Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS. I
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS III
A EINLEITUNG 1
B DIE GESCHICHTE DES URHEBERRECHTS IN DEUTSCHLAND. 3
I ENTWICKLUNG ZWISCHEN 1900 UND 1965. 3
II ENTWICKLUNG NACH 1965. 4
C DAS GESETZGEBUNGSVERFAHREN ZUR NOVELLIERUNG DES
URHEBERVERTRAGSRECHTS 6
I INTENTION 6
II VERLAUF. 8
III ERGEBNIS. 12
D VERFASSUNGSRECHTLICHE BETRACHTUNGEN 15
I VEREINBARKEIT MIT ART. 14. ABS. 1 GG „EIGENTUMSGARANTIE“ 16
1. Sicht der Medienwirtschaft 16
2. Sicht der Arbeitnehmerverbände 18
II VEREINBARKEIT MIT ART. 12 ABS. 1 GG „BERUFSFREIHEIT“ BZW. ART. 2
ABS. 1 GG „VERTRAGSFREIHEIT“ 18
1 Sicht der Medienwirtschaft 19
2 Sicht der Arbeitnehmerverbände 20
III VEREINBARKEIT MIT ART. 9 ABS. 1 „VEREINIGUNGSFREIHEIT“ BZW. ABS. 3
GG „KOALITIONSFREIHEIT“ 21
1 Sicht der Medienwirtschaft 22
2 Sicht der Arbeitnehmerverbände 23
IV VEREINBARKEIT MIT ART. 5 ABS. 1 S. 2 GG „GEWÄHRLEISTUNG DER
PRESSE - UND BERICHTERSTATTUNGSFREIHEIT“ 24
1 Sicht der Medienwirtschaft 24
2 Sicht der Arbeitnehmerverbände 25
E RESÜMEE 27
I
ANHANG: GESETZ ZUR STÄRKUNG DER VERTRAGLICHEN STELLUNG VON URHEBERN UND AUSÜBENDEN KÜNSTLERN
VOM 22. MÄRZ 2002................................................................................ IV
LITERATURVERZEICHNIS .....................................................................VIII
QUELLENVERZEICHNIS ..............................................................................X
RECHTSPRECHUNGSVERZEICHNIS .................................................... XII
II
Abkürzungsverzeichnis
ABl. ............................................. Amtsblatt für Europäische Entscheidungen AG NDSP.................................... Arbeitsgemeinschaft Neuer Deutscher Spielfilmproduzenten e.V.
APR ............................................. Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk ARD ............................................ Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen
Art. .............................................. Artikel
BDZV.......................................... Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.
BGB............................................. Bürgerliches Gesetzbuch BGBl. .......................................... Bundesgesetzesblatt BMJ ............................................. Bundsministerium für Justiz BR-Drs. ....................................... Bundesratsdrucksache BT-Drs. ....................................... Bundestagsdrucksache BVerfG........................................ Bundesverfassungsgericht BVerfGE ..................................... Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
DDR ............................................ Deutsche Demokratische Republik EG ............................................... Europäische Gemeinschaft EGInsO........................................ Einführungsgesetz zur Insolvenzordnung EU ............................................... Europäische Union EWG............................................ Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, jetzt
GG ............................................... Grundgesetz
GRUR.......................................... Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht (Zeitschrift)
KUG ............................................ Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie
LUG............................................. Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst
n.F. .............................................. neue Fassung ProfE ........................................... Professorenentwurf RegE............................................ Regierungsentwurf RGBl. .......................................... Reichsgesetzblatt Rn ................................................ Randnummer UrhG............................................ Urheberrechtsgesetz VDSP........................................... Verband Deutscher Spielfilmproduzenten e.V. VDZ............................................. Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. ver.di ........................................... Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft VerlagsG ..................................... Verlagsgesetz VPRT........................................... Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V.
