Verzeichnisse I
Ehrenwörtliche Erklärung
Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig verfasst habe, und keine
anderen, als die hier angeführten Literaturquellen und Hilfsmittel verwendet habe!
Ort, Datum, Unterschrift
Verzeichnisse II
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Going Public im Kontext der Unternehmensfinanzierung 1
2.1 Systematische Einordnung ins Finanzierungsspektrum 1
2.2 Zum Begriff des Going Public 2
3 Grundsätzliche Vorüberlegungen im Rahmen des Going Public 3
3.1 Argumente für einen Börsengang 3
3.1.1 Eigenkapitalstärkung und Wachstumsfinanzierung 3
3.1.2 Erschließung neuer Finanzierungsquellen 4
3.1.3 Zukunftssicherung des Unternehmens 5
3.1.4 Positive Publizitätswirkung 6
3.1.5 Weitere Motive 6
3.2 Argumente gegen einen Börsengang 8
3.2.1 Negative Publizitätswirkung 8
3.2.2 Kostenfaktor 9
3.2.3 Zeitfaktor und Koordinationsaufwand 9
3.2.4 Gefahr der Überfremdung 10
3.2.5 Weitere Nachteile 11
4 Voraussetzungen für ein erfolgreiches Going Public 11
4.1 Wirtschaftliche Börsenreife 12
4.2 Technische Börsenreife 13
5 Relevanz der Wahl des Börsenplatzes und des Börsensegments 15
5.1 Vorteilhaftigkeitsvergleich verschiedener Börsenplätze 15
5.2 Marktsegmente der Wiener Börse 16
6 Aktuelle Entwicklung 19
7 Kritische Würdigung 20
Verzeichnisse III
Tabellen und Abbildungsverzeichnis
Tabelle 1 Zulassungsvoraussetzungen 17
Tabelle 2 Marktsegmente der Wiener Börse 18
Tabelle 3 Segmentspezifische Kosten 19
Abbildung 1 Anzahl IPOs 1989 2002 20
Verzeichnisse IV
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft
APA Austria Presse Agentur
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
EK Eigenkapital
etc. et cetera, und so weiter
EVA Economic Value Added
F&E Forschung und Entwicklung
FK Fremdkapital
gem. gemäß
HV Hauptversammlung
IAS International Accounting Standards
i.A. in Anlehnung
i.d.R. in der Regel
IPO Initial Public Offering
KMU Klein- und mittelständische Unternehmen
mind. mindestens
Mio. Millionen
NASDAQ National Associaton of Securities Dealers for Automated Quotation
öBörseG österreichisches Börsegesetz
ROCE Return on Capital Employed
Verzeichnisse V
SHV Shareholder Value
sog. so genannte
S. Seite
USA United States of America
US-GAAP Generally Accepted Accounting Principles
u.dgl. und dergleichen
u.a. unter anderem
vgl. vergleiche
XETRA Exchange electronic trading
elektronisches Handelssystem der Frankfurter Börse
Slamanig – Going Public 1
1 Einleitung
Angesichts der derzeit vorherrschenden Wirtschaftslage sind Unternehmungen stets mit neuen Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Fundamentale Veränderungen in technologischer, gesetzlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht schufen vollkommen veränderte Rahmenbedingungen für Unternehmen. Globale, international konvergierende Märkte, geprägt von Liberalismus und Deregulierung, eröffneten nicht nur neue Chancen, sondern auch Gefahren. Auch aus finanzwirtschaftlicher Sicht erhob sich die Forderung nach neuen Finanzinnovationen. 1
Zudem Existenz und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens merklich durch dessen Kapitalausstattung determiniert werden, ein Mangel hinsichtlich des Kapitals, sei dies nun Fremd- oder Eigenkapital, enormen Einfluss auf die Strategie und eventueller Expansionspläne von Unternehmen ausübt, ist somit mit besonderer Sorgfalt auf eine adäquate Unternehmensfinanzierung Bedacht zu nehmen. 2 In Anbetracht international dominierender Unternehmen, die in Bereichen wie F&E, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Innovationsfähigkeit allen voran sind, fällt auf, dass die meisten durch Börsengänge finanziert sind. 3
Vor dem Hintergrund der eben angeführten Faktoren, wird im Rahmen dieser Arbeit der Aspekt der Publikumsfinanzierung näher betrachtet. Nach einer allgemeinen Begriffsklärung und Abgrenzung von anderen Finanzierungsinstrumenten, werden mögliche Gründe und Erfolgsfaktoren des Going Public erläutert. Im weiteren Verlauf wird ein Überblick über die wesentlichsten Voraussetzungen einer Going Public Finanzierung gegeben, bis letztlich das Augenmerk auf aktuelle Entwicklungen gelenkt wird und die Arbeit mit einem Resümee abschließt.
