Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I - II
Abk ürzungsverzeichnis III - IV
Abbildungsverzeichnis und Tabellenverzeichnis V
1. Einleitung. 1
1.1 Entwicklung des e-Commerce in Deutschland 1
1.2 Ziel der Arbeit 8
1.3 Aufbau der Arbeit 9
2. Definitionen und Grundlagen 10
2.1 Elektronisches Geld 10
2.2 Elektronische Zahlungssysteme 11
2.3 Electronic Commerce. 11
2.4 Notwendigkeit der Entwicklung elektronischer Zahlungsvarianten 11
2.5 Grundanforderungen an elektronische Systeme. 13
2.5.1 Sonstige Anforderungen an elektronische Zahlungssysteme. 16
2.5.2 Spezielle Anforderungen an Systeme aus Kundensicht. 17
2.5.3 Spezielle Anforderungen an Systeme aus Anbietersicht 18
3. Sicherheitsaspekte 19
3.1 Angriffsmöglichkeiten 19
3.2 Kryptographie 20
3.2.1 Symmetrische Verschlüsselung 22
3.2.2 Asymmetrische Verfahren 24
3.2.3 Hybride Verschlüsselungsverfahren 27
3.2.4 Die digitale Signatur 29
-I-
Inhaltsverzeichnis
3.3 Sicherheitsprotokolle für das Internet 31
3.3.1 S-HTTP 32
3.3.2 SSL. 33
3.4 Schlussbetrachtung. 35
4. Zahlungsverfahren im Internet 37
4.1 Klassische Zahlungsverfahren 37
4.1.1 Vorkasse. 37
4.1.2 Nachnahme. 38
4.1.3 Rechnung 38
4.2 Internet-Zahlungssysteme 39
4.2.1 SET. 40
4.2.2 Firstgate Click Buy 44
4.2.3 Iclear. 47
4.2.4 Paypal. 50
4.2.5 Geldkarte 54
4.2.6 MicroMoney. 58
4.3 Gütesiegel für Onlineshops am Beispiel Trusted Shops 61
5. Schlussbetrachtung 67
Literaturverzeichnis VI - XII
-II-
Abkürzungsverzeichnis
__________________________________________________________________________________
Abkürzungsverzeichnis
e-Commerce e-Mail electronic Mail EDV
EU EZB FTP File Transfer Protocol
ggf. gegebenenfalls
MD Nr. Nummer NSA National Security Agency
PIN -III-
Abkürzungsverzeichnis
__________________________________________________________________________________
RSA Rivest, Shamir und Adleman
SHA S-HTTP SSL TAN Transaktionsnummer TCP/IP Transmission Control Protocol/Internet Protocol
URL Uniform Resource Locator
Vgl. Vergleiche
WWW World Wide Web
zzgl. zuzüglich
-IV-
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1.1: Online Handel B2C in Deutschland
Abbildung 1.2: Internet-Nutzer in Deutschland
Abbildung 1.3: Deutschland: Genutzte Zahlungsarten im Internet 2002
Abbildung 1.4: Das kaufen deutsche Web-Nutzer 2002 online
Abbildung 1.5: Gründe für den Nicht-Online-Kauf
Abbildung 3.1: Unterscheidung der Kryptologie
Abbildung 3.2: Verschlüsselungsverfahren
Abbildung 3.3: Symmetrische Verschlüsselung
Abbildung 3.4: Asymmetrische Verschlüsselung
Abbildung 3.5: Hybride Verschlüsselung
Abbildung 3.6: Erstellung und Überprüfung der digitalen Signatur
Abbildung 3.7: Handschlag bei SSL
Abbildung 4.1: Kategorisierung von Internet-Bezahlsystemen
Abbildung 4.2: Zahlungsabwicklung mit SET
Abbildung 4.3: Ablauf Bezahlvorgang über Firstgate
Abbildung 4.4: Ablauf Bezahlvorgang über Iclear
Abbildung 4.5: Ablauf Bezahlvorgang über Paypal per Kreditkarte
Abbildung 4.6: Gebühren Paypal
Abbildung 4.7: Geldkarte Bezahltransaktionen
