ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
€ EURO Abb. Abbildung BNP BNP Parisbas D.h. dass heisst Lit. Litera p.a. per annum S. Seite SG Société Général Vgl. Vergleiche WpHG Wertpapierhandelsgesetz
I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1 Innerer Wert Long-Call Basis 17
Abbildung 2 Innerer Wert Short-Call Basis 17
Abbildung 3 Long Aktie & Short-Call Basis 17
Abbildung 4 Preisbildung des Discount-Zertifikates
Abbildung 5 relativer Verlauf der Allianz AG Aktie (WKN: 840400)
und des Discount-Zertifikates (WKN: 771937)
II
I. Einleitung
Im Rahmen einer Seminararbeit im Schwerpunktfach Aussenwirtschaft, unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Lenz, wird in der nachstehenden Arbeit das Thema Discount-Zertifikate behandelt.
„Die Börse ist schwieriger geworden. Wo es noch vor ein paar Jahren genügte überhaupt Aktien zu kaufen, da bedarf es heute einem sehr viel gezielteren Vorgehen, um am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein. In dem „neuen" Umfeld rückt das Discount-Zertifikat immer stärker in den Fokus kleiner und großer Anleger. Kein anderes Anlageinstrument ist so gut für die komplexe Börsensituation nach dem Platzen der New-Economy-Blase geeignet.“ 1
Zunächst wird auf die allgemeine Ausgestaltung von Zertifikaten eingegangen, um dann die Besonderheiten von Discount- Zertifikaten aufzuzeigen. Im Weiteren dieser Arbeit wird die „Basis“ dieses Finanzproduktes, also die Ausstattungsmerkmale eines Discount-Zertifikates, betrachtet. Kennzahlen von Discount-Zertifikaten werden beschrieben, um dieses Anlageprodukt näher klassifizieren zu können. Neben der Erwartungshaltung des Käufers, als Voraussetzung für die Entscheidung zum Kauf, wird auch auf Sicherheits-, Rentabilitäts- und Performanceaspekte eingegangen. Verschiedene Szenarien, die über die Vorteilhaftigkeit am Ende der Laufzeit entscheiden, werden ebenso dargestellt. Unter Berücksichtigung der behandelten Punkte wird dies zuletzt, an einem vorgegebenen Beispiel mit der Wertpapierkennnummer (WKN) 771937, umgesetzt. Abschliessend werden die Vor- und Nachteile diskutiert. Die folgenden Beispiele beziehen sich auf eine Aktie als Basiswert.
1 SG Deutschland: http://de.warrants.com/services/education/abc.php?family=disco; (26.05.04).
1
II. Grundlagen
A. Grundlagen zu Zertifikaten
Formal gesehen ist ein Zertifikat eine Schuldverschreibung des Emittenten. Schuldverschreibungen verbriefen Fremdkapital und sind eine Bescheinigung über die Hinterlegung und den Besitz von Basiswerten wie Aktien, Baskets 2 , Indizes oder Fonds, bei Investmentgesellschaften. Zertifikate verbriefen eine Beteiligung an Basiswerten. Ein Zertifikat kann unterschiedliche Aktien oder ein Index zusammenfassen. „Durch den Erwerb eines Zertifikates kann der Anleger 1:1 an der Kursentwicklung eines zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Dabei erwirbt er diesen Basiswert selbst aber nicht. Zertifikate können an jedem Börsenhandelstag gekauft oder verkauft werden, eben wie eine Aktie. Der Preis des Zertifikates hängt dabei nicht von Angebot und Nachfrage für das Zertifikat ab, sondern richtet sich nach dem Basiswert.“ 3 Eine zusätzliche Besonderheit besteht in der Ausgestaltung von Zertifikaten. Im Vergleich zu traditionellen Schuldverschreibungen gibt es keine Zinszahlungen. Es besteht grundsätzlich nur eine Abhängigkeit zu der Wertentwicklung des Underlyings 4 . Anteilsscheine weisen im Gegensatz zum Direktinvestment eine differenzierte
Risikorenditestruktur auf. Diese kommt, in Bezug auf die Discount-Zertifikate, durch die „gepufferte“ Partizipation zustande. An dieser Stelle sei auf das Kapitel 2.3, die Ausstattungsmerkmale von Discount-Zertifikaten, verwiesen. „Zertifikate gehören zur Anlagegruppe der so genannten abgeleiteten Finanzprodukte (Derivate 5 ), welche das Recht auf Rückzahlung eines bestimmten Geldbetrages durch den Zertifikate-Emittenten beinhalten. Der Inhaber des
2 Ein Basket, auch Aktienkorb genannt, setzt sich aus unterschiedlichen Aktien zusammen, typischerweise aus einer bestimmten Branche. Vgl.
http://bwbank1.teledata.de/lexikon2/bl_content.html?id=1116&c=B; (01.06.04).
3 SG Deutschland: http://de.warrants.com/services/education/abc.php?family=CERTIFIC; (25.05.04).
4 Das Underlying ist der Referenzwert, dem ein Derivat zugrunde liegt. Vgl. http://www.linde.de/de/p0016/p0026/p0026a/p0026a.jsp?sub=21&BfID=1505&Lt=U; (01.06.04).
5 Derivate sind Finanzinstrumente bei denen es sich um keine eigenständigen Anlageinstrumente handelt, sondern um Rechte, deren Bewertung vornehmlich aus dem Preis und den Preisschwankungen und -erwartungen eines zugrunde liegenden Basisinstruments, zum Beispiel Aktien, Anleihen und Indices, abgeleitet ist. Vgl.
http://www.linde.de/de/p0016/p0026/p0026a/p0026a.jsp?tBf=derivate; (01.06.04).
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Arbeit zitieren:
Thomas Bobbert, 2004, Discount-Zertifikate, München, GRIN Verlag GmbH
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