2 Going Public im Kontext der Unternehmensfinanzierung
2.1 Systematische Einordnung ins Finanzierungsspektrum
Im Hinblick der reichhaltigen Variantenvielfalt differenzierender Finanzierungsformen lässt sich das Going Public sowohl dem Bereich der Außenfinanzierung, als auch der Eigenfinanzierung zuordnen. Demgemäß wird das Kapital von außen zugeführt und resultiert nicht aus dem betrieblichen Umsatzprozess. 4 Zudem die Kapitalbeschaffung im Rahmen einer Beteiligungsfinanzierung mittels Ausgabe von Aktien erfolgt, ist das
1 vgl. hierzu stellvertretend Seicht [Finanzierung 1997], S. 224ff;
Küffer [mittelständisches Unternehmen 1992], S. 5
2
vgl. Pernsteiner [Publikumsfinanzierung 1996], S. 11; Schürmann [Familienunternehmen 1997], S. 1; Rödl [Going Public 2000], S. 15f
3
vgl. Leitinger [Venture Capital 2000], S. 304
4
vgl. Seicht [Finanzierung 1997], S. 171f; Lechner [Einführung 2001], S. 219ff
Slamanig – Going Public 2
lukrierte Kapital als Eigenkapital 5 zu typisieren. 6 Der Kapitalgeber bzw. Aktionär ist direkt am Unternehmen und dessen Wertsteigerung beteiligt und hat nach Maßgabe der Höhe des Anteils entsprechende Mitsprache- und Kontrollrechte. 7
2.2 Zum Begriff des Going Public
Das Going Public bedingt einer Börse. Darunter wird einerseits die Organisation und Institution verstanden, die notwendig ist, um einen vorschrifts- und börsenmäßigen Handel zu ermöglichen, andererseits auch der nach Gesetz von Angebot und Nachfrage funktionierende Markt. 8
Going Public, als Synonym für Initial Public Offering (kurz: IPO), Börsengang oder Neuemission bezeichnet die Umgestaltung eines bis dato privaten Unternehmens in eine Publikumsgesellschaft 9 und damit einhergehender Börseneinführung von Aktien. 10 In diesem Sinne charakterisieren „Erstemissionen ... die erstmalige Veräußerung von Aktien als verbriefte Anteile an externe Kapitalgeber“ 11 an der Börse.
Der Ausdruck Publikumsgesellschaft bzw. Publikumsaktiengesellschaft bezeichnet jenen Typus von Aktiengesellschaft, die Aktien emittiert. 12 Dem gemäß erfolgt die Eigenmittelbeschaffung über den Markt für Neuemissionen, den sog. Primärmarkt, 13 an dem sich Emittenten als Verkäufer und Investoren als Käufer, meist unter Zwischenschaltung von Kreditinstituten, gegenüberstehen. 14 Im Zuge des Börsengangs wendet sich das Unternehmen an ein breit gestreutes Anlegerpublikum, das zwar höhere finanzielle Beteiligungen aufweist, jedoch i.d.R. keine Managementunterstützung zur Verfügung stellt. Das so von den Aktionären eingebrachte Eigenkapital wird auch als Public Equity bzw. Börsenkapital bezeichnet. 15
Grundsätzlich können zwei Formen des IPO unterschieden werden: Einerseits die Ausgabe neuer Aktien in Form einer Kapitalerhöhung (Primary Offering) und andererseits der Verkauf alter Aktien von den bisherigen Aktionären (Secondary Offering). Da Zweitgenanntes den Eigentümern Kapital zuführt, sich jedoch nicht
5
Eine Gegenüberstellung von EK und FK liefert Perridon [Finanzwirtschaft 2002], S. 354ff
6
vgl. Busse [Finanzwirtschaft 1996], S. 48ff; Thommen [Betriebswirtschaftslehre 2001], S. 469ff
7
vgl. Leitinger [Venture Capital 2000], S. 63f
8
vgl. Rödl [Going Public 2000], S. 31f; Schürmann [Familienunternehmen 1997], S. 8f; Lechner [Einführung 2001], S. 245
9
vgl. Thommen [Betriebswirtschaftslehre 2001], S. 500; Lechner [Einführung 2001], S. 244 10 vgl. Rödl [Going Public 2000], S. 17 11 Perridon [Finanzwirtschaft 2002], S. 371 12 vgl. Busse [Finanzwirtschaft 1996], S. 73 13 vgl. Schiltknecht [Eigenkapitalbeschaffung 1995], S.35 14 vgl. Perridon [Finanzwirtschaft 2002], S. 170 15 vgl. Leitinger [Venture Capital 2000], S. 290f, S. 89
Slamanig – Going Public 3
unmittelbar auf die Kapitalstruktur der AG auswirkt, 16 wird der Fokus dieser Arbeit auf erstgenannten Aspekt gerichtet.
