Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung Executive Stock Options (ESOs) 3
1.1 Aktienoptionsplan 3
1.2 Bewertung von Stock Options 5
1.2.1 Bewertung nach dem inneren Wert 5
1.2.2 Black Scholes-Modell 6
1.2.3 Binominal-Modell 7
1.3 Zielsetzung von Managementvergütungen im Allgemeinen 8
1.4 Kreis der Begünstigten 10
2 Repricing Stock Options 12
2.1 Ergebnisse der Studie von Chidambaran und Prabhala 12
2.2 CEO und non CEO 15
3 Missbrauch durch das Management 16
4 Zusammenfassung 17
A 1 Abbildungsverzeichnis 19
A 2 Literaturverzeichnis 20
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1 EINLEITUNG EXECUTIVE STOCK OPTIONS (ESOS)
1.1 Aktienoptionsplan
Aktienoptionspläne sind eine moderne Form der Managementvergütung. Diese aktienbasierte Form der Managementvergütung ist in Deutschland vor 1996 noch nahezu unbekannt gewesen, im Gegensatz zu den angloamerikanischen Ländern, wo sie schon seit langem weit verbreitet waren und auch noch sind. Zu den ersten Deutschen Vertretern, die Aktienoptionspläne eingeführt haben, waren der Daimler-Benz-Konzern und die Deutsche Bank.
Allgemein versteht man unter einem Aktienoptionspläne ein Prämiensystem das neben einer Grundvergütung die tatsächliche Vergütung variieren lässt. Dabei erhält der Prämienempfänger zusätzlich zu seiner Grundvergütung eine variable Vergütung in Form von realen oder virtuellen Kaufoptionen.
Unter realen Kaufoptionen (Call-Options) verseht man das Recht des Empfängers, aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Anzahl an Aktien zu einem im voraus festgelegten Basiskurses, oft zu einem vergünstigten Preis innerhalb einer fest
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bestimmten Zeitperiode zu beziehen. Dabei findet dann bei Ausübung ein Tausch zwischen der Option und der entsprechenden Anzahl an Aktien unter der Berücksichtigung des Basispreises, welcher der Optionsinhaber noch zu zahlen hat. Bei virtuellen Kaufoptionen (Phantom Stocks) handelt es sich nicht um eine mögliche Transaktion, sondern lediglich um die Differenz zu einem entsprechenden Zeitpunkt zwischen dem Aktienkurs und dem Basiskurs der Option. Eine Auszahlung dieser Vergütungsvariante kann zwar ebenfalls in Form von Aktien erfolgen, wird aber in der Regel als Barzahlung konzipiert. Kaufoptionen sind also bei steigenden Kursen im Gewinn und im Gegensatz dazu sind Verkaufsoptionen (Put-Options) bei fallenden Kursen im Gewinn. Im Weiteren wird der Begriff Option als synonym für Kaufoption verwendet. Grund dafür sei die Tatsache, dass zurzeit keine Optionsmodelle als variable Vergütung für das Management bekannt sind, die auf fallende Kurse ausgerichtet sind. Darüber hinaus existieren ebenso Prämien, in Form von einem Bonus bei Erreichung eines bestimmten Ziels. Eine Auszahlung findet dann statt, wenn ein gewisser zuvor definierter Erfüllungsgrad der Leistung dem Zielwert entspricht. Auf Zusatzleistungen neben der Vergütung, wie Gehaltsfortzahlung, Altersvorsorge oder Dienstwagen soll hier nicht behandelt werden.
Ein weiteres Optionsmerkmal sei der mögliche Ausübungstermin. Dabei wird unter folgenden zwei bzw. drei Modellen unterschieden, Amerikanische Optionen, Europäische Optionen und die Asiatische Optionen 1 . Bei Amerikanische Optionen ist eine Ausübung der Option während der gesamten Optionslaufzeit möglich. Im Gegensatz zu den Europäischen Optionen, wo eine Ausübung nur am Ende der Laufzeit möglich ist. 2
Bei Zuteilung einer Option gibt es drei Varianten den Basispreis festzusetzen. Zu einem kann der Basispreis der Option unter dem Aktienpreis sein, im Geld (in-the- money) und zum anderen über dem Aktienkurs sein, aus dm Geld (out-of-the- money). Ist der Basispreis gleich dem Aktienkurs so spricht man von am Geld (at-
1 Aufgrund der „kontinentalen“ Vollständigkeit, seien die Asiatische Optionen hier mit aufgeführt.
2 Vgl. Kramarsch (2000), S. 81
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the-money). Am häufigsten wird der Basispreis gleich dem Aktienkurs sein, am Geld. Wird ein Basispreis oberhalb des Aktienkurses aus dem Geld gewählt, so muss der Aktienkurs erst auf die Höhe des Basispreises steigen, bevor das Management davon profitieren kann. Dabei kommt folglich der Kursanstieg vorerst nur den Aktionären zu Gute. Bei Wahl des Basispreises unterhalb des Aktienkurses, im Geld, so würden die Aktionäre dem Management gegenüber betrogen werden. Das Management kann sofort bei Gewährung der Optionen und so über die Differenz verfügen. Der Basispreis kann aber auch erst zum Verlauf des Programms festgelegt werden. Dies schafft zusätzlichen Leistungsanreiz im Laufe des Programms. Möglich wäre hier dann eine Bestimmung des Basispreises zu einem bestimmten Zeitpunkt anhand eines Vergleiches des definierten und erreichten Ziels oder durch die Wertentwicklung des Unternehmens. 1 Demnach lassen sich Optionen also aufgrund der Laufzeit, Sperr- bzw. Wartefrist, Basispreis und Ausübungsfrist charakterisieren.
1.2 Bewertung von Stock Options
1.2.1 Bewertung nach dem „inneren Wert“
Diese Bewertungsmethode war eines der ersten und einfachsten und liefert im Vergleich zu anderen Bewertungsmodellen stets einen kleineren Wert, da hier der Zeitwert der Option nicht berücksichtig wird. Ist die Option am Geld, so ist der innere Wert Null. Eine Erweiterung dieses Modell nennt man das Wertsteigerungsmodell. Bei diesem erweiterten Modell werden vergangenheitsorientierte Werte statistisch mittels Regression auf die Zukunft übertragen und dies über die Laufzeit bewertet. Als gängige Bewertungsmethode
1 Vgl. Wollmert (2000), S. 19
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bei Führungskräfteoptionen ist diese aufgrund der oben genannten Punkten untauglich. 1
1.2.2 Black/ Scholes-Modell
Das Bewertungsmodell Black/ Scholes wurde 1973 von Fischer Black und Myron S. Scholes entwickelt. Das Black/ Scholes-Modell gehört zu den Gleichgewichtsmodellen denen die Kapitalmarkttheorie effizienter Märkte zugrunde liegt. Es ist das gängigste und weit verbreitete Modell in den USA und steht auch hinter der Studie von Chidambaran und Prabhala. Das Modell berechnet den geschätzten Marktpreis auf Basis der Wahrscheinlichkeitsrechnung mit der die zu bewertende Option am Ende der Laufzeit bewertet wird und diese im Geld ist. Die Bewertung liegt in der Regel zwischen 15 und 35 Prozent des aktuellen Aktienkurses, wenn der Basispreis am Geld liegt.
Die Berechnung berücksichtigt folgende sechs Faktoren 2 :
1 Vgl. Kramarsch (2000), S 86f
2 Vgl. Kramarsch (2000), S. 89
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Arbeit zitieren:
David Friedrich, 2003, Managementvergütung, München, GRIN Verlag GmbH
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