Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 1
2.1 Veränderungen in der Personalarbeit 1
2.2 Definition Employee Self Service 2
2.3 Begriffserklärung / abgrenzung 2
3 ESS in der Praxis 4
3.1 ESS-Anwendungsmöglichkeiten 4
3.2 Ziele 8
3.3 Nachteile / Probleme 9
3.4 Voraussetzungen für den Erfolg 10
3.5 Sicherheit und Datenschutz 11
4 Bisherige Erfahrungen und Fazit 13
Quellenverzeichnis 15
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : mögliche ESS-Funktionen 5
Abbildung 2 : Urlaubsantrag per ESS 6
Abbildung 3 : Reisekostenabrechnung per ESS 7
Abbildung 4 : Eingabe und Kontrolle einer Adressänderung 12
1 Einleitung
1
1 Einleitung
Ob im Supermarkt, in der Bank oder im Schnellrestaurant: Selbstbedienung ist aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Was sich im Alltag bereits durchgesetzt hat, findet nun allmählich auch seine Umsetzung in den Personalabteilungen von Unternehmen. Die Gründe für die Umsetzung von Selbstbedienungsstrategien sind in beiden Fällen gleich. Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen auf der Seite des Anbieters einer Leistung gehen einher mit einer für den Leistungsnachfrager schnelleren und komfortableren Abwicklung eines bestimmten Vorgangs. So werden in Unternehmen immer mehr Verwaltungsaufgaben, die bisher von der Personalabteilung erledigt wurden, von den Angestellten übernommen. In dieser Arbeit soll zunächst herausgestellt werden, was unter dem Begriff Employee Self Service zu verstehen ist. Der Begriff wird erklärt und in den Zusammenhang ver-wandter Begriffe eingeordnet. Es werden dann konkrete Möglichkeiten des Employee Self Service aufgezeigt, wobei sowohl Vor- als auch Nachteile dieses Konzeptes berücksichtigt werden. Außerdem werden kritischen Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Self-Service-Konzepten erläutert. Nach einer Betrachtung der Aspekte der Sicherheit und des Datenschutzes schließt diese Arbeit mit einem Fazit und einer Zusammenfassung bisheriger Erfahrungen auf dem Gebiet des Employe Self Service.
2 Grundlagen
2.1 Veränderungen in der Personalarbeit
Viele Personalabteilungen befinden sich in einem Umbruch. Die Bedeutung der Mitarbeiter für den Erfolg eines Unternehmens wird immer mehr erkannt und stellt neue Anforderungen an die Personalabteilungen. Statt einer reinen Verwaltung des Personals durch administrative Tätigkeiten wird von ihnen eine individuelle, serviceorien- tierte Betreuung der Mitarbeiter erwartet. Dadurch sollen die Mitarbeiter enger an das
2
Unternehmen gebunden und hiermit zu einer höheren Leistung motiviert werden. 1 Gleichzeitig zwingen Kostensenkungsprogramme jedoch auch die Personalabteilungen zu Einsparungen, so dass diese sich nun in einem Dilemma befinden. Sie sollen sowohl die Betreuung der Mitarbeiter verbessern als auch die Kosten ihrer Arbeit reduzieren. Wie lässt sich dieses Problem nun lösen? Einen Ansatz hierfür bietet das Konzept des Employee Self Service.
2.2 Definition Employee Self Service
Employee Self Service (ESS) ist ein Technologiekonzept, das es Personalabteilungen ermöglicht, Prozesse zu optimieren, indem Mitarbeiter personenbezogene Daten zumindest teilweise selbst verwalten und pflegen sowie eigenständig Informationen aus dem Intranet beziehungsweise Internet abrufen. 2
2.3 Begriffserklärung / -abgrenzung
ESS bedeutet also, dass zumeist in Verbindung mit einem Intranet, bestimmte Erfassungs- und Verwaltungsaufgaben von der Personalabteilung auf Mitarbeiter übertragen werden. 3 Gerade die administrativen, sich wiederholenden Tätigkeiten des Personalwesens bieten sich hier bevorzugt für eine Automatisierung an. Man spricht davon, dass insbesondere die Datenerfassung dorthin verlagert wird, wo die höchste Kompetenz existiert. Bei dem Vorgang einer Adressänderung beispielsweise besteht diese "höchste Kompetenz" beim jeweiligen Mitarbeiter, der seine neue Adresse am besten kennt und diese nun direkt am Bildschirm eingeben kann. Es ist dann nicht mehr nötig, ein Formular auszufüllen und dieses an die Personalabteilung zu schicken, damit es dort weiterverarbeitet werden kann. 4
1 vgl. Computerwoche (2003a), S. 56
2 eigene Definition in Anlehnung an Mülder (2000), S. 1 sowie Fröhlich (1998), S. 20 zitiert bei Lohse, Morzinek (2004), S. 1
3 vgl. Mülder (2002), S. 61
4 vgl. Mülder (2000), S. 1
3
Im Zusammenhang mit den bereits erwähnten Veränderungen in der Personalarbeit spielen außer dem Begriff ESS weitere Abkürzungen eine wichtige Rolle und werden teilweise sogar synonym verwendet. Zumindest die Begriffe ERM, B2E und eHR sind in ihrer Bedeutung auch sehr ähnlich und sollen zum besseren Verständnis hier kurz erläutert und vom Begriff ESS abgegrenzt werden.
