Inhalt:
1. Einleitung 2
2. Die Autorin 3
3. Aufbau und Struktur des Textes 5
4. Typische Probleme der derzeitigen interkulturellen Pflegesituation 5
4.1. Kommunikationsprobleme 6
4.2. Differenzen im Pflegeverständnis 6
4.3. Probleme der derzeitigen interkulturellen Pflegesituation aus der Sicht
der Migranten 7
4.4. Die interkulturelle Pflegekompetenz und das interkulturelle Kompetenz
modell 8
5. Habermanns Kritik zu Leiningers Modell der „Transkulturellen Pflege“ 10
6. Strategien und Modelle zur Verbesserung der interkulturellen Pflege
praxis 12
7. Weitere Überlegungen zur individuellen, migrantengerechten Pflege
kompetenz 15
8. Zusammenfassende Schlussbetrachtung 19
9. Literaturverzeic hnis 21
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1. Einleitung
Die Pflege und mit ihr die in Deutschland noch sehr junge Pflegewissenschaft hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Mit ihr wuchs, bzw. wächst der Anspruch eine bessere, bedürfnisgerechtere Pflege zu leisten und zu entwickeln. Die alltägliche Konfrontation mit anderen Kulturen ist in der Pflege dagegen nicht neu, wohl aber das breiter werdende Bewußtsein dieser Anforderung nicht zu genügen. Insbesondere die Anforderung auf die spezifischen Bedürfnisse von Migranten angepasster, situations- und kontextgerechter eingehen zu können, kann meist nicht erfüllt werden und führt bei den meisten Pflegekräften zur Frustration und Verunsicherung.
Auch in den anderen Wissenschaftsgebieten, wie Medizin oder Sozialwissenschaft wurde das Thema Migration und Gesundheitsrisiko lange nur randständig behandelt. Nun aber ist das Problembewusstsein ( z.B. zur Globalisierung, zur demografischen Entwicklung, zum tägl. Rassismus) spürbar gewachsen. Nachdem in der Pflege Madeleine Leininger mit der Entwicklung der Theorie der Transkulturellen Pflege und der kulturellen Fürsorge zunächst als „Pionierin“ lange Zeit federführend war, nehmen nun sich zunehmend auch andere Pflegewissenschaftle r dieses Thema an, bzw. werden jetzt auch neue, andere oder weiterentwickelte Theorien, bzw. Forschungsergebnisse veröffentlicht. So veröffentlichte auch Dr. Monika Habermann, derzeit Professorin für Pflegewissenschaft an einer Fachhochschule in Bremen, 1998 ihren Beitrag: „Pflegebedürftig in der Fremde? Zur Theorie und Praxis der interkulturellen Pflege“. Ihr Text untersucht insbesondere die pflegespezifischen Bemühungen für eine migrantengerechtere Pflege.
Im Rahmen eines Referats möchte ich Habermanns Te xt vorstellen, den Inhalt und die Posit ionen etwas näher erläutern und anschaulich machen. Zunächst werde ich kurz die Autorin vorstellen. Im Hauptteil möchte ich die von Habermann aufgezeigten typischen Probleme der derzeitigen interkulturellen Pflegesituation vortragen. Die beiden folgenden Themen sind Habermanns pflegewissenschaftliche Auseinandersetzung zum Modell von Leininger und ihre Vorschläge und möglichen Strategien zur besseren interkulturellen Pflegesituation. Vor der zusammenfassenden Schlussbetrachtung werde ich noch weitere Überlegungen zu der Fragestellung: "Was beinhaltet denn eigentlich individuelle, migrantengerechte Pflegekompetenz?" einbringen und in diesem Kontext das "Transkulturelle Kompetenzmodell" von Domenig vorstellen.