Abbildung 4.8: Ablauf Bezahlvorgang der Geldkarte im Internet
Abbildung 4.9: Ablauf Bezahlvorgang MicroMoney
Abbildung 4.10: Konditionen MicroMoney
Tabelle 5.1: Zahlungssysteme aus der Sicht des Kunden
Tabelle 5.2: Zahlungssysteme aus der Sicht des Händlers
-V-
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
1. Einleitung
Neben der Eigenschaft, dass das Internet und das WWW als Medium zur Übertragung von Informationen, Werbungen und Daten genutzt werden kann, besteht die Aussicht für Unternehmen, Waren und Dienstleistungen mit Hilfe des Internets verkaufen zu können. Dafür werden geeignete Zahlungssysteme benötigt. 1
1.1 Entwicklung des e-Commerce 2 in Deutschland
Die Akzeptanz und besonders die Entwicklung des Handels im Internet schreitet zügig voran. Es sind zwar lediglich Schätzungen über diese Entwicklung möglich, da die Anzahl der „internet-fähigen“ Rechner, die veröffentlichten Internetseiten oder die sich nur kurzzeitig einwählenden Internetnutzer nur geschätzt werden können. Aber man ist sich einig, dass dieser elektronische Handel ein beträchtliches Wachstumspotential besitzt. Dies spiegelt sich auch in den neuesten Schätzungen wieder. 3
Der HDE 4 prognostiziert ein Ansteigen der Online Shopping Umsätze im Jahr 2004 auf ungefähr 13 Mrd. Euro. Dies würde eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Umsatz von 11 Mrd. Euro des Vorjahres bedeuten. Obwohl sich die Umsätze nicht wie in den Jahren zuvor teilweise sogar fast verdoppelten, stellt dieses Umsatzwachstum einen beachtlichen Zuwachs im Vergleich zu manchen traditionellen Branchen dar. 5
Neben den klassischen Versandhandelsunternehmen profitieren von dieser Entwicklung vor allem die Multi-Channel-Betriebe, d.h. Unternehmen, die stationäre und Online-Angebote unterhalten. Nach einer aktuellen HDE-Umfrage bieten gut 25 Pro-
1 )Vgl. Werner, Stefan (2002).
2 ) Abk. Electronic Commerce.
3 ) Vgl. Schmitt, Christoph J., 1999, S. 1.
4 ) Abk. Hauptverband des deutschen Einzelhandels.
5 ) Vgl. Brien, Jörn (1).
- 1 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
zent der stationären Geschäfte ihren Kunden die zusätzliche Möglichkeit zum Einkauf im Internet. 6
In der Tat scheinen die Möglichkeiten des elektronischen Handels fast unbegrenzt. Trotzdem kann heute noch nicht von einem Durchbruch gesprochen werden, da die Mehrzahl der Verbraucher noch ganz eindeutig die realen Einkaufswelten präferieren. So betrug der Online-Umsatz im Bereich B2C 7 im Jahr 2002 gerade mal 8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anteil von lediglich 1,6 % am gesamten Einzel-handelsumsatz. Besonders in den e-Commerce-affinen Warengruppen wie Bücher, Software oder CDs konnten sich Online-Anbieter bemerkenswerte Marktanteile sichern, welche zu einem steigenden Anteil am Gesamtumsatz führen. 8
Grund und Ursache dieses Wachstumspotentials sind der immer bessere Ausbau des Kommunikations- und Informationszugangs, sowie die voranschreitende Globalisie-
6 )Vgl. e-Commerce (1).
7 ) Abk. Business-to-Customer.
8 ) Vgl. e-Commerce (2).
