Of all business, by far
Consultancy’s the most bizarre. For the penetrating eye,
There’s no apparent reason why, With no more asset than a pen, This group of reasonable men
Can sell to clients more than twice The same ridiculous advice,
Or find, in such a rich profusion, problems to fit their own solution.
Rambsbottom, B., Financial Times, 11.04.1981
2
Inhalt
1. Einleitung 4
2. Begriff des Unternehmensberaters 5
2.1. Definition 5
2.2. Abgrenzung 6
3. Beratungsfelder 7
4. Gründe für externe Beratung 8
4.1. Wissenstransferfunktion 8
4.2. Wirtschaftlichkeitsfunktion 8
4.3. Neutralitäts- und Durchsetzungsfunktion 9
4.4. Legitimationsfunktion 9
5. Beratungsansätze 10
5.1. Prozessberater 10
5.2. Fachberater 12
6. Schlussbetrachtung: Klassische- oder Prozessberatung 13
Literaturverzeichnis NA
Internetreferenzen NA
Abbildungsverzeichnis
3 NA
1. Einleitung In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten haben sich Beratungsleistungen für Unternehmen als stark expandierende Dienstleistung gezeigt. Die Zahl der Beratungsfirmen wie auch der Einzelberater 1 hat kontinuierlich zugenommen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. 2
Dabei prägen allerdings offensichtlich eine Vielzahl von Vorurteilen und Missverständnissen das Bild des Unternehmensberaters 3 . Vor allem Klein- und Mittelbetriebe sehen nur die Kosten, nicht aber den Nutzen der Beratung. Es herrscht die Meinung vor, Beratung sei etwas, das sich nur Großbetriebe leisten könnten, wobei vor allem die klassischen, internationalen Beratungsunternehmen mit Hundertschaften an Beratern, wie etwa Arthur Anderson, McKinsey, Roland Berger & Partner, Bosten Consulting Group und dergleichen mehr gesehen werden. Diese Beratungsfirmen haben, durch meist strikt betriebswirtschaftlich oder technisch orientierte Fachberatung, auch das Bild des Beraters als „Trouble-Shooter“ geprägt, der dann ins Unternehmen kommt, wenn es darum geht Re-engineering, beinharte Kostensenkung oder Sanierung durchzuführen. 4
Nicht nur deswegen hat in der letzten Zeit das Ansehen des Beraters gelitten, sondern auch weil ihr Name in den Schatten spektakulärer Firmenpleiten gerückt ist. Als Beispiel sei hier die Rolle von McKinsey als Berater von Enron 5 genannt. Gerade hinsichtlich dieser Kritik wird die klassische Unternehmensberatung als reine Strategie- und Konzeptberatung zunehmend in Frage gestellt.
Aufgabe der vorliegenden Arbeit ist es, zunächst einen allgemeinen Überblick über die Beratung zu geben und die verschieden Ansätze in der Beratung herauszuarbeiten. Dies geschieht hauptsächlich mit Hilfe der klassischen betriebswirtschaftlichen Literatur und Wirtschaftsmagazinen, in Teilen aber auch unter Einbeziehung elektronischer Medien.
1
So stieg die Anzahl der Managementberater in Europa von 95.000 (1994) auf 280.000 (2000) an. Quelle: Survey of the European Management Consultancy Market 2000, European Federation of Management Consultancies Associations (feaco)
2
Im Jahr 2000 wuchs der europäische Markt für Beratungen um durchschnittlich 15,5% (1999: 15,9%), in Deutschland um 11,8%. Quelle: a.a.O.
3 Die Begriffe „Unternehmensberatung“, „Beratung“ und „Management Consulting“ sind in dieser Arbeit als Synonyme zu verstehen. Sofern von „Beratern“ oder synonym verwendeten Begriffen die Rede ist, so wird der sprachlichen Einfachheit halber der maskuline Begriff verwendet 4 Vgl. Leeb, Werner A.: Unternehmensberater - die unbekannten Wesen? In: Monitor – Zeitschrift für Informationstechnologie, Ausgabe 10/2000; www.monitor.co.at/monitor/ 5 In der Vergangenheit hat Enron rund zehn Millionen US-Dollar Honorar an McKinsey überwiesen; www.manager-magazin.de
4
2. Begriff des Unternehmensberaters
2.1. Definition
In der Literatur findet man keine allgemein gültige Definition des Berufs 6 des Unternehmensberaters und des Begriffs der Unternehmensberatung. Dies mag auch auf die Komplexität und Vielfältigkeit der Beratungstätigkeiten und –typen zurückzuführen sein.
Meyers Taschenlexikon definiert den Begriff des Beraters als „in der Regel freiberuflich tätigen Fachmann mit wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen (nicht notwendig durch Hochschulstudium), der Unternehmen in sämtlichen betriebswirtschaftlichen und steuerrechtlichen Fragen berät...“ 7
Die Microsoft Encarta Enzyklopädie hingegen spricht bei Unternehmensberatung von einer „von fachlich qualifizierten Kräften durchgeführte Beratung eines Unternehmens in betriebswirtschaftlichen, steuerlichen oder sonstigen unternehmensrelevanten Fragen. Sie wird von darauf spezialisierten Einzelpersonen oder einer institutionell unabhängigen Beratergruppe durchgeführt. Sie kann sich auf umfassende, allgemeine Managementprobleme wie auch auf einzelne Bereiche wie Marketing, Produktmanagement, Vertriebsorganisation, Personalmanagement oder Rechnungswesen beziehen. Das Aufgabengebiet umfaßt zunächst die Feststellung der aktuellen Verhältnisse, die Identifizierung der Probleme und die Formulierung der Zielsetzung. Auf dieser Grundlage werden Vorschläge und Empfehlungen zur Problemlösung ausgearbeitet und in entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Diese werden unterstützend begleitet und schließlich hinsichtlich ihrer Wirkung kontrolliert.“ 8
6
Es ist interessant zu Erwähnen, dass der Begriff des Unternehmensberaters nicht geschützt ist und sich jeder auch ohne ausreichende Qualifikation als solcher bezeichnen darf. Lediglich Österreich schreibt einen Befähigungsnachweis vor; Erlass des österreichischen Bundesministeriums für Finanzen vom 16.7.1992, AÖFV Nr. 265/1992, Art. 1
7
Meyers Grosses Taschenlexikon, 5. überarbeitete Auflage, Band 23, B.I. Taschenbuchverlag, S. 22
8
Microsoft ® Encarta ® Enzyklopädie 2001. © 1993 – 2000 Microsoft Corporation
5
Quote paper:
Jens Droege, 2003, Klassische vs. prozessorientierte Unternehmensberatung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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