Ich versichere, dass ich die anliegende Arbeit mit dem Thema: „Carl Schmitts und der Leviathan des Thomas Hobbes“ selbstständig verfasst und keine anderen Hilfsmittel als die angegebenen verwendet habe. Die Stellen, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommen sind, habe ich in jedem Falle durch Angaben der Quelle, auch der Sekundärliteratur, als Entlehnung kenntlich gemacht.
Greifwald, den 06.07.04 .
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Thomas Hobbes’ Leviathan
2.1 Der Mensch nach Hobbes 5
2.2 Der Naturzustand 6
2.3 Der Staat 7
3. Carl Schmitts Leviathan 11
4. Schluss 14
5. Literaturverzeichnis 16
6. Zusammenfassung/Abstract 17
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1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit werde ich die Staatslehre des Thomas Hobbes und die Kritik daran von Carl Schmitt nebeneinander stellen und kritisch betrachten. Dazu bediene ich mich der Suhrkamp-Ausgabe des hobbesschen Leviathans in der Übersetzung von Iring Fetscher und des Buches „Der Leviathan in der Staatslehre des Thomas Hobbes“ von Carl Schmitt. Bedingt durch die Aufgabenstellung kam kaum mehr Literatur zur Anwendung.
Thomas Hobbes war und ist einer der provokantesten Autoren seiner Zeit, insbesondere weil er radikal mit der bisher vorherrschenden Moralphilosophie brach und stattdessen begann, geradezu naturwissenschaftlich zu argumentieren. Seine Werke beschäftigen sich mit Ursache und Wirkung, die Gesellschaft und ihre Elemente folgen dem physikalischen Gesetz der Bewegung. Bewegung bedeutet in diesem Fall Selbsterhaltung, das zentrale Motiv des hobbesschen Menschen. Sein folgenreichstes Werk ist der Leviathan, eine Abhandlung über die Geburt eines totalitären Staates, die Grundlagen seiner Existenz, seine Form und seine Gewalt.
Carl Schmitt, einer der führenden Rechtstheoretiker nach dem Ersten Weltkrieg, wurde besonders bekannt durch eine Staatslehre, die für die Notwendigkeit einer starken staatlichen Autorität eintrat und sich für einen totalitären Staat aussprach. Er rechtfertigte damit auch das Dritte Reich und ihre Führerphil osophie. Als bekennender Nationalsozialist und Antisemit machte er dort schnell Karriere und bekleidete viele wichtige Posten.
Bei Thomas Hobbes findet Carl Schmitt viele Parallelen zu seinem Staatsentwurf. Der Philosoph von Malmesbury ist für ihn: “[…]der echte Lehrer einer großen politischen Erfahrung; einsam wie jeder Wegbereiter; verkannt, wie jeder, dessen politischer Gedanke sich nicht im eigenen Volk verwirklicht; ungelohnt, wie der, der ein Tor öffnet, durch das andere weitermarschieren[…]“ (Schmitt 1938: 132) Aber diese Bewunderung ist nicht einseitig. I n seinem Buch „Der Leviathan in der Staatslehre des Thomas Hobbes“ analysiert er dieses Werk, in dem er den
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Werdegang der dort beschriebenen Staatskonstruktion durchspielt. Dabei treten für ihn die Unzulänglichkeiten zu Tage, die letztendlich den Leviathan zum Scheitern verurteilen.
Im Rahmen dieser Ausarbeitung stelle ich zunächst die Grundlage für Schmitts Werk dar, die anthropologischen Grundlagen des hobbesschen Staates und das darauf aufbauenden Staatskonstrukt.
Anschließend erläutere ich die Sicht Schmitts auf den Leviathan, seine Kritikpunkte an der souverän-repräsentativen Person und am Staat selber.
Schließlich überprüfe ich diese Kritik auf sachliche Richtigkeit und ordne sie in den Kontext des Carl Schmitt ein.
Ich werde mich in meinen Ausführungen auf Teil 1 und 2 des Leviathans beschränken, da Carl Schmitt in seinem Buch schwerpunktmäßig die Staatskonstruktion und ihre Mängel bearbeitet. Teil 3, „ Vom christlichen Staat“, wird später im Bezug auf die schmittsche Kritik herangezogen, Teil 4 „Vom Reich der Finsternis“ hingegen hat für diese Bearbeitung keine Bedeutung.
2 Thomas Hobbes’ Leviathan
2.1 Der Mensch nach Hobbes
Niemand hat in Hobbes’ Theorie geistige oder körperliche Vorteile. Er eliminiert diese Variable, indem er davon ausgeht, dass alle Ungleichheiten sich irgendwie aufheben. Ein Schwacher könnte sich gegen einen Starken mit anderen Schwachen zusammenschließen, eine List anwenden usw.. „Die Natur hat die Menschen hinsichtlich ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten so gleich geschaffen, dass trotz der Tatsache, dass bisweilen der eine einen offensichtlich stärkeren Körper oder gewandteren Geist als der andere besitzt, der Unterschied zwischen den Menschen alles in allem doch nicht so beträchtlich ist, dass der eine auf Grund dessen einen Vorteil beanspruchen könnte, den ein anderer nicht ebenso gut für sich verlangen dürfte.“ (Hobbes 2002:
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Mathias Strüwing, 2004, Carl Schmitt und der Leviathan des Thomas Hobbes, Munich, GRIN Publishing GmbH
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