Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 2
2. Experimentelle Analyse der Auswirkungen von induzierter Compliance 3
2.1 Erstes Experiment 3
2.1.1 Hypothese 3
2.1.2 Versuchsaufbau 4
2.1.3 Ergebnisse 4
2.2 Zweites Experiment 5
2.2.1 Hypothese 5
2.2.2 Versuchsaufbau 6
2.2.3 Ergebnisse 6
3. Experimentelle Untersuchung der Bedingungen von Compliance 6
3.1 Erweiterung der Fragestellung 6
3.2 Drittes Experiment 7
3.2.1 Hypothese 7
3.2.2 Versuchsaufbau 8
3.2.3 Ergebnisse 8
4. Schlussfolgerungen 8
Literaturverzeichnis 9
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1. Einleitung
Vorurteile von Weißen gegenüber Farbigen sind in den USA noch immer weit verbreitet. Obwohl die Diskriminierung in den letzten Jahren zurückgegangen ist, stellt sie doch weiterhin ein Problem dar, welches es zu lösen gilt. Dazu gibt es die Möglichkeit, neue und strenge Gesetze zu erlassen, welche Diskriminierung verbieten. Diese beseitigen jedoch nicht die Ursache sondern lindern lediglich die Symptome von Vorurteilen. Die Ursache liegt oft in einer negativen Einstellung gegenüber Schwarzen. Leippe und Eisenstadt (1994) sehen in kognitiver Dissonanz, welche durch induzierte Compliance hervorgerufen wurde, eine geeignete Methode, um diese Ursache von Diskriminierung zu bekämpfen. Unter induzierter Compliance versteht man, dass eine Person dazu gebracht wird durch ihr Verhalten ihren Einstellungen zu widersprechen. Die dadurch hervorgerufene kognitive Dissonanz äußert sich als widersprüchlicher Spannungszustand, durch den sich die Person genötigt fühlt, Meinungen oder Einstellungen zu ändern um diese unangenehme Spannung abzubauen.
Eine der beiden Möglichkeiten zur Dissonanzreduktion besteht darin, eine der widersprüchlichen Kognitionen zu ändern oder zu verwerfen. Diese Art wird shift genannt. Bei der Restrukturierung wird dagegen ein ganzes System von Kognitionen geordnet. Dabei werden alte Kognitionen geändert oder verworfen, neue hinzugefügt und auch mit dem Thema zusammenhängende Grundeinstellungen und Überzeugungen neu überdacht und bei Bedarf geändert.
Hervorgerufen wird die kognitive Dissonanz in diesem Fall des Experiments von induzierter Compliance. Darunter versteht man, dass eine Person dazu gebracht wird, mit ihrem Verhalten ihrer Einstellung zu widersprechen. Die Dissonanz, die daraus resultiert, wird von zwei Determinanten bedingt. Die erste ist choice und bezeichnet den Zustand, dass eine Person verschiedene Einstellungsalternativen zur Auswahl hatte. Die Versuchsperson soll den Eindruck der freien Wahl gewinnen. Die Determinante publicity steht für die Rückführbarkeit der Entscheidung auf die Person. Unter beiden Bedingungen wird sich die Person für ihr Handeln verantwortlich fühlen. Jedoch muss noch gezeigt werden, ob Publicity eine ausreichende Bedingung für die Steigerung von kognitiver Dissonanz ist.
Um nun die Fragestellung zu untersuchen, ob induzierte Compliance ein geeignetes Mittel ist, um die Meinung einer Person bei einer mit Vorurteilen verbundenen Frage zu
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ändern, und ob es möglich ist, diese durch Dissonanz erzeugte Meinungsänderung auf Grundeinstellungen auszuweiten, führten Leippe und Eisenstadt (1994) drei Experimente durch, die im folgenden Teil erläutert werden.
2. Experimentelle Analyse der Auswirkungen von induzierter compliance
2.1 Erstes Experiment
2.1.1 Hypothese
Die Bedingungen high choice oder high public sollten ausreichend sein, um eine positivere Meinung zum Thema des Essays hervorzurufen. Diese Meinungsänderung sollte sich weiterhin auch auf die pro black Items des Einstellungsfragebogens erweitern, d.h. dass auch diese insgesamt positiver ausfallen sollten als bei der Kontrollgruppe. Jedoch wurde auch prognostiziert, dass sich dieser Generalisierungseffekt nicht auf die anti black Items und die Grundwerte ausweiten würde, da einerseits das Essaythema eher mit pro black Einstellungen verbunden ist und andererseits rassistische Einstellung sowie die Einstellungen zu Grundwerten viel zu tief verwurzelt sind, als dass ein einzelnes Experiment sie ändern könnte.
2.1.2 Versuchsaufbau
Die Grundidee war, weiße Studenten einer Universität bei New York City zu bitten ein Essay zu schreiben, ob Stipendien für Schwarze auf Kosten von Weissen erhöht werden sollen.
Die unabhängigen Variablen choice und public wurden folgendermaßen operationalisiert. Bei low choice wurden die Studenten gebeten ein pro – Essay zu schreiben.
Unter high choice Bedingungen wurde den Versuchspersonen vom Versuchsleiter mitgeteilt er hätte schon viele gute kontra–Essays, bräuchte nun aber noch ein paar gute pro–Argumente, dennoch sollten sie frei entscheiden welche Position sie auswählen. Bei low public sollten die Versuchspersonen das Essay mit dem Verständnisfragebogen, der nur abgehakt war, in einem Umschlag versiegelt dem Versuchsleiter abgeben. Bei high choic jedoch mussten Name, Telefonnummer und
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Cornelia Witt, 2004, Verallgemeinerung von Dissonanzreduktion:, Munich, GRIN Publishing GmbH
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