ZDF ............................................. Zweites Deutsches Fernsehen ZUM............................................ Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht
A Einleitung
Der Urheber eines literarischen Werkes kann für sich die alleinige Verfügungsgewalt über den geistigen Inhalt seiner Schöpfung beanspruchen. Eben dieses Eigentumsrecht wird dem Autor durch das Urheberrecht gesichert. Das geistige Eigentum genießt in ideeller und materieller Hinsicht den vollen Schutz durch die Verfassung,. insbesondere durch die Art, 1, 2, 5 und 14 GG. Das Urheberrecht hat zum Schutzgegenstand individuelle Geisteswerke auf dem Gebiet der Kultur. Zu den geschützten Werken aus der Literatur, der Wissenschaft und der Kunst zählen u.a. Werke der Musik, Lichtbildwerke, Filmwerke und
Schriftwerke. 1
Ebenso hat der Urheber nach § 15 UrhG das ausschließliche Recht der wirtschaftlichen Verwertung seiner Werke. Dies ist der Ausdruck des Grundgedankens aus dem Urheberrecht: Der Urheber ist angemessen an dem wirtschaftlichen Nutzen seiner Schöpfung zu beteiligen. Der persönliche Eigentumsanspruch, also das Urheberrecht selbst, ist grundsätzlich nicht
übertragbar. 2 Der Urheber kann jedoch einem anderen Recht zur Nutzung seines Werkes einräumen (sog. Nutzungsrechte). Dies können z.B. Vervielfältigungs-, Aufführungs- oder Vorführrechte sein, es ist auch möglich, alle zur Zeit
bekannten Nutzungsrechte pauschal einzuräumen. 3 Das Nutzungsrecht stellt nach Wetzel ein neues, aus dem Urheberrecht abgeleitetes Recht dar und ist mit den
Verwertungsbefugnissen des Urheberrechts übereinstimmend. 4 Der Grundgedanke der angemessenen Vergütung ist zwar in den durch Tarifverträge geregelten Teilbereichen der Medienwirtschaft verwirklicht, jedoch in den Tätigkeitsfeldern der freiberuflichen Urhebern und ausübenden Künstlern ist dies nicht der Fall. Hier scheitern die Versuche der Urheber ihre Interessen
1 Siehe: § 2 Abs. 1 Ziff. 1 bis 7 UrhG
2 Siehe: § 29 UrhG
3 Siehe: § 31 Abs. 1 bis Abs. 5 UrhG
4 Vgl. Wetzel, R.: Urheber- und Verlagsrecht für Verlagskaufleute, 1998, S. 34.
1
gegenüber den der Verwerter durchzusetzen oft an dem Missverhältnis einer
strukturellen Machtposition der Verwerterseite. 5 Um diesen Missstand zu beseitigen, gab die Bundesjustizministerin Däubler-
Gmelin ein Gutachten 6 in Auftrag, mit dem Ziel einen Gesetzesentwurf zur Stärkung der Verhandlungsposition der Urheber zu konzeptionieren, das im Mai 2000 vorgelegt wurde. Dies war der Startschuss zu einem bewegten Gesetzgebungsverfahren, welches im Juli 2002 mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern sein Ende fand.
In der folgenden Arbeit erfolgt zunächst ein kurzer historischer Rückblick auf die Geschichte des Urheberrecht in Deutschland bevor das oben angesprochene Gesetzgebungsverfahren dargestellt wird. Im Anschluss daran werden die unterschiedlichen Positionen der Medienverbände auf der einen und der Arbeitnehmerverbände auf der anderen Seite zu einer Neuregelung des Urhebergesetzes beleuchtet. Als Grundlage dafür dienen die Einschätzungen beider Seiten in Bezug auf die Vereinbarkeit des Regierungsentwurfs der Bundesregierung mit der Verfassung.
5 Vgl. Schack, H.: Neuregelung des Urhebervertragsrechts, in ZUM 6/2001, S.453 f.; siehe auch: Gesetzesentwurf zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden
Künstlern, BT-Drs. 14/6433, S. 1 f..
6 Vgl. Dietz, A./ Loewenheim, U./ Nordmann, W./ Schricker, G. Vogel, M. : Entwurf eines Gesetztes Gesetzes zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden
Künstlern vom 22. Mai 2000.
2
B Die Geschichte des Urheberrechts in Deutschland
Auf eine ausführliche Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Urheberrechts wird an dieser Stelle verzichtet, da der Fokus dieser Arbeit auf dem Gesetzgebungsverfahren zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern und der sich daran anschließenden verfassungsrechtlichen Betrachtung liegt. Deshalb erfolgt der Fokus im Folgendem auf die Entwicklung des Urheberrechts in Deutschland und auf die
„neuere Geschichte“, beginnend mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. 7
I Entwicklung zwischen 1900 und 1965
Die Fortschritte der Rechtswissenschaften und die Weiterentwicklung des Urheberrechts durch die Rechtsprechung sowie das Engagement der Gruppen die ein großes Interesse an einem starken Urheberrecht hatten (u.a. der Börsenverein des Deutsche Buchhandels), mündete 1901 in dem Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst (LUG), dem Gesetz über das Verlagsrecht und 1907 in dem Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KUG). Ein weiter wichtiger
Entwicklungsfaktor des Urheberrechts war die Berner Übereinkunft 8 vom September 1886, in der ein umfassender völkerrechtlicher Vertrag mit dem Ziel
des gegenseitigen Schutzes von Urheberrechten beschlossen wurde. 9 Mit dem voranschreitenden technischen Fortschritt stieg auch die Verbreitung des geistigen Gutes. Die so entstandenen neuen Ansprüche an das Urheberrecht konnte die von Anfang des 20. Jahrhunderts stammende Kodifikation nicht mehr entsprechen. Zwar tat die Rechtsprechung ihr Mögliches, doch musste zur
7 Vgl. dazu ausführlich: Schricker, G.: Urheberrecht., 1999;
8 Am 9. September 1886 wurde die internationale „Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken der Literatur und Kunst“ von den Staaten Belgien Deutschland, Frankreich,
Großbritannien, Luxemburg, Monaco, Schweiz, Spanien und Tunesien unterzeichnet.
