde zu berücksichtigen und zugleich nachzuweisen, dass ohne seine spezifischen Behauptungen die zugänglichen Befunde nicht oder nicht voll erklärbar sind. Der christliche Glaube gründet sich auf reale Ereignisse der Vergangenheit. Es gibt für Pannenberg nur einen Weg, die historischkritische Forschung. Der christliche Glaube könne und dürfe von den Ergebnissen dieser Forschung nicht unberührt bleiben.
2.2. Historizität
Unter Historizität versteht Pannenberg nicht, dass als tatsächlich behauptete Ereignisse zu dem sonst bekannten Geschehen analog oder gleichartig sein müssen. Vielmehr beinhaltet sie nicht mehr als dessen Tatsächlichkeit, d.h. das es zu bestimmter Zeit geschehen sei. 2
Darüber hinaus bedeutet die Behauptung eines historischen Ereignisses nicht, dass die Behauptung ausreichend gesichert wäre, wodurch man über seine Tatsächlichkeit nicht mehr streiten könnte.
1 Vgl. Georg Essen, Historische Vernunft der Auferweckung Jesu, Mainz 1995, S. 105
2 Vgl. Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd. II, Göttingen 1991, S. 403
Arbeit zitieren:
2003, Ist die Auferstehung ein historisches Ereignis - W. Pannenberg, München, GRIN Verlag GmbH
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