INSTITUT FÜR POLITIWISSENSCHAFT DER UNIVERSITÄT WIEN
(GRUWI-FAKULTÄT)
Proseminar Ideengeschichte
Grundlagen der politischen Ökonomie
Thema:
ASPEKTE DES NEOLIBERALISMUS
Verfasser:
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1.
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1.1. Exkurs in die Ökonomie......................................................................
a. Merkantilismus...................................................................................... ..
b. Klassik................................................................................................... . c. Neoklassik............................................................................................. d. Keynesianismus.................................................................................... e. Zeit nach f. Monetarismus........................................................................................ 1.2. Was ist
Neoliberalismus?....................................................................
2. .DSLWDOLVPXVXQG)UHLKHLW...................................................................
2.1. Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit. 2.2. Die Rolle des Staates in einer freien Gesellschaft.......................... 2.3. Einkommensverteilung...................................................................... 2.4. Sozial und Wohlfahrtsmaßnahmen...................................................
3. 6FKOXEHPHUNXQJXQG.ULWLN...........................................................
Literaturverzeichnis..................................................................................
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Eigentlich wollte ich diese Arbeit schlicht und einfach „Neoliberalismus“ nennen, doch kam ich zu der Erkenntnis, daß es nicht möglich ist alle maßgeblichen Vertreter des neoliberalen Paradigmas in diesem Rahmen seriös zu behandeln und deshalb habe ich mich entschlossen Milton Friedmans Werk „Kapitalismus und Freiheit“, in den Mittelpunkt meiner Betrachtungen zu stellen. Außerdem scheint es mir auch interessanter mehr Raum für die kritische Auseinandersetzung mit der neuen neoliberalen „Weltreligion“ zu reservieren, als sämtliche Autoren und Werke zusammenzufassen.
Gerade aufgrund der Dominanz des neoliberalen Theorems in der Gegenwart ist es wichtig die Ideologie der freien Märkte, den Rückzug des Staates und alle anderen Rezepte dieses politischen und ökonomischen Programms zu beleuchten und deren Auswirkungen, die sich bereits bemerkbar machen zu hinterfragen. Wenn man Friedmans Ideen mit der heutigen Realität vergleicht, wird klar, daß vieles von dem, was er fordert, bereits verwirklicht ist und kaum angezweifelt wird.
Daher scheint es nicht vermessen „Kapitalismus und Freiheit“ als die Bibel des Neoliberalismus zu bezeichnen ( vielleicht nicht die einzige ) und rechtfertigt die Ausklammerung anderer neoliberaler Autoren. Schließlich wird der Lückenhaftigkeit der Arbeit auch durch den Titel Rechnung getragen.
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile:
Im ersten Teil soll ein kleiner Exkurs in die Ökonomie unternommen werden, um die verschiedenen ökonomischen Denkschulen gegenüberzustellen, die ja letztendlich als wissenschaftliche Rechtfertigungen für die jeweiligen wirtschaftspolitischen Programme herangezogen werden und um Friedmans Position in der Wissenschaft zu zeigen. Weiters sollen Begriffe wie Neoliberalismus definiert, erklärt und ein bißchen kommentiert werden.
Im zweiten Teil wird „das Buch“ zusammengefaßt und es wird versucht das politische Programm darzustellen.
Der Kritik an Friedmans Werk und am Neoliberalismus soll im dritten Teil Raum gegeben werden.
1. %HJULIIOLFKNHLWHQ]ZLVFKHQgNRQRPLHXQG,GHRORJLH
1.1. ([NXUVLQGLHgNRQRPLH
Die Unterscheidung der großen Denkschulen wird hier nach der Angebots- bzw. Nachfragebetonung vorgenommen. Für alle Richtungen bestehen Märkte aus Anbietern und Nachfragern, wobei die Frage, wie es zu Marktgleichgewichten kommt, jeweils unterschiedlich beurteilt wird.
a. Merkantilismus (1625 - 1776)
Die in den absolutistischen Staaten Europas zwischen dem 16. Und 18. Jahrhundert vorherrschende Lehre stellt die JHVDPWZLUWVFKDIWOLFKH1DFKIUDJH ins Zentrum ihrer
Analyse, als oberste Ziele sind die Mehrung der beschäftigbaren Bevölkerung, des Volkswohlstands und die Vergrößerung der landesherrlichen Klasse zu nennen. Ausreichende Beschäftigung aber setzt die Verkäuflichkeit der erzeugten Güter und damit eine kaufkräftige Nachfrage voraus. Die Merkantilisten glaubten nicht, daß ein Marktgleichgewicht notwendigerweise zustande kommt und traten deshalb für eine aktive Wirtschaftspolitik ein ( z.b. öffentliche Bauten ). Damit und mit einer aktiven Handelsbilanz sah man die ausreichende Nachfrage gewährleistet. Übrigends sei es eine Geschichtsfälschung von Smith, daß sich die Theorie der Merkantilisten in dem Gedanken erschöpfe, der Reichtum eines Landes bestehe einfach in seinem Geld und Edelmetallvorrat. ( vgl. Streissler, 1994:42ff )
b. Klassik (1776 - 1867)
Im Gegensatz zu den Merkantilisten ist die klassische Schule der Nationalökonomie UHLQDQJHERWVRULHQWLHUW. Danach ergibt sich der Preis und der Wert eines Gutes aus
den Kosten, die zur Produktion desselben aufgewendet werden müssen. Diese von den Klassikern ( Smith, Ricardo.. ) vertretene Anschauung wird .RVWHQZHUWOHKUH
genannt. Die Grundannahme ist, daß jedes Angebot seine Nachfrage schaffe ( Say ) und das individuelle Profitstreben ( invisible hand ) den Wohlstand aller vermehrt. Ein sich natürlich einpendelndes Marktgleichgewicht wird also angenommen und
Arbeit zitieren:
Andreas Holzer, 1998, Aspekte des Neoliberalismus, München, GRIN Verlag GmbH
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Der Text von der Stellungnahme
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