- 2 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
rung, die über eine Erhöhung der Transparenz zu einer Intensivierung des Wettbewerbes führt. 9
Die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland hat sich seit Anfang 1999 bis Ende 2003 mehr als verdreifacht. Somit ergibt sich am Ende des 3. Quartals 2003 eine Internet-Nutzerschaft von ungefähr 34 Millionen erwachsenen Personen über 14 Jahren, die zu Hause oder am Arbeitsplatz über einen Internetzugang verfügen. Berücksichtigt man, dass unter den Usern, die schon eine längere Erfahrung mit dem Internet haben, überdurchschnittlich viele Online-Käufer sind, begünstigt dies eine sehr positive Entwicklung des e-Commerce. 10 Berücksichtigt man weiterhin, dass Internetzugänge praktisch flächendeckend von Zugangsprovidern angeboten werden und jeder neue gekaufte Computer i.d.R. „internet-tauglich“ ist, so wird langfristig jeder PC-Nutzer ein potentieller Internetnutzer sein. 11
Abb. 1.2: Internet-Nutzer in Deutschland
Quelle: @facts SevenOne Interactive / IP NEWMEDIA / forsa.
9 ) Vgl. Welteke, Ernst (2002).
10 ) Vgl. @facts (1).
11 ) Vgl. Schmitt, Christoph J. (1999) S. 1.
- 3 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
Doch nicht nur die Anzahl der privaten Internet-Nutzer in Deutschland nimmt ständig zu, auch die Anzahl der Händler, die das Internet im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit nutzen, steigt ständig. Eine HDE-Umfrage belegt, dass knapp 70 Prozent der Händler über einen Internetzugang verfügen und diesen nutzen. Weiterhin lieferte diese Umfrage das Ergebnis, dass Betriebe das Internet vor allem für allgemeine Datenverkehre und die Abwicklung ihrer Bankgeschäfte einsetzen. Dieses Engagement wird nach der Auffassung des HDE dazu führen, dass ein Internetzugang in naher Zukunft in fast jedem Einzelhandelsbetrieb vorhanden sein wird. 12
Besonders geeignet für die Abwicklung über das Internet sind Bankgeschäfte, da es sich hier grundlegend nur um den Austausch von Informationen handelt. Es werden im Bereich des elektronischen Handelns nicht nur klassische Zahlungsverfahren, wie z.B. das Bezahlen per Rechnung, Nachnahme oder Kreditkarte eingesetzt. Es entstehen auch innovative, dem Internet angepasste Verfahren, wie z.B. die Pre-Paid-Karten MicroMoney oder die Paysafecard. 13
Abb. 1.3: Deutschland: genutzte Zahlungsarten im Internet 2002
Quelle: Deutsche Post AG
12 ) Vgl. e-Commerce (2).
13 ) Vgl. NRW Medien GmbH (1) folgender Absatz bezieht sich auf dieselbe Quelle.
- 4 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
Laut einer Umfrage der deutschen Post AG bezahlen aber die Online-Shopper in Deutschland am liebsten per Bankeinzug oder Rechnung. Über 70 % nutzen diese Verfahren und nur jeder siebte Kunde entschied sich für eine Zahlung mit seiner Kreditkarte. Fragt man die Online-Shopper, wie sie am liebsten bezahlen würden, stellt sich ein anderes Bild dar. Die bevorzugte Bezahlmethode ist eindeutig die Lieferung auf Rechnung, gefolgt von der Lieferung per Nachnahme und der Zahlung per Lastschrift. Im Vergleich zu vergangenen Untersuchungen lässt sich aber ein Trend hin zu innovativen Bezahlungsmethoden feststellen. Diese Divergenz zwischen den Präferenzen und den tatsächlich verwendeten Zahlungsplattformen dürfte sich aus der Verfügbarkeit, Verbreitung und Akzeptanz der bestehenden Handelsplattformen ergeben.
Die im e-Commerce beliebtesten Produkte sind nach wie vor Bücher und andere Medienprodukte, wie DVDs, Computer und Telekommunikationsprodukte. An der Spitze der Rangliste der Internet-Shops befindet sich Amazon.de, spezialisiert auf Bücher, Musik und Unterhaltungselektronik, mit einer Kundenanzahl von über 5 Millionen Menschen. Allgemeinversender, wie Otto.de und Quelle.de, folgen erst mit weitem Abstand. Die erfolgreichste Internet-Auktions-Seite ist eBay. 14
14 ) Vgl. @facts (2).