9 Vgl. Delp, L.: Kleines Praktikum für Urheber- und Verlagsrecht, 1998, S. 146 ff
3
Festigung der Rechtssicherheit im Zeitalter der Massenkommunikation eine Reformierung des Urheberrechts folgen. Am 23. März 1962 wurde durch einen Regierungsentwurf ein Gesetzgebungsverfahren in Gang gesetzt, dass am 9. September 1965 mit dem Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
(Urheberrechtsgesetz) endete. 10
Fast zeitgleich löste am 13. September 1965 das Gesetz über das Urheberrecht im Staatsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) das LUG ab und regelte bis zur Wiedervereinigung die Rechte und Pflichten des Urhebers als
Mitglied in der sozialistischen Gesellschaft. 11
II Entwicklung nach 1965
Mit dem Inkrafttreten in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 1966, trat des Urheberrechtsgesetztes an die Stelle des LUG und des KUG mit jedoch einer bedeutenden Ausnahme: Das „Recht am eigenem Bilde“ blieb durch den
Fortbestand der Regelungen an dem Schutz von Bildnissen (§ 22 ff. KUG) 12 erhalten und war somit ein Vorläufer des heute grundgesetzlich verankerten
Persönlichkeitsrechts. 13
Im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stand in den folgenden Jahren hauptsächlich die Beurteilung der Konformität mit der Verfassung. Speziell die Schrankenregelungen des Gesetzes zu Gunsten der Allgemeinheit erfuhren starkes
Interesse und genaue Überprüfungen. 14 So sah das Bundesverfassungsgericht z.B. die erlaubnisfreie Aufnahme vom Schulfunksendungen als verfassungsrechtlich
unbedenklich, 15 die vergütungsfreie Nutzung von Werken im Rahmen des Schul-und Kirchengebrauchs für unvereinbar mit der Eigentumsgarantie des
Grundgesetzes. 16
10 Vgl. Delp, L.: Kleines Praktikum für Urheber- und Verlagsrecht, 1998, S. 15 f. ff.
11 Vgl. Schricker, G.: Urheberrecht., 1999, Einleitung, Rn. 79.
12 Siehe: § 22, § 23, §24 und § 33 KUG.
13 Vgl. Delp, L.: Kleines Praktikum für Urheber- und Verlagsrecht, 1998, S. 19.
14 Vgl. Schricker, G.: Urheberrecht., 1999, Einleitung, Rn. 80 ff.
15 Vgl. BVerfGE 31, 270 (Schulfunksendungen).
16 Vgl. BVerfGE 31, 229, 07.07.1971 (Kirchen- und Schulgebrauch).
4
Arbeit zitieren:
Marco Rudloff, 2002, Die Novellierung des Urhebervertragsrechts im März 2002 - Die Vereinbarkeit der Neuregelungen des Vergütungsanspruchs mit dem Grundgesetz, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Marco Rudloff's Text Die Novellierung des Urhebervertragsrechts im März 2002 - Die Vereinbarkeit der Neuregelungen des Vergütungsanspruchs mit dem Grundgesetz ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Marco Rudloff hat den Text Die Novellierung des Urhebervertragsrechts im März 2002 - Die Vereinbarkeit der Neuregelungen des Vergütungsanspruchs mit dem Grundgesetz veröffentlicht
Marco Rudloff hat einen neuen Text hochgeladen
Architektur und Städtebau in H...
Jörn Walter, Iris van Hülst, Stefanie Schupp
Architektur und Städtebau in L...
Engelbert Lütke-Daldrup, Philipp Meuser, Daniela Pogade
Berliner Bauten und Projekte 1965 - 2005
Architekten von Gerkan, Marg u...
Eva-Maria Barkhofen, Bettina Ahrens, Beatrix Hansen, Birgit Meyer, Yasemin Cakmak, Bianca Murphy, Ian Cowley
0 Kommentare