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2. Die Autorin
Hier einige Eckdaten zu ihrer Person (Trockel, B., 1999, S. 188- 190): Ø 1976 Abitur
Ø 1977-1980 Ausbildung zur exam. Krankenschwester an der Schwesternschule der Universität Heidelberg
Ø 1980- 1984 Arbeit als Krankenschwester an der Universitätsklinik in Heidelberg Ø ab 1984 Studium der Ethnologie im Hauptfach und im Nebenfach: Soziologie und Psychologie
Ø 1986- 1992 Mitarbeit in der Gesundheitssystemforschung an der Universität Heidelberg, Arbeitsgruppe Kulturvergleichende med. Anthropologie Ø 1992-1995 Dozentin an Aus- und Weiterbildungsinstituten Ø 1994 Abschluss des Promotionsverfahrens
Ø 1995-1995 Leiterin des Evangelischen Fachseminars Karlsruhe-Rüppurr/ Fort und Weiterbildungsinstitut für Pflegende Ø seit 1998 Professorin für Pflegewissenschaft an der Hochschule Bremen
Habermann arbeitete unter anderem an Projekten mit folgenden Themen:
• Krankheit und Wege zur Heilung aus der Perspektive der Betroffenen
• Interdiszipliarität (Medizin - Ethnologie) in der curricularen Entwicklung
• Interkulturelles Management in Pflegeeinrichtungen
• Aus forschungsbezogener und curricularer Perspektive das Spannungsfeld „Ethik und Pflegemanagement
• u.a.
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In den 90er Jahren wurden einige ihrer Texte (meist in Fachzeitschriften) veröffentlicht. Hier möchte ich nur einige erwähnen:
1995 „Man muss es halt glauben“. Magische Heilformen aus der Klientenperspektive (med.-ethnol. Studie in der BRD), Verlag für Wissenschaft und Bildung
1996 Vom Umgang mit dem Fremden - der Beitrag der Ethnologie zur Pflege In: Pflege, 2, S. 127-134
1998 Pflegebedürftig in der Fremde. Zur Theorie und Praxis der interkulturellen Pflege, In: David, M., Borde, Theda, Kentenich, Heribert (Hrsg.): Migration und Gesundheit, Frankfurt: Mabuse, S. 153- 166
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3. Aufbau und Struktur des Textes
Unser zu behandelnder Text „Pflegebedürftig in der Fremde? Zur Theorie und Praxis der interkulturellen Pflege“ von Monika Habermann erschien als Fachaufsatz 1998 in David, Borde, Kentenich (Hrsg.): „Migration und Gesundheit, Zustandsbeschreibung und Zustandsmodelle“ im Mabuse-Verlag. Sämtliche im Referat folgende Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus diesem Text und werden von mir, zwecks besserer Übersicht, nur noch mit der Abkürzung „H.“ und der Seitenzahl angegeben.
Monika Habermann möchte mit ihrem Beitrag die Pflege, insbesondere die interkulturelle Pflege kritisch untersuchen. Dabei setzt sie inhaltlich drei Schwerpunkte. Zunächst benennt sie einige der aktuellen Probleme in der interkulturellen Pflegesituation. Als nächstes nimmt sie Stellung in der pflegewissenschaftlichen Auseinandersetzung. Hier geht sie insbesondere auf den Kulturbegriff Leiningers näher ein. Im letzten Abschnitt widmet Habermann sich möglichen Strategien und Modellen, welche zu einer Verbesserung der interkulturellen Pflege führen sollten.
Die Zielgruppe ihrer Arbeit sind neben den Pflegenden auch die Nichtpflegenden, welchen sie spezifische Problemstellungen, pflegewissenschaftliche Annäherungen und Zielvorstellungen verdeutlichen möchte. Für die Pflegenden soll der Beitrag eher eine Zusammenfassung über relevante Forschungen und zentrale Fragestellungen geben. Stationäre und ambulante Versorgungssituationen werden von ihr gleichermaßen mit einbezogen.
4. Typische Probleme der derzeitigen interkulturellen Pflegesituation
Zunächst möchte ich den ersten Schwerpunkt, die dargestellten typischen Probleme der interkulturellen Pflegesituation darstellen. Die Autorin benennt und analysiert hier: Ø Die Kommunikationsproblematik
Ø Die Differenzen im Pflegeverständnis. Die Probleme der interkulturellen Pflegesituation aus der Sicht der Migranten
Ø Die interkulturelle Pflegekompetenz und das interkulturelle Kompetenzmodell. Diese Problemdarstellungen werde ich nun erläutern:
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Diplom-Pflegewirt (FH) Peter-Michael Schulz, 2002, Interkulturelle Pflege, Munich, GRIN Publishing GmbH
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