- 5 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
Das Internet-Shopping hat jedoch nicht nur positive Seiten. Nicht jeder User ist bereit im Internet einzukaufen. Diese neue Art des Einkaufens bedarf auch spezieller Formen des Zahlungsverkehrs. Traditionelle Zahlungen durch Verwendung der Kreditkarte oder durch Rechnung stellen wegen der Risiken für die Verbraucher und Anbieter auf Dauer keine Lösung dar und werden oft als Begründung für die zögerliche kommerzielle Entwicklung des Internets genannt. 15 Dies belegt auch folgende Umfrage, bei der als wichtigste Gründe, die gegen einen Kauf im Internet sprechen, nach wie vor die mangelnde Sicherheit beim elektronischen Zahlungsverkehr sowie die mangelnde Gewährleistung des persönlichen Datenschutzes genannt werden. Als weiterer wichtiger Grund für die Zurückhaltung beim Kauf im Internet wurde auch die fehlende Beratung durch einen Verkäufer genannt. 16
15 ) Vgl. Schmitt, Christoph J. (1999) S. 2.
16 ) Vgl. @facts (2).
- 6 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
Abb. 1.5: Gründe für den Nicht-Online-Kauf
Quelle: @facts SevenOne Interactive / IP NEWMEDIA / forsa
Trotzdem wird der elektronische Zahlungsverkehr im Internet eine immer größere Bedeutung bekommen. Durch die steigende Anzahl der Angebote im Internet wächst auch das Bedürfnis, Waren und Dienstleistungen direkt über das Internet bezahlen zu können. Gerade bei Produkten, die direkt im Internet zur Verfügung gestellt werden, wie Musik, Buchtexte oder ähnliche Produkte, kann es für Unternehmen überlebenswichtig sein, dass dieses Geld direkt online bezahlt werden kann. Somit würde auch der Gefahr des Ausfalls des Entgelts entgegengewirkt und eine zeitnahe, dem Internet angepasste Zahlungsmethode benutzt. Weiterhin könnte eine Rechnungsstellung bei Kleinbeträgen unter Umständen keinen Sinn machen, da das Einzugsverfahren weit höhere Kosten verursachen würde, als das Entgelt für die Dienstleistung selbst. Deshalb besteht besonders bei Dienstleistungen, die über das Internet bezogen werden, ein Bedürfnis diese Zahlungen in direktem Zusammenhang mit der Leistungsausführung zu erbringen. 17
Diese Zahlungssysteme sollen in einer unsicheren Umgebung wie dem Internet funktionieren. Es existieren momentan unzählige Ansätze. Jedoch werden sich nur wenige durchsetzen können. Wichtige Kriterien für diese neuen Zahlungsmethoden sind die Sicherheit, Kosten und einfache Handhabung. Der Einsatz einer solchen Zah-
17 )Vgl. Werner, Stefan (2002).
- 7 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
lungsmethode muss absolut sicher sein, sich für den Anbieter lohnen, beim Kunden niedrige oder gar keine Kosten verursachen und einfach zu handhaben sein.
Es ist sicherlich nicht einfach, ein geeignetes Zahlungssystem zu entwerfen. Wählt man z.B. ein System mit höchstmöglicher Sicherheit, sind die Entwicklungs- und Realisierungskosten meistens immens. Weiterhin wird unter Umständen dieses System schwer zu bedienen sein und zusätzliche Hardware und Software erfordern.
Wählt man ein extrem kostengünstiges System, kann es zur Folge haben, dass das System zwar einfach zu bedienen ist, aber die Sicherheit darunter erheblich leidet. Dies kann auf Anwenderseite dann zu einem Abbrechen der Einkäufe führen oder die Begrenzung auf kleinere Beträge.