3 Grundsätzliche Vorüberlegungen im Rahmen des Going Public
3.1 Argumente für einen Börsengang
Auch wenn die Motive eines Unternehmens sich für einen Börsengang zu entscheiden sehr mannigfaltiger Natur 17 sind, verweist die Literatur dennoch auf einige Hauptmotivatoren 18 . Anzuführen sei, dass zwar die erhofften Vorteile im engen Kontext mit den Motiven stehen, jedoch lässt sich grundsätzlich nur im Nachhinein der Erfüllungsgrad einzelner Motive bestimmen, um so tatsächlich eingetretene Vorteile aufzuzeigen. 19
3.1.1 Eigenkapitalstärkung und Wachstumsfinanzierung
Als wohl einer der gewichtigsten Motive für eine Börseneinführung liegen in einer strategischen Ausrichtung des Unternehmens in seiner Wettbewerbsposition. Um dem zunehmenden Problem der unzureichenden Eigenkapitalausstattung, wovon insbesondere auch KMU im steigenden Maße betroffen sind, Herr zu werden, 20 erhebt sich in diesem Kontext die Forderung nach einer Erweiterung der Eigenkapitalbasis. Die hinsichtlich einer Aktienemission zufließenden Eigenmittel schaffen mehr Spielraum für unternehmerische Tätigkeiten und können folglich zu unterschiedlichen Zwecken und Zielsetzungen eingesetzt werden. 21 Die Argumente für einen höheren Eigenkapitalanteil sind facettenreich. 22
Da Eigenkapital grundsätzlich dauerhaft zur Verfügung steht und ergebnisunabhängig ist, deckt es somit das wirtschaftliche Risiko; auch in weniger gewinnträchtigen Zeiten. 23 Folglich führt eine starke EK-Basis zu einer Reduktion der Krisenanfälligkeit des Unternehmens, da es quasi eine Puffer-Funktion übernimmt, um potentielle Verluste aufzufangen. 24 Meist dient das lukrierte Eigenkapital zur Durchführung von
16 vgl. Fiala [AGM 1999], S. 237
17 vgl. hierzu stellvertretend Küffer [mittelständisches Unternehmen 1992], S. 39; Pernsteiner [Publikumsfinanzierung 1996], S.39ff; Carls [Going-public-Geschäft 1996], S. 11; Zacharias [Börseneinführung 2000], S. 49ff; S. 56f 18 Da die Motive aus Unternehmenssicht und aus Sicht der Alteigentümer tendenziell konform verlaufen, wird hier auf eine Unterteilung verzichtet.
19 vgl. Löhr [Börsengang 2000], S.23f, S. 21 20 vgl. Zacharias [Börseneinführung 2000], S. 49f 21 vgl. Löhr [Börsengang 2000], S. 21; S. 23f 22 vgl. Schürmann [Familienunternehmen 1997], S. 1ff sowie Jakob [Potentiale und Risiken 2001], S. 65ff 23 vgl. Reicheneder [M&A 1992], S. 247 24 vgl. Fiala [AGM 1999], S. 238f
Quote paper:
Markus Slamanig, 2003, Going Public - Eine kritische Beurteilung der Eigenkapitalbeschaffung österreichischer Unternehmen über die Börse, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Methods of resolution designed to improve corporate governance
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholarly Research Paper, 29 Pages
Corporate Governance Begriff Bedeutung und Umsetzung in Deutschland u...
Business economics - Revision, Auditing
Termpaper, 22 Pages
Going Public zur Finanzierung deutscher mittelständischer Unternehmen ...
Business economics - Investment and Finance
Diploma Thesis, 82 Pages
Markus Slamanig's text Going Public - Eine kritische Beurteilung der Eigenkapitalbeschaffung österreichischer Unternehmen über die Börse is now available as a printed book
Markus Slamanig has published the text Going Public - Eine kritische Beurteilung der Eigenkapitalbeschaffung österreichischer Unternehmen über die Börse
Markus Slamanig has uploaded a new text
Going Public with Your Faith: Becoming a Spiritual Influence at Work
William C. Peel, Walt Larimore
Going Public: Feminism and the Shifting Boundaries of the Private Sphe...
Joan W. Scott, Debra Keates
Going Public: The Theory and Evidence on How Companies Raise Equity Fi...
Tim Jenkinson, Alexander Ljungqvist
Presidents and the People: The Partisan Story of Going Public
Melvin C. Laracey, Mel Laracey
Going Public: The Role of Labor-Management Relations in Delivering Qua...
Johathan Brock, David Lipsky
Going Public: Your Child Can Thrive in Public School
David Pritchard, Kelli Pritchard, Dean Merrill
0 comments