Das Essener Münster
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Standort, Lage, Umgebung 4
3 Baugeschichte 4
3.1 Der Gründungsbau: eine spätkarolingische Basilika 5
3.2 Die frühottonische Stiftskirche: das frühromanische Atrium 5
3.3 Der Kirchenbau der Äbtissin Theophanu 5
3.4 Die gotische Hallenkirche 6
3.5 Baumaßnahmen nach 1945 7
4 Konstruktion 8
4.1 Grundriss 8
4.1.1 Die Johanniskirche 9
4.1.2 Das Atrium 9
4.1.3 Die Münsterkirche 9
4.2 Wandaufriss 10
4.2.1 Innenbau 10
4.2.2 Außenbau 12
5 Vergleichbare Bauten 12
6 Schlussbetrachtung 13
7 Literaturverzeichnis 14
8 Abbildungsverzeichnis 14
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1. Einleitung
Die Gotik gilt als die Bauepoche, in der noch nie dagewesene Dimensionen architektonisch überschritten wurden, z.B. durch die Auflösung der Wand durch Strebewerke und das Streben nach Vertikalität. Und noch heute wird diese Epoche als einziga rtig angesehen.
Die Städte verzeichneten in der Zeit ab ca. dem Jahr 1000 n.Chr. ein rapides Stadtwachstum; die gotischen Kirchen, die sich in den Zentren der Städte befa nden, stellten den Mittelpunkt des Lebens dar.
Am Beispiel des Essener Münsters soll die gotische Architektur dargestellt werden. Dabei gehe ich zunächst auf die Baugeschichte ein. Ich werde den baulichen und zeitlichen Zusammenhang darstellen, auf die Baumeister eingehen sowie die bauliche Entwicklung darstellen. Anschließend erfolgt eine Baubeschreibung der heutigen Gesamtanlage des Essener Münsters. Dabei werde ich von innen nach außen vorgehen. Zum Schluss werde ich noch vergleichbare Bauten kurz vorstellen.
Bemerkenswert beim Essener Münster sind die verschiedenen Bauepochen, über die sich der Gesamtbau erstreckt. Mein Schwerpunkt wird jedoch bei der eigentlichen Bau- und Architekturbeschreibung dieser typischen gotischen Baukunst liegen.
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2. Standort, Lage, Umgebung
Das Essener Münster steht im Zentrum der Stadt Essen. Essen liegt im Westen Deutschlands, im heutigen Ruhrgebiet, das auch noch heute vom Bergbau geprägt ist, der bis ca. 1980 betrieben wurde.
Durch den Strukturwandel, speziell durch die Stilllegungen der Zechen und den daraus folgenden Wegfall der Stahlindustrie, entwickelte sich die Stadt Essen von einer Industrie- zu einer Dienstleistungskommune. Viele moderne Hochhäuser prägen das Bild der Innenstadt.. Die Münsterkirche sticht daher umso mehr aus dem modernen Stadtbild heraus und „erinnert an den oft vergessenen Ursprung im frühen Mittelalter“ 1 .
Die heutige Haupteinkaufsstraße der Stadt, eine verkehrsberuhigte Fußgängerzone, führt direkt an der Münsterkirche vorbei. Auch der östlich angrenzende großzügig angelegte Burgplatz mit Brunnen, Treppenanlagen und dem Reiterdenkmal lenkt den Blick auf die Münsterkirche, die somit inmitten der modernen Gebäude einen Mittelpunkt der Stadt bildet, wie es auch im Mittelalter üblich war.
3. Baugeschichte
Ursprünglich sollte eine Stiftskirche für das Stift Essen entstehen. Gründer des Stiftes Essen waren Altfrid, ein Bischof des sächsischen Bistums Hildesheim, der um ca. 800 n. Chr. geboren wurde, sowie die Äbtissin Gerwith. Kennzeichnend für die Essener Münsterkirche ist, dass der Bau der kompletten Kirchenanlage sich über mehrere Jahrhunderte hinzog, sodass verschiedene Ba uepochen - angefangen von der Romanik bis in die Gotik - in den Bau des Münsters einflossen und auch heute noch die verschiedenen Baumerkmale der jeweiligen Epochen zu erkennen sind.
Als Vorbild für das Essener Münster, speziell in Bezug auf die Fassade, gilt der Dom in Aachen, der, 805 eingeweiht, den Beginn der deutschen mittelalterlichen Baukunst darstellt.
Die heutige erhalten gebliebene komplette Kirchenanlage besteht aus dem frühromanischen Atrium, der spätmittelalterlichen Pfarrkirche St. Johann Baptist und der ehemaligen Frauenstiftskirche, der heutigen Domkirche.
1 Pothmann, Alfred: Das Münster unserer lieben Frau zu Essen, In: Verein für Erhaltung des Esse-
ner Münsters (Münsterbauverein e.V.): Das Münster am Hellweg. Essen 1996, S.5.
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3.1 Der Gründungsbau: eine spätkarolingische Basilika
Der erste Bauabschnitt, der sogenannte Gründungsbau, wurde 864 vollendet. Er ist noch nicht der gotischen Architektur, sondern der karolingischen Baukunst zuzuordnen. Bauherr war der bereits erwähnte Altfrid. Beim Gründungsbau ha ndelte es sich um eine dreischiffige Basilika mit einer Länge von 33,5 m. Westlich dieser Basilika befand sich eine quadratische Halle; im Osten der beiden Seitenschiffe gab es ebenfalls kleine quadratische Räume.
Heute ist der Gründungsbau nicht mehr erhalten und die Informationen, die man über diesen Bau hat, wurden durch Ausgrabungen gewonnen.
3.2 Die frühottonische Stiftskirche: das frühromanische Atrium
Durch einen Brand im Jahre 946 wurde die karolingische Basilika teilweise zerstört. Unter der zu dieser Zeit führenden Äbtissin Hathwig wurde der Wiederaufbau aber umgehend aufgenommen. Dabei beschränkte man sich nicht nur auf den bloßen Wiederaufbau, sondern die Kirche wurde durch Neubauten erweitert; dazu gehörten u.a. eine Außenkrypta, ein Westbau und ein Atrium mit einer Kapelle. Das Langha us des Gründungsbaus wurde nicht verändert. „Anstelle der abgerissenen Vorhalle wurde ein Zwischenjoch in der Breite der Basilika errichtet, in der Flucht der Mittelschiffwände daran ein unterteiltes quadratisches Mittelfeld mit längsrechteckigen Seitenräumen gelegt“ 1 . An das Portal der Westfassade schlo ssen sich 2 runde Treppentürme an.
3.3 Der Kirchenbau der Äbtissin Theophanu
Die Äbtissin Agana ließ im Jahr 1040 einen kompletten Neubau des Essener Münsters wegen Alterungs- und Verfallserscheinungen errichten. Der alte Grundriss wurde beibehalten. Neu erbaut wurden u.a. die doppelgeschossige Außenkrypta, der dreiseitige Chorschluss des Westbaus sowie die Dreiturmanlage mit der Westfassade.
1 Pothmann, Alfred: Das Münster unserer lieben Frau zu Essen, In: Verein für Erhaltung des Esse-
ner Münsters (Münsterbauverein e.V.): Das Münster am Hellweg. Essen 1996, S.23.
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Arbeit zitieren:
B.A. Silke Gerlach, 2004, Die gotische Kathedrale - Das Essener Münster, München, GRIN Verlag GmbH
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