1.2 Ziel der Arbeit
Im Internet gibt es viele Alternativen von Zahlungssystemen. Die Arbeit soll Informationen darüber geben, welche Zahlungssysteme für das Internet heute bestehen, welche Kriterien diese erfüllen und welche Mechanismen diese Systeme vor ungewolltem Zugriff schützen. Diese Diplomarbeit soll dazu beitragen besser zu verstehen, wie elektronische Zahlungssysteme funktionieren und welche sich am besten für verschiedene Zahlungen eignen. Der Fokus liegt dabei auf den in Deutschland bekannten bzw. etablierten Systemen. Die dargestellten Verfahren ermöglichen im B2C-Bereich das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen aller Art. Es wird erwartet, dass mobile Zahlungsformen mittels Mobiltelefon an Bedeutung gewinnen werden. Aufgrund ihrer noch mäßigen Verbreitung und Akzeptanz werden sie in dieser Arbeit jedoch außen vor gelassen. Die Darstellungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern geben lediglich einen Überblick.
- 8 -
Kapitel 1: Einleitung
__________________________________________________________________________________
1.3 Aufbau der Arbeit
In der folgenden Ausarbeitung wird im ersten Kapitel auf die Ausweitung des Inter-nethandels in Deutschland eingegangen. Im zweiten Kapitel werden wichtige Grundlagen und Definitionen erläutert, die zum weiteren Verständnis der Darstellung notwendig sind. Weiterhin werden wichtige Grundvoraussetzungen für elektronische Zahlungssysteme besprochen, die diese erfüllen sollten. Aufgrund dieser lassen sich Zahlungssysteme unterscheiden und miteinander vergleichen. Ebenso wird darauf eingegangen, wieso eine Entwicklung von elektronischen Zahlungssystemen notwendig ist.
Im dritten Kapitel werden mögliche Gefahren beim Zahlungsverkehr beschrieben. Im Besonderen wird auf Sicherheitsmaßnahmen, wie die Kryptographie zur Verschlüsselung von Nachrichten eingegangen. Durch diese kann ein elektronisches Zahlungssystem vor dem Zugriff Dritter geschützt werden.
Im vierten Kapitel werden ausgewählte beliebte, in Deutschland verwendete, elektronische Zahlungssysteme detailliert vorgestellt und nach den Grundvoraussetzungen für Zahlungssysteme charakterisiert. Es wird auf die verwendeten Sicherheitsmaßnahmen, Kosten und die Handhabung dieser eingegangen.
In der Schlussbetrachtung der Arbeit werden alle besprochenen Zahlungssysteme aus Kunden- und Händlersicht bewertet. Weiterhin wird ein Fazit über Zukunftsperspektiven und Eignung der Systeme bezüglich des Einkaufwertes gezogen.
- 9 -
Kapitel 2: Definitionen und Grundlagen
__________________________________________________________________________________
2. Definitionen und Grundlagen
2.1 Elektronisches Geld
Laut dem Bericht über elektronisches Geld (August 1998) definiert die europäische Zentralbank elektronisches Geld folgendermaßen:
„eine digitale Form des Bargelds, das auf einem Medium elektronisch gespeichert wird und allgemein genutzt werden kann, um Zahlungen an Unternehmen zu leisten, die nicht die Emittenten sind. Dabei erfolgt die Transaktion nicht notwendigerweise über Bankkonten, sondern die Werteinheiten auf dem Speichermedium fungieren als vorausbezahltes Inhaberinstrument“ 18
Es ähnelt sehr dem Bargeld, da es bei der Verwendung keine Genehmigung einer Bank oder eines Dritten braucht. Die Kunden kaufen das elektronische Äquivalent, d.h. sie tauschen eins zu eins den Geldwert um. Diese Definition nimmt, nicht wie frühere, Bezug auf die technischen Details wie die Art des Speichermediums, auf der die Daten gespeichert werden. Da sich die deutsche Bundesbank dieser Definition anschließt, kann elektronisches Geld als eine bestimmte Gruppe neuer, unbarer Zahlungssysteme verstanden werden. 19
Nach allgemeiner Ansicht zählen alle Instrumente, die lediglich nur einen Zugang zu einem Konto oder zu Zahlungsmitteln wie Sichteinlagen vermitteln, nicht zum elektronischen Geld, auch wenn der Zugang elektronisch erfolgt.