ERM (Employee Relationship Management) steht für ein Managementkonzept, das versucht, eine möglichst optimale Gestaltung der Beziehungen zu den Mitarbeitern eines Unternehmens zu erreichen. Hierbei sollen alle Prozesse im Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Unternehmen, wenn möglich, elektronisch ablaufen. ERM ist in der Wirkungsweise dem CRM (Customer Relationship Management) sehr ähnlich, nur dass hier der Mitarbeiter als Kunde betrachtet wird.
B2E (Business-to-Employee) steht für die elektronischen Kommunikationsbeziehungen zwischen einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern 5 und bezeichnet ebenfalls den Grundgedanken einer Managementmethode, mit der Unternehmen besser auf Wünsche und Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen wollen. 6 Der Mitarbeiter wird hierbei (wie auch schon beim ERM) als interner Kunde behandelt. Die Abkürzung B2E wird häufig synonym zum Begriff eHR verwendet.
Hinter der Abkürzung eHR (Electronic Human Resources) verbirgt sich jedoch vielmehr ein konkreteres Konzept, "das die Personalabteilung von administrativen Tätigkeiten weitgehend befreit und damit Freiräume schafft für strategisches Personalmanagement." 7 Über ein webbasiertes IT-System sollen möglichst viele dieser administrativen Aufgaben automatisiert oder an Mitarbeiter und Führungskräfte delegiert werden. 8 Häufig wird ein solches System in Form einer Intranet-Plattform bzw. eines Mit-arbeiterportals realisiert, über das die Benutzer zusätzlich Zugriff auf Informationsquellen verschiedener Art erhalten.
5 vgl. Wikipedia
6 vgl. Hansen, Deimler (2002) S. 18
7 Mülder (2002), S. 61
8 vgl. ebd., S. 62
4
Die Hauptelemente einer eHR-Lösung sind:
- e-Learning: webbasierte Aus- und Weiterbildungsprozesse
- eRecruiting: oder auch eCruiting, die Abwicklung von Bewerbungsprozessen über das Intranet bzw. Internet
- Employee Self Service (ESS)
- Manager Self Service (MSS): hier erhalten Führungskräfte durch einen direkten Zugriff auf die Daten ihrer Mitarbeiter die Möglichkeit, bestimmte Führungsaufgaben über das IT-System zu erledigen, so dass auch hier die Personalabteilung entlastet wird. So können Führungskräfte zum Beispiel schnell und selbstständig Anträge genehmigen, Auswertungen erstellen, Beurteilungen ausfüllen oder Gesprächsprotokolle anfertigen. 9
Auch wenn ESS also eher als ein Unterbegriff von eHR zu verstehen ist, bedeutet dies nicht, dass ESS-Funktionen nicht auch eigenständig eingesetzt werden können. Vor allem kleinere Unternehmen integrieren zum Beispiel lediglich einzelne ESS-Prozesse, wie einen elektronischen Urlaubsantrag, in ihr Intranet. Größere Unternehmen setzen ESS dagegen häufiger im Rahmen eines komplexen eHR-Portals ein.
3 ESS in der Praxis
3.1 ESS-Anwendungsmöglichkeiten
ESS beinhaltet eine Vielzahl an Tätigkeiten, die von der Personalabteilung an die Mitarbeiter delegiert werden können. Die Anwendungsmöglichkeiten von ESS umfassen dabei die Änderung von Stammdaten, das Stellen von Anträgen, die Anzeige und den Druck von Bescheinigungen, aber auch reine Informationsangebote.
9 vgl. Rogas, Frey (2002), S. 13
Arbeit zitieren:
Jan Krömer, 2004, Employee Self Service, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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