18 ) Europäische Zentralbank (1) S.8 ff.
19 ) Vgl. Schmitt, Christoph J. (1999) S. 8 folgender Absatz bezieht sich auf dieselbe Quelle.
- 10 -
Kapitel 2: Definitionen und Grundlagen
__________________________________________________________________________________
2.2 Elektronische Zahlungssysteme
Es gibt noch keine ganz genaue Definition für ein elektronisches Bezahlsystem. Dieser Arbeit wird folgende Arbeitsdefinition zu Grunde gelegt:
„Als elektronische Bezahlsysteme werden alle diejenigen Zahlungsverfahren bezeichnet, bei denen alle zur Zahlung notwendigen Daten medienbruchfrei elektronisch - per Internet oder GSM - übermittelt werden. Der Bezahlvorgang wird abgeschlossen, ohne dass der Zahler oder der Händler irgendwelche zusätzliche aktive Schritte unternehmen muss.“ 20
2.3 Electronic Commerce
Electronic Commerce oder e-Commerce ist nicht nur der Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet. „e-Commerce ermöglicht die umfassende, digitale Abwicklung der Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen und deren Kunden über öffentliche und private Netze (Internet).“ Darin ist natürlich auch die digitale Bezahlung und Übertragung beinhaltet. 21
2.4 Notwendigkeit der Entwicklung elektronischer Zahlungsvarianten
Es drängt sich natürlich die Frage auf, welche Vorteile es haben könnte elektronisches Geld und Zahlungssysteme zu entwickeln. Die Kreditkarten z.B. fanden ihren Ursprung im Jahre 1950, als ein Geschäftsmann auf die Idee kam einen Restaurantbesitzer zu überreden, ihm auf seine bloße Unterschrift hin einen Kredit zu gewäh- 20 )Leger, Frank (1).
21 ) Vgl. Köhler, Thomas; Best, Robert (1998) S. 7.
- 11 -
Arbeit zitieren:
Christian Wieder, 2004, Elektronischer Zahlungsverkehr im Internet, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Paymentsysteme im Internet – Chancen und Risiken
Informatik - Internet, neue Technologien
Hausarbeit (Hauptseminar), 32 Seiten
Online-Shopping: Strategische Herausforderungen aus Sicht der Unterneh...
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Hausarbeit (Hauptseminar), 64 Seiten
Szenarioanalyse der interaktiven Werbung im TV der Zukunft
Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
Hausarbeit, 27 Seiten
Vertriebssysteme direkter und indirekter Vertrieb Vertriebsstufen
Seminararbeit, 34 Seiten
Aufgaben und Systeme der Behälterlogistik
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Online-Shopping - Die Entwicklung des elektronischen Handels
Diplomarbeit, 49 Seiten
Interpretation zweier ausgewählter Texte Alexander Kluges: "Ein L...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Eine Betrachtung der weiblichen Charaktere in Dantons Tod
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 16 Seiten
Heinrich Heines Ballade Belsazar
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Thomas Manns Buddenbrooks - Der Verfallsprozess
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 12 Seiten
IT-Sicherheit für privat genutzte Internet-PCs – ein Leitfaden und Maß...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Bachelorarbeit, 93 Seiten
Electronic Commerce - Einsatzmöglichkeiten, Nutzen und Trends
Hausarbeit, 40 Seiten
Hemmnisse gegen das Online-Shopping in der Bevölkerung und Möglichkeit...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 61 Seiten
Christian Wieder hat den Text Elektronischer Zahlungsverkehr im Internet veröffentlicht
Christian Wieder hat einen neuen Text hochgeladen
Lernbedarf und Lernkosten von Bankkunden im Internet-Banking
Eine finanztypspezifische Stud...
Andrea Eickemeyer
Zahlungszusagen im bargeldlosen Zahlungsverkehr: Bestandsaufnahme - An...
Eine rechtsdogmatische Untersu...
Oliver Gras
Die Bedeutung des SEPA für den elektronischen Zahlungsverkehr eines Le...
Denise Behlert, Andreas Neubert
0 Kommentare